9punkt - Die Debattenrundschau
Es braucht das Stachelschwein
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
15.01.2026. In der FAZ setzt der Literaturwissenschaftler Hamid Tafazoli seine Hoffnungen für den Iran auf Reza Pahlavi, der einen Weg zu freien Wahlen und Säkularismus bahnen könnte. Der iranische Aktivist Hamid Akhavi (SZ) und Maryam Mardani (Tsp) sind strikt gegen Pahlavi: das iranische Volk habe vor 47 Jahren Nein zur Monarchie gesagt. In der Zeit plädiert der Historiker Andreas Rödder für rote Linien statt für Brandmauern gegen die AfD. Wir werden immer dümmer, weil wir immer weniger handeln, warnt in der Zeit der Soziologe Hartmut Rosa.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
15.01.2026
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Politik
In der FAZ erkennt der iranische, an der Universität Bielefeld Neuere deutsche Literaturwissenschaft lehrende Hamid Tafazoli an, dass sich Reza Pahlavi derzeit in der iranischen Opposition "als politische Figur positioniert. Seine Appelle zum Umsturz und zur Einrichtung einer Übergangsregierung, die die Weichen zu freien Wahlen und einem Referendum über die künftige Staatsform stellen soll, entfalten im Inneren wie in der iranischen Diaspora Wirkung. Seine wachsende Popularität verweist auf eine Neuordnung nationaler Legitimation. Während die autoritäre Theokratie ihr Mandat aus göttlicher Erwählung ableitet, gründet Pahlavis Attraktivität auf die Idee demokratischer Selbstbestimmung und säkularen Regierungssystems. Bemerkenswert ist, dass die Wiederkehr nationaler Symbolik in diesem Kontext weniger als monarchistische Nostalgie denn als kulturell-politisches Gegenkonzept zum postrevolutionären Islamismus zu verstehen ist."
Auf der Seite Drei der SZ sprechen Peter Burghardt und Raphael Geiger mit vielen Exiliranern in den USA und der Türkei über die Zukunft ihres Landes. Es ist ein Bangen und Hoffen. "Es sind gerade Stunden, die zwischen Verzweiflung und ein wenig Optimismus liegen. Am Morgen hieß es, in Iran traue sich kaum noch jemand auf die Straße, in den Nachrichten liefen die Bilder der Toten. (...) Dauert es noch Tage oder Wochen, wie Merz sagt, kann das sein? Oder doch noch Jahre?" Dabei stoßen sie oft auf die Hoffnung, Donald Trump möge endlich eingreifen und auch den Wunsch, der Sohn des letzten Schahs möge an die Macht zurückkehren. Der iranische Aktivist Hamid Akhavi ist strikt dagegen: "Man müsse klug sein, sagt Hamid Akhavi. 'Clever sein.' Der Widerstand brauche mehr Organisation von innen. Zu den Fans einer neuen Monarchie, mit US-Hilfe eingesetzt, gehöre er jedenfalls nicht. 'Wissen Sie', sagt er, 'das iranische Volk hat vor 47 Jahren Nein dazu gesagt.'"
Die iranischen Exil-Gruppen sind sehr vielfältig aufgestellt, im Moment bekommt aber die Schah-Opposition mehr mediale Aufmerksamkeit, was die Journalistin und Autorin Maryam Mardani im Tagesspiegel an die Revolution von 1979 erinnert, als viele Gruppen gegen das Schah-Regime kämpften. "Statt der vielen unterschiedlichen Fahnen der verschiedenen Gruppen, die sich gegen den Schah erhoben, wehte am Ende nur noch die der Mullahs." Eine Rückkehr der Monarchie würde keinen zwangsläufigen Übergang zur Demokratie oder Gleichberechtigung bedeuten: "Jetzt, mitten in der bislang größten Erhebung der iranischen Bevölkerung gegen das Regime, liegt eine große Chance. Jetzt gilt es für die Opposition, zusammenzuhalten. Dabei bedeutet Einheit nicht, dass sich alle unter einer einzigen Flagge versammeln. Sie bedeutet vielmehr, dass Menschen mit unterschiedlichen Ideen, politischen Überzeugungen und Symbolen Schulter an Schulter kämpfen."
Die Demonstranten im Iran sind Helden, ruft Sara Maria Behbehani in der SZ, warnt jedoch vor einer westlichen Anspruchshaltung: "Niemand, der auf einer westlichen Couch sitzt, kann wissen, ob er diesen Mut aufbrächte. Vielleicht geht es nur mit dem Mut einer Verzweiflung, die den meisten Menschen hierzulande fremd ist. Was aber jeder kann: innehalten. Ehrfurcht haben vor diesem Mut, der stärker ist als die Grausamkeit und die Gewalt des Regimes."
Das Abstellen des Internets erschwert nicht nur die Koordination des Widerstands im Iran, es verhindert auch, dass die Diaspora Kontakt zu ihren Verwandten aufnehmen kann, erinnert Omid Rezaee auf Zeit Online. "Wenn nicht nur das Netz, sondern auch Telefonverbindungen aus dem Ausland abbrechen, reißt der letzte Draht. Man sitzt in europäischen Wohnungen, in Büros, in Bahnen und weiß nicht, ob die eigene Schwester gerade auf der Straße ist oder im Gefängnis. Nichtwissen wird körperlich: Warten, Aktualisieren, Starren auf einen Bildschirm. Nichts passiert."
Auf der Seite Drei der SZ sprechen Peter Burghardt und Raphael Geiger mit vielen Exiliranern in den USA und der Türkei über die Zukunft ihres Landes. Es ist ein Bangen und Hoffen. "Es sind gerade Stunden, die zwischen Verzweiflung und ein wenig Optimismus liegen. Am Morgen hieß es, in Iran traue sich kaum noch jemand auf die Straße, in den Nachrichten liefen die Bilder der Toten. (...) Dauert es noch Tage oder Wochen, wie Merz sagt, kann das sein? Oder doch noch Jahre?" Dabei stoßen sie oft auf die Hoffnung, Donald Trump möge endlich eingreifen und auch den Wunsch, der Sohn des letzten Schahs möge an die Macht zurückkehren. Der iranische Aktivist Hamid Akhavi ist strikt dagegen: "Man müsse klug sein, sagt Hamid Akhavi. 'Clever sein.' Der Widerstand brauche mehr Organisation von innen. Zu den Fans einer neuen Monarchie, mit US-Hilfe eingesetzt, gehöre er jedenfalls nicht. 'Wissen Sie', sagt er, 'das iranische Volk hat vor 47 Jahren Nein dazu gesagt.'"
Die iranischen Exil-Gruppen sind sehr vielfältig aufgestellt, im Moment bekommt aber die Schah-Opposition mehr mediale Aufmerksamkeit, was die Journalistin und Autorin Maryam Mardani im Tagesspiegel an die Revolution von 1979 erinnert, als viele Gruppen gegen das Schah-Regime kämpften. "Statt der vielen unterschiedlichen Fahnen der verschiedenen Gruppen, die sich gegen den Schah erhoben, wehte am Ende nur noch die der Mullahs." Eine Rückkehr der Monarchie würde keinen zwangsläufigen Übergang zur Demokratie oder Gleichberechtigung bedeuten: "Jetzt, mitten in der bislang größten Erhebung der iranischen Bevölkerung gegen das Regime, liegt eine große Chance. Jetzt gilt es für die Opposition, zusammenzuhalten. Dabei bedeutet Einheit nicht, dass sich alle unter einer einzigen Flagge versammeln. Sie bedeutet vielmehr, dass Menschen mit unterschiedlichen Ideen, politischen Überzeugungen und Symbolen Schulter an Schulter kämpfen."
Die Demonstranten im Iran sind Helden, ruft Sara Maria Behbehani in der SZ, warnt jedoch vor einer westlichen Anspruchshaltung: "Niemand, der auf einer westlichen Couch sitzt, kann wissen, ob er diesen Mut aufbrächte. Vielleicht geht es nur mit dem Mut einer Verzweiflung, die den meisten Menschen hierzulande fremd ist. Was aber jeder kann: innehalten. Ehrfurcht haben vor diesem Mut, der stärker ist als die Grausamkeit und die Gewalt des Regimes."
Das Abstellen des Internets erschwert nicht nur die Koordination des Widerstands im Iran, es verhindert auch, dass die Diaspora Kontakt zu ihren Verwandten aufnehmen kann, erinnert Omid Rezaee auf Zeit Online. "Wenn nicht nur das Netz, sondern auch Telefonverbindungen aus dem Ausland abbrechen, reißt der letzte Draht. Man sitzt in europäischen Wohnungen, in Büros, in Bahnen und weiß nicht, ob die eigene Schwester gerade auf der Straße ist oder im Gefängnis. Nichtwissen wird körperlich: Warten, Aktualisieren, Starren auf einen Bildschirm. Nichts passiert."
Europa
Eine multinationale Streitmacht zur Friedenssicherung in der Ukraine? Die Friedensforscher Thilo Geiger und Cornelius Friesendorf fänden das in der taz brandgefährlich: "Russland wird sich durch eine zu kleine Friedenstruppe nicht abschrecken lassen. Die Pariser Erklärung macht einen Krieg zwischen der Nato und Russland vorstellbarer. Und sie reduziert den Druck auf Europa, die Ukraine stärker militärisch zu unterstützen." Die Ukraine müsse sich selbst gegen Russland wehren können. "Das Versprechen von Paris weckt die falsche Hoffnung, dass westliche Staaten diese Abschreckung übernehmen können. Es braucht das Stachelschwein: Europäische Staaten sollten die Ukraine schneller und umfassender aufrüsten, auch wenn das teuer und unpopulär ist. Eine hochgerüstete Ukraine, verbunden mit noch schärferen westlichen Sanktionen, kann das Kalkül des Kreml ändern, durch Weiterkämpfen mehr zu erreichen als durch Verhandeln."
Rote Linien statt Brandmauern gegen die AfD - dafür plädiert im Interview mit der Zeit der Historiker Andreas Rödder (CDU): "Brandmauer bedeutet, das alles einfach empört zurückzuweisen. Rote Linie heißt: Ich lehne das ab, aber ich gehe darüber in die Auseinandersetzung. ... Man kann zum Beispiel über Schwerpunktsetzungen der Geschichtspolitik reden, aber nicht darüber, ob es den Holocaust wirklich gab. Ein anderes Beispiel ist die Haltung zum Islam. Die pauschale Abwertung von Muslimen ist verfassungswidrig. Pauschale Ablehnung des Islams ist verfassungsmäßig zulässig, aber inhaltlich eine rote Linie für bürgerliche Politik. Konkrete Religionskritik und die Frage, wie religiöse Praxis zu bundesrepublikanischen Werten und unserem Menschenbild passt - darüber müssen wir diskutieren."
Rote Linien statt Brandmauern gegen die AfD - dafür plädiert im Interview mit der Zeit der Historiker Andreas Rödder (CDU): "Brandmauer bedeutet, das alles einfach empört zurückzuweisen. Rote Linie heißt: Ich lehne das ab, aber ich gehe darüber in die Auseinandersetzung. ... Man kann zum Beispiel über Schwerpunktsetzungen der Geschichtspolitik reden, aber nicht darüber, ob es den Holocaust wirklich gab. Ein anderes Beispiel ist die Haltung zum Islam. Die pauschale Abwertung von Muslimen ist verfassungswidrig. Pauschale Ablehnung des Islams ist verfassungsmäßig zulässig, aber inhaltlich eine rote Linie für bürgerliche Politik. Konkrete Religionskritik und die Frage, wie religiöse Praxis zu bundesrepublikanischen Werten und unserem Menschenbild passt - darüber müssen wir diskutieren."
Gesellschaft
Nach dem Brandanschlag auf den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner (mehr hier) hat sich Evelyn Finger für die Zeit bei aktiven und ehemaligen Antisemitismusbeauftragten umgehört, wie sie die Lage in Deutschland einschätzen. Der Anschlag auf ihn habe zu einer großen Solidaritätswelle geführt, erzählt ihr Büttner, allerdings nicht bei allen: "Ich bekam von allen Brandenburger Bundestagsabgeordneten, abgesehen von denen der AfD, entweder einen Brief, eine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht. Leider meldete sich keiner der drei Abgeordneten der Linken. Das hat mich getroffen", erzählt ihr Büttner, der selbst Mitglied der Linken ist. Er fordert, ideologische Ursachen für Antisemitismus in allen Milieus "klar zu benennen". Stefan Hensel hat als Antisemitismusbeauftragter für Hamburg inzwischen hingeschmissen, obwohl er einiges erreicht hatte, so Finger: "eine Landesstrategie gegen Antisemitismus durchgesetzt, eine Dunkelfeldstudie und die erste umfassende Befragung einer Gemeinde. 'Strukturell war alles da. Es war klar, was Politik und Behörden tun müssen, aber nichts geschah.'"
In einem Artikel des Journal of Medical Ethics wurde weibliche Genitalverstümmelung als "kulturell bedeutsame Praxis" verteidigt (unser Resümee). Vojin Saša Vukadinovic besucht für die NZZ eine Klinik in Berlin, wo Frauen geholfen wird, die solche Verstümmelungen erlitten haben. "'Wenn ich in mein Heimatland zurückgeschoben werde und meine Verwandten merken, dass ich am Unterleib operiert worden bin, töten sie mich.' Obwohl solche Nöte die Tragweite des Problems zeigen, wird dessen Dringlichkeit noch immer verkannt." Die behandelnde Ärztin Cornelia Strunz wünscht sich dabei noch mehr Kliniken, die solchen Frauen helfen. "'Hier muss ein Umdenken stattfinden', sagt die Ärztin. 'Das ist ein sehr langer Prozess, dessen Ende ich nicht mehr miterleben werde. Es braucht mehr Zentren und Ärzte, die sich der Problematik annehmen.'"
In einem Artikel des Journal of Medical Ethics wurde weibliche Genitalverstümmelung als "kulturell bedeutsame Praxis" verteidigt (unser Resümee). Vojin Saša Vukadinovic besucht für die NZZ eine Klinik in Berlin, wo Frauen geholfen wird, die solche Verstümmelungen erlitten haben. "'Wenn ich in mein Heimatland zurückgeschoben werde und meine Verwandten merken, dass ich am Unterleib operiert worden bin, töten sie mich.' Obwohl solche Nöte die Tragweite des Problems zeigen, wird dessen Dringlichkeit noch immer verkannt." Die behandelnde Ärztin Cornelia Strunz wünscht sich dabei noch mehr Kliniken, die solchen Frauen helfen. "'Hier muss ein Umdenken stattfinden', sagt die Ärztin. 'Das ist ein sehr langer Prozess, dessen Ende ich nicht mehr miterleben werde. Es braucht mehr Zentren und Ärzte, die sich der Problematik annehmen.'"
Ideen
Wir können in ganz normalen Alltagssituationen immer weniger handeln. Handeln wird stattdessen durch "automatisiertes Vollziehen ersetzt", bei dem wir nur noch vorgegebene Handlungsmöglichkeiten anklicken, warnt im Interview mit der Zeit der Soziologe Hartmut Rosa. Deshalb werden wir immer dümmer: "Meine Studierenden lassen künstliche Intelligenz nicht unbedingt den Essay schreiben, aber holen sich 'Anregungen von der KI'. Der Prozess, den ich Anverwandeln durch Handeln nenne, geht dabei flöten: Ob beim Essayschreiben, Geigespielen oder Autofahren, die bisherige Form des Lebens war eine wechselseitige Durchdringung von Welt und Subjekt. Die Geige wird ein Teil von mir. Ich versuche ein Essaythema zu durchdringen, aber ehrlich gesagt durchdringt es auch mich. Ich fange an zu denken und entwickle eine Position, aber wenn ich mir von ChatGPT die Argumente liefern lasse, kann ich sie bloß noch ein bisschen gewichten. Das hat mit mir und mit Anverwandlung nichts mehr zu tun."
Die politische Linke stilisiert Rosa Luxemburg als Ikone und Märtyrerin, begeht am 15. Januar, also auch heute, ihren Todestag, und oft wird ihr Satz "Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden" zitiert. Thomas Ribi sieht sie in der NZZ allerdings deutlich kritischer. Den Satz über die Freiheit habe sie tatsächlich geschrieben. "Aber eigentlich nur so nebenhin. Er steht als Randbemerkung im Manuskript eines unvollendeten Textes über die Russische Revolution, der erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Worauf er sich genau bezieht, wird nicht ganz klar. Und so viel steht fest: Luxemburg gestand die Freiheit, anders zu denken, ihren Gesinnungsgenossen zu. Aber nur so lange, wie sie den Gang der Revolution nicht hemmen. Und für 'Klassenfeind' galt sie ohnehin nicht. Ein Vorbild für Toleranz ist Rosa Luxemburg nicht."
Den Begriff des "Globalen Südens" findet Marko Martin in einer kleinen Kolumne für Dlf Kultur tendenziell kolonialisitisch: "Ein jeder im 'globalen Norden' - und kein Zufall, dass diese Benennung kaum populär geworden ist - würde sich gegen den arroganten Irrsinn wehren, mit Millionen anderer Menschen und diversen Regierungen in einen Topf geworfen zu werden. Zu recht wütend würde hier auf Individualität bestanden werden. Weshalb also verweigert man 'den' Menschen im sogenannten 'Globalen Süden' just dieses Menschenrecht der genauen Wahrnehmung?"
Die politische Linke stilisiert Rosa Luxemburg als Ikone und Märtyrerin, begeht am 15. Januar, also auch heute, ihren Todestag, und oft wird ihr Satz "Freiheit ist die Freiheit der Andersdenkenden" zitiert. Thomas Ribi sieht sie in der NZZ allerdings deutlich kritischer. Den Satz über die Freiheit habe sie tatsächlich geschrieben. "Aber eigentlich nur so nebenhin. Er steht als Randbemerkung im Manuskript eines unvollendeten Textes über die Russische Revolution, der erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Worauf er sich genau bezieht, wird nicht ganz klar. Und so viel steht fest: Luxemburg gestand die Freiheit, anders zu denken, ihren Gesinnungsgenossen zu. Aber nur so lange, wie sie den Gang der Revolution nicht hemmen. Und für 'Klassenfeind' galt sie ohnehin nicht. Ein Vorbild für Toleranz ist Rosa Luxemburg nicht."
Den Begriff des "Globalen Südens" findet Marko Martin in einer kleinen Kolumne für Dlf Kultur tendenziell kolonialisitisch: "Ein jeder im 'globalen Norden' - und kein Zufall, dass diese Benennung kaum populär geworden ist - würde sich gegen den arroganten Irrsinn wehren, mit Millionen anderer Menschen und diversen Regierungen in einen Topf geworfen zu werden. Zu recht wütend würde hier auf Individualität bestanden werden. Weshalb also verweigert man 'den' Menschen im sogenannten 'Globalen Süden' just dieses Menschenrecht der genauen Wahrnehmung?"
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