9punkt - Die Debattenrundschau

Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juli 2024

Mögliche Zukunftsszenarien

31.07.2024. In der FAZ befürchtet der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch eine "globale Katastrophe", wenn der Westen nicht gegen Russland mobil macht. In der NZZ setzt sein Kollege Sergej Gerassimow dabei ganz auf Kamala Harris. Indes sind in Russland sechs politische Gefangene, darunter Oleg Orlow, verschwunden, meldet Spon. Übermedien entdeckt in der Correctiv-Recherche zum Potsdamer Treffen zu viel Spekulation. In der FR spricht sich der israelische Schriftsteller Dror Mishani gegen die Besatzung und für Referenden in Israel aus. Auf Zeit Online fordert der Politologe Basil Kerski eine Erneuerung der Demokratie nach polnischem Vorbild.

Vision einer neuen Brüderlichkeit

30.07.2024. Auf Zeit online erklärt der Historiker Onur Erdur, warum die Vertreter der "French Theory" nichts mit heutiger Identitätspolitik zu tun haben. Im Interview mit der SZ erklärt Fanon-Biograf Adam Shatz, warum auch Frantz Fanon sich schlecht für eine identitätspolitische Vereinnahmung eignet. Hubertus Knabe erinnert in seinem Blog an die Opfer der kommunistischen Justiz in der DDR. Wenn sich die israelische Armee aus Gaza zurückzieht, würde das auch den Konflikt mit der Hisbollah beenden, glaubt in der FR der Historiker Tom Segev. Die taz überlegt, ob man eventuell doch mit Assad reden sollte.

Auslöschung

29.07.2024. Vor fast genau achtzig Jahren brachten Deutsche in einem "genozidalen Exzess" wohl 180.000 Einwohner Warschaus um, Stalin schaute genüsslich zu. Die Historiker Daniel Brewing und Stephan Lehnstaedt erinnern in der FAZ an den Warschauer Aufstand. Die Welt am Sonntag zeichnet ein Porträt Björn Höckes, dessen Stern in der AfD sinkt und in Thüringen steigt. Wie gefährlich der Rechtsextremismus in den neuen Ländern ist, macht auch die taz klar. Im Spiegel plädiert Christoph Möllers gegen eine Antisemitismusklausel.

Sie weiß auch, wo die Feinde sind

27.07.2024. Die Mehrheit der Ostdeutschen sehnt sich nach einem autoritären Staat, darauf setzen AfD und BSW, glaubt der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk in der taz. Die Darstellung, dass nur der Osten extremistisch wählt, dient nur der AfD, widerspricht die Historikerin Christina Morina in der SZ. Die Welt erinnert daran, wie lange Politik und Kulturbetrieb das Islamische Zentrum Hamburg hofierten. In der taz denkt die Kuratorin Ken Aïcha Sy darüber nach, Kunstwerke aus den Museen zu holen und auf der Straße zu zeigen, um den Senegalesen Kunst näher zu bringen. Außerdem mahnt die taz die "Queers for Palestine", lieber dafür einzustehen, dass Schwule nicht getötet werden.

Eine böse Sonne

26.07.2024. In einem düsteren Text für die NZZ schildert Viktor Jerofejew, wie in Russland unter der Ägide Putins Glück und Gewalt verschmelzen. Die FAZ liest die Begründung des Innenministeriums für das Verbot des rechtsextremen Magazins Compact, das mehr war als ein publizistisches Organ. Morgen feiert Berlin den Christopher Street Day. Woher kommen die israelfeindlichen Tendenzen in der queeren Bewegung, fragen einige Medien. Gestritten wird auch über den Ullstein Verlag, der J. D. Vances "Hillbilly-Elegie" nicht weiter verlegen will.

Für kritisches Denken eintreten

25.07.2024. Die USA sind bereit für eine Präsidentin, glaubt die Historikerin Jill Lepore in der Zeit. In der FAZ berichtet die Schriftstellerin Irina Rastorgujewa, wie in Russland der Sportunterricht zum Kampftraining wird. Was nützt der Gesellschaft die schnelle Entwicklung von KI, wenn sie nur für schlechte Musikvideos und "intelligente" Waffensysteme zum Einsatz kommt, fragt die Künstlerin Hito Steyerl in der SZ. Die Welt fordert mit Blick auf pro-palästinensische Proteste die Gesellschaft dazu auf, Antidemokraten nicht weiter die Türen offenzuhalten.

Katholisch, irisch, ganz normal

24.07.2024. In der FR belehrt der Historiker Manfred Berg Kamala Harris, was sie besser machen muss als Hillary Clinton: Sie muss tough sein, aber nicht woke. So schlecht war Joe Biden auch nicht, erinnert Zeit Online. In der FAZ erzählt Ariel Porat, Präsident der Universität Tel Aviv, wie die israelische Regierung versucht, die Universitäten zu unterwerfen. Die israelische Gesellschaft ist indes gespalten wie nie zuvor, sekundiert Zeit Online. SpOn setzt wenig Hoffnung in die russische Opposition. Außerdem: Nancy Faeser hat das Islamische Zentrum Hamburg verboten, melden die Zeitungen.

Wir sind alle Trümmerfrauen

23.07.2024. FAZ und SZ hoffen, dass Kamala Harris auch durch eine Abkehr von Bidens Israel-Politik die Linke zurückerobern kann. Der Hannah-Arendt-Preis wird nach dem Masha-Gessen-Skandal in diesem Jahr nicht verliehen, meldet die taz. SZ und taz denken außerdem über Künstliche Intelligenz und Urheberrecht nach. Wir wollen nicht wahrhaben, wie kaputt unsere Welt ist, glaubt der Philosoph Alexander Garcia Düttmann, der in der Welt auch die Gewalt durch Cancel Culture skizziert. Im Tagesspiegel klärt die Politologin Liya Yu auf: Unsere Gehirne können liberale Werte kaum aushalten.

Auch wenn es spät ist, bleibt noch Zeit

22.07.2024. Joe Biden zieht sich zurück. Die New York Times zeigt sich in einem ersten Leitartikel erleichtert und unterstützt Kamala Harris, wenn auch unter Vorbehalt. In der taz erinnert  der Politologe Alexander Rhotert an die Nato-Einsätze im Bosnien-Krieg - die wenigen waren gut, mehr wären besser gewesen. Die FAZ sieht die israelischen Unis unter Druck, von außen und von innen. Die SZ fragt nochmal, warum das Neuköllner  Kulturzentrum Oyoun nicht mehr gefördert wird.

Weil es so wenige waren

20.07.2024. Achtzig Jahre 20. Juli, und der Streit um den Widerstand und die Nazizeit an sich stecken uns nach wie vor tief in den Knochen, befindet Andreas Kilb in der FAS. Wie umstritten der 20. Juli noch lange Zeit in der Bundesrepublik war, erzählt der Historiker Martin Sabrow im Tagesspiegel. In der FR zeichnet Valerie Riedesel nach, wie sich ihr Großvater Cäsar von Hofacker vom überzeugten Nazi zum Widerstandskämpfer wandelte. Die Aktualität heißt Donald Trump, um den nun laut FAZ ein sektenartiger Kult entsteht. In der NZZ fragt Chaim Noll, ob die Palästinenser überhaupt fähig seien, einen zur Koexistenz fähigen Staat zu bilden.

Benevolente Hermeneutik

19.07.2024. Achtzig Jahre danach: In der NZZ versucht der Historiker Ulrich Schlie zu erklären, weshalb sich die Deutschen so schwer mit dem 20. Juli tun. NZZ und SZ malen sich ein Amerika unter Präsident Trump 2.0 aus. Die feministische Organisation "Terre des Femmes" hat eine Umfrage zum Kinderkopftuch an deutschen Schulen in Auftrag gegeben und kommt zu beunruhigenden Ergebnissen. "Kunstfreiheit" ist eine deutsche Spezialität, meint Christoph Möllers laut Tagesspiegel - Woanders reicht die Meinungsfreiheit. Und: Wohin läuft Adidas (mit)?

Dauernder Modus der Moderation

18.07.2024. "Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos", glaubt der Politologe Mark Lilla in der Zeit mit Blick auf die USA. Mit J.D. Vance' Ernennung zum Vize zeigt Trump, dass man seinem Make America Great Again-Kult auch noch verspätet beitreten kann, bemerkt Zeit Online. Im Tagesspiegel kritisiert Juli Zeh das Klischee vom ländlichen Protestwähler. In der FAZ legt der Ökonom Philipp Lepenies dar, warum wir uns von der Zeit des "süßen Konsums" verabschieden sollten. In der taz macht die Autorin Ruth Hoffmann klar, dass beim Stauffenberg-Attentat mitnichten nur militärische Akteure beteiligt waren.

Flimmerndes Spannungsfeld

17.07.2024. Die Zeitungen diskutieren über das von Nancy Faeser geplante Verbot von Compact: Die Welt wirft Faeser "moralischen Rigorismus" vor, Spon meint hingegen: Ein Magazin wie Compact muss den Rechtsstaat aushalten. In der Welt wirft Michael Wolffsohn den Geisteswissenschaften und den Öffentlich-Rechtlichen "totale Parteilichkeit" mit Blick auf Israel vor. Zeit Online warnt, dass die neue geplante Bundestagesresolution gegen Antisemitismus in die Freiheit der inneren Meinungsbildung eingreift. Und die FAZ überlegt, warum Sahra Wagenknechts "putinophile Saat" im Osten auf so fruchtbaren Boden fällt.

Explosionsgefahr weiter erhöht

16.07.2024. Stehen die USA kurz vor einem Bürgerkrieg? Die Parallelen mit dem Jahr 1860 sind jedenfalls beängstigend, meint in der SZ der Historiker Manfred Berg. Trump wird nach dem überlebten Attentat von seinen Anhängern wahlweise als Märtyrer oder Messias gefeiert, wissen FAZ und taz. Europas rechte Parteien marschieren mitnichten im Gleichschritt, stellt der Historiker Volker Weiss in der SZ fest, stattdessen versinken sie im Chaos. Die Architekturschule der Columbia University hat sich seit dem 7. Oktober "zum Mekka des institutionalisierten Israelhasses" entwickelt - überraschend ist das nicht, meint die taz.

Elektrisierender Trotz

15.07.2024. Die deutschen Zeitungen sind sich sicher: Das Bild vom blutigen Donald Trump, der seinen Anhängern "kämpft" zuruft, hat die amerikanischen Präsidentschaftswahlen entschieden. Die FAZ findet allerdings, dass die Demokraten zu wenig über die Motive der Trump-Anhänger diskutieren. In der Welt fragt Hubertus Knabe, warum sich so viele Menschen im Osten im Ukraine-Konflikt auf die Seite Putins schlagen. In der SZ plädiert der Politologe Christian Stecker für ein neues Wahlsystem, das die AfD aus dem Rennen werfen soll: Damit will er die Akzeptanz der Demokratie erhöhen. In der FAZ fragt Kurator Heiner Bastian fassungslos, warum die Stiftung Preußischer Kulturbesitz tatenlos den Verkäufen der wichtigsten Werke aus der Sammlung Marx zusieht.

Große Mengen Text

13.07.2024. In der FAS macht Laidlaw Peringanda vom "Swakopmund Genocide Museum" in Namibia einen Vorschlag für die Wiedergutmachung deutscher Kolonialverbrechen. Die FAZ hat schlechte Nachrichten aus der Welt des Musiktheaterbaus: Die Dinger sind recht teuer. Die taz arbeitet sich am alten Gegensatzpaar von "Lechts" und "Rinks" ab - mit unklarem Ergebnis. Ebenfalls in der taz spricht der palästinensische Demokratie-Aktivist Hamza Howidy über die internationale Solidarität mit der Oppostion im Gaza-Streifen: Es gibt keine.

Sachlich, pragmatisch, bürgernah

12.07.2024. Wer immer noch glaubt, die AfD sei zwar rechts, aber nicht rechtsextrem, dem rät die taz: Besuchen Sie doch mal eine  Sonnenwendfeier in Strahwalde, Oberlausitz, oder auch in Eschede, Niedersachsen. Auf die Frage, warum deutsche Medien nie über moderate pro-palästinensische Demonstrationen berichten, antwortet der Tagesspiegel: Weil es keine gibt. FAZ und Ruhrbarone fragen: Ist der Liberalismus erledigt? Und Hubertus Knabe erinnert  in seinem Blog an eine"Brandmauer", die einst von der SPD eingerissen wurde.

Auf die Erde stürzen und verglühen

11.07.2024. In der FAZ blickt Amir Hassan Cheheltan skeptisch auf den Wahlsieg des "Reformers" Massud Peseschkian im Iran. Die taz gratuliert der Nato nicht zum 75. Geburtstag, denn es gibt keinen Anlass zum Feiern, meint sie. In der Zeit warnt Clemens J. Setz vor Elon Musks neuen Starlink-Satelliten, die die Ozonschicht in kürzester Zeit zerstören könnten. Ebenfalls in der Zeit blickt die Autorin Anne Rabe zurück auf die Regierungszeit Angela Merkels.

Lernen zu verhandeln

10.07.2024. Putin schießt gern auf Kinderkrankenhäuser. In der FAZ beschreibt der amerikanische Künstler Clemens Poole, der in Kiew lebt, die Zerstörung der Ochmatdyt-Klinik. In Le Monde holt der Politologe Frédéric Sawick die französische Linke auf den Boden der Tatsachen zurück: Mit dem "Volk" hat sie nicht viel zu tun - das wählt extrem rechts. In der Welt antwortet der Historiker Gadi Taub auf  Etgar Keret, der Krieg mag Netanjahu nutzen - aber er wird von den Israelis auch befürwortet. Amerikanische Medien wussten von Joe Bidens Gesundheitszustand, aber sie berichten erst jetzt, konstatiert die FAZ.

Ziele in der Dreimillionenstadt

09.07.2024. Während Putin die Kinderkrankenhäuser von Kiew bombardiert, wird diese Woche die Nato tagen - wird sie die Ukraine aufnehmen, fragt Richard Herzinger. Überrascht waren sie alle von der zweiten Runde der französischen Wahlen - wir bringen erste Analysen. In der SZ fordert der Islamwissenschaftler Mathias Rohe Prävention gegen Islamismus schon in der Schule. In der Welt schildert Alan Posener die kognitiven Dissonanzen des Postkolonialismus.

Das parlamentarische Zerbröseln

08.07.2024. In Frankreich hat in der zweiten Runde der Parlamentswahlen die Neue Volksfront überraschend stark abgeschnitten - die FAZ wirft einen ersten Blick auf die Ergebnisse. Ist der "Wolfsgruß", den viele Türkei-Fans beim Viertelfinale der EM zeigten eher harmlos? Ja, meint Deniz Yücel in der Welt, nein meint Eren Güvercin bei NTV. Die Erben des Sammlers Erich Marx haben wichtige Werke aus dem Hamburger Bahnhof abgezogen, und SPK-Chef Hermann Parzinger hat es einfach geschehen lassen, so die FAZ.

Haben sie wirklich die Nase voll?

06.07.2024. In der SZ kann sich A.L. Kennedy nicht über den Ausgang der Wahl in Großbritannien freuen - denn die Populisten um Nigel Farage sind auf dem Vormarsch. Emmanuel Macron hat die politische Mitte in Frankreich zerstört, hält der Politikwissenschaftler Olivier Roy in der FR fest. Macron steht jetzt ganz alleine da, meint die FAS. Rechtsextreme müssen ausgegrenzt werden, wo es geht, ruft der Populismusforscher Jan-Werner Müller in der taz. Angesichts dessen, was uns in Zukunft durch die KI droht, wäre Panik angebracht, meint Daniel Kehlmann in der SZ.

Vorgeblich tolerant

05.07.2024. Am Sonntag findet in Frankreich der entscheidende zweite Wahlgang der Nationalwahlen statt, der die extreme Rechte an die Macht bringen könnte: Wer und was hat Frankreich dahin gebracht, fragen die Medien. Seit 25 Jahren gibt es jenes Ministerium, "das so nicht heißen darf": Die FAZ blickt auf ein Vierteljahrhundert Bundeskulturpolitik. Und alle Zeitungen fragen: Rettet Tiktok den Buchmarkt?

In all ihrer Visionslosigkeit

04.07.2024. Die Juden stehen bei der Wahl in Frankreich vor einem schlimmen moralischen Dilemma - an ihnen "kristallisiert sich wieder einmal die Krise der Demokratie heraus", schreibt Eva Illouz in der Zeit. Der Philosoph Tim Henning warnt in der Welt davor, die Wissenschaftsfreiheit einzugrenzen. In der FR verkündet Colin Crouch die neue Devise der britischen Politik: Don't Mention the Brexit. Das Supreme Court Urteil hat auch gute Seiten, meint Manfred Berg in der SZ - es schadet trotzdem der amerikanischen Demokratie. Der Rücktritt der Regierung in Kenia ist alternativlos, erfährt die FR von einer Demonstrantin.

Die Straßen sehen geleckt aus

03.07.2024. Die linke Kulturszene in Frankreich beschäftigt sich lieber mit den eigenen Befindlichkeiten, als sich den großen Fragen der Bevölkerung zu stellen, ärgert sich die SZ.  "Zur Wissenschaftsfreiheit gehört der Verzicht auf politischen Aktivismus", ruft Michael Wolffsohn in der Welt. In der FR stellen die Rechtsphilosophin Netta Barak-Corren und der Historiker Danny Orbach einen Leitfaden für ein Nachkriegs-Gaza vor. Kommt nach der Antidiskriminierungsklausel jetzt die Anti-Antisemitismusklausel, fragt die taz nach einer Tagung.

Rette sich, wer kann

02.07.2024. Die französischen Wahlergebnisse verdüstern die Stimmung noch mehr. Auch externe Faktoren spielten eine Rolle für Macrons Debakel, meint Claus Leggewie in der taz und meint damit Angela Merkels und Olaf Scholz' totale Indifferenz gegenüber Macrons Vorschlägen zu Europa. Pascal Bruckner fürchtet in der NZZ die krasse wirtschaftliche Ignoranz beider populistischer Fraktionen in Frankreich. Alle warnen, dass die glatte neue Fassade des RN den alten Extremismus nur schlecht verbirgt. Wir schlafwandeln nicht, wir gehen sehenden Auges in die Katastrophe, resümiert Gustav Seibt in der SZ

Fantasie eines normalen Lebens

01.07.2024. Die extreme Rechte steht vor den Toren der Macht, konstatiert entsetzt Le Monde nach der ersten Runde der Nationalwahlen in Frankreich. Und Österreich? Steht kurz vor einer ebenso rechten FPÖ-Regierung, warnt die nicht minder entsetzte Philosophin Lisz Hirn im Tagesspiegel. In der NZZ weiß Herfried Münkler, wie man den Nahen Osten befrieden könnte: Erst den Ukrainekrieg gewinnen, dann die Mullahs im Iran und schließlich eine Zweistaatenlösung für die Palästinenser und Israel. Die SZ warnt vor einer neuen Runde Kolonialismus, diesmal durch Datenklau der Tech-Giganten. Die Ruhrbarone fragen: Wie reagieren eigentlich die Unterstützer der "Initiative Weltoffenheit" auf den 7. Oktober?