In verschiedenen Ausstattungen, zu verschiedenen Preisen bietet das BMG-Label
Gun seit letzter Woche einige seiner Musikalben an. Wäre solch ein Ausstattungs-/Preis-Modell denkbar für die Buchbranche? will der
Buchreport in seiner Titelgeschichte wissen. Befragte Verlagsmitarbeiter sind unterschiedlicher Meinung. Während es beispielsweise für
Hans Jürgen Balmes, Programmleiter internationale Literatur bei
S. Fischer, durchaus vorstellbar ist, verschiedene Ausgaben eines Buches zeitgleich zu veröffentlichen, unter der Voraussetzung, dass sich "Mehrpreis und Exklusivität durch einen deutlichen Benefit rechtfertigen lassen", gibt
Armin Gontermann, Verlagsleiter
Ullstein Taschenbuch, der bisherigen Erscheinungsweise - erst Hardcover, dann Taschenbuch - den Vorzug. Bei gleichzeitigem Erscheinen würde der Großteil der Kunden zum preisgünstigeren Format greifen, fürchtet Gontermann.
Hier der vollständige Artikel.
Kaum ist die Flamme des Olympischen Feuers erloschen, hat das Rennen um das
schnellste Olympia-Buch begonnen. Ins Ziel gekommen sind der
Deutsche Sportverlag mit "Olympische Spiele Athen 2004" (erschienen am 2. September) sowie - eine halbe Nasenlänge später -
Südwest und
Das Neue Berlin mit "Athen - das Olympiabuch 2004" und "Athen 2004 - Unser Olympiabuch" (beide am 3. September). Für die Bücher auf Platz 2 und 3 zeichnen ehemalige Hochleistungssportler, die heute als Journalisten tätig sind, als Herausgeber verantwortlich:
Rudi Cerne und
Kristin Otto. Auch der
Bertelsmann Club profitiert vom Olympia-Fieber. Da sich die Bücher auf ein aktuelles Ereignis beziehen, dürfen sie zeitgleich mit der Sortimentsausgabe preiswerter im Club erscheinen.
Eine Neuauflage des öffentlichen Streits um
unverschämte Hotels bei der
Frankfurter Buchmesse wird es voraussichtlich nicht geben.
Günter Hampel, Chef der
Frankfurter Tourismus und Congress GmbH (FTC), und
Buchmesse-Sprecher
Holger Ehling glauben, dass sich die Situation entspannt hat. Gründe seien die jährlich größer werdende
Zahl der Hotelbetten, die
Transparenz der Preise durch das Internet und die wach gewordenen
Hoteliers der Umgebung, die mit Sonderangeboten und Shuttle-Bussen um Gäste werben. Besonders ausländische Aussteller hätten sich aber auch in diesem Jahr schon über hohe Preise und Durchbuchungszwang beschwert, muss Ehling einräumen. Die Hotels nahe dem Messegelände langen zu wie eh und je.
Der
Spiegel Verlag ist mit dem Erwerb eines 25 Prozent-Anteils am 1999 gegründeten
Audio Verlag ins
Hörbuchgeschäft eingestiegen. Damit
verdichte er seine mittelbaren und unmittelbaren Aktivitäten im Buchbereich, schreibt der
Buchreport. Der Spiegel veröffentlicht unter anderem seit 1961 die
Bestsellerlisten, an der Onlinebuchhandlung
Libri.de ist er über seine Tochter
SpiegelNet GmbH beteiligt, die
DVA bringt in Kooperation mehrere
Spiegel-Bücher pro Jahr heraus. Die Frage, ob sich der Spiegel eines Tages auch einen eigenen Buchverlag oder eine Beteiligung an einem bestehenden Verlag vorstellen könne, stehe aber derzeit nicht auf der Tagesordnung, sagte Spiegel-Verlagsleiter
Matthias Schmolz auf
Buchreport-Anfrage.
Den bestehenden
Downloadportalen für Hörbücher, etwa
Hoergold.de und
Diderot-Verlag.de, droht mächtige Konkurrenz: Ab dem vierten Quartal will US-Marktführer
Audible, Inc. - gemeinsam mit
Random House und
Holtzbrinck Networxs als Content-Partner - in Deutschland starten. "Im Spätherbst sollen neben 5.000 englischsprachigen Hörbüchern auch deutsche Titel auf der Seite
Audible.de angeboten werden", berichtet der
Buchreport. Audible plant, außer
Hörbüchern auch
Audio-Zeitungen,
Radio- und
Fernsehfeatures zum Download ins Netz zu stellen.
Weltbild handelt mit Büchern, die es noch nicht gibt. Obwohl der
sechste "Harry Potter"-Band, "Harry Potter and the Half Blood Prince", nicht mal im Original erschienen und in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist, kann er bei den Augsburgern "zum garantierten Weltbild-Bestpreis" von 19,95 Euro vorbestellt werden. Preisbindungsrechtlich kein Problem, da britische Bücher keine festen Preise haben.
Personalien: Chefstratege
Carel Halff scheint es zu wurmen, dass er mit
Weltbild zwar einen höchst gewichtigen Buchkonzern hat, der ihm aber
keine Bestseller beschert.
Lothar Menne, zuletzt Verlagsleiter von
Ullstein, soll Abhilfe schaffen und kümmert sich künftig um den Einkauf der Lizenzen bei Weltbild.
Meldungen: Einige Mitglieder der
Arabischen Liga, nämlich Irak, Kuwait, Algerien, Libyen und Marokko, werden beim
Gastlandauftritt in Frankfurt nicht mit vertreten sein.
Joanne K. Rowling ließ bei einer Lesung in Edinburgh durchblicken, dass Harry Potter seine Abenteuer möglicherweise
nicht überleben könnte.13 Wochen nach der Auslistung des
Diogenes Verlags auf den
Amazon-Seiten bekam der
Buchreport von den Parteien keine Stellungnahme zum Stand der Dinge. In der
Sachbuch-Liste der
Spiegel-Bestseller schaffte diese Woche ein
Dichter den höchsten Neueinstieg:
Sigrid Damms Biografie mit dem schlichten Titel "Das Leben des Friedrich Schiller" (Insel). Welche Bücher sich wo platziert haben,
hier.