9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.10.2020 - Medien

Im Prozess um den Mord an dem slowakischen Journalisten Jan Kuciak und seine Lebensgefährtin Martina Kusnirova ist vor kurzem ein Urteil gefällt worden, das viele empörte. Die eigentlichen Mörder wurden verurteilt, aber nicht der mutmaßliche Drahtzieher Marian Kocner. Niklas Zimmermann stellt in der FAZ ein Ebook des österreichischen Journalisten Christoph Lehermayr vor, der den ganzen Prozess aufrollt und auch Kritik an den slowakischen Medien übt: "Ein Journalistenmord erschüttert ein Land in seinen Grundfesten, aber scheinbar gibt es keinen Auftraggeber. Lehermayr findet das ebenso 'zutiefst verstörend'. In seinem Buch schildert er detailliert, was Kuciak und Kusnirova widerfuhr. Auch mit den Eltern und dem Bruder des ermordeten Journalisten traf sich Lehermayr. Er hat Verständnis für die slowakischen Journalisten, für die früh feststand: Kočner ist schuldig. Sie seien zum Teil selbst von dem Unternehmer überwacht worden, der kompromittierendes Material über alle sammelte, die sich wie Kuciak seinem korrupten Netzwerk in den Weg stellten."

In der New York Times musste jüngst ein Meinungsredakteur gehen, weil ein Politiker den Einsatz von Militär gegen Demonstranten forderte (unsere Resümees). Nun findet sich auf den Seiten der Zeitung wieder ein Kommentar, der Empörung auslöst. Titel: "Hongkong is China, Like It or Not". Autorin: Regina Ip, eine Abgeordnete aus dem gleichgeschalteten Hongkong.

Darauf gabs diese Reaktion von Joshua Benton:


Benton ist auch sonst zu pointierten Verknappungen fähig. Seinen jüngsten Artikel über Google und die Medien betitelt er bei niemanlab.org so: "Google is giving $1 billion to news publishers - to help convince governments not to take a whole lot more than that."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.10.2020 - Medien

Nayib Bukele, El Salvadors Präsident, wird auch der "kleine Trump" genannt, weiß Christoph Gurk auf den Medienseiten der SZ. Vor allem auf die kritische Presse hat Bukele es abgesehen, allen voran auf die Online-Zeitung El Faro, berichtet Gurk: "Vor ein paar Wochen hat die Seite Ergebnisse einer großen Recherche offengelegt. Dokumente sollen beweisen, dass Mitarbeiter der Regierung seit Monaten in engen Verhandlungen mit hochrangigen Gangmitgliedern stehen. Diesen sollen Hafterleichterungen versprochen worden sein, im Gegenzug sollten sie dafür sorgen, dass die Mordrate sinkt, und gleichzeitig auch ihre Unterstützung bei den nächsten Wahlen versprechen. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Regierung in El Salvador versucht, solche Deals mit Bandenchefs zu machen, Bukele aber weist alle Vorwürfe zurück und greift nun El Faro an. Kurz nach der Veröffentlichung der Recherchen erklärte der Präsident in einer TV-Ansprache, Ermittlungen seien aufgenommen worden gegen El Faro wegen des angeblichen Verdachts der Geldwäsche."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.09.2020 - Medien

Charles Moore war von 1992 bis 2003 Chefredakteur des Daily Telegraph, der als Hauspostille Boris Johnsons gilt und ihrem Kolumnisten Johnson Hunderttausende Pfund als Honorar zahlte. Ausgerechnet ihn will Johnson nun zum Aufsichtsratschef der BBC machen, berichtet Steffen Grimberg in der taz: "Selbst dass Moore schon mal wegen Nichtbezahlens der Rundfunkgebühren rechtskräftig verurteilt wurde, scheint dem keinen Abbruch zu tun. Mal im Ernst: EinE Beitragsverweiger*in als Gremienchef*in wäre hierzulande - noch? - ein Ding der Unmöglichkeit. Aber Johnsons Regierung will ohnehin eine Abkehr von der gesamtgesellschaftlichen Finanzierung der BBC. Sein für Medien und damit auch die BBC zuständiger Kulturminister Oliver Dowden macht keinen Hehl daraus, dass für ihn auch ein Abomodell wie bei Netflix infrage kommt."

Außerdem: Der Disney-Konzern entlässt 28.000 Mitarbeiter, meldet unter anderem Meedia - betroffen sind wohl vor allem Mitarbeiter der Freizeitparks, die von der Coronakrise besonders betroffen sind. In der FAZ gratuliert Jürg Altwegg dem deutsch-französischen Sender Arte zum Dreißigsten.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.09.2020 - Medien

NBC News meldet, dass sich ein unabhängiger Aufsichtsrats für Facebook gegründet hat, da das Unternehmen selbst es bisher nicht geschafft hat. Beteiligt an der Initiative sind unter anderem die Observer-Journalistin Carole Cadwalladr, aber auch weitere nahmhafte Prominente der Branche, darunter Kara Swisher, Shoshana Zuboff (Zeitalter des Überwachungskapitalismus) Derrick Johnson (NAACP), Reed Galen (The Lincoln Project),  Damian Collins (British Parliament), Roger McNamee oder der frührere CIA-Beamte Yael Eisenstat.

In der NZZ stellt Markus Schär den Marketing-Professor Scott Galloway vor, der sich gegen die "vier Reiter der digitalen Apokalypse" stellt, also gegen Amazon, Apple, Facebook, and Google, und mit Kara Swisher den Podcast "The Pivot" betreibt: "Einerseits kämpft er für den Kapitalismus, gegen die Vetternwirtschaft. Er greift deshalb - wie im Buch, das ihn berühmt machte - immer noch die Tech-Giganten an, für die in Washington mehr Lobbyisten wirken, als der Kongress Mitglieder zählt, um die Regeln zugunsten der Monopolisten zu biegen. Vor allem wütet er weiter gegen Mark Zuckerberg, 'den auffälligsten Oligarchen der Welt, der seine Nähe zur Macht, also Trump, für korrupte wirtschaftliche Vorteile nutzt', und dessen Managerin Sheryl Sandberg, die nur als 'Lippenstift auf Krebs' diene."

In der SZ sinniert Meredith Haaf angesichts stetig steigender Kommentarfluten über den Stellenwert der Meinung im Journalismus  und kommt neben Tucholsky natürlich auch auf Hannah Arendt zurück: "Hannah Arendt hat die Meinung als 'Gegenteil der Wahrheit' im erkenntnistheoretischen Sinn beschrieben, als Produkt eines komplexen intellektuellen Einfühlungsprozesses: Es gelte mithilfe der Vorstellungskraft, 'aber ohne die eigene Identität aufzugeben, einen Standort in der Welt einzunehmen, der nicht der meinige ist, und mir von diesem Standort aus eine eigene Meinung zu bilden'. Meinungen sind also gerade nicht unbedingt emotional grundiert. Schon gar nicht sind sie absolut."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.09.2020 - Medien

Und in den Medien ist die Meldung des Tages, dass Friede Springer Mathias Döpfner durch eine Schenkung zum Milliardär gemacht hat. "Eine Milliarde?" Fragt Michael Hanfeld in seinem FAZ-Artikel: Ja, "eine Milliarde". Hat Döpfner aber auch verdient, findet Hanfeld, wenn man all die Verdienste in Betracht ziehe, die sich Döpfner als Springer-Chef erworben habe.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.09.2020 - Medien

Der Journalismus steckt in der Krise: Die Medienfreiheit ist in Ländern wie Ungarn in Gefahr, durch Covid-19 haben sich die Probleme, mit Journalismus Geld zu verdienen "dramatisch verschärft", konstatiert Leonard Novy, Direktor des Kölner Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik, im Tagesspiegel. Zeit, Journalismus neu zu denken, meint er: "Das kann aus - Stichwort Spotify für Journalismus - neuen, innovativen Angeboten der Unternehmen heraus passieren, aber auch mittels staatlicher Instrumente wie der Mehrwertsteuer oder der Anerkennung des Journalismus als gemeinnützig, was wiederum Raum schaffen würde für mehr Förderung aus der Zivilgesellschaft. Vor allem aber braucht es Offenheit, die Bereitschaft, ausgetretene Pfade, ritualisierte Grabenkämpfe zwischen einzelnen Branchen und Eitelkeiten hinter sich zu lassen, und den Willen zur Zusammenarbeit. Auch Europa kann seine digitale Zukunft nur gemeinsam gestalten. Unsere zukünftige Wertschöpfung wie auch das Schicksal unserer Demokratien hängen auch davon ab, ob es gelingt, digitale Souveränität zu entwickeln."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.09.2020 - Medien

Der Charlie-Hebdo-Prozess offenbart auch einen bitteren Streit in der französischen Linken, berichtet Jürg Altwegg in der FAZ unter Bezug auf den Charlie-Anwalt Richard Malka: "Edwy Plenel, der Gründer der Online-Zeitung Mediapart und frühere Chefredakteur von Le Monde, wird der geistigen Mitverantwortung bezichtigt. Und die Schriftstellerin Virginie Despentes zitiert. Sie hatte eine Liebeserklärung an die Terroristen veröffentlicht und ihren 'Mut' gelobt: 'Lieber als geduckt leben wollten sie aufrecht sterben.' Richard Malka spricht vom großen 'Verrat der Linken': 'Solange es gegen die bourgeoisen Katholiken ging, unterstützte sie Charlie Hebdo. Heute inszeniert sie ihren Gesinnungsterror und schreit nach Zensur.'"

Charlie Hebdo veröffentlicht unterdessen einen Aufruf zur Meinungsfreiheit, der von vielen wichtigen französischen Medien unterzeichnet ist und sich auf die Erklärung der Menschenrechte von 1789 bezieht: "Es ist das gesamte Rechtsgebäude, das über mehr als zwei Jahrhunderte zum Schutz Ihrer Meinungsfreiheit entwickelt wurde, das angegriffen wird wie nie zuvor in den letzten fünfundsiebzig Jahren. Und diesmal durch neue totalitäre Ideologien, die manchmal behaupten, von religiösen Texten inspiriert zu sein. Natürlich erwarten wir von den staatlichen Behörden, dass sie die notwendigen polizeilichen Mittel einsetzen, um die Verteidigung dieser Freiheiten zu gewährleisten und Staaten, die gegen die Verträge verstoßen, die Ihre Rechte garantieren, scharf verurteilen. Aber wir befürchten, dass die berechtigte Angst vor dem Tod ihren Zugriff ausdehnt und die letzten freien Geister unaufhaltsam ersticken wird."

Yannick Haenel erzählt in seinem fortlaufenden Bericht vom 15. Tag des Charlie-Prozesses. Es geht um die vier Morde im "Hyper cacher". Viele Überlebende seien nach Israel emigriert und wollten bei dem Prozess nicht aussagen. Einige tun es doch. Amedy Coulibaly hatte in dem koscheren Supermarkt in 15 Minuten einen Menschen angeschossen, dann drei Menschen erschossen, bevor er zum Angeschossenen zurückging, um auch ihn zu töten. Unter anderem sagt die Frau des ersten Opfers aus: "Der erste, Philippe Braham, wird hingerichtet, nachdem Coulibaly ihn nach seinem Namen gefragt hat und er darauf befunden hat, dass dieser Name jüdisch ist. Seine Ehefrau Valérie ist in den Zeugenstand gekommen, weil 'ich das Bedürfnis empfinde, über meinen Mann zu sprechen'. Sie erzählt, dass sie ihrem Mann eine Einkaufsliste für den bevorstehenden Sabbat gegeben hatte. Er ist schon am Donnerstag einkaufen gegangen, hat aber nicht alle Artikel gekauft. Sie hat 'mit ihm geschimpft', sagt sie in einem schrecklichen Ton der Schuld, und am folgenden Tag 'ist der Arme nochmal zurückgegangen, um mich nicht in Verlegenheit zu bringen'."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.09.2020 - Medien

Es gibt ein Verbrechen im Kontext der Charlie-Hebdo-Attentate, das quasi nie thematisiert wurde. Yannick Haenel berichtet darüber in seiner Charlie-Chronik über den Prozess. Es ist der dreizehnte Prozesstag. Es geht um den Mordversuch an dem Jogger Romain D., der das Attentat schwer verletzt und um den Preis zahlloser Operationen überlebte. Attentäter war wohl Amedy Coulibaly, der auf Romain D. nur geschossen hat, um die Waffe auszuprobieren, mit der er später vier Menschen in einem jüdischen Supermarkt erschoss. "Wie muss man ticken, um eine Waffe an einem menschlichen Ziel zu testen, als wäre er eine zerbrochene Flasche oder eine tote Taube? Hier öffnet sich ein Abgrund der Infamie. Denn hier entdeckt man den Grad an Unmenschlichkeit, zu dem Coulibaly vorgestoßen ist. Für ihn ist der Mord an einem Menschen nicht nur unwichtig. Er begeht ihn sogar ohne Grund."

Der Journalist Szabolcs Dull leitete das Internetmagazin Index.hu, das wie alle Medien in Ungarn ein Opfer der Zensur wurde. Rettung erwartet er allenfalls aus Brüssel. Im Gespräch mit Claudia Reinhard von der FAZ sagt er: "Viele Menschen glauben ja daran, dass Angela Merkel oder die EU Orban irgendwann mal disziplinieren könnten. Aber ich denke, das muss anders angegangen werden. Wenn Pressefreiheit ein wichtiger Wert in der EU sein soll, müsste man ein institutionelles System schaffen und finanzieren, das dies garantieren kann."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.09.2020 - Medien

Im Jahr 1950 gründeten die USA den Sender Radio Free Europe, um der Bevölkerung im kommunistischen Osten eine Alternative zu den staatlichen, zensierten Medien zu geben, erinnert Frank Nienhuysen in der SZ. Nach dem Kalten Krieg zog sich der Sender nach und nach zurück, nun nimmt er nach Bulgarien und Rumänien seinen Dienst auch in Ungarn wieder auf: "Schwerpunkte sind allerdings andere Regionen, die autoritären Zonen in Zentralasien, fast alle Länder, die einmal zur Sowjetunion gehörten, dazu mehrere Balkan-Staaten, Iran, Pakistan, Afghanistan. Regionen, in denen es Medienfreiheit nicht gibt oder sie zumindest gefährdet ist. Dort unterhält RFE/RL ein großes Netzwerk vor allem aus lokalen Reportern, nach eigenen Angaben sind es insgesamt 1300 freie Mitarbeiter und 600 Vollzeit-Journalisten. Ihre kritische Arbeit wird von den Behörden der autoritären und halbautoritären Staaten jedoch nicht sonderlich geschätzt. Sie berichteten über Streiks in Kasachstan, im angeblich coronafreien Turkmenistan veröffentlichten im Juli Mitarbeiter von RFE/RL, dass es einen Ausbruch gegeben habe und zwei Ärzte gestorben seien."

Besser als der Medienstaatsvertrag, der auch Plattformen wie Facebook und YouTube reguliert, wäre eine eigenständige öffentlich-rechtliche Alternative zu jenen Plattformen, schreibt der Medienrechtler Tobias Gostomzyk in der SZ: "Jenseits der großen Entwürfe wurde bislang kaum etwas publik, wobei eine EU-weite technologische Lösung mit jeweils nationalen Ausgestaltungen am sinnvollsten erscheint. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die rechtlichen Hürden: Plattformvorhaben scheiterten in der Vergangenheit oftmals am Kartellrecht. So wurde die gemeinsame Plattform 'Amazonas' der Sendergruppen Pro Sieben Sat1 und RTL durch das Bundeskartellamt untersagt. Auch die öffentlich-rechtliche Plattform 'Germany's Gold' von ARD und ZDF scheiterte an der Entscheidung des Bundeskartellamts."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.09.2020 - Medien

In der Süddeutschen Zeitung sind scharfe Einschnitte geplant und die schwäbische SWMH-Medenholding, der die Zeitung gehört, scheint es damit ziemlich eilig zu haben, berichtet Anne Fromm in der taz: "Bis zu 50 RedakteurInnen sollen gehen, das ist etwa ein Zehntel der Redaktion. Der Betriebsrat spricht vom umfangreichsten Stellenabbau in der Geschichte der Zeitung. Bis Mitte Dezember gibt der Verlag... den MitarbeiterInnen der Print- und Onlineredaktion Zeit, sich freiwillig zu melden, um die SZ zu verlassen. Wer geht, bekommt eine Prämie, je nach Betriebszugehörigkeit maximal 134.000 Euro. Wer schon in den kommenden sechs Wochen geht, bekommt 30.000 Euro 'Schnellentscheiderprämie' oben drauf."

In Italien wird dagegen eine neue Zeitung gegründet, berichtet Matthias Rüb in der FAZ. Carlo De Benedetti, einst Gründer von La Repubblica stellt nun die Zeitung Domani vor, die täglich mit 16 Seiten im Print und online erscheinen soll: "Chefredakteur ist der 36 Jahre alte Stefano Feltri. Er kommt von der Zeitung Il Fatto Quotidiano, die der linkspopulistischen Fünf-Sterne-Bewegung nahesteht. Die Redaktion von zunächst anderthalb Dutzend Mitarbeitern, die überwiegend zwischen dreißig und vierzig Jahre alt sind, hat ihren Sitz in Rom. Schwerpunkte sind Reportagen und Hintergründe zu Umwelt, Politik und Wirtschaft, ein Feuilleton und einen Sportteil gibt es vorerst nicht." Hier die Website der Zeitung.

Kritischer Journalismus ist so nötig wie nie, versichert Mathias Döpfner in der Welt, die seine Rede vor dem Kongress des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger abdruckt, als dessen Präsident er gerade erneut bestätigt wurde. Staatliche Hilfen und Geld von den digitalen Plattformen ist nötig, aber Döpfner hätte es gern nur sehr indirekt - vom Staat in Form von "Infrastruktur-Förderung" und Gesetzen wie der EU-Urheberrechtsreform. Und von den digitalen Plattformen als Gebühr, auf die man einen Anspruch hat, nicht als milde Gabe. Das ließe sich über die Urheberrechtsreform durchaus noch verschärfen: "Das australische Modell stärkt die Verlage und hat einige überzeugende Vorteile: Wenn die Plattformen sich nach drei Monaten Verhandlung nicht mit den Verlegern auf einen Deal verständigt haben, kann ein Schiedsrichter einen verbindlichen Preis festlegen. Zudem ist jede Form der Diskriminierung über das Ranking verboten. Wir sollten offenbleiben und uns die ermutigende Entwicklung in Australien genau anschauen und prüfen, welche der dort gemachten positiven Erfahrungen wir ebenfalls in Europa übernehmen könnten."