Perlentaucher-Autor

Thomas Groh

Thomas Groh, geboren 1978, lebt seit 1997 in Berlin, dort Studium der Film-, Kultur-, Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Humboldt und Freien Universität. Seit 2001 freier Filmkritiker für zahlreiche Print- und Online-Publikationen, darunter die Filmzeitschrift Splatting Image, taz, Tagesspiegel und natürlich den Perlentaucher. Seit 2017 Redakteur bei Deutschlandfunk Kultur.
Stichwort: Forum 2010 - 2 Artikel

Minimalster Minimalismus: 'Fin' von Luis Sampieri

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2010 Wenn es so etwas wie einen identifizierbaren "Sundance-Stil" gibt, dann gibt es sicher ebenso "den Forumsfilm" (und diese geflissentlich neutrale Bezeichnung meint nicht immer positives). Ein "Forumsfilm" ist langsam und spröde, nicht sonderlich um herkömmliche Strategien des Erzählens bemüht, eher diffus oder naturalistisch ausgeleuchtet und schließlich auf der Tonspur dem akustischen Ambiente seines Drehorts offen zugewandt (im Gegensatz zur zugerichteten, komplex manipulierten Tonspur eines Hollywoodfilms). Es steht völlig außer Zweifel, dass eine solche Filmkonzeption großartig sein kann (nur ein Beispiel: "Los Muertos" von Lisandro Alonso). Auf der anderen Seite gerinnen solche Merkmale auch schnell zur Zugehörigkeitsbehauptung. Von Thomas Groh

Post-Berlinale: Shimazu im Arsenal.

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2010

"Wer auf der diesjährigen Berlinale nur drei Filme sehen möchte: der sollte exakt diese drei auswählen", schreibt Perlentaucher-Kritiker Lukas Foerster in seiner einführenden Forumsschau. Gemeint sind die drei Filme von Yasujiro Shimazu, die im Forum als eine Art "Mini-Hommage" laufen. Fraglich bleibt dabei, ob ein Festival - mit seinem Stress, seinen blank liegenden Nerven, dem Geschubse an Eingängen und Transiträumen - wirklich die passende Umgebung für die kleinen Alltagsdramen (shomingeki) des japanischen Regisseurs darstellt (wenn man denn überhaupt Karten bekommen hat).
Von Thomas Groh
Stichwörter