Perlentaucher-Autor

Ekkehard Knörer

Ekkehard Knörer, geboren 1971 im Fränkischen, hat Englisch, Deutsch, Philosophie und Kulturwissenschaften studiert. Promotion zu "Witz und Ingenium in Rhetorik und Poetik des 17. und 18. Jahrhunderts", danach Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Figur des Dritten" in Konstanz. Ekkehard Knörer ist Kulturwissenschaftler, Film- und DVD-Kritiker, u.a. für die taz (Kolumne "dvdesk"), war von1998 bis 2008  Herausgeber des Internet-Magazins für Film & Kritik Jump Cut, ab 2008 Redakteur bei der Filmzeitschrift Cargo. Ab 2000 war er Mitarbeiter des Perlentauchers, Autor der Krimi-Kolumne "Mord & Ratschlag" und der Film-Kolumne "Im Kino". Seit Oktober 2011 ist Ekkehard Knörer Redakteur des Merkur.
Stichwort: Schanelec, Angela - 8 Artikel

Das ganze Vokabular des Bewegungsfilmens

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 Der Berlinale-Wettbewerb bewegt sich schnurstracks in den Abgrund. Die letzten Jahre waren schlimm genug, in diesem ist die Katastrophe monumental. Unter den zwanzig zur Bärenvergabe präsentierten Filmen gab es, bei großzügiger Betrachtung, vielleicht eine Handvoll, die im Wettbewerb eines A-Festivals etwas verloren haben. (Bei Lichte betrachtet ist die Berlinale keins mehr.) Der Rest sind nicht etwa Werke, die Nobles im Gemüt gehabt hätten, das ihnen leider misslang. Sondern es ist konzeptuell, ästhetisch, intellektuell minderwertige Ware, für den Zustand des Weltkinos von vorneherein ohne jede Bedeutung. Von Ekkehard Knörer

Berlinale 8. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2009 Baek Seung-Bins "Members of the Funeral" beerdigt Ich liebe Dich. "Deutschland 09" - ein gemischtes Vergnügen, nur nicht im Bordell. Dokumentiert das Leben in den Bergen Montanas aus der Perspektive eines Schafs: Lucien Castaing-Taylors "Sweet grass". Da sitzen dann Michel Piccoli, Bruno Ganz und Irene Jacob im Hotel herum, schwingen große Reden, blicken bedeutungsvoll in die Luft und sind plötzlich nichts anderes mehr als Altlasten des Autorenkinos einer vergangenen Zeit: Theo Angelopoulos' "The Dust of Time". Von Thekla Dannenberg, Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Berlinale 5. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2007 Hal Hartleys "Fay Grim" treibt seinen Plot ziemlich intelligent in haarsträubende Höhen. Ariel Rotters Wettbewerbsfilm "Der Andere" zeigt Argentiniens neue Langsamkeit. Yau Nai Hois "Eye in the Sky" macht einen gruseln. In Richard Eyres "Notes on a Scandal" brilliert Judi Dench als unterberührte Liebesterroristin. Angela Schanelecs "Nachmittag" zeigt uns die unerträgliche Schwere des Seins. Thomas Arslans "Ferien" ist sehr uckermärkisch.
Eine Liste aller besprochenen Filme finden Sie hier.
Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger

Berlinale 5. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2006 Matthias Glasner will, dass wir in "Der freie Wille" einen Vergewaltiger mit den Augen einer Liebenden sehen. Nach Franka Potentes erstem Stummfilm ist man nicht böse auf die Regisseurin. Warten mit Ruben - in Rodrigo Morenos Wettbewerbsfilm "Der Schatten" Allan King nimmt uns in "Memory for Max, Claire, Ida and Company" mit in ein Altersheim. Robert Altman liefert mit seinem Wettbewerbsfilm "A Prairie Home Companion" gediegene Abendunterhaltung. Chen Kaiges "The Promise" ist schnell, bunt und dünn. Thomas Arslan zeigt uns "Aus der Ferne" die Türkei.
Eine Liste aller besprochenen Berlinalefilme finden Sie hier.
Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl
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