Bücherschau des Tages

Neue Bücher in der Bücherschau des Tages

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit, Welt, DLF und DLF Kultur. Täglich ab 14 Uhr.
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Ayahuasca, Mushrooms und LSD

27.12.2024 Handverlesene Empfehlungen zwischen den Jahren: Der Dlf Kultur freut sich über eine vom PEN Berlin und vom The Poetry Project zusammengestellte Anthologie, in denen junge Geflüchtete teils essayistisch, teils lyrisch von Flucht, Heimat- und Sprachverlust erzählen. Die FAZ lässt sich von der kanadischen Historikerin Erika Dyck eine anekdotenreiche "Kulturgeschichte der Psychedelika" erzählen. Und die FR erkennt im mehr als fünfzig Jahre währenden Briefwechsel zwischen Hans-Georg Gadamer und Martin Heidegger, wie wenig zimperlich Heidegger mit seinem Schüler umging.

Waldeinsamkeit, Geistermusik, Provinz

24.12.2024 Die FAZ sinnt über die romantische und barocke Prosa von Wolf von Niebelschütz nach. Mit Ulrich Rüdenauers Roman "Abseits" vertreibt sie die Gespenster der dunklen deutschen Vergangenheit - mit Fußball. Die SZ fragt sich mit Sandra Maß, wie man im Anthropozän noch Geschichte schreiben kann. Die Zeit kämpft mit Lyndal Ropers Buch über den Bauernkrieg von 1525  "Für die Freiheit". Dlf vertreibt mit Anke Kuhls und Moni Ports musikalischen Comics den Winterblues. Und der Perlentaucher wünscht all seinen Leserinnen und Lesern ein frohes Fest!

Überblick im Chaos der Geschichte

23.12.2024 Die FAZ erfährt von Yuval Noah Harari, "Wie aus Feinden Freunde werden". Außerdem gruselt sie sich ein bisschen mit Nikolaus Heidelbachs und Ole Könneckes "Gutenachtgeschichten für Celeste". Die FR hat große Freude daran, wie Joachim Meyerhoff in seinem Roman "Man kann auch in die Höhe fallen" seine Mutter zum heimlichen Star macht. Die NZZ lernt beim früheren BND-Mitarbeiter Gerhard Conrad, warum Geheimdienste manchmal versagen. Und die SZ lässt sich von Stephan Thome den Konflikt in der Taiwanstraße erklären.

Geheimer Erns

21.12.2024 Die FAZ liest Jan Hafts unorthodoxes Buch zum Thema Wald, dessen Ideal der Biologe als von Weidehaltung und Schneisen durchsetzten "Mittelwald" beschreibt. Die FR blickt mit Andreas Rödder auf den neuen Ost-West-Konflikt. In der SZ empfiehlt Herfried Münkler David Blackbourns Geschichte über "Die Deutschen in der Welt". Die taz lernt von Samira Akbarian zivilen Ungehorsam. Der Dlf sinkt mit Osamu Dazais modernem Klassiker "No Longer Human" auf die tiefste Stufe der menschlichen Existenz.

Mit euphorischem Auge

20.12.2024 Die FAZ verdankt Stephan Thome ein besseres Verständnis des Konflikts zwischen China und Taiwan. Die taz staunt, wenn Alexander Kluge Filmclips mit KI generiert. Die NZZ ist ganz verzaubert von denn sinnlich-zärtlichen letzten Gedichten von Friederike Mayröcker. Der Dlf erfährt alles, was es über Möwen zu wissen gilt, von Holger Teschke. Und Dlf Kultur sucht mit Marta Barone einen Vater in den Straßen von Turin.

Ein zartes Band zwischen Mensch und Tier

19.12.2024 Die entzückte FAZ lernt von Anne C. Bomanns "Rosa", wie man freundschaftliche Beziehungen zu einem Oktopus knüpft. Una Mannions anspielungsreichen Roman "Sag mir, was ich bin" sieht sie schon als Film vor sich. Der Dlf lernt Konsumverzicht mit Julia Friedrichs und John von Düffel. Die SZ liest mit Tom Hillenbrands Roman "Lieferdienst" eine gruselig-lustige Zukunfts- wie Abstiegsgeschichte. Und hier noch ein Tipp für alle, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen: Edward Brooke-Hitchings große, schön illustrierte Kulturgeschichte der Liebe lässt dlf Kultur stöbern und staunen über die verrückten Dinge, die wir für die Liebe tun.

Vom Nordpol bis ins pulsierende Brasilien

18.12.2024 Die FAZ lässt sich vom Band "1 Nervensommer" verzaubern, in dem die Worte Friederike Mayröckers in den Bildern von Andreas Grunert lebendig werden. Die FR folgt Christoph Ransmayr und seinen Mikroromanen "Egal wohin, Baby". Die SZ schätzt Ines Geipels Ost-Analyse "Fabelland". Die taz empfiehlt Daniel Clowes Comic "Monica", der schonungslos mit der US-amerikanischen Gesellschaft ins Gericht geht. Und Dlf Kultur sucht mit dem polnischen Lyriker Jacek Dehnel nach "Chopins Herz".

Obamas Telefonanruf

17.12.2024 Die FAZ kreist mit Sibylle Anderl und Claus Leggewie um die Sonne. Von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann lernt sie, wie man über den Nahostkonflikt sprechen kann. Die SZ lernt in Colum McCanns Band "American Mother" die Mutter des vom IS getöteten Journalisten James Foley kennen. Dlf sucht mit Alexandra Stahl und "Frauen, die beim Lachen sterben" nach dem Lebenssinn in Berlin. Und Dlf Kultur freut sich über vor Sprachwitz sprühende Burlesken von André Gide.

Die Rolle des Schnees

16.12.2024 Die NZZ hält mit Olga Tokarczuk spiritistische Séancen im Breslau des frühen Zwanzigsten Jahrhunderts ab. FAS und SZ preisen Han Kangs neuen Roman "Unmöglicher Abschied". Die FAZ lässt sich von Ulrich Noethen Hermann Hesses Gedanken zu Weihnachten vorlesen. Dlf erfährt von Jóhanna Katrín Friðriksdóttir, wie es den Frauen in der Welt der Wikinger erging. Und Dlf Kultur lässt sich von Carlos Moreno das Konzept der "15-Minuten-Stadt" erklären.

Absinth, was sonst?

14.12.2024 FAZ und taz tauchen mit Han Kangs neuem Roman "Unmöglicher Abschied" in ein düsteres Kapitel der Geschichte Südkoreas ein und sind schwer beeindruckt. Die SZ begibt sich mit Monica Rincks Gedichten "Höllenfahrt und Entenstaat" auf die lyrische Überholspur. Die NZZ ergründet mit "Trinken wie ein Dichter" den Zusammenhang zwischen Trinker(in) und Werk. Die taz empfiehlt Enrico Palandris Roman "Lichter auf der Piazza Maggiore", der sie mitten in die italienischen Studentenrevolten der Siebziger Jahre katapultiert.

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