China antwortet mit einer "Dreikinderpolitik" auf
den demografischen Schwund der Bevölkerung. Viele Frauen in China wollen allerdings gar keine mehr, sondern lieber Karriere machen, schreibt Friederike Böge, die China-Korrespondentin der
FAZ: "Doch statt in flächendeckende Kinderbetreuungsangebote zu investieren, reagiert die Kommunistische Partei darauf mit der zunehmenden
Betonung konservativer Werte. Am Montag hob die Parteiführung hervor, dass die Werteorientierung junger Menschen hinsichtlich Ehe und Familie gestärkt und 'traditionelle Tugenden der
kindlichen Frömmigkeit und des Respekts gegenüber den Älteren' gefördert werden sollten."
Karrar al Asfoor
unterhält sich bei
hpd.de mit der feministischen
Aktivistin Maryam, die im Irak lebt und erzählt, was es sie kostete,
den Schleier abzulegen: "Hier sind Millionen Frauen gezwungen, ihn zu tragen - und dies bei Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius. Und wenn du auch nur laut
darüber nachdenkst, ihn auszuziehen, bist du allen Arten von Diffamierungen und Beleidigungen ausgesetzt. Hier mischen sich alle Männer ein und wollen Frauen den Schleier aufzwingen. Dies ist nur ein Teil dessen, was Frauen in dieser Gesellschaft auferlegt wird, aber es ist ein wichtiger Teil."
In der
Welt gibt Hildegard Stausberg einen
Einblick in die Situation in
Mexiko, das im Juni einem Wahlmarathon entgegensieht. Ob die Partei des linken Präsidenten Präsident
Manuel López Obrador (
Amlo genannt) profitieren wird, ist nicht abgemacht, denn der regiere immer mehr wie ein Autokrat: "Geradezu archaische Vorstellungen hat Amlo bei der
Energiepolitik. Während das sonnenreiche Mexiko mit seinen Tausenden Kilometern Küste zum Vorreiter bei alternativen Energien werden könnte, kündigt der Präsident den
Kauf einer Raffinerie in Texas an. Die gehört den Mexikanern zwar schon zur Hälfte, aber für 600 Millionen Dollar will er noch die andere Hälfte von Royal Dutch Shell kaufen - und da sind die eine Milliarde Schulden des Unternehmens noch nicht eingerechnet. Müssten sich da nicht
Mexikos Grüne zu Wort melden? Doch die sind eine Koalition eingegangen mit Amlos Morena, halten also lieber still. Auch
international führen solche Entscheidungen nicht zu einem Aufschrei. Das verwundert, wenn man sich das große Echo auf die umstrittene Umweltpolitik des rechtspopulistischen Präsidenten
Jair Bolsonaro in Brasilien vergegenwärtigt. Aber Amlo agiert als 'Linkspopulist', und das hat ihn - bisher jedenfalls - geschützt."