Efeu - Die Kulturrundschau

Manchmal wird einfach ein Ohrläppchen abgezwickt

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27.02.2025. Aktualisiert: Gene Hackman und seine Frau wurden tot aufgefunden, meldet Variety. Der Tagesspiegel bewundert Surrealistinnen aus Brasilien, Dänemark und der Schweiz in Hamburg. Während Bernhard Maaz, Direktor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der SZ in der FAZ "Falschbehauptung" vorwirft, fordert der bayerische Landtag eilig eine Neuausrichtung der Provenienzforschung, meldet die SZ. taz und SZ kriechen mit Stefanie Sargnagel in Wien in den Darm der feinen Wiener Gesellschaft. James Mangolds "Like A Complete Unknown" über Bob Dylan mag ein wenig brav sein, vor Timothée Chalamet verneigt sich die Zeit allerdings. 
9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.02.2025 finden Sie hier

Kunst

Bild: Maria Martins: L'impossible, Guß nach dem Original von 1946, Fundação Itaú, São Paulo © Estate Maria Martins, Foto: Vicente de Mello

Nein, auch der Surrealismus war keine reine Männerdomäne, erkennt Nicola Kuhn (Tagesspiegel) im Bucerius Kunstforum in Hamburg, das der Dänin Sonja Ferlov Mancoba, der Brasilianerin Maria Martins und der Schweizerin Isabelle Waldberg derzeit die Ausstellung "In Her Hands. Bildhauerinnen des Surrealismus" widmet. Alle drei bislang vergessenen Künstlerinnen eint der "Mut zu Größe, schwierigem Material und sexueller Offenheit", so Kuhn: "Wie viele Künstler in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren alle drei stark an außereuropäischer Kunst interessiert. Für Sonja Ferlov, die später in Paris den schwarzen südafrikanischen Maler Ernest Mancoba heiratete und Rassismus erlebte, traf dies besonders seit ihrer Jugend in Kopenhagen zu. Die der Künstlergruppe CoBrA verbundene Bildhauerin schuf halb-abstrakte Wesen, Kriegerfiguren und Masken aus Ton, Gips und Bronze. Mancoba lebte sehr zurückgezogen. Die Diplomatengattin Maria Martens trat hingegen extravagant und weltläufig auf. … In der Washingtoner Botschaft ihres Mannes richtete sie sich ein Atelier und einen Brennofen für ihre lebensgroßen Terrakotta-Figuren ein. Ihre Göttinnen, Ungeheuer und Amazonas-Mythen signierte sie selbstbewusst nur mit ihrem Vornamen 'Maria'."

Es tut sich was in Bayern und so einig waren sich Grüne, Freie Wähler und CSU selten: Nach dem NS-Raubkunstskandal in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fordert der Landtag eilig von der Regierung eine "Neuausrichtung von Provenienzforschung und Restitution in Bayern", meldet Jörg Häntzschel in der SZ: "Anders als bisher, als Erkenntnisse über die Herkunft der Bilder oft wie Staatsgeheimnisse behandelt wurden, sei in Zukunft alles 'klar und transparent' und nach den Vorgaben der Washingtoner Prinzipien zu veröffentlichen. Andernfalls werde den Museen, wie von den Grünen beantragt, keine staatliche Förderung für die Provenienzforschung mehr gewährt." Zudem wurde eine "Taskforce Provenienz" in den Staatsgemäldesammlungen verkündet: "Offen blieb wie man sich deren Arbeit vorzustellen hat. Zu den Staatsgemäldesammlungen gehören in München fünf Museen, im übrigen Bayern weitere 13. Wie soll eine hastig zusammengestellte Expertengruppe da durchdringen? Und wie sollen externe Provenienzforscher verbeamtete Museumschefs kontrollieren?"

Derweil wirft Bernhard Maaz, Generaldirektor der Sammlungen in einer Stellungnahme gegenüber der FAZ der SZ "Falschbehauptung" vor, es "handele sich 'nur' um 97 Bilder, deren Provenienz- und Restitutionsumstände noch ungeklärt seien", so Stefan Trinks ebenda: "'Die entscheidende Falschbehauptung der Süddeutschen Zeitung, die letztlich die Grundlage des gesamten Artikels ist, ist daher die, dass eine interne Prüfung bereits längst die in der Liste als rot markierten Werke eindeutig als Raubkunst ermittelt hat', so die Mitteilung der BStGS. Ebenso falsch sei, dass große Teile der Liste und die dort festgestellten Erkenntnisse nicht öffentlich gemacht worden sind. 53 der in der Liste aufgeführten Kunstwerke seien bereits bei Lost Art gemeldet und 82 der Bilder mit ihren Provenienzketten in der Onlinesammlung der BStGS für die Öffentlichkeit zugänglich." Zudem hätten "die BStGS bereits 25 Restitutionen vorgenommen, neun weitere Werke stünden aktuell zur Restitution an, vier davon wurden im Dezember 2024 positiv beschieden. Die Gegenseite jedoch wirft den BStGS vor, bis heute nur marginale Kunst restituiert, die großen, millionenschweren Fälle aber bewusst verschleppt zu haben."

Besprochen werden die Ausstellung "Jugendstil. Made in Munich" in der Kunsthalle München (Welt) und die Installation "We Felt a Star Dying" der französischen Künstlerin Laure Prouvost im Kraftwerk Mitte (Tsp).
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Literatur

Der Berliner Galerist Johann König geht mit seinem Versuch, Christoph Peters' Roman "Innerstädtischer Tod" wegen angeblich verletzter Persönlichkeitsrechte gerichtlich aus dem Verkehr ziehen zu lassen, nach dem ersten Scheitern (unser Resümee) in die nächste Instanz, meldet Susanne Lenz in der Berliner Zeitung. Zum sich neigenden Februar holt Richard Kämmerlings (Welt) das gleichnamige Gedicht von Erich Kästner aus dem Regal.

Besprochen werden eine Neuausgabe von Rolf Dieter Brinkmanns Lyrikband "Westwärts 1 & 2" (FR), Joseph Vogls Essay "Meteor" (NZZ), Asta Sigurdardottirs Erzählungsband "Streichhölzer" (NZZ), Bela B Felsenheimers "Fun" (NZZ), Joël Dickers "Ein ungezähmtes Tier" (TA), Matthias Aréguis Comic "Ein Hundeleben" (FAZ.net) und Kim Hyesoons Lyrikband "Autobiographie des Todes" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
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Film

Update, 9:50: Variety meldet unter Berufung auf lokale Behörden, dass Gene Hackman und seine Ehefrau, die Pianistin Betsy Arakawa, tot in ihrer gemeinsamen Wohnung in Santa Fe aufgefunden wurden. Die Todesursache ist bislang nicht bekannt.

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Kopie einer Figur, die ein Original sein wollte: Timothée Chalamet als Bob Dylan in "Like A Complete Unknown"

Heute startet James Mangolds "Like A Complete Unknown" über Bob Dylans Anfänge als Musiker bis zu seinem legendär kontroversen "elektrischen" Auftritt beim Newport Folk Festival 1965. Mit insgesamt acht Nominierungen ist der Film einer der Favoriten für die Oscarverleihung am kommenden Wochenende. "Als filmische Einführungsvorlesung in Leben und Werk des Künstlers ist 'Like A Complete Unknown' ein erfreulich niederschwelliger, gleichwohl stets allzu braver und beflissener Film", urteilt Kamil Moll im Perlentaucher. "Heute, da Songs keine politische Strahlkraft mehr besitzen und die Popkultur keine modernen Mythen erschafft, ist 'Like A Complete Unknown' nicht so sehr ein revitalisierender Film über einen begnadeten Künstler auf seinem Zenit, sondern eher die Bewirtschaftung eines Erbes zu Lebzeiten." Timothée Chalamet, großes Anschmacht-Darling der Generation Instagram, stellt die "enigmatische Aura des Musikers ... in seiner (schauspielerisch schwer schuftenden) Performance nahezu einwandfrei dar".

Chalamets Kraftaufwand - nach eigener Aussage habe er sich mit allerlei Coaches fünf Jahre lang auf diese Rolle vorbereitet - findet auch Jens Balzer in der Zeit sehr beeindruckend. Viel Freude hat der Kritiker außerdem an den Irritationen, die sich daraus ergeben: "So wie der junge Bob Dylan seine Karriere als Kopie von Woody Guthrie begonnen hat, so gibt Timothée Chalamet in diesem Film nun sein Bestes, um eine getreue Kopie dieser Kopie herzustellen. Bloß hat Chalamet sein Vorbild Dylan - anders als weiland Dylan sein Vorbild Guthrie - niemals getroffen. Was für den Verwandlungsprozess womöglich von Vorteil war, denn einerseits ist der Dylan, den man heute so treffen könnte, ohnehin nicht der Dylan von damals; und andererseits hat Chalamet auf diese Weise freiere Bahn, sein Spiel mit den Bildern und Trugbildern aus den Sechzigerjahren, mit all den Kopien und den Kopien der Kopien in maximaltoller Weise zu übertreiben. The Freewheelin' Timothée: An den tollsten Stellen übertreibt er es derart, dass sein Spiel geradezu parodistische Züge gewinnt - und zwar gerade in jenen Momenten, in denen Dylan im Film beschließt, dass er nun keine Kopie eines bewunderten Folksängers mehr sein möchte, sondern etwas Eigenes: ein Original." Daniel Kothenschulte durchleuchtet in einem Longread für den Filmdienst Dylans Verhältnis zum Kino.

Weiteres: Axel Timo Purr schreibt auf Artechock einen Nachruf auf den malischen Auteur Souleymane Cissé. Besprochen werden Petra Biondina Volpes "Heldin" mit Leonie Benesch als Krankenpflegerin (Perlentaucher), Greg Kwedars "Sing Sing" (taz, Artechock), Demián Rugnas argentinischer Horrorfilm "When Evil Lurks" (taz, critic.de), Andrea Arnolds "Bird" (Presse, unsere Kritik), Sam Cranes und Pinny Grylls auf Mubi gezeigte, animierte Doku "Grand Theft Hamlet" (taz), der vierte Teil der "Bridget Jones"-Reihe mit Renée Zellwegger (FR, Standard, Welt), die Apple-Serie "Krank Berlin" (FAZ, Tsp, Freitag), die Netflix-Serie "Zero Day" mit Robert de Niro (FAZ) und die vom ZDF online gestellte Zombie-Serie "Generation Z" (Welt). Außerdem werfen Tagesspiegel und Filmdienst einen Blick auf die aktuellen Kinostarts.
Archiv: Film

Bühne

Stefanie Sargnagel: Opernball © Pertramer / Rabenhof

Pünktlich zum diesjährigen Wiener Opernball inszeniert Christina Tscharyiski am Wiener Rabenhof-Theater Stefanie Sargnagels gleichnamiges Stück und nicht nur Uwe Mattheiss (taz) amüsiert sich prächtig, wenn die österreichische Autorin hier die Wiener Gesellschaft in einer "virtuosen plebejischen Schmährede gegen eine rohe Bürgerlichkeit" inspiziert: "Korsagen drücken, Botox und Lippenfiller quellen und manchmal wird einfach ein Ohrläppchen abgezwickt. Die herrschende Klasse durchläuft einen zunächst noch unauffällige Mutation zu hoch aufgeschossenen langhalsigen Körpern - junge Frauen in der anorektischen Variante -, die sie den Zumutungen körperlicher Arbeit enthebt, die sich dem proletarischen Leib habituell eingeschrieben hat." Auch SZ-Kritiker Wolfgang Kralicek lacht: "Das höhlenartige Bühnenbild (Dominique Wiesbauer) erinnert an das Innere eines Darms. Das passt zu dem oft auch ganz schön derben Stück, das man als eine Art literarische Darmspiegelung bezeichnen könnte. Sargnagel hat einen feinen Sinn für Klassismus und gesellschaftliche Distinktionsmerkmale. Einmal hört sie, wie eine Dame zu ihrer Tochter sagt: 'Wer eine rund ausgeschnittene Frackweste trägt, ist ein Kellner, also ein Was. Wer eine spitz zulaufende trägt, ist ein Jemand, also ein Wer. Merk dir das!' Im Standard bespricht Stefan Ender das Stück.

Weitere Artikel: Im Tagesspiegel porträtiert Patrick Wildermann den 2005 aus dem Iran nach Berlin geflohenen Film- und Theaterregisseur Ayat Najafi, dessen Stück "Frauen der Revolutionsstraße" heute abend am Berliner Ballhaus Ost Premiere feiert. In der NZZ verabschiedet Marion Ackermann Clownin Gardi Hutter, die mit ihrer Figur Hanna auf eine letzte Tournee geht. Auf Backstageclassical lässt sich Axel Brüggemann von Stefan Herheim, Lotte de Beer und Bogdan Roščić erklären, wie sie an drei Wiener Opernhäusern Oper neu denken. Besprochen wird Adriana Altaras' Inszenierung von Jean-Philippe Rameaus "Castor et Pollux" am Staatstheater Meiningen (VAN).
Archiv: Bühne

Musik

Jens Uthoff porträtiert für die Jungle World den aus der Ukraine stammenden, derzeit im Exil in Köln lebenden Elektro-Musiker Oleh Shpudeiko, der für sein neues, an Hildegard von Bingen angelehntes Live-Projekt "Hildegard" mittelalterliche Musik aus seiner Heimat aufgreift. Es "ist ein für ihn typisches Werk, insofern es alte Klänge in die (politische) Gegenwart katapultiert. Es geht Shpudeiko auch darum, ukrainische Vokalmusik in Kontexten zu präsentieren, in denen man sie vielleicht nicht erwartet. 'Der traditionelle ukrainische Gesang und spezifisch ukrainische Musiken sind eigentlich nach der Unabhängigkeit erst wieder richtig aufgetaucht', sagt er. ... Lange habe das Sowjetregime versucht, der Ukraine eine vermeintlich volkstümliche Kultur zu oktroyieren - ländlich, kitschig, ohne jegliche Widersprüche. 'Erst seit 1991 gab es eine Art Renaissance dieser authentischen Gesangskultur.'" Hier ein Auszug:



Etwas spät (hier und dort resümierten wir erste Beiträge bereits vor über einem Monat) steigt die FAZ in die Debatte darüber ein, dass die im GEMA-Vorstand reichlich vorhandenen U-Musiker den E-Musikern deren privilegierte Ausschüttungsmodalitäten offenbar neiden und zu eigenen Gunsten eine Einebnung der Tantiemenansprüche durchsetzen wollen. "Ein Musikland wie Deutschland - jedes zweite Opernhaus, jedes zweite Orchester der Welt sind hier beheimatet - würde überhaupt nicht existieren, gäbe es nicht das Fundament der E-Musik", schreibt der Musikhistoriker Albrecht Dümling. "Auch die GEMA braucht den mäzenatischen Impuls zur Förderung solcher Werke, die nicht direkt auf Publikumserfolge setzen, sich vielleicht aber als dauerhaft erweisen. Die ästhetische Nachhaltigkeit ist katalogbildend. Sie führt zu bleibenden Werten und kommt damit den Autoren und ihren Nachfahren ebenso zugute wie den Verlagen und nicht zuletzt der GEMA. Eine nur auf Wirtschaftsfragen reduzierte Urheberrechtsgesellschaft hätte nicht nur ihren Sinn, sondern langfristig auch ihre Zukunft verloren."

Die selbst aus Belgrad stammende Pianistin Tamara Stefanovich schreibt in einem teils etwas sehr mäandernden VAN-Essay über die Lage junger Serben, die sich - unzufrieden mit der Korruption im eigenen Land, aufgrund der NATO-Bomben Ende des 20. Jahrhunderts aber auch gegenüber Europa skeptisch - "einer fatalistischen Sicht auf die Welt" hingeben. "Seit Jahren lade ich junge Musikerinnen und Musiker aus Ex-Jugoslawen zu mir ein und versuche ihnen zu helfen, als Studierende und professionelle Musiker:innen in Deutschland Fuß zu fassen. Es ist immer noch fast unmöglich. Bürokratie, wirtschaftliche Zwänge, Fragen der Mentalität und ein allgemeines Gefühl der Nichtzugehörigkeit - das sind Lasten, die mit Hoffnung aufgewogen werden müssen. Aber welche Hoffnung? Europa hat mit allen möglichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Kultur hat weniger Platz denn je, und es ist keine Sicherheit für freiberufliche Musiker:innen in Sicht."

Weitere Artikel: Eleonore Büning freut sich in der NZZ über die Wiederentdeckung des Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich in jüngsten Jahren. In seiner Klassik-Kolumne für den Tagesspiegel staunt Frederik Hanssen darüber, wie sehr sich seit Corona der Altersdurchschnitt im Klassikpublikum gesenkt hat.

Besprochen werden Joachim Kühns Jazzalbum "Échappée" ("ein erstaunliches Meisterwerk", findet Hans-Jürgen Linke in der FR), Cyndi Laupers Abschiedskonzert in Berlin (Tsp), ein Auftritt der Jazzmusikerin Nubya Garcia in Frankfurt (FR), ein Auftritt von Louise Alder in Frankfurt (FR) und Marineros Neo-Yachtrock-Album "La La La" ("Die Musik ist lasch und präzise zugleich, träumerisch und schwelgerisch", schreibt Karl Fluch im Standard).

Archiv: Musik

Architektur

Amerika-Gedenkbibliothek, Berlin. Perspektivische Ansicht bei Nacht, 1988, Aquarell, Tusche und Graphit auf Papier, 22,86 × 30,48 cm © Steven Holl

Sophie Jung (taz) gerät in "kunsttheoretisches Schwelgen", wenn sie in der Berliner Tchoban Foundation auf die Zeichnungen des Architekten Steven Holl blickt, der weltweit Museen, Bibliotheken, Einkaufshäuser, Kirchen oder Wohnanlagen baute: "Häufig sind es ziemlich besondere Architekturen, neomodernistisch mit lichtdurchlässigen Dachlandschaften, als hätte man gleich ein Dutzend gewölbter Papierbahnen aufs Gebäude gelegt. Oder mit riesigen, strammen Mauern, die punktgenau von nur wenigen Fenstern durchbrochen sind. … Flüchtig und skizzenhaft wirft er manchmal ganze Stadtplanungen auf ein vielleicht DIN-A5-großes Blatt, in beiläufigen Studien entwickelt er konstruktive Details von Sitzbänken oder Ecklösungen. Die perspektivischen Darstellungen seiner Gebäude und Entwürfe beeindrucken besonders. Die Art Zeichnung, die seit langer Zeit im Architekturbusiness eigentlich digitale Bildprogramme übernehmen. Fertigt Holl sie von Hand an, sind sie fotografisch exakt und trotzdem atmosphärisch. Die Gebäudeumrisse sind in feinen Linien formuliert, die Materialität ist mit kunstvoll schattierter Aquarellfarbe ausgearbeitet."
Archiv: Architektur