9punkt - Die Debattenrundschau
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
Juni 2026
03.06.2026. Die Zeit blickt nach Armenien, wo am Samstag gewählt wird und Putin kräftig mitmischt. In der SZ fürchtet der ukrainische Schriftsteller Sergey Maidukov, dass der von den Russen gesäte Hass die ukrainische Gesellschaft vergiftet. In der Welt kritisiert der Althistoriker Michael Sommer die Abhängigkeit von Drittmitteln an deutschen Universitäten.In der Zeit hält der italienische Philosoph Angelo Bolaffi die Rede vom "Faschismus" für einen "Popanz der Linken".
02.06.2026. In der taz erklären der Historiker David Satter und der Schriftsteller Sergej Lebedew, weshalb Stalin in Russland seit Kriegsbeginn so beliebt ist wie nie zuvor. Ebenfalls in der taz fragt Jonathan Spangenberg, Vorsitzender des Zentralrats der Armenier in Deutschland, weshalb die EU vermehrt mit Aserbaidschan zusammenarbeitet. In der NZZ ruft Pascal Bruckner die französische Politik auf, Vincent Bollores Alleinherrschaft ein Ende zu setzen. Und im täglichen Francis-Fukuyama-Interview, heute in der FAZ, hat der Politikwissenschaftler mit Blick auf China plötzlich Zweifel, ob die liberale Demokratie wirklich alternativlos ist.
01.06.2026. In der SZ befürchtet Francis Fukuyama, dass ein schwächelnder Trump umso gefährlicher wird. Universalismus schließt auch Juden mit ein, erinnert Klaus Lederer die Linke bei menawatch. Auf Zeit Online fordert die Historikerin Kristina Milz, dass auch der Genozid an den Armeniern Teil der deutschen Erinnerungskultur werden muss. Der russischen Armee gehen die Ressourcen aus, aber sie wird sich schneller erholen, als viele erwarten, befürchtet der Militärexperte Michael Kofman ebenfalls auf Zeit Online. Bei Spon befürchtet Meron Mendel, dass sich die israelische Regierung bei den Außenstellen der Yad Vashem-Gedenkstätte einmischen wird.