Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Der Kommandant wollte sich betrinken

27.08.2024. Takie Dela porträtiert eine der letzten unabhängigen Redaktionen Russlands, Swobodnyje Nowosti aus Saratow. Der New Statesman schildert die Geschichte des islamischen Hasspredigers Anjem Choudary, der jahrzehntelang unbehelligt in UK agitieren durfte. Walrus besucht den Chemiker Frederik Vanmeert, der weiß, mit welchen Substanzen Jan Vermeer die Glanzlichter auf der Perle und im Gesicht des Mädchens mit dem Perlenohring setzte. New Lines trifft sudanesische Flüchtlinge in Kenia. "We have a Historikerstreit on our hands!", ruft Engelsberg Ideas. Und die New Left Review sucht nach der siebten Generation des chinesischen Kinos.

Die Raiwomen leben längst in Frankreich

20.08.2024. In Le Grand Continent feiert Kamel Daoud die Algérianité Orans. In HVG erzählt Gergely Péterfy, warum es derzeit so viele ungarische Autoren nach Todi in Umbrien zieht. The Insider lauscht einem über Korruption und Unfähigkeit verzweifelnden russischen Bürgermeister aus der Region Kursk. Wer in Kenia Jesus treffen will, wird anschließend einige lebenswichtige Organe vermissen, lernt der New Yorker. Warum die Hungerkatastrophe im Sudan hausgemacht ist, berichtet New Lines. Die London Review taucht mit der Biografie des Musikers und Komponisten Arthur Russell ins aufregende New York der Siebziger ein.

Auf einem Pony zur Schule

13.08.2024. New Lines begutachtet den neuesten Trend in der Pfingstbewegung, wonach sich Gottes Segen nur im eigenen Wohlstand manifestiert, auch wenn er auf Drogenhandel basiert. Die New York Times begibt sich im Sudan auf die Spuren des Sudan People's Liberation Movement. Denik Alarm beobachtet die Säuberungen der slowakischen Kulturministerin Martina Šimkovičová. Das Times Literary Supplement leidet mit William Morris an einer Welt, in der handgefertigte Waren zu teuer für die Armen sind.

Raumschwingungen

06.08.2024. Der New Yorker porträtiert den Hamas-Führer Yahya Sinwar, der seine eigenen Landsleute folterte, bevor er den 7. Oktober orchestrierte. Lidove noviny stellt die Fotografin Dagmar Hochová vor. In Mediazone denkt der im russischen Straflager sitzende Kommunalpolitiker Alexei Gorinov über die kosmische Ewigkeit nach. Im Observator Cultural verteidigt der rumänische Dichter Cosmin Petra atypische Literatur. Der Guardian feiert den ukrainischen Monuments Man Leonid Marushchak. New Lines erzählt, wie sich Rumänien seiner Beteiligung an der Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg stellt.

Eine Sprache der wunderbaren Unmöglichkeit

30.07.2024. New Lines lernt von den Huthi, wie man Gotteskrieger heranzüchtet. Yasha Mounk erklärt uns, was Luxusüberzeugungen sind. Die Türkei ist auch für muslimische Dissidenten kein sicheres Pflaster, lernt Eurozine. In einem hat Macron recht, meint die LRB: Die Franzosen lieben einen König. Words Without Borders stellt die Literatur des frankophonen Pazifiks vor. Wired fürchtet das Umlegen des AMOC-Schalters. Der New Yorker blickt in eines Haifischs scharfen Schlund.

Messianische Sequenzen

23.07.2024. William T. Vollmann besucht für Harper's die südkoreanischen Bauern, die schon mal für die Cousins und Cousinen im Norden Lebensmittel anbauen. Tablet bewundert den Überlebenswillen Sonia Delaunays. Granta beobachtet den Goldschmuggel in der Sahara. Osteuropa lässt sich erklären, was eine "globale Kriegspartei" in Georgien ist. Israel droht ein Vierfrontenkrieg, fürchtet der New Yorker. New Lines verfolgt die die nicht unproblematische Reise von Malcom X durch Afrika. Der Guardian lernt, dass neueste Technik den Ärmsten der Welt auch helfen kann.

Mit Ziel auf die Tavernen und Bordelle

16.07.2024. Der Observator Cultural berichtet von einem unwirklichen Besuch Michel Foucaults im Bukarest der 60er Jahre. In Forum 24 erklärt der Historiker Timothy Snyder eine selten beherzigte Lehre aus der Geschichte: Am Ende gewinnen immer die Kleinen. Die London Review betrachtet die deprimierende Situation der Frauen in Afghanistan. In HVG reflektiert der ungarische Autor Laszlo Darvasi die Debatte in Ungarn. Der New Yorker untersucht den Zusammenhang zwischen Piraten und Sex. New Lines würdigt den Beitrag der Mittelschicht zu den Protesten in Kenia.

Sie ist kein Mädchen mehr

09.07.2024. Der Rolling Stone weiß, warum Drogendealer Snapchat lieben. Francis Fukuyama erklärt auf Persuasion ganz konkret, warum niemand eine größere Gefahr für die Demokratie ist als Donald Trump. Scena9 streift durch die Nationalparks Rumäniens. Der Guardian entwirft eine kleine Kulturgeschichte moderner Anästhetika. Meduza zeichnet die Geschichte der Anti-Atom-Bewegung in Kasachstan nach. Quietus schwelgt in Erinnerungen an den Hardcore-Punk der Minutemen.

In den Fußstapfen der vedischen Götter

02.07.2024. Der chilenische Autor Benjamín Labatut unternimmt in Harper's einen Parforce-Ritt durch die Geschichte und die Versprechungen der Künstlichen Intelligenz. Die New York Times betrachtet die chinesisch-indischen Beziehungen. Hlidaci pes lässt sich von der russischen Aktivistin Galina Arapova erklären, warum man sich als Journalist auch gegen einen übermächtigen Staat wehren muss. Mediazona stellt den den 15-Jährigen Russen Arseny Turbin vor, der ins Gefängnis muss, weil er sich für die Ukraine engagiert. Der New Yorker porträtiert den französisch-britischen Verleger Jacques Testard.

Die unterschiedlichsten obszönen Ausdrücke

25.06.2024. New Lines staunt über die Freiheiten arabischer Autoren. Auch die Sängerin Hanna Cseri verteidigt in HVG die Schimpfwörter in ihren Texten. Der Spectator sieht in Britannien die Gewaltenteilung in Gefahr. Im Philosophie Magazin skizziert Lea Ypi einen moralischen Sozialismus. Himal beschreibt das komplizierte Verhältnis von Indien und China. Der New Yorker sucht mit Harriet Tubman Möglichkeiten der Erlösung. La regle du jeu warnt: Das Rassemblement National hat nur Kreide gefressen.