Perlentaucher-Autor

Lukas Foerster

Lukas Foerster, geboren 1981 in Freiburg im Breisgau, hat an der Freien Universität Berlin Filmwissenschaft und Japanologie studiert. Seit 2005 schreibt er als freier Autor über Kino.
Stichwort: Fußball - 2 Artikel

Eher gescheitert, mit einer Ausnahme: 'Drei Leben' von Christian Petzold, Dominik Graf, Christoph Hochhäusler

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2011 "Die Grenzen zwischen Kino und Fernsehen aufweichen" möchte die ARD, wenn sie das Fernsehprojekt "Dreileben" im Forum der Berlinale präsentiert. Das sagt zumindest ihr Vetreter vor der Pressevorstellung. Wenn das ausliegende Presseheft der Fernsehanstalt dann stolz offenlegt, dass fast alle größeren deutschen Filme des Festivals mit ihren Geldern (wenigstens) koproduziert wurden, darf man sich schon fragen, ob diese Grenze, soweit sie überhaupt noch existiert, nicht schon vor "Dreileben" ziemlich windelweich war. Von Lukas Foerster

Porträt eines Jugendgefängnisses: Florin Serbans 'If I Want to Whistle, I Whistle'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010

Silviu Chiscan ist 19 Jahre alt und Insasse eines rumänischen Jugendgefängnisses. Kurzrasierte Haare, bullig, eine Narbe auf der Stirn. Die anderen Insassen sehen mehr oder weniger genauso aus. Gemeinsam nehmen sie Mahlzeiten ein, spielen dazwischen Fußball oder arbeiten, handeln untereinander mit Zigaretten und prügeln sich. Silviu steht kurz vor seiner Entlassung. Der Oberwärter, der ihn im ersten Filmdrittel zu sich zitiert, scheint ihm keine Steine in den Weg legen zu wollen. Vor der Entlassung soll er einen Fragebogen ausfüllen, der seine psychosoziale Befindlichkeit betrifft. Er interessiert sich weniger für den Bogen, als für die Praktikantin, die ihm beim Ausfüllen helfen soll. Aus der Bahn werfen wird ihn aber nicht das Mädchen, sondern der Besuch seines Bruders.
Von Lukas Foerster
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