Perlentaucher-Autor

Marie Luise Knott

Marie Luise Knott, geboren 1953 in Köln, studierte Politische Wissenschaft und Romanische Literatur und arbeitete als Verlagslektorin. Sie war Chefredakteurin der deutschsprachigen Le Monde diplomatique. Heute lebt sie als freie Publizistin, Herausgeberin und Übersetzerin in Berlin.
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Kurz vor dem letzten Blut der Dämmerung

Tagtigall 17.07.2024 In den Gedichten des afroamerikanischen Lyrikers Terrance Hayes geistert die Unterdrückungsgeschichte der Afroamerikaner durch alle Verse. Hayes ist ein Sprach-Enthusiast. Doch lebt seine Dichtung nicht vom, sondern im Austausch mit anderen, als sei er gemeinsam mit seinen Kollegen Teil einer Free-Verse-Band, in der die Dichter im ständigen Austausch miteinander jammen. Am 20. und 21. Juli ist Terrance Hayes im Rahmen des Poesiefestivals in Berlin zu Gast. Von Marie Luise Knott

Die Sprache tritt über die Ufer

Tagtigall 05.07.2024 Immer wieder bekomme ich in letzter Zeit von Freunden Gedichte zugeschickt. Als ob es stimmt, was Anne Carson sagt, dass die gebrochene Sprache der Dichtung uns die Welt erweitern kann. Die Poesie kann schließlich die Gesetze der Grammatik aufbrechen, Sinn und Verstand viele Schnippchen schlagen und in Bildern und Rhythmen die Grenzen von Zeit und Raum überwinden. Kann es sein, dass gerade die fragilste und offenste aller Sprachhandlungen einen solideren Grund bereitstellt für Trauer, Sprach- und Ratlosigkeit? Die Sprache tritt über die Ufer, das Denken auch. Ein Beispiel? Antjie Krog. Von Marie Luise Knott

Mit den Fliegen reden

Tagtigall 21.02.2024 Die Dichterin Elke Erb starb am 21. Januar nach längerer Krankheit. Ihre ersten Gedichte erschienen 1968. 1982 las sie das erste Mal auf dem Internationalen Lyrikfestival von Rotterdam. Damals war sie bereits in Ost und West berühmt. Elke Erb wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zuletzt, 2020, mit dem Georg Büchner Preis. Am 25. Februar findet in der Berliner Volksbühne eine Veranstaltung zu ihren Ehren statt: "Die Staubfänger halten sich länger". Von Marie Luise Knott

Mutterlose Muttersprache

Tagtigall 26.06.2023 Das Haus für Poesie, das gemeinsam mit der Akademie der Künste alljährlich das internationale Poesiefestival ausrichtet, hatte dieses Jahr die koreanische Dichterin Kim Hyesoon eingeladen, die "Berliner Rede zur Poesie" zu halten. Außerdem gab es ein Poesiegespräch mit Don Mee Choi, Sool Park und Uljana Wolf. Kim Hyesoon ist derzeit die berühmteste poetische Stimme ihres Landes. Nun gilt es, sie auch in Deutschland zu entdecken. Von Marie Luise Knott
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