Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 11.02.2026, 11.37 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
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Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Mittwoch, 02.01.2013

Magazinrundschau

Kratzen und singen

02.01.2013 Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum die Einwohner von Scampia keine Haustürschlüssel mehr haben. Vanity Fair beobachtet John Belushi im Bienenkostüm. Outlook India untersucht die "Vergewaltigungskultur" in Indien. Le Monde lauscht der Musik der tibetischen dranyen dunglen. Der Economist feiert Comics im Netz. In Wired erklärt Internet-Unternehmer Tim O'Reilly sein Credo. In The New Republic stellt Anne Applebaum neue und alte Bücher über Polens Geschichte im 20. Jahrhundert vor.

Heute in den Feuilletons

Es ist kein Streit zwischen Geist und Kapital

02.01.2013 Frohes Neues Jahr allen Perlentaucher-Lesern! Der Feuilletonisten-Streit um Suhrkamp geht weiter. In der Welt verteidigt sich Richard Kämmerlings gegen die letzten Attacken von Frank Schirrmacher. In der SZ kritisiert Gustav Seibt die Empörungsrhetorik der Suhrkamp-Autoren. In der taz stöhnen zwei Fernsehmacher über die Angsthasen in den Redaktionen. Stefan Niggemeier fragt, was aus der "Informationsoffensive" der ARD geworden ist. Petra von Cronenburg protokolliert ihre durch den Ebook-Reader veränderten Lesegewohnheiten. Die FAZ verteidigt Jakob Augstein gegen den Vorwurf des Antisemitismus.

Bücherschau des Tages

Gehend, sehend, sprechend

02.01.2013 In höchste Comic-Höhen schwingt sich die SZ mit "Arzak", der letzten Arbeit des französischen Comic-Titanen Moebius. So wichtig wie richtig findet sie Ulrich Schneiders Geschichte der Enzyklopädie "Die Erfindung des allgemeinen Wissens". Die taz endteckt in Zsuzsanna Gahses "Südsudelbuch" hinter jedem Wort eine Geschichte. Die FAZ katapultiert sich mit Hinrich von Haarens Roman "Brandhagen" in die sechziger Jahre an der Nordsee.

Medienticker-Archiv

Schlurch! Shtoink! Fla-Datsch!

02.01.2013 Hackerkongress: Der Chaos Computer Club lud nach Hamburg zur 29C3 - Rundfunkbeitrag: Zwangsmilliarden für den öffentlich-rechtlichen Stillstand - Seltsame Zeitmaschinen: Googlen wie die "Mad Men" - Gema-Tarife: Musikrechteverwerter steht in der Kritik - Wem gehört die Bewegung? Über das Urheberrecht beim Tanz - Die Termine der Buchbranche 2013 - Joseph Beuys: Eine Nofretete namens Jupp.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

02.01.2013 Das Nächste, bitte!

Donnerstag, 03.01.2013

Heute in den Feuilletons

Gerade nicht der Triumph der affirmativen Dialektik

03.01.2013 Gar nicht so leicht, eine Bresche durch die Streitigkeiten des Tages zu schlagen. Drei Themen dominieren. Blogs fragen: Ist die Haushaltsgebühr für die Öffentlich-Rechtlichen eine Demokratie-Abgabe? Und listen die Dutzenden von Schmonzetten auf, die damit finanziert wurden. Während ein Dienst wie filmz schließen muss. Zeitungen fragen: Ist Jakob Augstein Antisemit? Und: Ist Suhrkamp-Kultur versunkene Kultur? Außerdem bringt die NZZ neue Erkenntnisse über Eginald Schlattners Kooperation mit der Securitate. Die Zeit erklärt, was Big Data ist. Und wer Wagner wirklich waga.Mit Ergänzung.

Bücherschau des Tages

Mit zerbrochenem Mast und geborstenem Bug

03.01.2013 Die FAZ befasst sich mit jüdischen Schicksalen im 20. Jahrhundert: Vladimir Jabotinskys Odessa-Roman "Die Fünf" und die bewegende "Überlebensgeschichte" von Pierre Draï. Außerdem feiert sie die Wiederentdeckung des Nachkriegsdichters und Gruppe 47-Gründungsmitglieds Wolfgang Bächler. Die NZZ fragt sich bei allem Vergnügen an Gerhard Henschels Martin-Schlosser-Zyklus: muss eine emsländische Jugend wirklich deart gründlich aufgearbeitet werden?

Im Kino

Voller Einsatz von Körper und Geist

03.01.2013 Auf einen meat and potatoes-Actionfilmhelden heruntergekocht hat Christopher McQuarrie den von Tom Cruise gespielten Titelhelden in der Literaturverfilmung "Jack Reacher". Ulrich Seidls "Paradies: Liebe" macht es einem nicht leicht, Europäer zu sein.

Freitag, 04.01.2013

Heute in den Feuilletons

Das Nordkorea Afrikas

04.01.2013 Im Tagesspiegel erklärt Michal Hvorecký, warum es gut war, dass die Slowakei abstürzte. Die FR erzählt, wie Programmkinos in Frankreich und Belgien das Internet nutzen. Die NZZ wirft einen deprimierenden Blick auf Eritrea. In der Welt kritisiert Wolfgang Petersen die Risikoscheu Hollywoods. Die Debatte um Jakob Augstein und den Unterschied zwischen Israelkritik und Antisemitismus geht weiter.

Bücherschau des Tages

Die lallende Keckheit der Berliner Lebenskünstler

04.01.2013 John Lanchesters "Kapital" (Leseprobe) ist zwar nicht, wie vom Verlag behauptet, das Buch zur Finanzkrise, aber trotzdem ganz ausgezeichnet, meint die FR. Die SZ lässt sich von Wolfgang Müller mit großem Vergnügen ins anarchische Westberlin der Achtziger zurückversetzen. Und die FAZ schaudert wohlig bei Corinne L. Ruschs kunstvoll inszenierten Fotos von abgründigen Augenblicken in dekadenten Alpenhotels.

Medienticker-Archiv

Informationsschimäre

04.01.2013 Stefan Niggemeier über die große Informationsoffensive der ARD - "Die Zeitungen sind wie die schwäb'schen Eisenbahnen":Thomas Rothschild über das Ende der Zeitung - Türkei: Wer kritisch berichtet, landet hinter Gittern - Rufmord allerorten: Das deutsche Feuilleton schenkt sich zu Jahresbeginn nichts - No Country for Young Men: Daniel Woodrell im Video-Interview + Wolfram Schütte über die neueste Lachnummer des Kanzlerkandidaten.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

04.01.2013 Wer hat's erfunden?

Samstag, 05.01.2013

Heute in den Feuilletons

Stumm wird das Spanferkel zerteilt

05.01.2013 Jakob Augstein ein Weltklasseantisemit? Zu viel der Ehre, findet der Kölner Stadt-Anzeiger. Augstein hat so wenig Ahnung von Israel wie das Simon-Wiesenthal-Center von deutschen Publizisten, meint Salomon Korn in der FAZ. Im Tagesspiegel sorgt sich Johnny Haeusler um die Freiheit des Netzes. Kein Wunder, dass man die Banker nicht versteht: sie verstehen sich ja nicht einmal untereinander, berichtet Andres Veiel der taz. Die Welt bedauert, dass Brieffreundschaften heutzutage nur noch mit dem Finanzamt gepflegt werden. SZ bedauert, dass HipHop-Lifestyle nur noch als Handy-Spiel existiert.

Bücherschau des Tages

Die Zigaretten eines Seufzers

05.01.2013 Große Freude allerorten über überfällige Übersetzungen: Die FAZ begrüßt "Am Fenster der Erinnerung", einen Band des persischen Dichters Esmail Kho'i; die NZZ liest beglückt Erzählungen von Henry James und die taz ist froh, dass mit "Wer schlafende Hunde weckt" endlich auch einer der erstaunlichen Krimis von Christopher Brookmyre ins Deutsche übertragen wurde. Großes Lob außerdem von der FAZ für die Hörbuch gewordene Physikstunde der Science Busters und von der taz für Marica Bodrizic' Roman "Kirschholz und alte Gefühle".

Montag, 07.01.2013

Heute in den Feuilletons

Wie kleine exotische Gewürznelken

07.01.2013 Die FAZ stellt nach einer Europa-Reise fest: Die "Zauberflöte" funktioniert überall.  In der FR will der Wissenschaftshistoriker Werner Plumpe die weit verbreitete Kritik am Kapitalismus nicht teilen. Die SZ hört 68 CDs von und mit Murray Perahia und bleibt staunend zurück. Die Welt konstatiert, dass in Frankreich der Streit zwischen Sartre- und Camus-Anhängern nach wie vor schwelt. Es wird weiter über Jakob Augstein diskutiert. Unter anderem mahnt Michael Wolffsohn im Deutschlandfunk zur Mäßigung. Und die NZZ empfiehlt nach einer Jordanien-Reise ein liebliches Lammragout mit zauberhaft stinkiger Note.

Bücherschau des Tages

Bochum anno 1950

07.01.2013 Die SZ feiert Durs Grünbeins Gedichtsband "Koloss im Nebel" als Symbiose von sinnlicher Erfahrung und gedanklicher Schärfe. Durchaus reizvoll findet die FAZ die Unentschiedenheit in Nicol Ljubics Roman über einen Frauenmörder "Als wäre es Liebe". Die taz feiert die scheißfrechen Texte des jungen Wolfgang Welt "Ich schrieb mich verrückt". Sehr imponiert haben ihr auch Christopher Morris' Bilder ernüchterter "Americans".

Medienticker-Archiv

Über Gebühr strapaziert

07.01.2013 Neuer Streit um Rundfunkbeitrag: Solidarabgabe oder Zwangssteuer? - Nachruf auf das Feuilleton der Financial Times Deutschland: Eine Hymne von Josik - Eigentum verpflichtet!: Martin Lüdke über das Suhrkamp-Dilemma und der Aufruf der Wissenschaftsautoren - Theater-Nachtkritik: Null-Revolution der dementen Schmetterlinge in Berlin und Das Haar in der Suppe in München + Männlichkeit und Melancholie: Zur Aktualität Joseph Roths.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

07.01.2013 Heute: Gekrönte Häupter in Nöten

Dienstag, 08.01.2013

Magazinrundschau

Nichts als eine Stilblüte

08.01.2013 Osteuropa würdigt die polnischen Komponisten im Allgemeinen und Witold Lutosławski im Besonderen. In The American Scholar erzählt William Deresiewicz, warum er in Portland ein Einhorn ist. Bloomberg sagt einen Aufstand in China voraus. Im Merkur beschreibt Chaim Noll den arabischen Frühling als Krieg zwischen Saudiarabien und Iran. Le Monde beklagt die hohen Gagen französischer Schauspieler. In HVG analysiert Péter Esterházy seine heißeste Beziehung. In der London Review of Books versteht James Meek, warum immer mehr amerikanische Autoren lieber an Fernsehserien arbeiten als an Romanen.

Heute in den Feuilletons

Weißt du, Berlin ist so ruhig, eine Rentnerstadt

08.01.2013 Die neue Antisemitismus-Debatte geht immer noch weiter. In der SZ erinnert Abraham Cooper  vom Wiesenthal-Zentrum an die Durban-Konferenz 2001, wo sich der neue Antisemitismus für ihn erstmals massiv manifestierte. Im Interview mit dem Schwarzwälder Boten erklärt Henryk Broder, warum er glaubt, dass Jakob Augstein "propagandistisch die nächste Endlösung der Judenfrage" vorbereitet. In der zehntausendsten taz-Ausgabe erinnern sich Ehemalige an vergangene Zeiten. Und in der Welt erklärt der montenegrinische Gitarrist Miloš Karadaglić, warum er mit dem Fuß auf dem Gitarrenkoffer spielt.

Bücherschau des Tages

Ein Supermagnet

08.01.2013 Lustvoll stürzt sich die FAZ in Amitav Ghoshs gewundene, aber sehr suggestive Erzählung "Der rauchblaue Fluss" über den Opiumhandel zwischen Indien und China (hier unser Vorgeblättert). Sehr elegant findet die SZ Thomas Hettches Essays über Kunst, Literatur und das Schreiben. Zoran Ferics bisher vielgelobter Roman "Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr" (Vorgeblättert) kommt bei der NZZ dagegen gar nicht gut an.

Medienticker-Archiv

Von Würstchen und Fürstchen

08.01.2013 Goldener Maulwurf 2012: Die besten Feuilletontexte des letzten Jahres - Subkultur: Das wilde West-Berlin - Flucht oder Wanderschaft? Bruno Preisendörfer über den "waghalsigen Reisenden" Johann Gottfried Seume - Er hat "den Deutschen ins Gewissen geredet": Peter Merseburger über seine Theodor-Heuss-Biografie + Diplomatie: Münchhausen über "Wenn wir die Wahrheit sagen, haben wir uns versprochen".

Bücherbrief

Intellektuelles Dandytum

08.01.2013 Ali Smith erzählt von einem Gast, der zum Abendessen kommt und nicht wieder geht. Robert Littell führt uns in die Welt des Spions Kim Philby. Heinz Schilling holt Luther vom Sockel des Übermenschen. W.D. Wilson fragt: Was dachte Goethe über Knabenliebe? Dies und mehr in den besten Büchern des Monats Januar.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

08.01.2013 Was kann denn die Tür dafür?

Mittwoch, 09.01.2013

Heute in den Feuilletons

Einzelkatastrophen

09.01.2013 Die NZZ sieht Italien den Bach hinuntergehen. Außerdem bringt sie Hintergründe zum Fall eines saudischen Intellektuellen Turki al-Hamad , der wegen ein paar Tweets im Gefängnis landete. Die FAZ besucht das einzige Café in Berlin, wo man Kuchen operieren kann. In der Welt erklärt Henryk Broder den modernen Antisemitismus. Und David Bowie fragt: "Where are We Now?"

Bücherschau des Tages

Ein Zauberer, der Ernst macht mit dem Schreiben

09.01.2013 So einen Roman haben Sie noch nicht gelesen, verspricht die von Florjan Lipuš' Roman "Boštjans Flug" hellauf begeisterte FR. Ansonsten allerlei interessante Sachbücher: Die FAZ lernt von Yu Hua Neues über China, Shulamit Volkov bringt der NZZ Walther Rathenau näher; Jan Assmann erklärt der SZ "Die Zauberflöte" und die taz erfährt von Greg Smith, wie Goldman Sachs eine bad bank geworden ist.

Medienticker-Archiv

Lobbylose Melkkühe

09.01.2013 Die Medienrevolution frisst ihre Kinder: Andreas Grieß über die "Lost Generation" in den Medienunternehmen - Zeitungssterben?: So funktioniert Print auch in Zukunft & Belgiens lässige "Print wirkt"-Kampagne - Crowdfunding statt Verlag: Das Vorschuss-Honorar aus der Community + Medienwelt: Jens Best über die öffentlich-rechtliche Echokammer unserer Demokratie und was das Internet damit zu tun hat.

Im Kino

Zusammenstoß zweier Körper

09.01.2013 Jacques Audiards "Der Geschmack von Rost und Knochen" entwirft Bilder, die regelrecht in den Kinosaal hineinlodern. Nicht im regulären Programm, aber als Teil des Minifestivals "Unknown Pleasures" in Berlin zu sehen: Abel Ferraras zauberhafter Weltuntergangsfilm "4:44 Last Day On Earth".

Donnerstag, 10.01.2013

Heute in den Feuilletons

Wenn das kein Kulturschock ist

10.01.2013 Die Welt zitiert die Äußerungen des Viertel-Cherokees Quentin Tarantino über amerikanische Menschheitsverbrechen. Und stellt das Ubuweb vor, das Kunstwerke zum Download feilhält und sich nicht ums Copyright schert - zur Freude der Künstler. Im Freitag stellt sich heraus, dass Musiker im Internet durchaus Geld verdienen können. Die NZZ feiert die Vergangenheit des Futurismus. Richard Herzinger hofft in seinem Blog auf einen Liberalismus jenseits der FDP. Die Debatte um Jakob Augstein ebbt nicht ab. Und die FAZ will politisch inkorrektes Vokabular in alten Kinderbüchern nicht streichen.

Bücherschau des Tages

Sätze wie Sitzfußball

10.01.2013 Lehrreich und heilsam findet die NZZ György Konráds zwanzig Essays "Über Juden". Das Ding ist kein Dingsbums, lernt die SZ aus Stefan Laubes Habilitationsschrift "Von der Reliquie zum Ding". In der Zeit arbeitet sich Clemens J. Setz an Jonathan Lethems "Bekenntnissen eines Tiefstaplers" ab. Und die FAZ begrüßt Heribert Schulz' aufschlussreiche Studie zur Rolle des Schwans im Werk von Joseph Beuys.

Medienticker-Archiv

Das Paradies ist lange her

10.01.2013 Native ads: Rettung oder Ausverkauf des Journalismus? - Medienkonsum im Wandel: Martin Weigert meint, das Bedürfnis nach der gedruckten Zeitung sei nicht angeboren - Management-Buyout: G+J verkauft Impulse - Warum das Böse nicht banal ist: Konstantin Sakkas über die Naivität der Hannah Arendt + Auf Glückssuche in der Wüste: Über Claire Vaye Watkins' Stories "Geister, Cowboys".

Freitag, 11.01.2013

Heute in den Feuilletons

Aus dem Dauerfrost sexueller Verklemmtheit

11.01.2013 Die SZ erkundet die Tücken der türkischen Zensurgesetzgebung. Die Welt betreibt Animal Studies. Die NZZ schildert die Lage der Frauen in Indien. Die FAZ schildert den Medienkrieg um Gaza. Die taz versucht herauszufinden, was die Suhrkamp-Kultur eigentlich war. In der FR schildert  Uli Lommel die Unendlichkeit, die ihm Angst macht. Und Gema und Youtube haben sich mal wieder nicht geeinigt.

Bücherschau des Tages

Leichter zu lesen als zu glauben

11.01.2013 Die FAZ hat sich bestens amüsiert mit dem semifiktionalen Comic "Gringos Locos" von Yann und Olivier Schwartz über die Amerikareise der belgischen Comic-Zeichner Morris, André Franquin und Jijé (und hofft auf eine Fortsetzung über die Begegnung mit René Goscinny). Ebenfalls gelungen findet sie die Comic-Adaption von Mark Twains "Der geheimnisvolle Fremde" durch den Illustrator Georg Barber alias ATAK. Die SZ lässt sich derweil von Norbert Zähringer "Bis zum Ende der Welt" entführen.

Medienticker-Archiv

Desinformationsgesellschaft

11.01.2013 Leopold Federmairs Nachrichten aus der Unterhaltungsbranche - So weit ist es also: Wie Péter Esterházy in Ungarn zensiert wird - Wolfgang Michal über Heribert Prantl, die FDP und die Blogs - Was ist Antisemitismus? Wiesenthal-Zentrum differenziert Vorwurf gegen Jakob Augstein - "Echolot" statt "1913": Der kompromittierende Erzähler Florian Illies - Neandertaler am Laptop: Robert Harris' Roman "Angst" auf der Bühne + Der Mentor der Montreux-Jazz-Momente Claude Nobs ist tot.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

11.01.2013 Keiner schreibt ein Buch darüber.

Samstag, 12.01.2013

Heute in den Feuilletons

Selbst denken macht einsam

12.01.2013 In der Welt entschuldigt sich Henryk Broder bei Jakob Augstein dafür, dass er ihn einen "kleinen Streicher" genannt hat, hält seine Vorwürfe aber aufrecht. In der FR betrachtet Dirk Baecker das BER-Debakel aus systemtheoretischer Sicht. In der NZZ feiert der Romanist Karlheinz Stierle Roberto Calassos großes Baudelaire-Buch. Die taz hat nichts gegen die antirassistische Bereinigung von Kinderbüchern. Die SZ geht das Böse an Barlach suchen. In der FAZ erinnert sich Edna Brocke an ihre Großtante Hannah Arendt.

Bücherschau des Tages

Das absurde Potenzial

12.01.2013 Fasziniert träumt in der NZZ Karlheinz Stierle mit Roberto Calasso den Traum Baudelaires. Außerdem geht's in der NZZ um Krieg in der Literatur - unter anderem bespricht sie Dalton Trumbos Klassiker "Und Johnny zog in den Krieg". Die FAZ geht mit Marica Bodrozic von Sarajevo nach Berlin. Die SZ verliebt sich in das Odessa Vladimir Jabotinskys. Die taz sucht mit Etienne Balibar nach Gleichfreiheit.

Montag, 14.01.2013

Heute in den Feuilletons

Eine Zukunft, die niemals eingetreten ist

14.01.2013 Lawrence Lessig und Cory Doctorow schreiben zum Freitod des Internetaktivisten Aaron Swartz. Ihm drohten 35 Jahre Gefängnis, weil er wissenschaftliche Artikel einer MIT-Datenbank freigestellt hatte. Der Spiegel enthüllt: Jahrelang wurde in Thomas Gottschalks Show "Wetten dass" Werbung platziert. Die Österreicher sind happy: Golden Globes für Michael Haneke und Christoph Waltz. The Daily Beast bringt Jodie Fosters rätselhafte Golden Globes-Rede in sämtlichen denkbaren Versionen. Die NZZ feiert die Kulturhauptstadt Kosice. Die Welt am Sonntag analysiert den subtilen Rassismus der Israelkritiker.

Bücherschau des Tages

Freier Verkehrsraum des Geistes

14.01.2013 Die FAZ lobt Maaza Mengistes bewegenden Äthiopien-Roman "Unter den Augen des Löwen", der von der gescheiterten Revolution gegen Haile Selassie erzählt. Als eine Theorie der Logik menschlicher Kultur preist die SZ Volker Gerhardts Studie zur "Öffentlichkeit" und folgt der früheren Leistungsschwimmerin Leanne Shapton beim "Bahnen ziehen".

Medienticker-Archiv

Von prallen Geldkammern

14.01.2013 Gregor Keuschnig will kein Mitglied der Netzgemeinde sein & wehrt sich gegen eine Vereinnahmung - Ein Hoch auf die Gemeinschaft: Über Richard Sennetts "Zusammenarbeit" - Angebotsduell bei Suhrkamp: Acht Millionen für 39 Prozent oder fünfzig Millionen für 61 Prozent - Im Rausch der Gier: Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Köln, Mannheim, Stuttgart und Zürich.

Vorgeblättert

Yoram Kaniuk: 1948

14.01.2013 1948 war Yoram Kaniuk 17 alt und kämpfte in Jitzchak Rabins Palmach für die Unabhängigkeit Israels. Als der neue Staat dann existierte, war es Kaniuk ergangen wie Stendhals Fabrizio in der Schlacht von Waterloo: vom eigentlichen Akt hatte er nichts mitbekommen. Hier eine Leseprobe aus Yoram Kaniuks autobiografischem Roman "1948".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

14.01.2013 In der Warteschleife.

Dienstag, 15.01.2013

Magazinrundschau

Tagträume ersetzen keinen Fleiß

15.01.2013 Al Ahram feiert Ibsens "Volksfeind" und sein Vertrauen in die Jugend. In der Irish Times bewundert John Banville eine ganz neue literarische Form, die Michael Gorra mit seiner Studie über Henry James gefunden hat. In Le Point fordert BHL die religiösen Würdenträger auf, sich aus der Schwulenehe herauszuhalten. Der New Yorker porträtiert die neue israelische Rechte unter Naftali Bennett. In der Literary Review porträtiert Edmund de Waal den Töpfer Michael Cardew. Auf Edge.org feiert Daniel Dennett das Bric-à-Brac in unserem Hirn. Der Guardian bewundert die geniale Obszönität Manets. Die NYT beobachtet den splitterfasernackten Paul Schrader bei Dreharbeiten.

Heute in den Feuilletons

Sie aßen nur, schliefen, putzten sich

15.01.2013 Die SZ beklagt reaktionären Infantilismus in dem Streit über politisch korrekte Sprache in Kinderbüchern. Das Cabinet Magazine erinnert an ein kulturkritisches Mäuseexperiment. Die Welt meditiert über die Dialektik des Arguments, Antisemitismusvorwürfe schadeten nur der Bekämpfung des Antisemitismus. Die taz wittert Korporatismus in der einhelligen Verteidigung Jakob Augsteins durch Kollegen.In der Berliner Zeitung rät Götz Aly Peer Steinbrück, nach unten zu blicken. Der Tod Aaron Swartz' löst nach wie vor Diskussionen aus.

Bücherschau des Tages

Abseitige Epiphanien

15.01.2013 Die FR attestiert Pola Kinskis Erinnerungen an ihre Kindheit und den verbrecherischen Vater hohe Glaubwürdigkeit und literarischen Rang. Voller Hochachtung schreibt die NZZ über Charles D'Ambrosios eigenwillig spirituelle Erzählungen "Museum für tote Fische". Die SZ feiert Gabriele Goettles Reportagen "Der Augenblick, in denen sie Bienenzüchterinnen, Ballerinas oder alte Kioskbesitzerinnen erzählen lässt. Von Claus Leggewie erfährt sie, dass Europas Zukunft im Süden liegt, und zwar rund um das Mittelmeer.

Medienticker-Archiv

Denken ohne Geländer

15.01.2013 Wider Reflexe und Denkverbote: Hartwig Tegeler erklärt, was wir von Hannah Arendt lernen können & Ein Gespräch mit Günter Gaus (1964) - Matthias Matussek berichtet von seiner "Stunde als Antisemit" - Die Stimme als Instrument: Michael Lentz und seine Poetikvorlesungen "Atmen Ordnung Abgrund" - Schulbuch-O-Mat gestartet: Crowdfunding-Portal für freie und offene Schulbücher + Buchmarkt-Jahresbestseller: Bis zu 45 Prozent digital.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

15.01.2013 Französische Spezialkräfte.

Mittwoch, 16.01.2013

Heute in den Feuilletons

Die Zukunft hat immer recht

16.01.2013 Die NZZ hält fest: Es ist nicht die Schuld der Habsburger, dass das Ungarische zur finnisch-ugrischen Sprachfamilie gehört. Alle feiern Quentin Tarantino, aber nicht die Amerikaner, die taz und die SZ.  Alle trauern um Nagisa Oshima. In der FAZ begrüßt Bernard-Henri Lévy den französischen Einsatz in Mali und warnt vor der Wüste.

Bücherschau des Tages

Von geradezu postmoderner Frechheit

16.01.2013 Auch 120 Jahre nach seinem Tod sind im Werk von Guy de Maupassant noch unübersetzte Schätze zu heben, meint die SZ und freut sich über zwei solche Trouvaillen: "Auf See" und "Dr. Gloss und die Seelenwanderung". Die NZZ flaniert mit Plutarch durch das antike Rom. Die FAZ klickt sich mit Ulrich J. Schneider durch die Wikipedia der Aufklärung (Leseprobe). Und sie gibt Gertrud Höhler zumindest in einem Punkt recht: Angela Merkel hat in Deutschland das Einparteiensystem eingeführt.

Vorgeblättert

Pete Dexter: Paperboy

16.01.2013 Charlotte Bless mag Mörder. Sie hat schon vielen ins Gefängnis geschrieben, aber erst in Hillary van Vetter, wegen Mordes verurteilt, findet sie den perfekten Mann zum Heiraten. Um ihn aus dem Knast zu holen, heuert sie zwei Journalisten an, die ihr helfen sollen, van Vetters Unschuld zu beweisen. Eine Leseprobe aus Peter Dexters Krimi "Paperboy".

Medienticker-Archiv

Schleusen der Wahrnehmung

16.01.2013 Eine Zeitung ohne Redakteure? Wo gibt es das denn? Bei der Westfälischen Rundschau - Staatsmedien: Thierry Chervel über Artenschutz für einen fettleibigen Staats-Apparat - Glanz-&-Elend-Kino: Über Tarantinos Amazing Epic Pulp, v. Trottas Charakterstudie einer Denkerin, Spielbergs knöcherne Staatsposse und Seidls Paradies + Der Crumbathon: Ein Selbstversuch von Thomas Hummitzsch.

Im Kino

Feindbild Hippie

16.01.2013 In Quentin Tarantinos "Django Unchained" kommen zwei Schmierenkomödianten einem antirassistischen Rachewestern in die Quere. Rainer Kirbergs "Das schlafende Mädchen" betreibt Discoforschung im Düsseldorf der 1970er.

Donnerstag, 17.01.2013

Heute in den Feuilletons

Küssende Hasen totschießen

17.01.2013 Es gab noch Zeiten, in denen Kinderbücher drastisch werden durften, aber die sind nun vorbei, meint die Presse in Wien, auch die Zeit befasst sich mit dem Thema. Für die Frankfurter Rundschau wird's langsam knapp, berichten verschiedene Medien. Die taz schildert Oper, Pornografie und Prostitution im Kontext. In der FR hält Quentin Tarantino am Begriff des Holocausts für die Sklaverei und die Geschichte der Indianer in den USA fest. In der Zeit versteht ZDF-Intendant Thomas Bellut das ganze Gerede um Schleichwerbung bei Gottschalk nicht: Die sei doch "durch die Clearingstelle ausgeschlossen".

Bücherschau des Tages

So unwahrscheinlich das klingen mag

17.01.2013 Die Zeit ist ganz aus dem Häuschen über Wsewolod Petrows Novelle "Die Manon Lescaut von Turdej". Die FAZ begrüßt Jeffrey Yangs poetische Erschließung des Meeres und durchstreift in Marilynne Robinson "Haus ohne Halt" mit Huck Finns Schwester die Randzonen der Gesellschaft. Die NZZ macht sich Sorgen, dass "Der Symmetrielehrer" Andrej Bitows Abschied vom Schreiben einleiten könnte. Und die FR freut sich über die Neuausgabe von Barbara Kirchners Roman "Die verbesserte Frau".

Medienticker-Archiv

Hauen und Stechen

17.01.2013 Aktualisiert: Jakob Arjouni ist tot - Zeitungsbranche: Wenig Geld für Online-Journalisten in Deutschland, Rettungsfonds für Print in Frankreich und Annalena McAfees "Zeilenkrieg" in England - Grande Dame: Zum 80. Geburtstag von Susan Sontag - E-Books: Testlauf für die E-Leihe und profitieren davon Verlage und Buchhändler? - Geniale Dilletanten: Wolfgang Müller über die Westberliner Subkultur + Der Weg ins Freie: Wolfram Schütte über Stephan Thomes "Fliehkräfte".

Freitag, 18.01.2013

Heute in den Feuilletons

Um sich gerade noch in die nächste Zählzeit zu retten

18.01.2013 Die taz fragt sich, was die SZ zu ihrer "perfiden" Berichterstattung über Pola Kinski und ihre Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater treibt. Der Freitag wundert sich, warum die "Holocaust"-Rhetorik Quentin Tarantinos und Spike Lees in Bezug auf die Sklaverei nicht zu mehr Debatten führt. Wir verlinken auch auf ein langes Gespräch zwischen Henry Louis Gates und Tarantino. Die FAZ befasst sich mit der Lage der Frauen im Kunst- und Kulturbetrieb. Die Welt feiert das neue Album des Jazzsängers José James.

Bücherschau des Tages

Singvögel und Wildbret im jeweils nächstgrößeren Tier

18.01.2013 Die FAZ freut sich über den neuerlichen Anlauf der Anderen Bibliothek, Dino Buzzatis Roman "Die Tatarenwüste" dem deutschsprachigen Publikum doch noch nahezubringen, und warnt vor Sinnkrisen bei Männern mittleren Alters. Dass sich in "Adriana läßt grüßen" mit Michael G. Fritz auch mal ein Autor ohne Migrationshintergrund ans Thema Heimatlosigkeit herantraut, findet die FR sehr erfrischend. Die SZ unterhält sich derweil prächtig bei Lawrence Norfolks "Festmahl des John Saturnall".

Medienticker-Archiv

Die Sittenschlächter

18.01.2013 Jenseits von Politik und Moral: Hans-Jürgen Arlt über Medienökonomie - Gebührendebatte: 15 Thesen zur Grundversorgung 2.0 - Florian Schneider über das Dokumentarische in der (Netz-)Realität - Dunkelmann im Hintergrund: Geld für Gottschalk aus der Schweiz - Heimat, das ist eine Dose Bier: Nachrufe auf Jakob Arjouni + Ein Klassiker in neuer Form: Giovanni Boccaccios "Decameron".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

18.01.2013 Mein Fineliner fängt auch schon an!

Samstag, 19.01.2013

Heute in den Feuilletons

Dialektik aus Wärme und Distanz

19.01.2013 In der Welt schildert Adam Krzeminski den Kulturkampf, den Polens Rechte gegen das unbehauste und europagläubige Volk der Lemminge führt. In der NZZ erkennt Milton Hatoum im pluralen Brasilien das Land der Zukunft. Die SZ bereitet uns vorsorglich auf das Allerschlimmste vor. Die taz feiert das neue Album von Tocotronic. Und in der FAZ rät Steven Spielberg den nicht-englischsprachigen Zuschauern seines Lincoln-Films: Lest nicht die Untertitel, lest in den Gesichtern!

Bücherschau des Tages

Kritik und Apotheose

19.01.2013 Als große Literatur und Modernismus in seiner besten Form feiert die NZZ Luiz Ruffatos Sãos Roman "Es waren viele Pferde" über den Moloch Sao Paulo. Die FAZ liest mit großer Freude Jonathan Franzens neue Essays "Weiter weg", die unter anderem von Liebe, Scheidung und Robinson Crusoe erzählen. Außerdem lauscht sie begeistert einem Hörspiel von Vicki Baums "Menschen im Hotel". Die taz bedenkt Alan Hollinghursts Roman "Des Fremden Kind" mit viel Lob und unterhält sich bestens mit Max Bronskis Thriller "Der Tod bin ich".

Montag, 21.01.2013

Heute in den Feuilletons

Luxus und Erleuchtung gehen immer

21.01.2013 Wer die FAZ liest, kommt zu dem Schluss: Der gefährlichste Job der Welt muss der Direktorenposten des Bolschoi-Balletts sein. Während amerikanische Zeitungen Paywalls errichten, expandiert das kostenlose Angebot des Guardian mit eigenen Redaktionen in andere englischsprachige Länder, berichtet Mashable. In der SZ erkunden Nir Baram und Abraham B. Yehoshua die Zukunft Israels. Außerdem: ein Schicksalstänzchen am Montag.

Bücherschau des Tages

Sieht auch gut aus

21.01.2013 Verblüffend mitteilsam erscheint der taz Samuel Beckett in seinen Briefen "Weitermachen ist mehr, als ich tun kann". Die SZ lässt sich von A.S. Byatts "Ragnarök" in die finsetre Welt der nordischen Gottheiten entführen. Gefesselt liest die FAZ Szilard Rubins ungarische Krimi aus den siebziger Jahren "Die Wolfsgrube". Sehr beeindruckt ist sie auch von Charlotte Knoblochs Erinnerungen "In Deutschland angekommen" und von Günther Jikelis Studie zum muslimischen Antisemitismus in Europa.

Medienticker-Archiv

Allein mit der Tastatur

21.01.2013 Philipp Hübl: "Wer die Eiszeit überstanden hat, meistert auch die Digitalisierung" - Graph Search: Das verrät Facebooks Suchmaschine - Kunst & Zensur: Zur Lage in China - Gesine Palmer über die Freiheit, wie sie Hannah Arendt verstand - VS fragt: Wie zufrieden sind Autoren mit ihren Verlagen? - Theater-Nachtkritiken aus Dresden, Graz, Köln und Mainz + Hajo Steinert über die Lust an der Eifersucht in Howard Jacobsons "Liebesdienst".

Vorgeblättert

Chris Anderson: Makers

21.01.2013 Chris Anderson hat von seinem Großvater Jean Heuser, einem Schweizer Feinmechaniker, das Basteln gelernt, von den Punks die Do-it-yourself-Kultur - und das Programmieren hat er sich dann selbst beigebracht. Mit den neuen 3-D-Druckern fügt sich das alles plötzlich zu etwas ganz Neuem zusammen: der Möglichkeit, klein und global zu sein, handwerklich und innovativ. Massenproduktion ist passé. Willkommen zur neuen industriellen Revolution! Lesen Sie einen Auszug aus Chris Andersons neuem Buch "Makers".

Dienstag, 22.01.2013

Magazinrundschau

Die meiste Kunst die meiste Zeit

22.01.2013 Die NYRB kritisiert die aufgeregte Beschreibung von CIA-Folter in Kathryn Bigelows neuem Film. In ADN cultura erklärt María Sonia Cristoff, warum sie ihren Winterschlaf im Sommer abhält. In Wired verteidigt Larry Page sein verrücktes Zeug. Der New Yorker erforscht den Markt für prähistorische Knochen. n+1 und das New York Magazine werfen einen Blick auf Insidergeschäfte in der Kunst. The New Republic erklärt dem Moma, warum Paul Klee sehr wohl ein Abstrakter ist. In Elet es Irodalom erklärt András Pályi, warum Dichter keine guten Vorbilder sind.

Heute in den Feuilletons

Nicht für das brennende Herz der Theresa von Avila

22.01.2013 Die FAZ protestiert gegen Verspargelung der Landschaft und Wattierung von Denkmälern im Zeichen der Energiewende. Die Welt feiert Dan Flavin. In der SZ erklärt Stephane Braunschweig seinem Kollegen Thomas Ostermeier die Vorzüge des französischen Theaters: Kein festes Ensemble bedeutet auch Freiheit. Das Blog  journalism.co.uk erklärt Journalisten, wie man Fehler korrigiert. Die taz zeigt am Beispiel Dänemark, wie subventionierte  Medienmodelle auch funktionieren können. Auch die NZZ berichtet über neue Medienmodelle in der Schweiz.

Bücherschau des Tages

Archive des Geschwätz

22.01.2013 Als modernen Griot-Gesang empfiehlt die NZZ Patrice Nganangs Roman "Der Schatten des Sultans", der vom Hofe des Sultans Njoya erzählt. Die SZ dringt mit Alexis Jenni in die französischen Tabuzonen vor. Von Giovanni Tizians "Mafia AG" lernt sie, wie die Gotenlinie durchbrochen wurde. Ein nachhaltiges Leseerlebnis verspricht die FAZ mit Daniel Odijas kraftvollem und gnadenlosem Roman "Auf offener Straße".

Medienticker-Archiv

Bedeutung schlummert überall

22.01.2013 Medienwandel: Blogs kennen keine Krise - Wolfgang Michal: Ist das Medienhaus Deutschland das ersehnte Geschäftsmodell? - Stabiles Tief: Auflagen am Boulevard schrumpfen - Vor dem Tod schon stumm gemacht: Stefan Niggemeier über die Westfälische Rundschau - Selfpublishing: Verlags-Autoren reizt der Wechsel - Ein Lehrstück: Warum Aby Warburg zur Kultfigur des Kunstbetriebs aufgestiegen ist + Wilhelm Genazino zum Siebzigsten.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

22.01.2013 Heute: Mega-Überraschung

Mittwoch, 23.01.2013

Heute in den Feuilletons

Lächeln im Kolkrabengesicht

23.01.2013 In der FR entwirft Robert Menasse Umrisse eines schlanken Europas, auch als Gegensatz zu national ausgefetteten Demokratien. Die NZZ beleuchtet die prekäre Situation der syrischen Christen. In der Welt lernt Dustin Hoffmann die Höflichkeit der Regisseure zu schätzen. Kontrovers wird Steven Spielbergs "Lincoln"-Film aufgenommen: Groß findet ihn die FAZ, besonders aber Daniel Day-Lewis, die taz moniert sein Geschichtsmodell, in dem allein der große weiße Mann agiert.

Bücherschau des Tages

Bis zur Pedanterie gehende Präzision

23.01.2013 Unterschätzt die Komplexität des Gehirns nicht, rät die taz mit Felix Hasler den Neurowissenschaften. Die SZ vergleicht: die Ich-konforme und die nicht-Ich-konforme Welt von Robert Pfaller, die ungekürzten Kurzgeschichten und die gekürzten Kurzgeschichten von Raymond Carver sowie Gerhard Henschel und Walter Kempowski. Die FAZ folgt derweil Philipp Hübl und dem weißen Kaninchen in die Welt der Philosophie.

Mord und Ratschlag

Sorgen um den Wurm

23.01.2013 In "Rache verjährt nicht" erzählt Reginald Hill von einem Aristokraten, der von seinen Feinden unschuldig ins Gefängnis gebracht wird - als Investmentbanker und Kinderschänder. Pete Dexter führt mit seinem Roman "Paperboy" in die Sümpfe Floridas und die Wildnis seiner Kleinstädte, in der sich zuallererst die Starreporter verirren.

Medienticker-Archiv

Literarische Ich-AG

23.01.2013 Am Anfang war die Kunst, dann kam das Internet: Über Kulturvermarktung im Internet - Crowdfunding: krautreporter.de sucht Journalisten - Als Journalistin bloggen: Carmen Epp über einen Luxus mit Risiken und Nebenwirkungen - Der Identitätsverlust der WAZ: Verkaufen Verlage bedrucktes Papier? - News-Apps: Tagesschau weit vor Verlagen + Thomas Knüwer über den schmalen Grat der Verlockung für Verlage.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

23.01.2013 Heute: Ohne Jeföhle!

Im Kino

Zittriges Eigenleben

23.01.2013 Tim Burtons Horrorfilm-Hommage "Frankenweenie" begeistert durch charmante und romantische Verstöße gegen das Dogma des geglättet perfektionistischen Bilds. Ruben Östlund ist zwar nicht der Sarrazin des schwedischen Kinos, sein neuer Film "Play" hat trotzdem wenig Interesse daran, die Welt besser zu verstehen.

Donnerstag, 24.01.2013

Heute in den Feuilletons

In einer Ära großen Durcheinanders

24.01.2013 In der FAZ erinnert sich Dustin Hoffman an seine WG-Kumpels  Robert Duvall und Gene Hackman. Die NZZ macht sich Sorgen ums preußische Kulturerbe. Techcrunch kann es nicht fassen: Apple macht in einem Quartal fast soviel Umsatz wie Microsoft im ganzen Jahr. Das Schweizer Fernsehen erklärt das Leistungsschutzrecht. Die taz beleuchtet die komplizierte Lage der deutschen Kinematheken. Die Welt findet: Die Deutschen sollten es nicht den Franzosen überlassen, ihre Freiheit zu verteidigen. In der Zeit nennt  Ulla Unseld-Berkéwicz realistische Renditeerwartungen für den Suhrkamp Verlag.

Bücherschau des Tages

Dieser Reduktionismus hat seine eigene Süffigkeit

24.01.2013 Die ausgewählten Briefe von Samuel Beckett können getrost zu den Hauptwerken des irischen Autors gezählt werden, jubelt die Zeit. Die FAZ empfiehlt mit Nachdruck Marjana Gaponenkos Roman "Wer ist Martha?". Die NZZ freut sich über eine angemessene Ausgabe von Siegfried Kracauers wegweisender Studie "Von Caligari zu Hitler". Und die FR möchte sich am liebsten jeden der herrlich boshaften Sätze aus A. L. Kennedys Roman "Das blaue Buch" ins Notizbuch nageln.

Vorgeblättert

Deborah Levy: Heim schwimmen

24.01.2013 Sommer in Nizza. Die Familie des Dichters Jozef Jacobs macht Urlaub mit einem befreundeten Ehepaar. Alle haben sich in ihrem Unglück arrangiert, da taucht eine junge Frau auf, die behauptet, eine Seelenverwandte des Dichters zu sein. Lesen Sie hier einen Auszug aus Deborah Levys Roman "Heim schwimmen".

Medienticker-Archiv

Bio im Bücherregal

24.01.2013 Green Publishing: Über nachhaltiges Publizieren - Media-Analyse: Massive Leser-Verluste der Publikumszeitschriften - BDZV: E-Paper-Auflagen der Zeitungen steigen - E-Books: Seattle ist nicht der Nabel der E-Book-Welt - ZDF: Schützen-Hilfe für Schavan im heute journal - Ein buntes, skurriles, poetisches Kaleidoskop: Wolfram Schütte über Annett Gröschners "Mit der Linie 4 um die Welt" + Für Schlaflose: Nachts im Fernseher.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

24.01.2013 Heute: Schulden machen grau.

Freitag, 25.01.2013

Heute in den Feuilletons

Moderedakteurinnen in der zweiten Reihe

25.01.2013 In der FAZ denkt der tschechische Autor Jaroslav Rudis über die irgendwie surreale Präsidentenwahl in seinem Land nach. Die Welt verteidigt David Cameron gegen die beleidigten Leberwürste vom Kontinent. Die NZZ erklärt, unter welchen Umständen die direkte Demokratie funktioniert. Robert Basic wendet sich in seinem Blog gegen Prophezeiungen, dass es mit dem Bloggen ein Ende habe. Hier und dort wird weiter zu Suhrkamp diskutiert und präzisiert.

Bücherschau des Tages

Die lockere Mechanik der Welt mit klappernden Ventilen

25.01.2013 "Willkommen diesseits des Atlantiks!", ruft die FAZ dem 1984 gestorbenen amerikanischen Lyriker George Oppen vor, dessen Band "Die Rohstoffe" jetzt in zweisprachiger Ausgabe erschienen ist. Die SZ lässt sich von dem Fotografen Sergeij Prokudin-Gorskij "Das russische Zarenreich" in Farbe vor Augen führen. Und die NZZ stimmt ein in den einhelligen Jubel über Christophe Blains und Abel Lanzacs Polit-Comic "Quai d'Orsay".

Medienticker-Archiv

Der Journalist als Hirte, der Rezipient als Schaf

25.01.2013 Sind sie ein Schaf, lieber Leser? Das glauben zumindest einige Medienmacher und -theoretiker - Analyse: Der typische Bild-Leser - Blinkist: Sachbuch-Aggregator für Lesefaule - Jörg Lau erklärt, warum er bloggt - Pieke Biermann über Sprachschludereien & richtige Moral und falsche Grammatik - Grimms Märchen: Zensur! P. C.! - ARD & ZDF im Netz: Nichts fliegt mehr raus + Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2013.

Samstag, 26.01.2013

Heute in den Feuilletons

Skulptur aus flüssigem Material

26.01.2013 In der Welt stellt Ruth Klüger eine alte Frage zum Holocaust in der Literatur ganz neu. In der NZZ denkt Terezia Mora über Literatur an Grenzen nach. Außerdem beleuchtet die NZZ Lutoslawskis Liebe zu Cage. Die FR huldigt dem Kollateralnutzen von Frankreichs Uranpoltik. Und ach, seufzt die SZ: Was waren das für Zeiten, als ARD und ZDF Mut zur Zumutung zeigten.

Bücherschau des Tages

Das Nadelöhr des Begehrens

26.01.2013 Die FR erfreut sich an Anmut und Sinnlichkeit eines in Odessa spielenden Familienromans von Vladimir Jabotinsky. Die NZZ folgt dem Dichter Uwe Kolbe an verschwunschene Orte. Die taz bekommt rote Ohren bei Lektüre der Briefe von Brecht und Helene Weigel. Die FAZ erkennt mit Armin Krishnans Buch "Gezielte Tötung" die Gefahren der selektiven Kriegsführung.

Montag, 28.01.2013

Heute in den Feuilletons

Wenn die Idole fallen

28.01.2013 In der SZ hofft Gustav Seibt, dass Großbritannien der EU erhalten bleibt. Laut Hamburger Abendblatt steht die Übernahme der FR durch die FAZ unmittelbar bevor: 30 Redakteure sollen übernommen werden, der überregionale Teil verschwindet. Die FR erzählt die Geschichte des Reisebüros MER, das unter den Nazis mit Judendeportationen und Zwangsarbeitertransporten Millionen verdiente und nach den Krieg als DER unbehelligt Urlaubsreisen organisierte. In der taz porträtiert Gabriele Goettle einen Augenarzt, der sich auch um Arme kümmert.

Bücherschau des Tages

Krisen vielerlei Art

28.01.2013 Ebenso erhellend wie vergnüglich findet Gerd Koenen in der FAZ Carlos Widmanns Porträt des Maximo Lider "Das letzte Buch über Fidel Castro". Die FR liest bedrückt David Grossmans Totenklage "Aus der Zeit fallen". Die SZ folgt mit Freude Else Lasker-Schülers Spaziergängen durch "Die kreisende Weltfabrik" namens Berlin. Auch Camille Jourdys Comic "Rosalie Blum" über zwei schrullige Mädchen hat ihr gut gefallen.

Medienticker-Archiv

Auf der Suche nach den verlorenen Lesern

28.01.2013 Reichweitenzahlen: Viele Verlierer und nur wenige Gewinner - Wachstum: Burda wächst im Internet & klagt - Die da oben: Elitejournalismus - Leistungsschutzrecht: DJV unter Beschuss - Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Bremen, Hamburg, Moers, München und Neubrandenburg + Bloch vs. Dschungelcamp: Worin besteht die Erbschaft einer Zeit, in der sadistische Demütigungsshows ein begeistertes Millionenpublikum finden?

Vorgeblättert

Luca Turin, Tania Sanchez: Das kleine Buch der großen Parfums

28.01.2013 Ein Parfum ist eine Flaschenpost. Auch wenn die EU kräftig an ihrer Zerstörung arbeitet, man kann sie immer noch lesen, wie Luca Turin und Tania Sanchez in ihrem Parfumführer zeigen: Mal spricht es von einem kleinen französischen Laden im Sommer, von Bohnerwachs und Pfirsichen. Mal von einer Fremden, die darauf wartet, dass Sie ihre Vorgängerin vergessen. Lesen Sie einen Auszug aus "Das kleine Buch der großen Parfums".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

28.01.2013 Für alle und mit niemanden.

Dienstag, 29.01.2013

Magazinrundschau

Das Meckern von Lindsay

29.01.2013 National Geographic besucht die kirgisischen Nomaden in Afghanistan. Die Franzosen werden immer missmutiger, berichtet Slate.fr. In Eurozine fragt der Choreograf Lloyd Newson, warum ausgerechnet britische Muslime Homosexualität so vehement ablehnen. La Regle du Jeu stellt das erste Schwulenmagazin Marokkos vor.  n+1 druckt ein Porträt des russischen Minenarbeiters und Streikführers Walentin Urusow. Im New York Magazine spricht Steven Soderbergh über die Tyrannei des Erzählens. In Believer erklärt der Experimentalmusiker Mike Patton sein cinephiles Referenzsystem. In The Nation erzählt David Schiff, wie Pierre Boulez das Cleveland Orchestra auf die Palme brachte: Er konnte jede Stimme in Eliot Carters "Concerto for Orchestra" vorsingen.

Heute in den Feuilletons

Chinese übernimmt Vorsitz

29.01.2013 In der Welt erklärt John Woo, warum er sein Remake von Melvilles "Eiskaltem Engel" in Berlin spielen lässt, und nicht in Paris: Es liegt nicht nur an der Filmförderung. Die taz konstatiert, dass gerade Bollywood am vorsintflutlichen Frauenbild der Inder mitstrickt. Die New York Times macht sich Sorgen um die deutschen Zeitungen. In t3n benennt SZ-Online-Chef Stefan Plöchinger die vier As des neuen Journalismus. In der FAZ ergründet Viktor Jerofejew die französische Seele.

Bücherschau des Tages

Sohlenwechsel in Palermo

29.01.2013 Vor 250 Jahren wurde Johann Gottfried Seume geboren: FAZ und SZ lesen mit großer Freude Bruno Preisendörfers biografischen Essay "Der waghalsige Reisende" über diesen Klassiker unter den Reisereportern. Sehr zu schätzen weiß die SZ auch die Neuedition von Seumes "Apokryphen". Die NZZ liest beklommen Les Murrays Buch über seine Depression "Der schwarze Hund". Außerdem widerspricht Ralf Bönt in der FAZ recht vehement Hanna Rosins Schrift über "Das Ende der Männer".

Essay

Monotheismus und Gewalt

29.01.2013 Mit dem Monotheismus entstand die Unterscheidung von wahr und falsch in der Religion - und damit eine spezifische Form der Gewalt. Erzählt wird von ihr in der Geschichte vom Exodus aus Ägypten. Und es bleibt dabei: Der "mosaischen Unterscheidung" können nur die Religionen selbst begegnen - mit einem "Sowohl als auch". Eine Antwort auf Rolf Schieder

Medienticker-Archiv

Innovativ, avantgardistisch, totalitär

29.01.2013 Zwanzig Jahre: Journalisten helfen Journalisten e.V. - Crowdfunding: Zum heutigen Start von Krautreporter.de - Law & Order auf bayerisch: Polizei beschlagnahmt Nutzerdaten der Augsburger Allgemeinen - Druckfrisch: Mit schwarzem Gesicht für den "Neger" - Interview: Robert Menasse plädiert für die Aufhebung des Nationalstaates - Tom Wolfe: Meister der Lästereien + Homer, Dante & Ezra Pounds "Cantos".

Redaktionsblog - Im Ententeich

Die Monotheismusdebatte - Editorial

29.01.2013 Wer die letzten 35 Jahre Revue passieren lässt - von der iranischen Revolution über die religionsamtliche Morddrohung gegen Salman Rushdie, den 11. September und zahllose Selbstmordattentate - wird kaum bestreiten, dass es eine Gewalt im Namen Gottes gibt. Viel unheimlicher ist allerdings die Frage, ob diese Gewalt Religionen inhärent ist, ob sie womöglich ein Kennzeichen monotheistischer Religionen ist, und wo die Ursprünge dieser Gewalt liegen.

Mittwoch, 30.01.2013

Heute in den Feuilletons

Stiere und Kühe

30.01.2013 Im Perlentaucher eröffnet Jan Assmann eine Debatte über Gewalt in der Religion. Die Welt findet, dass Jakob Augstein und Rainer Brüderle sich entschuldigen sollten. In der NZZ beschreibt Wei Zhang die prekäre Lage der chinesischen Bauern. In der FAZ findet Alice Schwarzer die Frauen krass sexistisch, die Brüderle mit dem Hinweis verteidigen: Männer sind halt so. Außerdem fordert in der FAZ der Historiker Thomas Weber mehr Mut in der Hitler-Forschung. Und in der SZ möchte Norbert Frei über das "Entstehen einer spezifischen NS-Moral" ab 1933 nachdenken.

Bücherschau des Tages

Ekstasen, Räusche und allerhand zerstreuende Aufregungen

30.01.2013 Einen Geschichts- und Wissenschaftskrimi aus berufener Feder liest die NZZ mit Richard von Schirachs "Nacht der Physiker" (hier unser Vorgeblättert). In seinem Jugoslawien-Roman "Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr" spielt Zoran Feric mit dem Leser Katz und Maus, stellt die FR anerkennend fest (ebenfalls von uns vorgeblättert, und zwar hier). Und die FAZ führt sich tiefenentspannt Thomas Strässles Kulturgeschichte der "Gelassenheit" zu Gemüte.

Medienticker-Archiv

Ich drucke mir die Welt

30.01.2013 Die nächste industrielle Revolution oder nur ein neues Märchen der digitalen Phantasten? Dietmar Dath über die Makerbewegung - Internet-Tsunamis: Kommunikationsphänomene politischer Massen im Internet & Google plant Pay-TV auf YouTube - Neu definiert: Die Bedeutung des Internets im täglichen Leben - Die Hölderlin-Droge: Harald Bergmann zeigt "Hölderlins Archive" - Jahrhundertentdeckung: Wsewolod Petrows "Die Manon Lescaut von Turdej".

Im Kino

Silhouettenspiele

30.01.2013 In "Zero Dark Thirty" fächert Kathryn Bigelow das Bilderregime der letzten zehn Jahre auf. Steven Spielberg spürt Abraham Lincoln unterdessen mit den Methoden eines schummrigen Piktorialismus nach. Vorenthaltene Bilder: Der gekürzte Schwarzenegger-Film wird nicht besprochen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

30.01.2013 Aus allem kocht die Geisha Pampe.

Donnerstag, 31.01.2013

Heute in den Feuilletons

Mainstream von gestern

31.01.2013 Die Welt weiß, was Paul Celans "Kumi-Ori" wirklich bedeutet. Die taz erkennt in David Sievekings Film über seine demente Mutter, wann Objektivität in Aggression umschlägt. In der FR/Berliner Zeitung erklärt Götz Aly, warum auch Hitler für Mindestlöhne war. Die SZ findet das Leistungsschutzrecht plötzlich gar nicht mehr so gut. In der FAZ fragt sich Sujata Madhok, ob Indien die Herausforderung des Patriarchats akzeptieren wird. In der Zeit erklärt Christian Petzold, warum sich die DDR so gut als Filmstoff eignet. 

Bücherschau des Tages

Der offene Mund einer stehengebliebenen Bahnhofsuhr

31.01.2013 Für seinen neuen Roman "Die Abenteuer des Joel Spazierer" müsste Michael Köhlmeier eigentlich mit Preisen überhäuft werden, findet die Zeit. Die NZZ freut sich über das Fünkchen Hoffnung in Ulrich Kochs Vergänglichkeitslyrik im Gedichtband "Uhren zogen mich auf". Gerhard Seyfrieds Spionageroman "Verdammte Deutsche!" ruft bei der FR Begeisterung hervor. Und die FAZ lässt sich von Jacques Yonnet ins Paris der Gaukler, Zwerge und Diebe entführen.

Medienticker-Archiv

Als Bücher noch Geschichte machten

31.01.2013 Michael Angele über Tony Judts Vermächtnis - Reporter ohne Grenzen: Deutschland fällt bei Pressefreiheit auf Rang 17 - Da fehlen die Worte: Nürnberger Verleger streichen auch beim Radio - Leistungsschutzrecht: Sind Suchmaschinen wirklich Alligatoren? - Die Arbeit des Zuschauers: Wiener Ausstellung über Peter Handke und das Theater + Kleine Fluchten: Wolfram Schütte über Dieter Richters Reise-Biografie über Jean Paul.

Essay

Identität und Transzendenz

31.01.2013 Poly- und Monotheismus lösen sich nicht nur ab in der Religionsgeschichte; in komplexen Gesellschaften existieren sie auch als Perspektiven unterschiedlicher Trägerkreise nebeneinander. Die Gewaltneigung der monotheistischen Perspektive ergibt sich aus der spannungsreichen Grenzsituation zum Polytheismus und anderen Monotheismen.

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Alexander Schnickmann. Gestirne - Weltraumgedichte. Matthes und Seitz, Berlin, 2026.Alexander Schnickmann: Gestirne
Kometen und Sonnenfinsternisse, schwebende Planeten und galaktische Stürme: Im endlosen Raum des Weltalls ist alles von Licht durchwebt und strahlt in finsterer, ewiger Nacht.In…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…
Gabriel Zucman. Reichensteuer - Aber richtig! . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Gabriel Zucman: Reichensteuer
Aus dem Französischen von Ulrike Bischoff. Gabriel Zucman gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Ökonomen weltweit. Seit Jahren forscht er zu Steuergerechtigkeit…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…

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