Perlentaucher-Autor

Ekkehard Knörer

Ekkehard Knörer, geboren 1971 im Fränkischen, hat Englisch, Deutsch, Philosophie und Kulturwissenschaften studiert. Promotion zu "Witz und Ingenium in Rhetorik und Poetik des 17. und 18. Jahrhunderts", danach Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Figur des Dritten" in Konstanz. Ekkehard Knörer ist Kulturwissenschaftler, Film- und DVD-Kritiker, u.a. für die taz (Kolumne "dvdesk"), war von1998 bis 2008  Herausgeber des Internet-Magazins für Film & Kritik Jump Cut, ab 2008 Redakteur bei der Filmzeitschrift Cargo. Ab 2000 war er Mitarbeiter des Perlentauchers, Autor der Krimi-Kolumne "Mord & Ratschlag" und der Film-Kolumne "Im Kino". Seit Oktober 2011 ist Ekkehard Knörer Redakteur des Merkur.
Stichwort: Muster - 2 Artikel

Vergiss es

Redaktionsblog - Im Ententeich 20.07.2011 In einem Postskriptum zu seinem online abrufbaren Text über eine aktuelle Gedächtnisstudie behauptet Frank Schirrmacher, meine pointierte Zusammenfassung dieser Studie in der Feuilletonrundschau von gestern sei ein Beispiel für die im Netz übliche "talmudische" Lektüre, vulgo: schlicht falsch. In einem hat er, das gebe ich auf der Stelle zu, recht: Ich habe die Studie nicht gelesen, was daran liegt, dass sie nicht frei zugänglich ist. Ein Abo von Science (da ist sie erschienen) besitze ich nicht und kann ich mir auch nicht leisten und lege ich mir darum nicht einmal für den sicher edlen Zweck zu, Behauptungen in Schirrmacher-Texten zu verifizieren. Von Ekkehard Knörer

Freibeuter: Cyril Tuschis 'Khodorkovsky'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2011

Michail Chodorkowski ist vieles auf einmal: Zunächst aber einer, der mit Hilfe von Jelzin in den Neunzigern zu einem der reichsten Männer des neuen, damals wildwestkapitalistischen Russland aufstieg. Ein Oligarch ohne Skrupel, ein Geschäftsmann, dem man nach der Übernahme des Ölkonzerns Yukos Geschick als Manager und das Mittun beim Aufbau eines bis heute im Prinzip so fortbestehenden korrupten Systems des Gebens und Nehmens zwischen Wirtschaft und Politik attestieren kann. Um 2000 aber durchlebt er etwas, das von manchen als Wandlung beschrieben wird. Er unternimmt den Versuch, den Yukos-Konzern zu einem Unternehmen zu machen, das westlichen Vorstellungen von Transparenz so sehr genügt, dass der Westen es als Geschäftspartner auf Augenhöhe attraktiv finden kann.
Von Ekkehard Knörer
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