Magazinrundschau

Ignoranz verleiht Flügel

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
11.12.2018. Die Gesichtserkennung eröffnet dem New Yorker neue Dimensionen der Fernüberwachung. Der Guardian verfolgt, wie China die Botschaft seiner Macht und Großzügigkeit in der Welt verbreitet, aber nicht die der Menschenrechte, wie die Blaetter hinzufügen. En attendant Nadeau lernt vom polnischen Historiker Karol Modzelewski, die Geschichte zu reiten. Wired versucht, den Thwaites-Gletscher in der Antarktis zu stützen. Und Atlantic glaubt: Die Spur zu Elena Ferrante führt über Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode.

The Atlantic (USA), 10.12.2018

Rachel Donadio ahnt zwar den Sturm, den sie in den literarisch-feministischen Twitter-Sektionen auslösen wird, trotzdem möchte sie noch einmal die Frage nach der Identität von Elena Ferrante aufwerfen, deren Neapel-Saga gerade im amerikanischen und italienischen Fernsehen läuft. Der italienische Journalist Claudio Gatti hat zwar herausgefunden, dass die Honorare an die langjährige Christa-Wolf-Übersetzerin Anita Raja gehen, doch Donadio glaubt, dass Raja die Bücher zusammen mit ihrem Mann schreibt, dem in Neapel aufgewachsenen Schriftsteller Domenico Starnone. In einem Offenen Brief an die italienische Autorin trägt sie zahlreiche Indizien zusammen, E-Mails, Interview-Äußerungen, die Bücher von Starnone, aber auch weitere Texte von Raja: "Von George Eliot bis Colette, die ihre Beststeller unter dem Namen ihres Mannes schrieb, gaben sich Frauen zu allen Zeiten männliche Pseudonyme, um veröffentlicht zu werden. Raja erkundet dieses Phänomen in ihrer Einleitung zu einer italienischen Übersetzung von Christa Wolfs Roman 'Kein Ort. Nirgends' von 1979 über zwei Dichter, die gemeinsam Selbstmord begingen: Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode, eine Frau, die im frühen 19. Jahrhundert in der Gestalt eines Mannes schrieb. 'Um dem Schmerz der Existenz etwas entgegenzusetzen', schreibt Raja über Günderrodes Leiden als Frau in einer männlichen Gesellschaft, 'sieht Karoline keine andere Möglichkeit, als sich selbst in einen Mann zu verwandeln ... ihre eigene Identität zu verleugnen'. Wenn 'es in den Augen der Welt erfordert, als Frau zu sterben, um eine Stimme zu haben', dann ist sie bereit, diesen Preis zu zahlen, 'denn sie spürt die Dringlichkeit, sich selbst auszudrücken, so stark, dass es für sie sogar hinnehmbar wird, sich selbst auszulöschen'. Du bist das gegenteilige Phänomen. Du nimmt einen Frauennamen an und bist doch fest entschlossen, jede verifizierbare weibliche Identität zu verwischen. Wenn ein männlicher Autor in Dein Schaffen involviert ist, wie ich nunmehr glaube, hast Du jedoch auch die einfache Vermutung unmöglich gemacht, dass er der Beeinflussende und nicht der Beeinflusste ist."
Archiv: The Atlantic

New Yorker (USA), 17.12.2018

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker befasst sich David Owen mit den Risiken und Chancen der computerisierten Gesichtserkennung: "Eine Generation, die mit Smartphones und Social Media aufgewachsen ist, mag das Konzept der Privatsphäre für überholt halten, doch es gibt gute Gründe, alarmiert zu sein. Gesichter können im Gegensatz zu Fingerabdrücken oder Irismustern ohne Wissen der betroffenen Person leicht erfasst werden, das heißt, die Gesichtserkennung kann zur Fernüberwachung eingesetzt werden … Computerisierte Gesichtserkennung ermöglicht es der Polizei oder auch dem Arbeitgeber, Verhaltensweisen und Aktivitäten zu verfolgen, die sie nichts angehen, zum Beispiel, wer wann wo am Feierabend abhängt, welche Fund-Raising-Kampagnen Sie besuchen und was das leichte Zittern Ihrer Hand (aufgezeichnet von der Kamera im Aufzug, mit dem Sie jeden Morgen ins Büro fahren) über Ihre zukünftigen medizinischen Ansprüche aussagt … China verfügt über fast zweihundert Millionen Kameras zur öffentlichen Überwachung, weit mehr als jedes andere Land. Im Jahr 2015 kündigte man den Aufbau eines integrierten Personenüberwachungssystems an, mit dem Ziel, die Kameras bis 2020 allgegenwärtig, vollständig vernetzt, immer funktionsfähig und vollständig steuerbar zu machen. Die zuverlässige Echtzeit-Identifikation von mehr als einer Milliarde Menschen allein an ihren Gesichtern ist noch nicht möglich, aber das chinesische System ist nicht nur von Gesichtern abhängig. Erik Learned-Miller vom Computer Vision Lab an der Universität von Massachusetts  erklärte mir: 'Nehmen wir an, du bist chinesischer Staatsbürger und deine Heimatadresse ist bei der Regierung registriert. Wenn sie also in Xi'an eine Person sehen, die wie du aussieht, und sie wissen, du wohnst in Xi'an, werden sie wahrscheinlich denken, dass du es bist. Und wenn sie auch dein Handy verfolgen und wissen, dass du vor zwanzig Minuten in einem Restaurant in der Nähe warst - bist du es fast sicher.' Handysignale und digitale Finanztransaktionen, die in China stark zentralisiert sind, sind zusätzliche Identifikatoren, die die Zuverlässigkeit von Gesichtsübereinstimmungen erhöhen. 'Die Chinesen kombinieren massiv', erklärte Learned-Miller weiter. 'Sie können sagen: Hey, wir haben diesen Kerl heute Morgen in einem Starbucks erkannt, und jetzt ist er in einem McDonald's, er wird zu amerikanisch, knöpfen wir ihn uns mal vor.'"

Außerdem: Anthony Lane sah im Kino Alfonso Cuaróns "Roma". Alex Ross begleitet den Cellisten Yo-Yo Ma auf einer Konzertour.
Archiv: New Yorker

Guardian (UK), 10.12.2018

Im Guardian schildern Louisa Lim und Julia Bergin, in welchem Umfang China internationale Medienunternehmen ankauft, ausländische Journalisten anwirbt, ausbildet, bezahlt oder auf "Studienreisen" schickt, um seine weltweite Propagandakampagne zu verfolgen. Auch durch finanzierte Werbeprospekte und Einlagen (etwa in der Washington Post oder der New York Times), gesponserte Berichterstattung oder das Einspeisen von Inhalten des staatlichen Radiosenders CRI in andere Rundfunkanstalten quer über den Globus, von Australien bis in die Türkei, soll "Chinas Geschichte gut erzählt" werden. Als "Testfeld" für die internationale Expansion der chinesischen Unternehmen fungiert dabei Afrika, wo mit CCTV Africa und 6,6 Milliarden Dollar ein Ableger des chinesischen Staatsfernsehens aufgebaut wurde, der lokalen Journalisten redaktionelle Unabhängigkeit und die Chance versprach, afrikanische Geschichte aus "ihrer Perspektive" zu erzählen, so Lim und Bergin: "Vivien Marsh, Wissenschaftlerin an der University of Westminster, die die Berichterstattung von CCTV Africa untersucht hat, ist solchen Behauptungen gegenüber skeptisch. Bei der Analyse der Berichterstattung von CCTV über den Ebola-Ausbruch von 2014 in Westafrika stellte Marsh fest, dass 17 Prozent der Ebola-Geschichten China erwähnten, dabei im Allgemeinen dessen Rolle bei der Bereitstellung von Ärzten und medizinischer Hilfe betonten. 'Sie haben versucht, gute Arbeit zu machen, sagt Marsh, aber sie haben ihre journalistische Glaubwürdigkeit in meinen Augen verloren, als sie China als gütigen Elternteil darstellten.' Weit davon entfernt, die Geschichte Afrikas zu erzählen, schien es das vorrangige Ziel zu sein, chinesische Macht, Großzügigkeit und zentrale Bedeutung für globale Angelegenheiten zu betonen. (Neben dem englischsprachigen Kanal verfügt CGTN nun auch über spanische, französische, arabische und russische Kanäle.) In den letzten sechs Jahren hat CGTN seine Reichweite in Afrika stetig ausgebaut. Es wird in den Fernsehern auf den Fluren der Macht der Afrikanischen Union, in Addis Abeba gezeigt und dank StarTimes, einem chinesischen Medienunternehmen mit starker Bindung an den Staat, kostenlos in tausenden ländlichen Dörfern in verschiedenen afrikanischen Ländern ausgestrahlt - darunter Ruanda und Ghana. Die günstigsten Pakete von StarTimes bündeln chinesische und afrikanische Kanäle, während der Zugang zur BBC oder zu al-Jazeera mehr kostet und somit die Möglichkeiten der meisten Zuschauer übersteigt."
Anzeige
Archiv: Guardian

Blätter f. dt. u. int. Politik (Deutschland), 10.12.2018

Der Universalismus der Menschenrechte gerät von allen Seiten unter Beschuss, konstatiert Marc Engelhardt, auch mit Blick auf den Migrationspakt. Bei den Vereinten Nationen agitiert vor allem China gegen die Menschenrechte, pocht auf Nichteinmischung und versucht, die Menschenrechte entweder zu einer Kulanz umzudenten, die der Staat bei Wohlverhalten gewährt, oder zu einem westlichen Konstrukt: Nach westlichen Standards "wären Menschenrechte auch für jeden Chinesen qua Geburt verbrieft. Doch in der Volksrepublik werden sie derzeit vom Staat verliehen - und auch wieder entzogen. Inzwischen stößt diese autoritäre Version von Menschenrechten auch außerhalb Chinas auf Zustimmung. Im UN-Menschenrechtsrat beglückwünschten Vertreter afrikanischer, südamerikanischer und asiatischer Staaten Peking ganz offen zu seinen Menschenrechtsstandards. Nicht wenige dankten gleichzeitig für die großzügige Entwicklungshilfe, die aus China in ihre Länder überwiesen wird. Dieser massive Zuspruch machte es [Chinas Vize-Außenminister] Le Yucheng leicht, die wenigen offenen Kritiker wie Deutschland, Frankreich, Kanada, die USA und Australien als 'einige wenige Staaten' abzukanzeln, die kein Interesse an einem 'konstruktiven Dialog' hätten."

Weiteres: Die grüne EU-Abgeordnete Julia Reda fürchtet mit dem Europäischen Leistungsschutzrecht eine Privatisierung von Sprache, das selbst einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte lizenzpflichtig machen will - also etwa Überschriften ohne jede Schöpfungshöhe wie "Mehrere Tote bei Erdbeben".

En attendant Nadeau (Frankreich), 04.12.2018

Als Dokument der Treue, zu seinen Werten und seinen Freunden, liest Jean-Yves Potel die Memoiren des polnischen Historikers Karol Modzelewski "Nous avons fait galoper l'histoire". 1937 als Sohn kommunistischer Kader in Moskau geboren, gehörte Modzelewski mit Jacek Kuroń zusammen zu Polens führenden Oppositionellen. Sie verfassten den legendären "Offenen Brief an die Partei" (1965), beteiligten sich an den Protesten von 1968, gründeten das Komitee zur Verteidigung der Arbeiter (KOR) und die Solidarnosc und wurden dafür immer wieder ins Gefängnis geworfen, insgesamt achteinhalb Jahre: "Karol Modzelewski blieb sein Leben lang ein Rebell, er wollte die Welt verändern, indem er das Wort und die Macht den Menschen des Volkes gab, den Bürgern. Im Angesicht der Diktatur suchte er nach gewaltlosen, demokratischen Wege. Er trug zur Befreiung seines Landes bei. Doch heute, sagt er uns, herrsche Freiheit ohne Brüderlichkeit, und er bedauert dies sehr. Seine Anlysen und seine Kritik an den Nationalkonservativen an der Regierung ist so lebhaft wie klar. Man kann darin die Gewohnheit eines Reiters sehen, der gern der Geschichte die Sporen gibt. Aber mehr noch fasst es seine Überlegung vom Ende dieses großen Buches: 'Im Lichte meiner Erfahrung ist die Revolution entweder unmöglich oder zu kostspielig, auf keinen Fall endet sie so, wie wir es wünschen. Ein Revolutionär darf das nicht wissen. Die Ignoranz verleiht Flügel und erlaubt ihm, das Unmögliche  zu erreichen und die Welt zu verändern. Er wird später enttäuscht sein oder zumindest unbefriedigt über den Wandel, zu dem er beigetragen hat. Aber das ist eine andere Sache."

HVG (Ungarn), 10.12.2018

László Seres rekapituliert einige Entscheidungen der ungarischen Regierung und fragt, warum die nationalkonservative Regierung das Land so widerstandslos in Richtung Moskau treiben lässt: "Viktor Orbán vollzieht ganz allmählich mit dem Land einen Spurwechsel, und wir alle fahren mit. Seit Jahren lässt er in der ungarischen Botschaft in Moskau eine Visumsfabrik für den Schengenraum betreiben, mit deren Hilfe mehrere Tausend zweifelhafte Gestalten ins Land gelangen konnten … Mit an den Haaren herbeigezogenen Ausreden verhindert er die Annäherung der Ukraine und nun auch Mazedoniens an die Nato. Er verfolgt kritische NGOs und vertreibt die Central European University aus Ungarn. Zufällig verstößt keiner dieser Schritte gegen den Willen des Kremls. Und wenn wir zu den Ereignissen der vergangenen Tage hinzufügen, dass Orbán bereit ist, die Hilfe der amerikanischen Altright-Größe Steven Bannon für die Wahlen zum Europaparlament anzunehmen (womit er zeigt, dass ihm die Europäische Volkspartei offensichtlich gleichgültig geworden ist), dann erscheint es klarer, was sich hier gerade abspielt und in welche Richtung wir uns gerade bewegen. Die Frage ist nun nicht mehr, warum dies alles für ihn gut ist, sondern warum soll es für das Land gut sein?"
Archiv: HVG
Stichwörter: Orban, Viktor, Ungarn, Ngos, Hvg

Elet es Irodalom (Ungarn), 07.12.2018

Nach langer Kampagne der Regierung wir die Central European University von Budapest nach Wien umziehen, und die regierungsnahen Medien werden zu einem einzigen Konglomerat zusammengelegt. In der ungarischen Gesellschaft greift Resignation um sich, wie der Autor András Bruck beobachtet: "'Untertauchen, ausweichen, sich anpassen, das sind die handfesten Techniken des Überlebens', schrieb Günter Grass in seinem autobiografischen Roman 'Beim Häuten der Zwiebel', und ich ließ an dieser Stelle überrascht das Buch los. Wie kann es sein, dass die Erfahrungen des an der Ostfront kämpfenden Waffen-SS-Mitglieds Grass so identisch sind mit dem Verhalten der im Frieden lebenden ungarischen Bevölkerung? So dass Freiheit, Recht, Demokratie für sie fremde Empfindungen und Erlebnisse blieben. Auf dem Lande sind es das Dorffest und der Gulasch-Wettbewerb, in der Hauptstadt das Feuerwerk und die Red Bull Air Race - m Groben werden bei uns diese Ereignisse mit Freiheit identifiziert. Für ihre Rechte tun nur wenige etwas ... Die Menschen sehen nicht, dass Ungarn zunehmend zu einem Ort wird, wo die Menschen geboren werden und im Alter sterben, und dazwischen ändert sich nichts, außer vielleicht die Handy-Tarife. Wer noch Drang zum besseren Leben hat, der verlässt das Land, die Mehrheit hat schon aufgegeben."
Stichwörter: Ungarn

Wired (USA), 10.12.2018

Wenn der an seinem vorderen Ende knapp 160 Kilometer messende Thwaites-Gletscher in der Antarktis vom Wasser weiter angefressen wird, können seine Massen in die Ozeane kollabieren: Dann würden binnen kurzer Zeit die Meeresspiegel bedrohlich steigen - an deren jährlichem Zunahme das abgetaute Wasser dieses Gletschers schon jetzt einen Anteil von vier Prozent hat -, auch wegen der weiteren Gletscher, die Thwaites mit sich reißen würde, erfahren wir aus Jon Gertners großer Reportage über Sridhar Anandakrishnans Forschungsarbeiten vor Ort, die genau dieses horrende Szenario verhindern sollen. " Bis auf weiteres scheint die Aussicht auf Thwaites' rapiden Kollaps hinreichend wahrscheinlich, dass einige Wissenschaftler vorgeschlagen haben, ihn abzustützen. Michael Wolovick und John Moore vor kurzem vorgeschlagener Pläne für dieses Geo-Engineering sieht vor, an der Basis des Gletschers ein künstliches 'Sims' aus Kies und Stein zum Schutz vor warmem Wasser anzubringen. Ein solches Unterfangen wäre 'vergleichbar mit den größten zivilen Ingenieursprojekten, an denen sich die Menschheit je versucht hat', räumen Wolovick und Moore in einem Aufsatz ein. Im Gespräch erklärte Wolovick, dass er mit dieser Idee eine Debatte über 'glaziale Interventionen' anstoßen wollte. Diese zu konzipieren und durchzuführen könnte ein Jahrhundert veranschlagen. Die Kosten wäre es wert, egal, wie hoch sie ausfallen würde, sagt er. Ein rapider Anstieg des Meeresspiegel zöge Verluste in Billionen Dollar Höhe nach sich und eine  Massenmigrationen von hunderten von Millionen Menschen. Die ärmeren Teile der Welt würden darunter ausnahmslos am meisten leiden. "Sollte es gelingen, den Meeresanstieg an der Quelle aufzuhalten', sagt Wolovick, 'so haben alle was davon.'"

Die Meldung, dass der bis dahin gegenüber Porno-Inhalten liberale Mikroblogging-Service Tumblr pornografisch explizite Inhalte, entblößte Genitalien und weibliche Brustwarzen künftig auf seiner Plattform nicht mehr zulassen werde, nachdem Apple die App des Anbieters aus seinem App-Store verbannt hat, hat für einige Aufregung in den sozialen Medien gesorgt. Insbesondere Sexarbeiter und queere Aktivisten laufen Sturm, berichtet Paris Martineau. "In Gesprächen mit Wired erklärten mehr als ein Dutzend Sexarbeiter, dass sie gerade die frühere Offenheit von Tumblr gegenüber Inhalten für Erwachsene die Plattform schätzten. Sie beschrieben die Seite als deutlich bestärkender und freundlicher als traditionellere Orte für explizite Inhalte wie beispielsweise PornHub und nahmen Tumblrs Freiheiten und Möglichkeiten, ihre Inhalte viral gehen zu lassen, gerne in Anspruch. Viele nutzten die Seite, um Bezahlinhalte auf ihren eigenen Seiten zu bewerben oder sich mit Kollegen und Kunden auszutauschen. Laut einer E-Mail von Liara Roux, einer Sexarbeiterin und Online-Aktivistin, schwinden die Möglichkeiten, erwachsene Inhalte im Netz zu finden." Außerdem erklärt Louise Matsakis, wie störanfällig und fehlerbehaftet die von Tumblr eingesetzten Bilderkennungsverfahren sind, die garantieren sollen, dass anrüchige Inhalte von der Seite genommen werden.
Archiv: Wired