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07.02.2026 Die FAZ denkt über die Forderung der türkischen Journalistin Ece Temelkuran nach, neue Heimaten zu schaffen. Außerdem schwelgt sie in Jörg Stürzebechers Designreportagen. Die taz erinnert sich mit Barbara Honigmann an das „Kulturjudentum“ in Moskau und Ostberlin. Von Geralf Pochop erfährt sie, wie sehr Punk-Frauen in der DDR drangsaliert wurden. Die Welt lässt sich von Jana Hensel erklären, warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. In höchsten Tönen lobt sie auch den neuen Roman von Abbas Khider.

06.02.2026 Die FAZ lässt sich von dem moldawischen Schriftsteller Iulian Ciocan erzählen, wie sich die Bedrohung durch die Russen in der Republik Moldau anfühlt. Mit Antje Ravic Strubel denkt sie Über Skifahren, Literatur und Tod nach. Die FR kann die genialen Ideen, die Elias Hirschl in seinem neuen Roman zündet, kaum zählen. "Nie eine langweilige Zeile" entdeckt der Dlf in Sakis Erzählungen über die britische Upperclass. Und Dlf Kultur wird literarisch fit dank Katherine May, Dorothy Parker oder Ilja Trojanow.

05.02.2026 NZZ und Dlf folgen Dorota Maslowska, der "Königin des Drecks" in der polnischen Literatur, so der Dlf, atemlos in die schmuddeligsten Ecken von Warschau. Die Welt zieht es vor, Hans Jürgen von der Wense ins Paralleluniversum Paderborn zu begleiten. Die Zeit liest berührt, wie Liz Moore einen sehr dicken Literaturprofessor aus Einsamkeit immer dicker werden lässt. Die FAZ ist gar nicht so abgeneigt, wenn Katja Diehl und Mario Sixtus über die autofreie Stadt nachdenken.

04.02.2026 Die FAZ gerät mit Kjell Westö in "Dämmerung" zwischen die Fronten des Lapplandkrieges. Die FR folgt Frauke Buchholz' Ex-Profiler Ted Garner von der Paartherapie ins eisige Kanada, wo ihm nur die Expertise der Indigenen helfen kann. Die SZ ist hingerissen von Julya Rabinowichs Liebesgeschichte zwischen einem jungen Muslim und einem Juden. Dlf verliert sich fröhlich in der Komplexität von Thomas Langs Buch über Hermann Melville. Und Dlf Kultur sitzt mit Marcel Nobis an den Tresen von Westberliner Kneipen von Hardenberg bis Ex & Pop.

03.02.2026 Die FAZ testet mit Wolfgang Müller-Funk "Grenzen" aus. Die NZZ begegnet mit Michal Ajvaz in "Die andere Stadt" kämpfenden Meeresmonstern und phosphorizierenden Elchen. Dlf findet mit Thomas Wagner "Wege aus der Gewalt". Dlf Kultur bewundert, wie Enne Koens in ihrem Kinderbuch "Zuhause ist woanders" die universelle Erfahrungen von Flucht und Exil verarbeitet.

02.02.2026 Die FAZ liest Krimis: Mit Robert Brack streift sie durch die Spelunken und Wärmehallen im St. Pauli der Nachkriegszeit. Außerdem staunt sie, wie Jo Nesbo in "Minnesota" die aktuellen Ereignisse in den USA vorhersieht. "Wer verteidigt Europa?", fragt die SZ mit Jana Puglierin. Dlf staunt, wie Rachel Cockerell in "Melting Pot" in Zitaten ein wenig bekanntes Kapitel jüdischer Geschichte aufleben lässt. Dlf Kultur feiert die Wiederentdeckung von Molly Keanes Roman "Das gute Benehmen".

31.01.2026 Sorj Chalandon erinnert mit seinem Roman "Herz in der Faust" an eine wirkliche grausame Geschichte - die Revolte in einem bretonischen Kinderheim, ein erschütterndes Buch, so die FAZ. Die taz liest neue Graphic Novels, darunter eine New-York-Trilogie nach Paul Auster. Außerdem lässt sie sich in einem Band von Jack Smith in das New York des Camp zurückversetzen. Der Deutschlandfunk sucht mit Daniel Gerlach nach Frieden im Nahen Osten.

30.01.2026 SZ und Dlf haben nichts dagegen, wenn Elias Hirschl die Sprache abschafft - solange es nicht seine eigene ist. Verstört lauschen FAZ und Dlf Kultur, wenn Florian Klenk die Wiener Serienmörderin Elfriede Blauensteiner in einem Langgedicht von ihren Motiven erzählen lässt. Die FR betrinkt sich lieber mit Stefanie Sargnagel auf dem Wiener Opernball. Und der Dlf Kultur überlegt mit Res Sigusch, wie man als queerer Fitnesstrainer mit Rechten in Sachsen umgeht.

29.01.2026 Die FAZ hört ungeniert letzten Therapiegesprächen von Joan Didion zu, bewundert die Körperlichkeit der Gedichte der bosnischen Schriftstellerin Selma Asotic und kann auch dem Klagelied der serbischen Dramatikerin Milena Markovic durchaus etwas abgewinnen. Die taz hätte es nicht gedacht: Aber Ully Arndt kann nicht nur Ottifanten zeichnen, sondern findet auch überzeugende Bilder für Heinz Strunks „Der goldene Handschuh“. Die FR lauscht den „Klängen einer kosmischen Orgel“ dank Weltraumgedichten von Alexander Schnickmann. Und Dlf Kultur denkt mit dem französischen Philosophen Vladimir Jankélévitch noch einmal über Nostalgie nach.

28.01.2026 Die SZ ergründet mit Wolfram Lotz' "Träume in Europa" das kollektive Unbewusste eines ganzen Kontinents. Die FAZ stöbert in Morgane Llanques Geschichte der Vielfalt und findet interessante Anekdoten, aber auch angestaubte Thesen. Dlf Kultur lässt sich in Dorota Maslowskas "Im Paradies" in ein unterweltliches Warschau entführen. Dlf vertieft sich in "Nach der Nacht" in die Gespräche, die Joachim A. Lang und Thomas Weber mit Holocaust-Überlebenden geführt haben.