9punkt - Die Debattenrundschau
Die Welt weiß Bescheid
Kommentierter Rundblick durch die Feuilletondebatten. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
26.11.2025. Im Spiegel schildert die Uno-Mitarbeiterin Denise Brown die grausame Gewalt im Sudan. Der Tagesspiegel hört bei der Gründungsveranstaltung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom" haarsträubende Beispiele für linken Antisemitismus. Die taz geißelt die neu besetzte Taskforce Islamismusprävention als rechts, weil Islamkritiker wie Ahmad Mansour und Güner Balci beteiligt sind. Unterdessen steigt die Zahl der Selbstmorde im Iran, berichtet ebenfalls die taz. Die FAZ blickt auf das traurige Spektakel um die BBC.
Efeu - Die Kulturrundschau
vom
26.11.2025
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Politik
Im Interview mit dem Spiegel berichtet die Uno-Mitarbeiterin Denise Brown, die gerade aus dem Sudan zurückgekehrt ist, von der haarsträubenden Gewalt dort: "Ich bin den Tod und das Töten gewohnt, aber nicht in dieser Dimension und nicht mit dieser Brutalität. Besonders erschreckt hat mich die Gewalt gegen Frauen und Kinder. Wir haben Muster sexueller Gewalt in Darfur durch die RSF dokumentiert. Und ich möchte ganz deutlich sagen: Wir sprechen hier von Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, wir sprechen von extremer Erniedrigung, sexueller Folter und Sklaverei. So etwas habe ich in diesem Ausmaß noch nie beobachtet." Doch das Geld für humanitäre Hilfe reicht vorne und hinten nicht, zudem sei es schwierig, überhaupt Zugang in die am stärksten betroffenen Regionen zu finden. "Die Welt sollte ihre Aufmerksamkeit auf die Region Kordofan richten, auf die belagerte Stadt Kadugli", wo es jetzt ebenfalls Massenmorde zu geben scheint. "Die Welt weiß Bescheid. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich damit auseinandersetzen. Die Sudanesen haben das Gefühl, dass sie nicht wichtig sind. Aber das sind sie."
Noch ist Amerika nicht verloren, notiert ein beruhigter Oliver Jungen in der FAZ, nachdem er in Köln einen Vortrag des amerikanischen Politikwissenschaftlers Jacob Hacker (Yale) gehört hat. Die sieht einerseits Trump im Abwind und stellt andererseits Forderungen an die Demokraten, die vor einem Dilemma stünden: "Denn vieles von dem, was nötig sei, um sicherzustellen, dass eine Wahlniederlage nicht in die autoritaristische Katastrophe führe, stehe in Spannung zu kurzfristigen Wahlkampfstrategien. Verhindert werden müssten etwa Wahlkreismanipulationen, auch die Notstandsbefugnisse der Regierung und Richterbesetzungen seien neu zu regeln. Zentral sei es zudem, einen tragfähigen Umgang mit (Tech-)Oligarchen zu finden". Chancen für eine solche Reparatur des Systems sieht Hacker vor allem wegen der "historisch schlechten Beliebtheitswerte" der Trump-Regierung.
Noch ist Amerika nicht verloren, notiert ein beruhigter Oliver Jungen in der FAZ, nachdem er in Köln einen Vortrag des amerikanischen Politikwissenschaftlers Jacob Hacker (Yale) gehört hat. Die sieht einerseits Trump im Abwind und stellt andererseits Forderungen an die Demokraten, die vor einem Dilemma stünden: "Denn vieles von dem, was nötig sei, um sicherzustellen, dass eine Wahlniederlage nicht in die autoritaristische Katastrophe führe, stehe in Spannung zu kurzfristigen Wahlkampfstrategien. Verhindert werden müssten etwa Wahlkreismanipulationen, auch die Notstandsbefugnisse der Regierung und Richterbesetzungen seien neu zu regeln. Zentral sei es zudem, einen tragfähigen Umgang mit (Tech-)Oligarchen zu finden". Chancen für eine solche Reparatur des Systems sieht Hacker vor allem wegen der "historisch schlechten Beliebtheitswerte" der Trump-Regierung.
Europa
Der Militärexperte Franz-Stefan Gady hält im SZ-Interview mit Sebastian Gierke nicht besonders viel von Trumps 28-Punkte-Plan für die Ukraine. Er hält es für unwahrscheinlich, dass Putin dem Plan zustimmen würde (der sich zudem noch überhaupt nicht zum Plan geäußert hat, wie Gady erinnert): "Putin wird weiter auf Zeit spielen. Es gibt militärisch kaum einen Grund dafür, dass Russland Kompromisse macht. Auch wenn die Russen enorme Verluste erleiden, verliert die Ukraine gerade Territorien. Warum sollte Putin also zustimmen? Er strebt nach wie vor eine militärische Lösung des Konflikts an. Erst wenn er glaubt, hier alle Optionen ausgeschöpft zu haben, würde er eine diplomatische Lösung zulassen."
Gesellschaft
Die SZ druckt eine gekürzte Version der Dankesrede, die die Soziologin Carolin Amlinger und der Wirtschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey zu ihrer Auszeichnung mit dem Geschwister-Scholl-Preis hielten. Darin appellieren sie, mit Rekurs auf Thomas Manns Radioansprachen gegen die Nazis, eindringlich dafür, die AfD auf ihrem Weg an die Macht aufzuhalten: "Im nächsten Jahr, damit müssen wir rechnen, wird es einen Erdrutsch im politischen System geben." Deshalb müssen "wir mehr tun, als den Status quo bloß zu verteidigen... Die Mehrheit der Menschen steht hinter der Demokratie, sie steht hinter einem Miteinander der Zivilität. Für den Moment müssen wir die AfD stoppen, uns der Politik der Grausamkeit widersetzen. Nicht nur bei den Wahlen, sondern auch am Arbeitsplatz, auf der Straße, in der Familie, im Freundeskreis. Wir brauchen einen Aufstand der Demokraten, aller Demokraten."
Sebastian Leber besucht für den Tagesspiegel die Gründungsveranstaltung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom" (BAG Shalom), die sich innerhalb der Linken gegen Antisemitismus engagieren will: "Was die Anwesenden aus ihren Landesverbänden berichten, ist erschreckend. Sie schildern Anfeindungen, Einschüchterungsversuche und unfassbare Diskussionen. 'Einmal saß ich Genossen gegenüber, die ernsthaft argumentierten, die Vergewaltigung israelischer Frauen sei als legitime Form des Widerstands zu bewerten', sagt ein Teilnehmer. Seit zwei Jahren, also seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, seien in der Partei Räume entstanden, in denen Antisemitismus wieder verhandelbar sei." Vor allem in Berlin sei das ein Problem. Viele befürchten, "dass bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl zahlreiche problematische Akteure ins Parlament einziehen werden".
Der Tagesspiegel resümiert mit dpa außerdem die Ergebnisse einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zum Thema muslimischer Antisemitismus. Sekundärer Antisemitismus, also beispielsweise die Abkehrung von der Erinnerung an den Holocaust, sei bei Teilnehmern aus muslimisch geprägten Ländern nicht höher als bei Deutschen - und hier vor allem unter AfD-Wählern verbreitet. Anders sieht es beim israelbezogenen Antisemitismus aus: Der Aussage "Durch die israelische Politik werden mir die Juden immer unsympathischer" "stimmten laut Studie 28 Prozent der Menschen aus muslimisch geprägten Staaten zu. Von den befragten Deutschen ohne Migrationshintergrund tat dies jeder Zehnte (10 Prozent). Für Zuwanderer aus Osteuropa wurde ein Wert von elf Prozent ermittelt. Bei Menschen mit afrikanischen Wurzeln waren es demnach 17 Prozent."
In der taz kritisiert Frederik Eikmanns die neu besetzte Taskforce Islamismusprävention im Bundesinnenministerium, die jetzt von "rechten 'Islamkritikern'" wie Ahmad Mansour und Güner Balci geprägt sei. Er beruft sich dabei auf anonyme Mitglieder der aufgelösten Taskforce, die zwar zugeben, der Austausch des Beratergremiums sei legitim und natürlich müsse man gegen Islamisten vorgehen, aber doch nicht so: "Einer sagt, in dem Gremium werde 'ein eindeutiges politisches Programm sichtbar - mehr Großerzählung als wissenschaftliche Empirie'. Ein anderer sagt: 'Die Definition dessen, was Islamismus ist, wird absehbar verschoben in die hochreligiösen Milieus.' Damit könnten bald auch streng gläubige - aber eben nicht islamistische - Personen ins Visier der Behörden geraten. Den neuen Beratern gehe es mehr um ein allgemeines Misstrauen gegenüber dem Islam als um ein Programm gegen Islamismus. Das gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergrabe womöglich den Kampf gegen Extremismus."
Im Interview mit der taz erklärt die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor, wie sie sich Islamismusbekämpfung vorstellt: "Es ist wichtig, Islamismus zu bekämpfen. Das geht aber logischerweise nur mit den muslimischen Akteuren selbst, den Gemeinden und Vereinen. Prävention bedeutet auch: Das normale muslimische Leben jenseits der Extreme zu zeigen und anzuerkennen. Wie soll das mit Leuten funktionieren, die nahezu jede Form des Islam für eine Art gefährliche Ideologie zu halten und Laizismus nur für den Islam zu präferieren scheinen?" Sie wolle nicht behaupten, es gebe in dem neuen Gremium keine Experten mehr: "Viele jedoch haben eine Agenda."
Anderswo nehmen sich immer mehr Menschen das Leben, weil sie die Herrschaft der Mullahs nicht mehr ertragen: Im Iran hat sich die Zahl der Suizide zwischen 2011 und 2023 "laut lokalen Medien verdoppelt", berichtet in der taz Mahtab Gholizadeh. "Nach den neuesten Zahlen, die von iranischen Medien für 2023 bis 2024 gemeldet wurden, gab es etwa 150.000 Selbsttötungsversuche, von denen 7.603 tödlich endeten. Die Daten deuten darauf hin, dass jedes Jahr die Zahl der Selbstmordtoten im Land um mindestens 10 Prozent zunimmt." Schuld daran sind Armut, Korruption und "die Erosion jeglichen Gefühls der sozialen Zugehörigkeit... Junge Menschen schreiben in den sozialen Medien, dass sie keine Motivation und keine Hoffnung mehr verspüren - weder für die Zukunft Irans noch für ihr eigenes Leben. In einer Gesellschaft, in der ziviler Protest, gewerkschaftliche Organisation und die freie Äußerung von Meinungen und Forderungen stark eingeschränkt sind, findet die angestaute Wut keinen anderen Ausweg mehr."
Sebastian Leber besucht für den Tagesspiegel die Gründungsveranstaltung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom" (BAG Shalom), die sich innerhalb der Linken gegen Antisemitismus engagieren will: "Was die Anwesenden aus ihren Landesverbänden berichten, ist erschreckend. Sie schildern Anfeindungen, Einschüchterungsversuche und unfassbare Diskussionen. 'Einmal saß ich Genossen gegenüber, die ernsthaft argumentierten, die Vergewaltigung israelischer Frauen sei als legitime Form des Widerstands zu bewerten', sagt ein Teilnehmer. Seit zwei Jahren, also seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023, seien in der Partei Räume entstanden, in denen Antisemitismus wieder verhandelbar sei." Vor allem in Berlin sei das ein Problem. Viele befürchten, "dass bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl zahlreiche problematische Akteure ins Parlament einziehen werden".
Der Tagesspiegel resümiert mit dpa außerdem die Ergebnisse einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zum Thema muslimischer Antisemitismus. Sekundärer Antisemitismus, also beispielsweise die Abkehrung von der Erinnerung an den Holocaust, sei bei Teilnehmern aus muslimisch geprägten Ländern nicht höher als bei Deutschen - und hier vor allem unter AfD-Wählern verbreitet. Anders sieht es beim israelbezogenen Antisemitismus aus: Der Aussage "Durch die israelische Politik werden mir die Juden immer unsympathischer" "stimmten laut Studie 28 Prozent der Menschen aus muslimisch geprägten Staaten zu. Von den befragten Deutschen ohne Migrationshintergrund tat dies jeder Zehnte (10 Prozent). Für Zuwanderer aus Osteuropa wurde ein Wert von elf Prozent ermittelt. Bei Menschen mit afrikanischen Wurzeln waren es demnach 17 Prozent."
In der taz kritisiert Frederik Eikmanns die neu besetzte Taskforce Islamismusprävention im Bundesinnenministerium, die jetzt von "rechten 'Islamkritikern'" wie Ahmad Mansour und Güner Balci geprägt sei. Er beruft sich dabei auf anonyme Mitglieder der aufgelösten Taskforce, die zwar zugeben, der Austausch des Beratergremiums sei legitim und natürlich müsse man gegen Islamisten vorgehen, aber doch nicht so: "Einer sagt, in dem Gremium werde 'ein eindeutiges politisches Programm sichtbar - mehr Großerzählung als wissenschaftliche Empirie'. Ein anderer sagt: 'Die Definition dessen, was Islamismus ist, wird absehbar verschoben in die hochreligiösen Milieus.' Damit könnten bald auch streng gläubige - aber eben nicht islamistische - Personen ins Visier der Behörden geraten. Den neuen Beratern gehe es mehr um ein allgemeines Misstrauen gegenüber dem Islam als um ein Programm gegen Islamismus. Das gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergrabe womöglich den Kampf gegen Extremismus."
Im Interview mit der taz erklärt die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor, wie sie sich Islamismusbekämpfung vorstellt: "Es ist wichtig, Islamismus zu bekämpfen. Das geht aber logischerweise nur mit den muslimischen Akteuren selbst, den Gemeinden und Vereinen. Prävention bedeutet auch: Das normale muslimische Leben jenseits der Extreme zu zeigen und anzuerkennen. Wie soll das mit Leuten funktionieren, die nahezu jede Form des Islam für eine Art gefährliche Ideologie zu halten und Laizismus nur für den Islam zu präferieren scheinen?" Sie wolle nicht behaupten, es gebe in dem neuen Gremium keine Experten mehr: "Viele jedoch haben eine Agenda."
Anderswo nehmen sich immer mehr Menschen das Leben, weil sie die Herrschaft der Mullahs nicht mehr ertragen: Im Iran hat sich die Zahl der Suizide zwischen 2011 und 2023 "laut lokalen Medien verdoppelt", berichtet in der taz Mahtab Gholizadeh. "Nach den neuesten Zahlen, die von iranischen Medien für 2023 bis 2024 gemeldet wurden, gab es etwa 150.000 Selbsttötungsversuche, von denen 7.603 tödlich endeten. Die Daten deuten darauf hin, dass jedes Jahr die Zahl der Selbstmordtoten im Land um mindestens 10 Prozent zunimmt." Schuld daran sind Armut, Korruption und "die Erosion jeglichen Gefühls der sozialen Zugehörigkeit... Junge Menschen schreiben in den sozialen Medien, dass sie keine Motivation und keine Hoffnung mehr verspüren - weder für die Zukunft Irans noch für ihr eigenes Leben. In einer Gesellschaft, in der ziviler Protest, gewerkschaftliche Organisation und die freie Äußerung von Meinungen und Forderungen stark eingeschränkt sind, findet die angestaute Wut keinen anderen Ausweg mehr."
Ideen
Schon bei Hegel gibt es den Begriff des "unglücklichen Selbstbewusstseins", später wurde, etwa bei François Furet, der Begriff des "bürgerlichen Selbsthasses" geprägt. Dieser Selbsthass kennzeichnet laut Jan Kapusnak in der NZZ vor allem die heutige Linke, die seit dem Abschied von den Utopien mit nachträglicher Harmonisierung der Geschichte beschäftigt sei: Der Westen war böse, der Rest der Welt indigen. Kapusnak übernimmt den Begriff "Oikophobie" des konservativen britischen Autors Roger Scruton, womit der "Hass auf das eigene" gemeint ist. Entfesselt wird diese Oikophobie vor allem mit Blick auf Israel, wo sie sich zur Entspannung auch mal externalisieren lässt: Denn Israel ist zugleich wir und ein anderer: "Der jüdische Staat wird zum Blitzableiter für Sünden der eigenen Imperial- und Kolonialzeit. Hass eskaliert in absurden Nazivergleichen und Apartheidvorwürfen. Während andere Demokratien Krieg führen, wenn sie angegriffen werden, können die Juden nichts anderes als Völkermord üben. Damit steht Israels schiere Existenz zur Disposition. Israel-Kritik wird zum Tugendtheater der Dämonisierung, das es dem Westen erlaubt, Buße zu tun, indem er den jüdischen Staat verteufelt."
Geschichte
Die Berner Historikerin Hannah Einhaus blickt in der NZZ auf das Leben des einzigen Schweizers, "der ab 2001 bis zu seinem Tod 2008 auf der Terrorliste der USA stand": der Aktivist Ahmed Huber, der israelfeindliche Positionen in der Schweiz salonfähig machte. Geprägt durch die antisemitischen Ansichten des Großmuftis von Palästina, Mohammed Amin al-Husseini, verbreitete er seine Positionen unter anderem in der Schweizer Zeitung Neutralität, wie wir lesen: "'Ein Staat, der nicht unter islamischem Recht stehe, habe keine Aussicht auf Anerkennung und Frieden, schrieb er in der Ausgabe vom September 1967, kurz nach dem Sechstagekrieg. 'Wer sich im Dar-al-Islam (im islamischen Raum, Anm.d.Perlentauchers) mit List und Gewalt niederlässt und Moslems bedrängt oder vertreibt, gegen den schreibt Gott im Qur-ân den Jihad vor - den Heiligen Verteidigungskrieg des Islam.' Anders gesagt: Ein Staat unter jüdischer Souveränität ist für Islamisten inakzeptabel, ein Frieden undenkbar."
Medien
Gina Thomas blickt in der FAZ auf das traurige Spektakel in Britannien, wo man sich nach dem fragwürdigen Zusammenschnitt einer Trumprede um die BBC streitet. Ein Parlamentshearing zeigte "nicht nur die Führungsschwäche der BBC auf, sondern auch, dass die Abgeordneten, die dem Sender linke oder rechte Voreingenommenheit vorwerfen, selber unfähig sind, Tatsachen und persönliche Wahrnehmung voneinander zu trennen. Der Trump-Eklat führte bekanntlich zum Rücktritt des BBC-Generaldirektors Tim Davie und der Nachrichtenchefin Deborah Turness. Und nun wackelt auch der Vorstandsvorsitzende Samir Shah", der eine Woche brauchte, um auf die Vorwürfe zu reagieren. "Shah redete herum, ließ die Frage wiederholen und gab auf die Erkundigung, warum es mit seiner Entschuldigung eine Woche gedauert habe, schwächlich zu Protokoll, es sei zeitaufwendig gewesen zu klären, was schiefgegangen sei, und die richtige Antwort zu finden, wofür man sich entschuldige."
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