Efeu - Die Kulturrundschau

Herzlichen Glückwunsch dazu, Vaterland

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02.10.2026. FAS und Welt bemerken eine schleichende Isolation jüdischer und israelischer Stimmen in den Buchverlagen. In der FAZ ruft der tschechische Lyriker Petr Hruška uns ermunternd zu: "Lyrik ist eine erregende Art, die Welt nicht zu verstehen." Die taz staunt über einen Pop, der Antisemitismus in Gute-Laune-Beats verpackt. Die SZ trifft den Musiker Danger Dan, der sich mittlerweile vor Antisemiten verstecken muss. Die Welt fragt sich, wie abstrakte Kunst zum Wohlfühlmittel für alle werden konnte. Der Filmdienst feiert Doris Dörrie.
9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.10.2026 finden Sie hier

Literatur

Für viel Aufsehen sorgte im Juli ein Bericht des PEN America, dass Literaturagenten israelische Bücher kaum mehr auf dem US-Markt platzieren können und dass Schriftstellern aus der jüdischen Community sogar nahegelegt werde, jüdische Figuren und Bezüge zu Israel aus ihren Manuskripten zu streichen. Hat sich seitdem etwas getan, fragt Tobias Rüther im Aufmacher der FAS kurz vor der Frankfurter Buchmesse die israelische Verlegerin und Literaturagentin Orna Landau und ihre Kollegin Deborah Harris. Letztere "erklärt, dass ihr Team mit einem Angebot an Titeln zur Messe kommen werde, das nur noch halb so groß sei wie früher. ... Landau hält es allenfalls für möglich, dass es die Zahl der Termine, die sie mit ihrer neuen Agentur in Frankfurt verabredet hat, etwas erhöht haben könnte."

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Zwar sind "die Gründe, aus denen ein Buch nicht veröffentlicht wird, oft vielschichtig und ein Verlag kann selbst entscheiden, wen er veröffentlicht", schreibt Mara Delius im Aufmacher der Literarischen Welt zum Thema, "der Effekt einer schleichenden Isolation jüdischer und israelischer Stimmen ist aber nicht von der Hand zu weisen. ... Die amerikanische Schriftstellerin Dara Horn hat in ihrem gerade erschienenen Buch 'People Love Dead Jews' formuliert, jüdische Geschichte würde im Diskurs eher akzeptiert als jüdisches Leben in der Gegenwart: Der historische Jude sei moralisch eindeutig zu bewerten und politisch ungefährlich - der lebende sei komplizierter. Auf unsere Anfrage hin berichtet sie, die Ausgrenzung jüdischer Autoren sei in New York mit Händen zu greifen, besonders schwer hätten es unbekanntere Autoren. Die gegenwärtige Situation käme einem Boykott gleich: 'Dessen Treibstoff ist Schikane. Das Ziel ist, Juden - pardon: Zionisten - aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen.'"

Jolinde Hüchtker hält auf ZeitOnline wenig von Philipp Tinglers Anwürfen als einer von vier gleichzeitig zurückgetretenen Juroren des Klagenfurter Bachmann-Wettbewerbs an die zurückkehrende Jurysprecherin Insa Wilke (unser Resümee): Während er für sich sprachkritische Objektivität beim Beurteilen von Texten in Anspruch nimmt, hält er Wilke, die sich hier im Dlf-Gespräch kürzlich gegen die Kritik verteidigte, identitätspolitischen Subjektivismus vor. "Es sind die Fallstricke des ehrenwerten Universalismus, über die Tingler hier einmal mehr stolpert. Denn war nicht allzu oft das, was wir für universell hielten, bloß - vertraut? Verwechselt worden mit dem heimeligen Gefühl, sich selbst wiederzuerkennen? Woher sollen sie auch kommen, die aus der Geschichte herausgelösten Kriterien? ... Die 'universelle menschliche Erfahrung' ist ein Hoax, leider ein Schwindel, genau wie die Idee einer reinen Kritik. Zeitgeist hin oder her, mindestens das müssen wir uns von den poststrukturalistischen Debatten der letzten Jahrzehnte doch beibehalten: Sich für eine objektive Instanz zu halten, ist maßlose Selbstüberschätzung."

Yannic Walter (taz) beobachtet mit Unbehagen, dass in der französischen Kontroverse darum, ob Thélyson Oréliens aktueller Roman von einer KI verfasst wurde, auch immer mehr Stimmen laut werden, die auf ein möglicherweise dräuendes KI-Zeitalter in der Literatur nur noch mit Achselzucken reagieren: "Sollten sich die Anschuldigen als wahr herausstellen, gibt es wie fast immer beim Thema 'künstliche Intelligenz' vor allem einen Verlierer: die Literatur selbst, samt der Autor*innen, die zusehen müssen, wie das Fundament, auf dem sie ihr Leben gegründet haben, (...) geschleift wird. Fast scheint es, als hätten selbst die elitärsten Institutionen des literarischen Establishments der anti-intellektuellen Konterrevolution des KI-Zeitalters nicht das geringste entgegenzusetzen, wenn man auch dort nicht mehr unterscheiden kann, was ein genuiner Text ist und was die Roboter dafür ausgeben. Zu fragen bleibt: Wie soll man sich unter diesen Vorraussetzungen eigentlich noch ohne galoppierende Depression an den Schreibtisch setzen?"

Außerdem: Der tschechische Lyriker Petr Hruška denkt in "Bilder und Zeiten" der FAZ darüber nach, wie sich auf der Frankfurter Buchmesse tscheschiche Lyrik vermitteln lässt: "Lyrik! Diese Verkörperung des Unverständlichen. ... Lyrik ist eine erregende Art, die Welt nicht zu verstehen." Derweil hat Tilman Spreckelsen für das "Literarische Leben" der FAZ Tschechien besucht und sich dort in der Literatur umgesehen. Passend zur anstehenden Buchmesse besteht das FAS-Feuilleton heute aus einem Spezial, zu dem zahlreiche Autoren, Verleger und Agenten ihre legendärsten Buchmesse-Anekdoten zum Besten geben. In "Bilder und Zeiten" erzählt Durs Grünbein von seinen Reisen zum Kap Arkona auf Rügen. Stefana Sabina denkt in "Bilder und Zeiten" über Gemeinsamkeiten zwischen Roland Barthes, John Cale, Albert Camus und Robert Rauschenberg nach. In "Bilder und Zeiten" schließt die Schriftstellerin Marica Bodrožić ihre Reihe zum Lesen und Denken in doktrinären Zeiten ab. Lars von Törne spricht für den Tagesspiegel mit den Kuratoren der Lucky-Luke-Ausstellung im Berliner Kommunikationsmuseum.

Besprochen werden unter anderem eine neue, hier online stehende Umsetzung von Ingeborg Bachmanns Hörspielklassiker "Der gute Gott von Manhattan" (FAZ), Samuel Becketts "German Diaries" (Standard, hier die Hörspieladaption online), Hendrik Bolz' "Aus Ruinen" (taz), Sven Regeners "Frankie und Freddie" (taz) sowie die von Judith Hermann, Gregor Sander und Lubomír Sůva herausgegebene Anthologie "Jenseits von Prag" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.

In der "Frankfurter Anthologie" der FAZ schreibt Jan Röhnert über Ludvík Kunderas "Sogar die Sterne sollen abends duften": 

"Irgendwo atmet jemand
wie in Verlängerung
des eignen Atems ..."

Außerdem bringen FAZ, SZ, Literarische Welt und taz heute ihre Literaturbeilagen zum Herbst, die wir in den kommenden Tagen an dieser Stelle auswerten.
Archiv: Literatur

Kunst

Die abstrakte Kunst würgt gerade an einem Überangebot, diagnostiziert Hans-Joachim Müller in der Welt. Es gibt immer noch große eigensinnige Kunst, aber "die Gebrauchskunst, die sich um sie türmt, bestimmt die Szene. Aufs Ganze besehen hat sich der Kunst- und Ausstellungsbetrieb zur gigantischen Designindustrie entwickelt. Heute hat man den Thermomix in der Küche, das Cargobike im Hof und das farbhübsche Gestrichel an der Wand, zu dem es in der Gebrauchsanleitung der Galerie heißt, die Künstlerin untersuche durch die 'Freilegung und Rekontextualisierung von Mikro-Narrativen die Mechanismen der Erinnerung'. ... Dass ein schwarzes Quadrat ein Zeichen für die Unendlichkeit sein könnte, haben die Malewitsch-Zeitgenossen mit Staunen und Demut hingenommen. Immer wäre die Kunst uns kunstlosen Erdbewohnern ein weites Stück voraus - auch und gerade die abstrakte Kunst. Dass sie mal zur Tapete einer unendlichkeitsvergessenen Lebenswelt werden könnte, erschien völlig undenkbar. Und das ist doch das eigentlich Aufregende, wie aus den befremdlichen und letztendlich feindlichen Ansprüchen der Künstler ein Wohlfühlmittel werden konnte, das massenweise verabreicht zum endlichen Frieden mit der schwierigen Kunst führen sollte."

Weiteres: Tilman Krause besucht für die Welt das "Museum des romantischen Lebens" in Paris. Andreas Platthaus besucht für die FAZ die neue Dauerausstellung des Weimarer Schlosses, dessen Ostflügel gerade frisch renoviert wurde. Besprochen werden die Ausstellung "Maria Lassnig und Edvard Munch: Malfluss = Lebensfluss" im Kunsthaus Zürich (NZZ), eine große Lucky-Luke-Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin (Tsp) und die Ausstellung "Metaxy. Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau", die sich dem Wiederaufbau von Städten nach Kriegen und Naturkatastrophen widmet, in der Berliner Akademie der Künste (Tsp).
Archiv: Kunst
Stichwörter: Abstrakte Kunst, Kunstbetrieb

Film

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat in Deutschland eigentlich eine reiche Geschichte, was die Förderung eigenwilliger, künstlerisch interessanter Filmformate betrifft. Man sollte denken, dass man dieses Erbe stolz weiter führt - nicht zuletzt auch um die Gebühren zu rechtfertigen, die Marktferne garantieren sollen. Das glatte Gegenteil ist der Fall, schreibt die Drehbuchautorin Karlotta Ehrenberg in der taz. In den Fluren der Fernsehredaktionen herrsche demnach mittlerweile blankes Muffensausen: Versteht der Zuschauer nicht! Aber die Quote! Was, wenn wir einen Shitstorm bekommen? "Ja, ja, ich weiß: Das ängstliche Herumlavieren des ÖRR hat einen ernsten Grund. Das Gegröle derjenigen, die eine Abschaffung des ÖRR fordern, wird immer lauter. ... Ob es aber klug ist, aus Angst vor denen, die einen loswerden wollen, Autozensur zu betreiben, ist mehr als zweifelhaft. ... Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt - ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird." 

Angela Winkler geht an die frische Luft, denn "Frau Winkler verlässt das Haus"

Ein solches künstlerisch einschnürendes Korsett hat Doris Dörrie längst abgelegt, schwärmt Kamil Moll in einem großen Filmdienst-Porträt der Regisseurin: "Filme, die sich eine Freiheit jenseits all der Zuordnungen, die ihnen der Filmbetrieb aufdrängen möchte, erhalten, dreht auch heute niemand im deutschsprachigen Kino mit derart einnehmender Leichtigkeit und beständiger Überzeugung wie sie, schreibt er. "Worum ihre Filme kreisen und wozu sie immer wieder zurückkehren, ist in der cinephilen Rezeption gleichwohl bis heute verhältnismäßig wenig durchleuchtet worden, was angesichts eines rund fünf Jahrzehnte umfassenden Werks erstaunen muss. Dörrie bleibt eine sich nicht auf klare Genrearbeit festlegende Regisseurin, eine Arbeitsweise, die es bei der deutschen Filmkritik seit jeher schwer hat." Ihren neuen Film "Frau Winkler geht aus dem Haus" bespricht Moll für Filmstarts.de, für die Welt hat Hanns-Georg Rodek den Film gesehen.

Weitere Artikel: In einem Artechock-Essay mäandert Abil Hasanov um die Frage, ob sich Gabriel García Márquez' "Hundert Jahre Einsamkeit", wie Netflix das getan hat, wirklich verfilmen lässt. Martin Scholz spricht für die WamS mit dem Schauspieler David Duchovny. Sandra Kegel gratuliert in der FAZ Christoph Waltz zum 70. Geburtstag.

Besprochen werden Yuval Abrahams und Rachel Szors "NAZA" (Standard, Artechock) (und im Perlentaucher meldet Daniel Rotstein ernste Zweifel an dem Film an), Lena Stahls Verfilmung von Juli Zehs Roman "Corpus Delicti" (Artechock), Steve Cox' und Matthew Walkers Animationsfilm "Shaun das Schaf - Spuk im Kürbisfeld" (Artechock), Aron Lehmanns Verfilmung von Daniela Dröschers Roman "Lügen über meine Mutter" (SZ), Andreas Dresens "Alte Liebe" (WamS), Michael Showalters Thriller "Verity" mit Dakota Johnson, Anne Hathaway und Josh Hartnett (FAZ) sowie Sylvester Stallones Autobiografie "The Steps" (NZZ).
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Bühne

Das "Theater der Stunde" in Berlin ist für Jakob Hayner (Welt) nicht mehr die Volksbühne oder das Gorki-Theater, sondern das Berliner Ensemble unter Oliver Reese: "Selten hat man die Kritik so übereinstimmend begeistert erlebt wie nach Frank Castorfs Sechs-Stunden-Spektakel 'Mephisto'. Und das völlig zu Recht: Der Regiealtstar überrascht nicht nur mit einer präzisen und überraschenden Lektüre des Skandalromans von Klaus Mann, sondern mit einer für seine Verhältnisse fast geradlinig zu nennenden Inszenierung, in der Jens Harzer den Oberopportunisten Hendrik Höfgen Schicht für Schicht als nervöses Begehrensbündel freilegt... Auch in Jossi Wielers feinnerviger Uraufführung von Peter Handkes 'Schnee von gestern, Schnee von morgen' ist es wieder einmal Jens Harzer, der mit Zusammen- und Gegeneinanderspiel mit seiner Frau Marina Galic brilliert. Dass es BE-Intendant Oliver Reese gelungen ist, das Duo nach Berlin zu locken, hat sich längst als gelungener Coup erwiesen." Auch das Ensemble sei einfach "herausragend", lobt ein begeisterter Hayner, der sich schon auf "weitere Höhepunkte" am BE in dieser Saison freut.

Sophie Jung erzählt in der taz anlässlich von Aron Boks' und Janek Liebetruths Theaterstück "Freiheit:Simson" die Geschichte der DDR-Mopedmarke Simson. Christoph Irrgeher resümiert im Standard die erste Pressekonferenz des Festspielkuratoriums nach dem umstrittenen Abgang/Rauswurf des Intendanten Markus Hinterhäuser. In der NZZ schreibt Eleonore Büning zur Wiedereröffnung des Kölner Opernhauses. Besprochen werden eine "Tosca" an der Wiener Staatsoper (Standard) und Mozarts "Zaide"-Fragment an der Oper Frankfurt (FR).
Archiv: Bühne

Musik

Pop stand mal für "Progressivität und Emanzipation", seit dem 7. Oktober "muss man sich jedoch die Frage stellen, ob der progressive Anspruch nicht immer mehr in einen autoritären Positionierungsdruck kippt, der vor allem in sozialen Medien und auf Bühnen ausgetragen wird", schreiben Maria Kanitz und Lukas Geck in der taz. "Die Boykottkampagne BDS braucht es schon lang nicht mehr, Drohungen, Hetze und Konzertabsagen gegen jüdische und israelische Künstler:innen und Bands oder solche, die sich kein einseitiges Statement abpressen lassen, gehen mittlerweile von Veranstaltern, Künstler:innen und vom Publikum selbst aus." Zahlreiche Popmusiker "tragen dazu bei, dass verkürzte, enthistorisierte und unterkomplexe Narrative durch Songs, Statements und offene Briefe in sozialen Netzwerken rasant verbreitet werden und Wirkung entfalten. Auf diese Weise wird antisemitisches Geraune normalisiert und teils sogar in eingängige Gute-Laune-Beats übersetzt."

Anders Danger Dan, der sich bereits mit der im antideutschen Politmilieu beheimateten Antilopen Gang gegen jedweden Antisemitismus stark gemacht hat und dessen neues Soloalbum "Keine Angst" heute erscheint (besprochen im Standard). Jakob Biazza porträtiert den Musiker in der SZ und stutzt, unter welchen persönlichen Sicherheitsvorkehrungen das Gespräch in einem Café stattfinden muss und dass Danger Dan privat nie auf die Idee käme, seine Markenzeichen-Klamotten im Redskin-Look zu tragen - sonst müsste er wohl mit Attacken von Nazis (oder von 150-prozentig Palästina-Bewegten?) rechnen. "Kurzes Zwischenfazit: Antifaschisten, Menschen also, die darum kämpfen, dass Nazis hier nicht noch weiter an Boden gewinnen, fürchten inzwischen wieder sehr glaubwürdig um ihre Gesundheit. Vielleicht auch um ihr Leben. Herzlichen Glückwunsch dazu, Vaterland. Blüh' im Glanze dieses Glückes."

Im taz-Gespräch untermauert Dan, warum seine neuen Lieder weniger ironisch-spielerisch, sondern rigoros sind: "Ich finde die Situation mittlerweile so ernstzunehmend, dass ich ihr nicht ausschließlich mit Humor begegnen wollte. Ich glaube, wir bewegen uns gerade auf eine Gabelung zu. Es gibt zum Glück noch ein Zeitfenster und Möglichkeiten, sich antifaschistisch zu engagieren. Aber je länger wir warten, umso schwieriger wird es. Wir haben ganz andere Zustimmungswerte für die AfD heute, siehe die Landtagswahlen, aber auch über die AfD hinaus sind Debatten, die beispielsweise über Migration geführt werden, komplett verschoben. Die Nazis auf der Straße fühlen sich dadurch gestärkt."

Weiteres: Diedrich Diederichsen stürzt sich für die taz tief in die Geschichte der Psycho-Rockabilly-Klassiker Cramps, von denen aktuell gerade früheste Aufnahmen neu abgemischt erschienen sind: "Die Synthese aus verrosteter Metallverarbeitung und verstockt bis humorvollem Hinterwald ergibt ein doppeltes Außenseitertum, für die das Punk-Mindset nicht ausreicht." Max Nyffeler (FAZ) und Reinhard J. Brembeck (SZ) gratulieren dem Komponisten Steve Reich zum 90. Geburtstag, den auch der Guardian kürzlich zum Anlass für ein großes Porträt über Reich genommen hat. Dennis Sand porträtiert in der WamS die international hochverehrte deutsche Metal-Sängerin Doro Pesch.
Archiv: Musik