9punkt - Die Debattenrundschau
Die Lage ist hoffnungslos
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
29.07.2025. Aktualisiert um 10 Uhr: Karl Schlögel bekommt in diesem Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Die Diskussion über den Einsatz gefälschter oder manipulativ eingesetzter Bilder aus dem Gaza-Streifen geht weiter. Zeit online geht auf die Vorwürfe nicht ein und führt unter einem fragwürdigen Bild ein Gespräch über Bildtheorie. In der FR verzweifelt der israelische Historiker Tom Segev an der irrationalen Realität in Gaza. Die FAZ lernt, warum dreihundert Quantenphysiker auf Helgoland mit der objektiven Realität hadern. Drusen werden derzeit auch in Deutschland von Islamisten bedroht, warnt die taz.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
29.07.2025
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Ideen

Der Historiker Karl Schlögel wird bei der Buchmesse mit dem diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Auch der Perlentaucher gratuliert - in unserer Datenbank ist der sehr produktive Autor mit 16 Büchern verzeichnet! In der Begründung der Jury heißt es: "In seinem Werk verbindet der deutsche Historiker und Essayist empirische Geschichtsschreibung mit persönlichen Erfahrungen. Als Wissenschaftler und Flaneur, als Archäologe der Moderne, als Seismograph gesellschaftlicher Veränderungen hat er schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs Städte und Landschaften Mittel- und Osteuropas erkundet. Er hat Kyjiw und Odessa, Lwiw und Charkiw auf die Landkarten seiner Leserinnen und Leser gesetzt und St. Petersburg oder Moskau als europäische Metropolen beschrieben. Mit seiner Erzählweise, die Beobachten, Empfinden und Verstehen verbindet, korrigiert er Vorurteile und weckt Neugier."
In unserem Online-Buchhandel Eichendorff21 haben wir Ihnen alle lieferbaren Titel von Schlögel zusammengestellt.
Politik

Wir hatten gestern bereits darauf hingewiesen, wie manipulativ Medien Bilder abgemagerter Kinder einsetzen, um die Vorwürfe gegen Israel zu untermauern. In Zweifel steht dabei nicht die extrem angespannte humanitäre Lage im Gazastreifen, sondern dass Bilder von Kindern mit seltenen Krankheiten bewusst eingesetzt werden, einen allgemeinen Zustand zu illustrieren. Heute schreibt Stav Levaton in der Times of Israel über den kleinen Jungen Osama al-Rakab, dessen Bilder ebenfalls noch in den Medien zirkulieren: "Laut dem der Militärbehörde 'Coordinator of Government Activities in the Territories' (COGAT), leidet der 5-jährige Osama al-Rakab, der auf dem viral verbreiteten Foto zu sehen ist, an einer schweren genetischen Erkrankung, die nichts mit dem andauernden Krieg zu tun hat, und wird derzeit im Ausland behandelt. Am 12. Juni koordinierten die israelischen Behörden seine Ausreise aus Gaza über den Flughafen Ramon zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder, und er wird derzeit in Italien medizinisch behandelt, teilte COGAT mit."
Vor allem Bilder des kleinen Mohammed al-Mutawaq zirkulierten in den letzten Tagen in vielen vornehmen Medien wie NBC, der Washington Post, dem Guardian, der Financial Times, BBC, der Daily Mail, der New York Times und der Zeit - es zeigt jedoch ein Kind mit einer seltenen Krankheit (unser Resümee). Zeit online hatte sein Foto gestern eingesetzt, um die Lage in Gaza zu illustrieren. Der Artikel "So sieht Hunger aus" steht nach wie vor völlig ungeändert und ohne jede Anmerkung online. In der Bildunterschrift heißt es gar: "Der anderthalbjährige Mohammed Sakarija Ajjub al-Matuk ist eines von Tausenden Kindern, die in Gaza unter Hunger und Unterernährung leiden. Mohammed kämpft in einem Zelt in Gaza-Stadt, wo es keinen Zugang zu Lebensmitteln oder Grundbedarfsgütern gibt, ums Überleben." Tatsächlich leidet Mohammed al-Mutawaq laut David Collier und der Times of Israel an einer seltenen Muskelerkrankung.Ohne die eigenen Illustrationstechniken zu benennen, führt Sebi Berens außerdem in Zeit online ein medientheoretisches Gespräch mit Fotografie-Historiker Steffen Siegel. Bilder aus dem Gaza-Krieg erzeugen bei uns eine bestimmte Wirkung, trotzdem sollte man sich ihrer Inszenierung bewusst sein, erklärt er. "Authentizität ist, wenn es um Fotografien geht, eigentlich immer ein ziemlich glitschiger Begriff. In den speziellen Produktionsbedingungen, wie sie derzeit im Gazastreifen herrschen, zeigt sich in zugespitzter Form doch eigentlich nur, was unabhängiger Journalismus grundsätzlich zur Aufgabe hat, wenn er solche Bilder einsetzen will: Er muss ganz genau hinschauen und seine Quellen erst recht gründlich prüfen. Wer berichtet hier wem und von welchen Interessen geleitet? Wenn im Moment diese Bilder die einzigen sind, die uns erreichen können, dann sollten wir uns mit ihnen natürlich auseinandersetzen, zugleich aber umso mehr nach den Umständen ihrer Entstehung fragen."
Mehr dazu in dem Blog von Michael Miersch - er macht auch die deprimierende Feststellung, dass stichhaitige Informationen zu dem Thema im Moment eher bei Nius (hier) als in seriösen Medien zu finden sind.
Israel lebt in der paradoxen Situation, dass es die Bevölkerung eines gegen das Land Krieg führenden Feindes versorgen muss. Bitter resümiert Lazar Berman in der Times of Israel das Hin und Her und die vielen Fehler der israelischen Regierung bei dieser Herausforderung. "Die Hilfspolitik Israels seit März hat keines ihrer Ziele erreicht. Sie hat weder die Hamas dazu gebracht, Vorschläge für einen Geiselaustausch anzunehmen, noch hat sie die Bevölkerung von der Hamas isoliert. Die Terrororganisation hat sich nicht ergeben, und ein Sieg scheint nicht näher gerückt zu sein. Tatsächlich hat Israels Hilfspolitik einen Sieg noch unwahrscheinlicher gemacht, da sie den Großteil der Welt erneut dazu veranlasst hat, den Krieg um jeden Preis beenden zu wollen, um die Schießereien und den Hungertod der Menschen in Gaza zu stoppen."
Im Interview mit der FR äußert sich der israelische Historiker Tom Segev zum Genozid-Vorwurf gegenüber Israel: "Ich finde es nicht so wichtig, welche Begriffe man benutzt. Begriffe lenken ab, führen in semantische Endlosschleifen, liefern den Regierenden die Möglichkeit, sich an Definitionen festzuklammern. (...) Diese Bilder von den Kindern, die am Hunger gestorben sind - sie sterben wirklich. Ich habe keinen Zweifel. Was genau die humanitäre Katastrophe so eskalieren lässt - Unfähigkeit der Hamas, Blockaden, internationale Hilfslogistik, israelische Willkür - kann ich im Detail nicht sagen. Aber das Ergebnis ist klar: Die Lage ist hoffnungslos." Gleichzeitig klammerten sich die Regierenden beider Parteien an ihre Macht. "Netanjahu klammert sich an die Macht, auch wenn Umfragen ihm keine Mehrheit mehr voraussagen. Gleichzeitig wächst die Frustration, auch bei jenen, die den Krieg einst unterstützten. Die Hamas, das sind Menschen, die bereit sind, ihre eigene Bevölkerung verhungern zu lassen für die Idee eines islamistischen Staates auf den Trümmern Israels. Das ist irrational. Wahnsinn."
Im Interview mit der taz bezeichnet Linken-Chef Jan van Aken die israelische Regierung als "Hungermörder", will sich dann aber doch nicht so weit aus dem Fenster hängen, wie Interviewer Daniel Bax sich das wünschte, und von Völkermord oder Genozid sprechen: "Israel muss seine Art der Kriegsführung ändern, weil sonst genozidale Handlungen drohen. Und es gab ja entsprechende Äußerungen aus den Reihen der israelischen Regierung. Aber ich finde es falsch, über Begriffe zu streiten - was dort passiert, ist ein Verbrechen, das gestoppt werden muss - egal wie man es nennt."
Wie meistens kommt die Verantwortung der Hamas für die Zustände in Gaza auch in dem taz-Interview nicht zur Sprache. Lesenswert daher ein großer Bericht von David Remnick im New Yorker, der die israelische Regierung nicht vom Haken lässt, aber eben auch die Hamas als Akteur benennt: "Um die Kontrolle über das historische Palästina für die Palästinenser zurückzugewinnen und den zionistischen Staat zu beseitigen, erklärte [der inzwischen von den Israelis getötete Hamaschef in Gaza und Planer des Massakers vom Oktober 2023, Yahya] Sinwar einmal: 'Wir sind bereit, zwanzigtausend, dreißigtausend, hunderttausend zu opfern.' Er wusste, dass der Krieg schreckliche Opfer fordern würde; er hatte mit iranischem und katarischem Geld und der zynischen Komplizenschaft der israelischen Regierung dazu beigetragen, eine militarisierte Landschaft aus Tunneln und Außenposten zu schaffen, die in Schulen, Wohnhäuser, Krankenhäuser und UN-Einrichtungen eingebettet waren. Das Leiden der palästinensischen Zivilbevölkerung war nicht nur eine vorhersehbare Folge, sondern ein integraler Bestandteil der Strategie."
Gesellschaft
In der taz berichtet Uta Schleiermacher von Berliner Demonstrationen für die Drusen im syrischen Suweida, die dort zu Hunderten von islamischen Milizen massakriert wurden. Auch hierzulande werden Drusen bedroht: "Einer der Redner bei der Auftakt-Kundgebung ist Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von Pro Asyl, der selbst Familie in Suweida hat. Zwei seiner Onkel und ein Cousin seien dort ermordet worden, sagt er. Am Ende seiner Rede zieht er einen Rasierapparat aus der Tasche. 'Auch wenn sie uns ihre Mörder schicken, auch wenn sie uns hier in Deutschland bedrohen: Sie können uns unsere Würde nicht nehmen, sie können uns unsere Existenz nicht nehmen', ruft er und beginnt, sich Teile seines Barts abzurasieren. Mit dieser Geste spielt er an auf Berichte und Videos, nach denen die Angreifer älteren Drusen die Bärte gewaltsam abgeschnitten haben sollen, um sie zu demütigen. Die Demoteilnehmer antworten ihm mit zustimmenden Rufen, Sprechchören und Tanz, viele filmen die Szene. Die Schere als Symbol taucht inzwischen viel in Social Media und auch auf Demos in Deutschland auf. Bei Kundgebungen in der vergangenen Woche in Düsseldorf und am Samstag vor einer Woche in Berlin vor dem Roten Rathaus sollen Demonstranten mit den Händen das Scherenzeichen gezeigt haben, um Drusen zu verhöhnen und zu bedrohen."
Bibliotheken geraten immer mehr ins Fadenkreuz der Rechten - auch in Deutschland, konstatiert Björn Hayer in der FR. So werden in den Parlamenten Anfragen gestellt, in denen herausgefunden werden soll, wie viel Budget für LGBTQ-Bücher genutzt wird. "Dass derartige Manöver auch das Denken und Handeln der Menschen beeinflussen, konnte man bereits an mehreren Orten beobachten. Anfang des Jahres haben Extremisten Bücher mit LGBTQ-Bezügen in der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen zerstört. Gleiches ereignete sich wenige Wochen zuvor in einer Bibliothek in Bochum. Die Ziele liegen dabei auf der Hand. Es geht um die Rückabwicklung eines Vermächtnisses der Frühen Neuzeit." Dabei störten sich die Rechten vor allem an dem Grundsatz, den Bibliotheken seit ihrer Nutzbarmachung für den Großteil der Bevölkerung verkörpern. "Büchereien fußen nunmehr auf dem Prinzip der Gleichheit aller, die sie nutzen. Antidemokraten begehren exakt dagegen auf."
Horst Mahler scheint nicht nur angeblich (wie die FR gestern schrieb), sondern tatsächlich gestorben zu sein. Jedenfalls schreibt Stefan Reinecke in der taz einen Nachruf. Mahler startete weit rechts (in einer rechtsextremen Studentenvereinigung, ganz zu schweigen von seinem Vater, der ein überzeugter Nazi war), zog dann nach scharf links (er war Mitbegründer der RAF) und dann wieder nach ganz rechts außen (als Holocaustleugner). Als Beleg für die Hufeisentheorie taugt Mahler aber nicht, meint Reinecke, dafür sei er zu eitel gewesen: "Aber es ist gleichsam zu naheliegend, dieses extreme, deformierte Leben als Beweis für 'links gleich rechts' zu benutzen. Mahler ist eher eine Art Echokammer der deutschen Katastrophengeschichte im 20. Jahrhundert. Die plane Hufeisenthese verfehlt das Individuelle, das Rätselhafte, Schräge, den Sinn für die dramatische Selbstüberhöhung. Denn im Zentrum des Links- und Rechtsextremisten, des Maoisten und Neonazis Horst Mahler stand immer - er selbst."
Bibliotheken geraten immer mehr ins Fadenkreuz der Rechten - auch in Deutschland, konstatiert Björn Hayer in der FR. So werden in den Parlamenten Anfragen gestellt, in denen herausgefunden werden soll, wie viel Budget für LGBTQ-Bücher genutzt wird. "Dass derartige Manöver auch das Denken und Handeln der Menschen beeinflussen, konnte man bereits an mehreren Orten beobachten. Anfang des Jahres haben Extremisten Bücher mit LGBTQ-Bezügen in der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen zerstört. Gleiches ereignete sich wenige Wochen zuvor in einer Bibliothek in Bochum. Die Ziele liegen dabei auf der Hand. Es geht um die Rückabwicklung eines Vermächtnisses der Frühen Neuzeit." Dabei störten sich die Rechten vor allem an dem Grundsatz, den Bibliotheken seit ihrer Nutzbarmachung für den Großteil der Bevölkerung verkörpern. "Büchereien fußen nunmehr auf dem Prinzip der Gleichheit aller, die sie nutzen. Antidemokraten begehren exakt dagegen auf."
Horst Mahler scheint nicht nur angeblich (wie die FR gestern schrieb), sondern tatsächlich gestorben zu sein. Jedenfalls schreibt Stefan Reinecke in der taz einen Nachruf. Mahler startete weit rechts (in einer rechtsextremen Studentenvereinigung, ganz zu schweigen von seinem Vater, der ein überzeugter Nazi war), zog dann nach scharf links (er war Mitbegründer der RAF) und dann wieder nach ganz rechts außen (als Holocaustleugner). Als Beleg für die Hufeisentheorie taugt Mahler aber nicht, meint Reinecke, dafür sei er zu eitel gewesen: "Aber es ist gleichsam zu naheliegend, dieses extreme, deformierte Leben als Beweis für 'links gleich rechts' zu benutzen. Mahler ist eher eine Art Echokammer der deutschen Katastrophengeschichte im 20. Jahrhundert. Die plane Hufeisenthese verfehlt das Individuelle, das Rätselhafte, Schräge, den Sinn für die dramatische Selbstüberhöhung. Denn im Zentrum des Links- und Rechtsextremisten, des Maoisten und Neonazis Horst Mahler stand immer - er selbst."
Für die Freunde des Hufeisens. Wie Ulrike Meinhof 1972 Horst Mahler verteidigt hat. https://t.co/OavADt9tW4 pic.twitter.com/epqxxGuuzm
- Tobias Blanken (@Tobias_B) January 10, 2021
Europa
Der Schriftsteller Sergej Gerasimow schildert in der NZZ wie Charkiw weiter von der russischen Armee angegriffen wird und warnt Europa davor, Russland gewähren zu lassen, denn Putin verfolge keine rationalen Kriegsziele. "Wenn es so weitergeht wie bisher, werden der Ukraine die Menschen ausgehen (was sicher vor 2035 der Fall sein wird), und dann werden keine gemeinsame Waffenproduktion, keine Raketenlieferungen an die Ukraine und keine Aufstockung der Mittel die Situation retten. Wenn die Ukraine kollabiert, wird der Diktator im Kreml, berauscht vom Erfolg und unfähig, die heißlaufende Kriegsmaschinerie zu stoppen, diese einfach weiterlaufen lassen, denn Menschenleben bedeuten ihm nichts, und Milliarden, die in den Wind geschossen werden, ebenso wenig. Aber 'Dwischuha' ist gut. Dwischuha ist ein wundersames russisches Wort, eines, das Putin liebt. Es bezeichnet die Freude darüber, dass etwas geschieht, egal was."
Wissenschaft
In der FAZ versucht Dietmar Dath zu erklären, warum KI nicht versteht, was "neu" ist, auch wenn die britische Initiative namens Metascience Novelty Indicators Challenge (MetaNIC) fest daran glaubt. Dath lässt sich das auf einer Autofahrt von einer "Expertin für ionische Flüssigkeiten" erläutern: "In Nature hat Benjamin Steyn vom UK Metascience Unit Mitte Juni erklärt, warum er MetaNIC unterstützt: Die dabei benutzten KI-Systeme, sagt er, könnten 'die Bedeutung von Wörtern und Sätzen' in MINT-Fachsprache erfassen, 'nicht nur deren Häufigkeiten'. 'Was er hier unter Bedeutung versteht', sagt die Frau am Steuer, 'ist aber gar nicht so weit weg von dem, was er Häufigkeiten nennt. Zeichenbedeutung wird in der KI als bedingte Wahrscheinlichkeit von Nachbarschaften zu anderen Zeichen in Erklärungen und anderen Trainingsdaten aufgefasst, korrelativ, vermittelt über Gewichtungen, zu Ausgabewahrscheinlichkeiten hochgerechnet. Wer nicht weiß, wie das funktioniert, muss dem Steyn einfach glauben, das ärgert mich.'"
Fast hundert Jahre, nachdem Werner Heisenberg 1925 die Quantenmechanik vorgestellt hatte, trafen sich rund dreihundert Quantenphysiker auf Helgoland, um zu besprechen, wieviel weiter sie damit gekommen sind. Es ist immer noch unmöglich, mit der Quantentheorie eine objektive Realität zu beschreiben, lernt Ulf von Rauchhaupt (FAZ): "Insbesondere in den Fragerunden und Kaffeepausen dominierte nicht selten eine Stimmung gespannter Ratlosigkeit. Gemma De les Coves, eine renommierte mathematische Physikerin von der Universität Barcelona, machte sie sogar zum sogar Hauptmotiv ihres Vortrags: 'Ich verstehe die Quantenmechanik nicht', erklärte die junge Professorin unverblümt, 'dabei arbeite ich seit Jahren darüber. Aber das ist ziemlich verbreitet, denke ich.'" Was die Anwesenden nicht daran hinderte, interessante Interpretationsvorschläge zu machen.
In der FR erinnert Michael Hesse an das Helgoland-Erlebnis von Werner Heisenberg.
Fast hundert Jahre, nachdem Werner Heisenberg 1925 die Quantenmechanik vorgestellt hatte, trafen sich rund dreihundert Quantenphysiker auf Helgoland, um zu besprechen, wieviel weiter sie damit gekommen sind. Es ist immer noch unmöglich, mit der Quantentheorie eine objektive Realität zu beschreiben, lernt Ulf von Rauchhaupt (FAZ): "Insbesondere in den Fragerunden und Kaffeepausen dominierte nicht selten eine Stimmung gespannter Ratlosigkeit. Gemma De les Coves, eine renommierte mathematische Physikerin von der Universität Barcelona, machte sie sogar zum sogar Hauptmotiv ihres Vortrags: 'Ich verstehe die Quantenmechanik nicht', erklärte die junge Professorin unverblümt, 'dabei arbeite ich seit Jahren darüber. Aber das ist ziemlich verbreitet, denke ich.'" Was die Anwesenden nicht daran hinderte, interessante Interpretationsvorschläge zu machen.
In der FR erinnert Michael Hesse an das Helgoland-Erlebnis von Werner Heisenberg.
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