Perlentaucher-Autor

Ekkehard Knörer

Ekkehard Knörer, geboren 1971 im Fränkischen, hat Englisch, Deutsch, Philosophie und Kulturwissenschaften studiert. Promotion zu "Witz und Ingenium in Rhetorik und Poetik des 17. und 18. Jahrhunderts", danach Postdoktorand am Graduiertenkolleg "Figur des Dritten" in Konstanz. Ekkehard Knörer ist Kulturwissenschaftler, Film- und DVD-Kritiker, u.a. für die taz (Kolumne "dvdesk"), war von1998 bis 2008  Herausgeber des Internet-Magazins für Film & Kritik Jump Cut, ab 2008 Redakteur bei der Filmzeitschrift Cargo. Ab 2000 war er Mitarbeiter des Perlentauchers, Autor der Krimi-Kolumne "Mord & Ratschlag" und der Film-Kolumne "Im Kino". Seit Oktober 2011 ist Ekkehard Knörer Redakteur des Merkur.
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Leer gewordene Gesten in Paula Markovitchs 'El Premio'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2011 Den ersten und vorletzten Lacher (viel später war noch mal was mit einem leicht anallegorisierten Hund) gab es beim Vorspann. Nicht enden wollend war die Liste der Geldgeber und Koproduzenten, irgendwann wurde es komisch. Und leider stand am Ende von "El premio" fest, dass es mehr als diesen Vorspann da sinnvollerweise auch nicht zu besprechen gibt. Nur die Eckdaten im Telegrammstil: Argentinien, irgendwann zur Zeit der Militärdiktatur. Mutter und Tochter fliehen aus nicht näher erläuterten Gründen in zugiges Häuschen am Strand. Die Mutter schweigt, vorzugsweise. Tochter geht zur Schule, gewinnt einen Preis für ein Loblied auf das argentinische Militär. Die Mutter ist nicht amüsiert. Von Ekkehard Knörer

Ein etwas irres Etwas: Zbigniew Bzymeks 'Utopians'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2011

In einem seiner vielen unfreiwillig erhellenden Interviews vor Berlinale-Beginn hat deren Chef und leider auch künstlerischer Leiter Dieter Kosslick die folgenden sehr ominösen Worte gesprochen: "Und raten Sie mal, warum ich neuerdings so gerne verrate, dass ich Yoga mache! Da bahnt sich was an." Soll wohl heißen, dass es demnächst eine Berlinale-Sektion "Sonnengruß für Anfänger" geben wird (kann ja vielleicht nicht schaden bei dem Scheißwetter, das sich nach gestriger Irreführung jetzt doch eingestellt hat). Was sich ein Kosslick in seinen yogischen Träumen sicher nicht ausmalen konnte, war dagegen ein Forums-Film wie der in den USA entstandene "Utopians" des Polen Zbigniew Bzymek: die Geschichte eines Yogalehrers der anderen Art.
Von Ekkehard Knörer

Vorhutkonkurrenz: Ausblick auf die Berlinale 2011

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2011 22 potenzielle Oscars sind im Anmarsch auf die Berlinale: "True Grit", der Eröffnungsfilm der Coen-Brüder , hat zehnmal die Chance, wird allerdings, wie es aussieht, vergleichsweise leer ausgehen in Konkurrenz zum Historien-Heuler, -Flucher und -Stotterer "The King's Speech", den Dieter Kosslick in die unfreiweillig surreal zusammengesetzte Gemischtwarenreihe namens Berlinale Special nachnominiert hat, auf deren Operationstisch sich regelmäßig Nähmaschinen und Regenschirme begegnen. "The King?s Speech" sagte im Gegenzug den zugesicherten Schlussfilmauftritt beim kurz vor Berlin liegenden Rotterdam-Festival wieder ab. Nur ein Zeichen für das Von Ekkehard Knörer
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