
In einer riesigen Reportage
beschreibt Nathan Thrall, wie die
Israel-
Frage die Demokraten spaltet. Er legt dabei nahe, dass die Israelfreunde unter den Demokraten vor allen von Ängsten angetrieben sind, großzügige
jüdische Sponsoren zu verlieren, von denen Thrall viele mit Namen und Spendenbeträgen nennt. Andererseits, gibt er zu bedenken, sind viele Kritiker Israels
Schwarze oder Latinos, die unverhältnismäßig hart für ihre Israelkritik angegriffen würden, was die Kritik an der Israelkritik (oder dem Antisemitismus) wohl
potenziell rassistisch machen könne. Warum Afroamerikaner sich lieber für geknechtete Palästinenser einsetzen als für Millionen misshandelter Afrikaner, ist eine Frage, die Thrall nicht stellt, nur indirekt beantwortet: "Jedes Jahr im Frühjahr organisieren
pro-palästinensische Studenten an Universitäten auf der ganzen Welt Vorträge, kulturelle Veranstaltungen und Kundgebungen unter dem Motto 'Israeli Apartheid Week'. Heutzutage werden diese Veranstaltungen von schwarzen, lateinamerikanischen und indigenen Studenten nicht nur besucht, sondern manchmal auch geleitet. Im vergangenen Oktober ... fand eine Demonstration gegen die 'Apartheidsmauer' statt, die von der universitären Latinx-Gruppe La Casa mitgesponsort wurde. Pro-palästinensische Schüler errichteten zwei Pappwände, nach dem Vorbild der 25 Fuß hohen Betonplatten, die sich
mit Zäunen und Stacheldraht verbinden, um die palästinensischen Gemeinden im Westjordanland und Ostjerusalem zu umschließen. Ein La Casa-Mitglied rief: 'Wir haben das gleiche Ziel: die
Bekämpfung der weißen Vorherrschaft und Fremdenfeindlichkeit.' Die Schüler sangen: 'Von Palästina bis Mexiko, alle Mauern müssen weg!'"
Mark Mazzetti, Adam Goldman, Ronen Bergman und Nicole Perlroth
erkunden, wie raffinierte
Spionagesysteme von kleinen Staaten oder Privatpersonen für fragwürdige Zwecke eingekauft und benutzt werden: "Heute können selbst die kleinsten Länder digitale Spionagedienste kaufen, die es ihnen ermöglichen, anspruchsvolle Operationen wie elektronische Lauschangriffe oder Einflusskampagnen durchzuführen, die einst Großmächten wie den Vereinigten Staaten und Russland vorbehalten waren. ... [Die israelische Firma]
NSO und ein Wettbewerber, die emiratische Firma
DarkMatter, sind Paradebeispiele für die Verbreitung von privatisiertem Spionagegeschäft. Eine einmonatige Untersuchung der
New York Times, basierend auf Interviews mit aktuellen und ehemaligen Hackern für Regierungen und Privatunternehmen und andere sowie einer Überprüfung von Dokumenten, enthüllte geheime Gefechte in dieser aufkeimenden Welt des digitalen Kampfes. Diese Firmen haben es Regierungen ermöglicht, nicht nur kriminelle Elemente wie Terroristengruppen und Drogenkartelle zu hacken, sondern in einigen Fällen
auch Aktivisten und Journalisten. Von amerikanischen Spionagebehörden ausgebildete Hacker fingen amerikanische Geschäftsleute und Menschenrechtsaktivisten in ihrem Netz. Cybersöldner, die für DarkMatter arbeiteten, verwandelten ein prosaisches Haushaltsgerät, ein
Babyfon, in ein Spionagegerät.""
Außerdem: Parul Sehgal
applaudiert Glenda Jackson für ihren Broadway-Auftritt als "King Lear". Und
Salman Rushdie ruft in der
Book Review: "Es passiert etwas in der
afrikanischen Literatur: Die Frauen kommen."