Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Messianische Sequenzen

23.07.2024. William T. Vollmann besucht für Harper's die südkoreanischen Bauern, die schon mal für die Cousins und Cousinen im Norden Lebensmittel anbauen. Tablet bewundert den Überlebenswillen Sonia Delaunays. Granta beobachtet den Goldschmuggel in der Sahara. Osteuropa lässt sich erklären, was eine "globale Kriegspartei" in Georgien ist. Israel droht ein Vierfrontenkrieg, fürchtet der New Yorker. New Lines verfolgt die die nicht unproblematische Reise von Malcom X durch Afrika. Der Guardian lernt, dass neueste Technik den Ärmsten der Welt auch helfen kann.

Mit Ziel auf die Tavernen und Bordelle

16.07.2024. Der Observator Cultural berichtet von einem unwirklichen Besuch Michel Foucaults im Bukarest der 60er Jahre. In Forum 24 erklärt der Historiker Timothy Snyder eine selten beherzigte Lehre aus der Geschichte: Am Ende gewinnen immer die Kleinen. Die London Review betrachtet die deprimierende Situation der Frauen in Afghanistan. In HVG reflektiert der ungarische Autor Laszlo Darvasi die Debatte in Ungarn. Der New Yorker untersucht den Zusammenhang zwischen Piraten und Sex. New Lines würdigt den Beitrag der Mittelschicht zu den Protesten in Kenia.

Sie ist kein Mädchen mehr

09.07.2024. Der Rolling Stone weiß, warum Drogendealer Snapchat lieben. Francis Fukuyama erklärt auf Persuasion ganz konkret, warum niemand eine größere Gefahr für die Demokratie ist als Donald Trump. Scena9 streift durch die Nationalparks Rumäniens. Der Guardian entwirft eine kleine Kulturgeschichte moderner Anästhetika. Meduza zeichnet die Geschichte der Anti-Atom-Bewegung in Kasachstan nach. Quietus schwelgt in Erinnerungen an den Hardcore-Punk der Minutemen.

In den Fußstapfen der vedischen Götter

02.07.2024. Der chilenische Autor Benjamín Labatut unternimmt in Harper's einen Parforce-Ritt durch die Geschichte und die Versprechungen der Künstlichen Intelligenz. Die New York Times betrachtet die chinesisch-indischen Beziehungen. Hlidaci pes lässt sich von der russischen Aktivistin Galina Arapova erklären, warum man sich als Journalist auch gegen einen übermächtigen Staat wehren muss. Mediazona stellt den den 15-Jährigen Russen Arseny Turbin vor, der ins Gefängnis muss, weil er sich für die Ukraine engagiert. Der New Yorker porträtiert den französisch-britischen Verleger Jacques Testard.

Die unterschiedlichsten obszönen Ausdrücke

25.06.2024. New Lines staunt über die Freiheiten arabischer Autoren. Auch die Sängerin Hanna Cseri verteidigt in HVG die Schimpfwörter in ihren Texten. Der Spectator sieht in Britannien die Gewaltenteilung in Gefahr. Im Philosophie Magazin skizziert Lea Ypi einen moralischen Sozialismus. Himal beschreibt das komplizierte Verhältnis von Indien und China. Der New Yorker sucht mit Harriet Tubman Möglichkeiten der Erlösung. La regle du jeu warnt: Das Rassemblement National hat nur Kreide gefressen.

Zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren

18.06.2024. Shakespeare ist Burkiner, aber es gab ihn auch im arabischen Mittelalter, da hieß er al-Mutanabbi, erzählt uns New Lines. In La vie des idees erinnert die Soziologin Marie Ladier-Fouladi an die erste Frauendemo gegen die Mullahs im Iran am 8.3.1979, zwei Tage nach Einführung des Verschleierungszwangs. Im Ideas Letter erklärt der britisch-nigerianische Autor Tomiwa Owolade, wo seine eigentliche Heimat liegt: Bei den New York Intellectuals. New Eastern Europe schildert den Kampf für den EU-Beitritt in Moldau.

Die mentale Kluft

11.06.2024. Der polnische Historiker Tomasz Kamusella lernt auf einer Reise, wie russlandfreundlich Katalonien ist. Der New Yorker staunt über übermenschliche Israelis. Der Guardian recherchiert, wie man ganz ohne Training Muskeln zulegt. New Lines durchleuchtet die Anti-Abtreibungskampagnen in Lateinamerika. In Persuasion überlegt Cameron Hudson, warum sich niemand für den Krieg im Sudan interessiert. The Dial besucht das Disneyland Schanghai.

Lass die anderen Soldaten nicht zuschauen

04.06.2024. Wired untersucht am Beispiel des indischen Wahlkampfs, wie Wahlen durch Deepfakes und KI beeinflusst werden können. Der New Yorker schildert den Einfluss Mexikos auf die amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Desk Russie beleuchtet die "Putinophilie" der Republikaner und der amerikanischen Wählerschaft. New Internationalist schildert das Elend der sudanesischen Frauen im Bürgerkrieg. Der Guardian lauscht den Problemen der jungen Elite Kenias. Die LRB liest Adorno.

Das blasse Dinosaurierei

28.05.2024. Pakistan ist im Griff zweier Dynastien, und dieser Griff wird sich auch mit Imran Khan nicht lockern, schreibt Tom Stevenson in der LRB. Im New Yorker mokiert sich Adam Gopnik über das Grand Hotel Abgrund, in das John Gray so gerne einkehrt. Und Jackson Arn stimmt einen großen Gesang auf Constantin Brancusi an. In La Règle du Jeu erklärt Patrick Mimouni, warum Proust aus Souanne Svann machte. Der Guardian beleuchtet die unheimliche Sekte der Pronatalisten. Die Ukraine muss auch auf russisches Gebiet schießen können, fordert New Lines.

Wie ein verfaulender Organismus

14.05.2024. Desk Russie erkennt die große Lehrmeisterin Putins: Katharina die Große. Films in Frame durchwandert Bukarest im neuen rumänischen Kino. Pro Publica untersucht die Machenschaften chinesischer Drogenkartelle in den USA. Der New Statesman nimmt das Problem der Tories, aber eigentlich aller etablierten Parteien in Europa aufs Korn. New Lines schreibt in der Al-Ula Wüste die Geschichte der Steinzeitgesellschaften neu. Der New Yorker schildert den unsanften Umgang der jordanischen Polizei mit Pro-Palästina-Demonstranten. Projekt sucht den Palast Putins am Schwarzen Meer und findet ein Hotel mit dem Heiligen Fürsten Wladimir in der Hauskirche.