Perlentaucher-Autor

Thierry Chervel

Thierry Chervel, geboren 1957, hat in Berlin Musikwissenschaften studiert. Er war Redakteur bei der taz (Film, Musik, Tagesthemen), freier Autor bei der FAZ und anderen Zeitungen, Kulturkorrespondent für die Süddeutsche Zeitung in Paris und Redakteur auf der Berliner Seite der Süddeutschen. Er hat auch an der Website für seinen Vater Marc Chervel mitgearbeitet. Thierry Chervel ist Mitbegründer des Perlentauchers.
Mail: chervel@perlentaucher.de
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Bücher von Thierry Chervel finden Sie hier.
Rubrik: Berlinale Blog, Stichwort: Wettbewerb 2023 - 2 Artikel

So wie es ist: "20.000 Bienenarten" von Estibaliz Urresola Solaguren (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 22.02.2023 Auch bukolischen Idyllen (aber sind nicht alle Idyllen bukolisch?) sollte man nicht über den Weg trauen. Was dort behauptet wird, stimmt regelmäßig auch nicht ganz. Und irgendwann bricht immer ein Gewitter aus. Aber dieser Film ist nun mal eine Landpartie. Er folgt damit einer Tradition aus glücklicheren, romanischen Gefilden. Solche Muster kennt man aus Frankreich, Italien oder Spanien - in diesem Fall spielt die Geschichte im Baskenland, im spanischen und französischen. Selbst nicht so reiche Familien wie die um die dreifache Mutter und zurecht verhinderte Künstlerin Ane haben dort eine Großmutter auf dem Land und zudem eine Großtante, die Imkerin ist und bei der sie ihre Ferien verbringen können. Sie erweist sich in diesem Film als noch wichtiger als die Großmutter. Von Thierry Chervel

Staub im Spätlicht: "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" von Emily Atef (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2023 Marlene Burow und Felix Kramer in  "Irgendwann werden wir uns alles erzählen".Wer wie ich in einem früheren Leben als Filmkritiker schon in den achtziger Jahren nach Cannes reiste und die Berlinale besuchte, erinnert sich an eine Art Film, die man vielleicht am besten als "Festivalfilm" bezeichnet. Filme sind das, die man sich eben nur in der Zwangskonstellation eines Festivals ansehen würde - langsam, getragen, gediegen, schon ein bisschen mit Autorenprätention, aber doch auch auf einer literarischen Vorlage beruhend, so wie "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" auch. Wie viel hundert dieser Filme mag ich seitdem vergessen haben? Von Thierry Chervel
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