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13.12.2024. "Wie schwierig es ist, ein Schriftsteller und zugleich ein freier Algerier zu sein", erinnert Kamel Daoud in seiner Le Point-Kolumne, in der er Boualem Sansal gegen Vorwürfe des Rechtsextremismus verteidigt. Auch dessen Anwalt fordert eine "Schriftstellerfront für die Meinungsfreiheit." Die NZZ findet in Zürich "letzte Zuflucht bei der Malerei" in den Werken des Kanadiers Matthew Wong und seines Seelenverwandten Vincent van Gogh. Die Berliner Zeitung macht sich Sorgen um die Zukunft der Volksbühne. Artechock möchte verstehen, was "europäischer Film" heutzutage bedeutet. Raven ist politisch, lernt die taz von georgischen DJs.
Kamel Daoudkommt in seiner Kolumne für Le Point auf ein Verdikt der mélenchonistischen Politikerin Sandrine Rousseau über Boualem Sansal zurück. In einem Radiointerview hatte sie gesagt: "Ich betone, dass die Äußerungen von Boualem Sansal in den Bereich des Rechtsextremismus und der 'White Supremacy' fallen. Er ist kein Engel, auch wenn er nicht im Gefängnis stecken sollte." Daoud ruft dazu aus: "Wie schwierig es ist, ein Schriftsteller und zugleich ein freier Algerier zu sein!" Denn ein solcher Schriftsteller entkommt den Zuschreibungen der Linken nicht, die ihn als "rechts" qualifizieren, sobald er etwas sagt, das ihr nicht passt. "Wer frei spricht, riskiert, auf dem Scheiterhaufen der eigentlichen Supremacists zu landen, die Ihnen erklären: 'Unser Kampf gegen die Islamophobie ist wichtiger als Ihr Elend als Überlebende der islamistischen Massaker in Ihrem Land!' Was also tun? Einfach nur schweigen? Das ist unmöglich, denn einerseits erleben Sie in Frankreich eine Art 'zweite Chance' (die letzte) und andererseits sind Sie ein Rückkehrer, der den Preis für Kompromisse mit jenen Faschisten kennt, die hier ihr Lächeln als postkoloniale Opfer aufsetzen."
Martina Meister fasst in der Welt den gemeinsamen Auftritt von AntoineGallimard, KamelDaoud und des Anwalts FrançoisZimeray für BoualemSansal vor der französischen Presse zusammen (hier bereits unser erstes Resümee). "Sansals Verleger und Anwalt machten deutlich, dass sie nicht Klartext reden könnten. Alles, was an diesem Ufer des Mittelmeers gesagt werde, könne gegen Sansal verwendet werden, hieß es. 'Im Kontext der mehr als angespannten franko-algerischen Verhältnisses kann ihm jede offizielle Reaktion aus Frankreich nur schaden', ergänzte Zimeray." Er "plädierte stattdessen für eine Art 'universelle Mobilmachung' und lancierte einen Appell an 'die Intellektuellen aus aller Welt', gegenüber den algerischen Behörden ihr Gefühl auszudrücken, welche die 'brutale, unvorhergesehene, unerwartete Inhaftierung eines achtzig Jahre alten Schriftstellers bei ihnen ausgelöst hat'. Er sprach von einer 'SchriftstellerfrontfürdieMeinungsfreiheit'." Hier zum Mitzeichnen unser gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Merlin Verlag gestarteter Aufruf an die Deutsche Bundesregierung.
Weitere Artikel: Arno Widmann spricht für die FR mit Wolfgang Rüger über den Nachlass des 2020 verstorbenen Underground-SchriftstellersJürgenPloog. Iris Radisch (Zeit Online) und Gerrit Bartels (Tsp) berichten von einem Berliner Abend mit der palästinenischen Autorin AdaniaShibli und EvaMenasse. Und die FAZkürt die wichtigstenSachbücher2024.
Besprochen werden unter anderem Clemens J. Setz' "Das All im eigenen Fell. Eine kurze Geschichte der Twitterpoesie" (NZZ), HeinzStrunks "Zauberberg 2" (online nachgereicht von der Welt), GiorgioAgambens Autobiografie (online nachgereicht von der FAS), MarenAminis Comic "Ahmadjan und der Wiedehopf" (Tsp), die Ausstellung "Access Kafka" im Jüdischen Museum in Berlin (Tsp) und ElisabethWagners "'Die Mosse-Frauen'. Deutsch-jüdische Lebensgeschichten" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Semiha Berksoy: Nude, 1996. Bildrechte: Nachlass Semiha Berksoy und GALERIST.
Die türkische Operndiva Semiha Berksoylernttaz-Kritiker Ingo Arend in der Ausstellung "Singing in Full Color" im Hamburger Bahnhof als schillernde Figur kennen, bei der sowohl Werk als auch Leben äußerst aufsehenerregend sind, sie wurde als erste Frau zur türkischen Staatskünstlerin ernannt und war unter anderem mit Nâzim Hikmet zusammen: "Mit dem Titel spielen die Kuratoren in Berlin auf Berksoys Multitalent als Sängerin, Performerin und Malerin an. Mit acht monumentalen Kulissen, auf denen sich die Diva in den Hauptrollen von Opern wie 'Ariadne auf Naxos', 'Salome' und 'Tosca' darstellte, verwandeln sie den Museumsraum zu der Bühne, auf der Berksoy ihre Opern wie ihr Leben aufführte. Was diese Arbeiten mit ihren Malereien verbindet, die sie ab 1972 begann, ist der naive, hochexpressive, emotionale Stil. Ihr mit rotem Bleistift gestricheltes Selbstporträt von 1928 war noch realistisch-kokett wie für ein Modemagazin. In dem 'Nude' betitelten aus dem Jahr 1996 wird sie zu einer kubistischen Fratze, in seiner groben Abstraktion, nahe an Graffiti und Comic."
"Derselbepastose Farbauftrag, dieselbe pointillistische Malweise" verbindet NZZ-Kritiker Philipp Meier zufolge die Bilder des 1984 geborenen Kanadiers Matthew Wong und die von Vincent van Gogh, die nun Seite an Seite in der Ausstellung "Letzte Zuflucht Malerei" im Kunsthaus Zürich von einer "Seelenverwandschaft" der beiden Künstler zeugen. Beide haben sich jung das Leben genommen, Wong mit 35, van Gogh mit 37; Meier erblickt in den Gemälden deshalb auch die "unendliche Größe der Welt und die Kleinheit des Selbst in ihr. Manchmal drohen Wongs Figuren geradezu verschlungen zu werden vom Gewicht der vegetabilen Umgebung, in der sie stehen. Es ist auch viel Melancholie und Einsamkeit vorhanden, und der Versuch des Künstlers, diese Fantasielandschaften zum eigenen Refugium zu machen. Da ist nicht nur Schönheit und Ruhe, sondern auch die Angst spürbar, verlorenzugehen, der Welt abhandenzukommen. Noch seine bezauberndsten Kompositionen haben stets etwas Erschreckendes."
Weiteres: Die algerische Künstlerin Lydia Ourahmane erhält den Rosa-Schapire-Kunstpreis, meldet die FR. Dass das Kunstforum Wien aufgegeben werden muss, offenbart dem Standard zufolge, warum es keine gute Idee ist, Kulturförderung von privaten Sponsoren abhängig zu machen. Der Standard interviewt zudem die Pussy-Riot-Künstlerin Diana Burkot.
Besprochen werden: Die Ausstellung "Access Kafka" im Jüdischen Museum Berlin, die Verbindungen zwischen dem Schriftsteller und der bildenden Kunst zeigt (Tagesspiegel), die Otto-Mueller-Ausstellung im LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster (Welt) und "Tarsila do Amaral, Peindre le Brésil moderne", deren Üppigkeit in Form und Farbe die FAZ im Pariser Musée du Luxembourg entdeckt (ein weiteres Resümee findet sich in unserer Magazinrundschau).
Ulrich Seidler fragt sich in der Berliner Zeitung, was aus der Volksbühne werden soll - bei den Kürzungen von Joe Chialo ist das Haus noch schlechter weggekommen als die übrigen großen Bühnen. Seit dem Tod von René Pollesch und der Absage der Interimsintendanz von Vegard Vinge und Ida Müller befindet sich die Volksbühne ohnehin in einer wackligen Situation, die Chialos Behörde nun möglicherweise ausnutzt, fürchtet Seidler, so "steht der Senat bei nicht nachlassendem Spardruck vor der Entscheidung, ein Theater zu retten, das unbequem und renitent ist, das die künstlerische Freiheit ausreizt und Risiken eingeht wie kein anderes Haus. Das wäre dann in dem kunstfeindlichen Klima, in dem die Spardebatte geführt wird, die Chance, den Laden loszuwerden. Mit der offenkundigen Benachteiligung des auch in seiner schwierigen Lage wichtigsten Hauses der Stadt ist ein finanzieller und ein symbolischer Axthieb gesetzt. Dann weinen alle, manche aber falsche Tränen."
"Die Liebe zu den drei Orangen." Foto: David Baltzer.
Weihnachtsstimmung kommt auf in der Semperoper Dresden, wo FR-Kritikerin Judith von Sternburg sich in Sergej Prokofjews Oper "Die Liebe zu den drei Orangen", inszeniert von Evgeny Titov, davon überzeugen kann, dass es zutiefst menschlich und "werkzugewandt" ist, wenn eine Prinzessin aus einer Orange befreit und dann in eine Ratte verwandelt wird: "Wirklich ein Märchen für Erwachsene. Der Prinz, dem das Lachen vergangen ist und eine 'hypochondridiotische Verschleimung' zusetzt, befindet sich im Krankenbett, über ihm flirren MRT-Bilder. Der steil ansteigende Saal jedoch, in dem er liegt, ist mit seinen dunkelgrünen Kacheln schon sonderbar. In der Mitte ein von einem Neonlichtstreifen gefasstes bewegliches Podest. An ein Anatomietheater ließe sich denken, auch weil die Ärzteschar aussieht wie bei einem außerirdischen Medizinerkongress. Die Kostüme am Hof karikieren noble Garderoben individuell, der von Jonathan Becker einstudierte Chor trägt nicht nur abwechslungsreiche Puderperücken, sondern bewegt sich auch höchst abwechslungsreich."
Weiteres: Der Dramatiker Botho Strauß wird mit einer szenischen Lesung zu seinem 80. Geburtstag im Berliner Renaissancetheater geehrt, der skeptische Tagesspiegel und die begeisterte Welt sind zugegen. Die SZ erfährt bei der "International Dance Exposure", wie es um die israelische Tanzszene bestellt steht.
Besprochen werden: Das Musical "Nunsense" von Dan Goggin am English Theatre Frankfurt, inszeniert und choreografiert von Ewan Jones (FR), Manfred Erjautz' Techno-Oper "The closer I get, the more I drift afar" im Grazer Dom im Berg (Zeit), "Three Steps Orfeo" im TD Berlin unter der Regie von Kerem Hillel, komponiert von Meittam Govreen und "Die Tüten aus der Verwaltung" von der Gruppe glanz&krawall im Theater Thikwa (Nachtkritik).
Die Kongresshalle, die die Nazis einst auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg platzieren wollten, wäre ihr drittgrößtes Bauwerk geworden, erzählt Peter Richter in der SZ, jetzt setzt die Stadt nach vielen Protesten und langen Debatten eine 85,5 Millionen Euro teure Übergangslösung für ihre Oper mitten in die Ruine (unsere Resümees): "Der Entwurf, der ausgewählt wurde, stammt von dem Stuttgarter Büro LRO und sieht einen kubischen Baukörper mit immergrüner Bepflanzung auf allen Seiten vor. Ein besonders entschlossener Fall von 'Hortitecture'. (…) Der wie bemoost wirkende Bühnenbau soll aber eben durch die stramm gemauerten Treppen und Foyers der Nazis betreten und verlassen werden; der Gang durch die Geschichte gehört mit anderen Worten zum Programm." Richter kann verstehen, dass das nicht allen behagt, aber vergleichbare Beispiele hätten doch gezeigt, dass es im Großen und Ganzen klappt, historisch belastete Orte neu zu besetzen: "Soweit sich das überblicken lässt, hat sich eigentlich stets die neue Nutzung gegen den gefürchteten Geist aus den Mauern ganz gut durchgesetzt. Auch in Nürnberg dürften die Herausforderungen eher darin liegen, die Vergabe der 'Ermöglichungsräume' an die freie Kunstszene mit halbwegs belastbaren Kriterien für Qualität und Relevanz zu verknüpfen."
In Göbeklitepe in der Südosttürkei finden derzeit archäologische Ausgrabungen jungsteinzeitlicher Siedlungen statt, die Uwe Ebbinghaus in der FAZ schwer beeindrucken, er wird "von den komplexen Steinstrukturen in den Bann gezogen. Die T-Pfeiler in den Zentral- oder Kommunalgebäuden weisen vor allem seitlich Reliefs auf, die Umrisse menschlicher Körper erkennen lassen - Hände, Arme, Gürtel, Lendenschurze - und daher auch als anthropomorphe Statuen gelten können. Überall auf den Monolithen tummeln sich überwiegend männliche Tierfiguren, die als Relief, Halbrelief oder Vollplastik ausgearbeitet sind: Kraniche, Eidechsen, Füchse, eine Gruppe von Enten watschelt umher. Zusammen ergeben sie ein großes Wimmelbild aus Stein voller Expressivität und Lebendigkeit."
Besprochen wird: Die Ausstellung "Visual Investigations. Zwischen Aktivismus, Medien und Gesetz" im Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne in München (SZ).
Rüdiger Suchsland resümiert für Artechock die Vergabe des EuropäischenFilmpreises - und fragt sich, was das heute eigentlich noch heißt, "europäischerFilm". Die Preisträger jedenfalls zeigen, dass europäische Filme in alle Welt diffundieren - aber wenig Resonanzraum für die eigene Herkunft bieten. "Europäisches Kino - das heißt also hier nicht künstlerische Identität, sondern es heißt Wirtschaftsstandort. ... Wo ist denn all das, was es einst gab: EuropäischesGenre-Kino, also Science-Fiction-Filme, Gangstermovies und Horror aus Europa - Anlass dazu gäbe es schließlich genug? Wo sind denn die Stars, die dem europäischen Kino jenseits der geschickten Kombination von zehn europäischen Fördertöpfen aus acht Ländern auch eine Seele einhauchen? Die das Potenzial haben, ganz Europa zu vereinen durch ihre Schönheit und ihr Charisma - so wie das einst ein Marcello Mastroianni, eine Romy Schneider oder eine Jeanne Moreau vermochten? Das europäische Kino hat auch zu den aktuellen Problemen und Sorgen von Europa recht wenig zu sagen." Normaler Sterblicher kurz vorm Sterben: "Hundert Jahre Einsamkeit" auf Netflix Der Produktionsaufwand, mit dem Netflix "Hundert Jahre Einsamkeit" von GabrielGarcíaMárquez als Serie inszeniert ist zwar mitunter "atemberaubend", schreibt Hernán D. Caro in der FAZ. Aber die Atmosphäre des magischenRealismus aus Márquez' Familienepos will sich nicht einstellen. Zum Beispiel, weil die Figuren - anders als im Roman - unentwegt plaudern und plappern. "Das Resultat ist problematisch: Jene Texte, die García Márquez geschrieben hat, klingen in der Serie hölzern; jene, die sich die Drehbuchautoren ausdenken mussten, klingen oft banal oder ordinär. ... Während die Figuren im Buch sich oft wie zeitlose, heroische oder amoralische und nicht selten auch lächerliche gefallene Götter und Göttinnen anfühlen, werden sie in der Serie notwendigerweise zu konkreten Menschen aus Fleisch und Blut, zu Schauspielern mit künstlicher Gesichtsbehaarung und geschichtsgetreuer Verkleidung, ja, was soll man sagen: zu normalenSterblichen."
Weitere Artikel: VolkerSchlöndorff, TomTykwer und WimWenders fordern den Bundestag in einem "Weckruf" auf, die Filmförderung ab Januar 2025 in trockene Tücher zu bringen, meldet Christiane Peitz im Tagesspiegel. Valerie Dirk feiert im Standard die Schauspielerin CynthiaErivo, die aktuell in "Wicked" (unsere Kritik) zu sehen ist und alle Herzen im Sturm erobert. Im Filmdienst empfiehlt Sonka Weiss eine gemeinsame Retrospektive des Filmmuseums München und des Österreichischen Filmmuseums in Wien mit Filmen der Frauen aus der georgischen Familie Gogoberidse. Andreas Hartmann verabschiedet sich in der taz vom KinoArsenal, dessen Pforten am Potsdamer Platz in Berlin sich allmählich schließen, um (hoffentlich) in einem Jahr im "Silent Green" in Wedding wieder zu öffnen.
Besprochen werden RobertZemeckis' "Here" (Welt, Standard, Artechock, mehr bereits hier und dort), Jon M. Chus Musical "Wicked" (Artechock, Zeit, Presse, unsere Kritik), JoannaArnows BDSM-Komödie "Dieses Gefühl, dass die Zeit, etwas zu tun, vorbei ist" (Artechock, unsere Kritik), GuanHus "Black Dog" (Artechock, mehr dazu hier), FriedrichMosers Anti-Fake-News-Doku "How to Build a Truth Engine" (Standard), GalderGaztelu-Urrutias Reichen-Satire "Rich Flu" (Artechock), IrenevonAlbertis Matriarchatsfarce "Die geschützten Männer" (Artechock, SZ), KenjiKamiyamas Animationsfilm "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" (Artechock, SZ) und die Netlix-Krimiserie "Achtsam Morden" mit Tom Schilling (FAZ).
Yelizaveta Landenberger spricht für die taz mit dem georgischen DJ Lasha Jorjoliani über die Lage in seinem Land. Die Clubs in Georgien sind bekanntlich hochgradig politisch - und eng verzahnt mit der europäischen Bewegung, die um Anschluss nach Westen sucht. "Alles, was wir wollen, ist, dass Georgien Teil der europäischen Familie wird. Georgien war das eigentlich schon immer, aber ein paar Leute wollten es anders haben. ... Russland macht jetzt mit Georgien das, was es bereits mit der Ukraine tat - 2014, der Maidan, da sieht man viele Parallelen. Die georgische Regierung versucht, Angstzuschüren, und sagt uns: Seht, wenn ihr diesen Weg geht, dann passiert das Gleiche wie in der Ukraine. Aber das stimmt nicht. Sie manipulieren die Menschen und stehlen ihre Träume. ... Wenn wir diesen Kampf verlieren, wird es ein ganz anderes Georgien sein und wir werden alles verlieren, wofür wir uns eingesetzt haben. ... Die Menschen auf den Straßen werden von der Polizei brutalverprügelt, bedroht, ins Gefängnis geworfen."
Weiteres: In der tazgratuliert Lilly Schröder dem Berghain zum 20-jährigen Bestehen. Besprochen werden MaxRichters neue CD "In a Landscape" (FR) und DavidFurnishs auf Disney+ gezeigte Doku über Elton John (NZZ).
Nachtragen müssen wir die traurige Meldung dass der Modeschöpfer John Galliano bei Margiela aufhört, wie etwa die britische Vogueberichtet: "Galliano wurde 2014 zum Kreativdirektor bei Margiela ernannt, seine erste Anstellung seit seinem skandalösen Abgang bei Dior im Jahr 2011. (Sein Weg zurück in die Gesellschaft wurde in der Dokumentation 'High and Low: John Galliano' nachgezeichnet, die im März dieses Jahres auf Amazon Prime veröffentlicht wurde). Seitdem hat er das Kultlabel, das unter dem unglaublich diskreten Gründer Martin Margiela bei Kunst- und Modeinsidern beliebt ist, zu neuen Höhen geführt." Frankfurter Allgemeine Quarterlybringt eine Strecke mit aktueller Herbst- undWintermode.
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