
Allenthalben wird jetzt
das Corona-Trilemma beschworen oder konstruiert, demzufolge
auf Bio-Überwachung setzen muss, wer nicht Tausende von Toten oder Monate in Ausgangssperre in Kauf nehmen will. Etliche asiatische Regierungen haben ihre Entscheidung getroffen,
konstatiert Jeremy Cliff: "In Singapur, Taiwan und Südkorea können normale Menschen per App die Bewegungen ihrer Mitbürger verfolgen und erhalten
Textnachrichten,
wenn sich ein Infizierter nähert. Während in China das Leben allmählich zurückkehrt, müssen Stadtbewohner immer wieder
ihren persönlichen QR-Code scannen lassen, wenn sie sich bewegen, um zu zeigen, dass sie nicht ihre nach Farben geordneten Restriktionsstufen verletzen." In Europa und den USA empfehlen Forscher ihre neuen Apps noch mit einer freiwilligen Teilnahme". Aber, meint Cliff: "Die Logik des
Panopticons besteht nicht darin, zu beobachten, sondern
Verhalten zu beeinflussen. Das ist stets der zweite Teil der Bio-Überwachung. Wenn Behörden in Erfahrung gebacht haben, wer das Virus hat, wen diese Menschen infiziert haben und welchem Risiko die Bevölkerung insgesamt ausgesetzt ist, können sie auf Grundlage dieser Informationen handeln. Der Bio-Überwachungsstaat dringt nicht nur in die Privatssphäre ein, er setzt auch Zwangsmaßnahmen durch. Die
britischen Corona-Gesetze geben der Regierung die Macht, Häfen und Flughäfen zu schließen oder Wahlen und andere Großveranstaltungen abzusagen. In
Taiwan werden diejenigen, deren Smartphone den Schluss nahelegen, dass sie ihre Quarantäne verletzen, sofort von der Polizei aufgesucht.
Israels Notfallmaßnahmen erlauben die Anwendung verhältnismäßiger Gewalt, um Versammlungen aufzulösen.
Frankreich erfordert von allen, die ihr Haus verlassen, eine Bescheinigung mit gültigen Gründen. In
Polen fordert eine App Menschen unter Quarantäne auf, zu verschiedensten Uhrzeiten
Selfies von sich mit genauer Ortung zu senden. Immer noch nicht überzeugt, dass sich quasi-chinesische Szenen in westlichen Städten abspielen können? Die
belgische Polizei ließ kürzlich Drohnen über einen Park in Brüssel fliegen, um
Spaziergänger nach Hause zu scheuchen."