Chinas Umgang mit der
Coronapandemie ist ein
Verbrechen gegen die Menschlichkeit, schreibt
Denis Macshane, ehemaliger Europaminister Großbritanniens in der
Welt. Es sei höchste Zeit,
China zur Rechenschaft zu ziehen, fordert er: Weil so viele so
prächtige Geschäfte mit China machen, haben sie "vergessen, dass China eine ebenso schlimme kommunistische Diktatur bleibt wie jene
Stalins. Es hat seine
Gulags, in denen der Friedensnobelpreisträger
Liu Xiaobo in den Tod geschickt wurde, als die freie Welt ihn als Verfechter der Menschenrechte anerkannte. Stalin versuchte, die Identität der Ukraine auszurotten, Xi verfolgt chinesische Uiguren im Nordwesten Chinas, wo viele in Konzentrationslagern gehalten werden. Stalin benutzte die 'nützlichen Idioten' der globalen Linken, um ein leuchtendes Bild des sowjetischen Terrors zu zeichnen. Xi hat seine '
nützlichen Idioten' in den Reihen von
Politikern und
Investmentfondsmanagern im Ruhestand oder Unternehmen der Metallindustrie, die als Vorstandsmitglieder oder Berater bezahlt werden."
China muss sich einer
detaillierten Untersuchung der
Ursachen des Ausbruchs der Sars-CoV-2-Pandemie unterziehen,
fordert der Politikwissenschaftler
Junhua Zang in der
NZZ. Nicht nur, um auf
Reparationsforderungen zu reagieren, sondern auch, um Verdachtsfälle von Verschwörungstheorien zu unterscheiden, schreibt er: "In Bezug auf China beginnt der Verdacht mit der offiziellen Handhabung der Geschichte des
Patienten null, der offenbar nichts mit dem Tiermarkt in Wuhan zu tun hat - sie wurde
totgeschwiegen oder gar ausgelöscht. Auch der
Verbleib einer Praktikantin am Wuhan-Institut für Virologie ist unklar. Schließlich ist es auch sehr verdächtig, dass die chinesische Regierung erst seit kurzem von allen Virologen verlangt, dass ihre Arbeiten zuerst eine
staatliche Zensur durchlaufen müssen, bevor sie in internationalen Zeitschriften erscheinen können."
"Wie konnten sämtliche Regierungen in diesem Land Wissen, Kultur,
Bildung und
Gesundheit derart konsequent ignorieren und sich stattdessen beinahe ausschließlich für Sicherheit, Rüstung und Immobilienentwicklung interessieren?",
klagt der ägyptische Schriftsteller
Khaled e
l-
Khamissi in der
SZ: "2016/17 hat die ägyptische Regierung
weniger als zwei Prozent des Bruttosozialprodukts für das Gesundheitswesen bereitgestellt, was umgerechnet lediglich drei Milliarden Euro entspricht. (…) Was den Etat des ägyptischen
Kulturministeriums betrifft, so dürfte dieser im besten Fall unter dem
eines einzigen großen Theaters in Deutschland oder Frankreich liegen und zudem zu beinahe neunzig Prozent für die Gehälter der Ministeriumsmitarbeiter draufgehen."