Bücherschau des Tages

Neue Bücher in der Bücherschau des Tages

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit, Welt, DLF und DLF Kultur. Täglich ab 14 Uhr.
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Ein wenig Poesie kann nicht schaden

13.12.2024 Die FAZ reist mit Thomas de Padova durch das Jahrzehnt der Physik. Die SZ empfiehlt Kinderbücher, darunter vor allem den Band "Elektrizität und Himmelsfische", der aus Kinderperspektive und mit Momenten konkreter Poesie vom Krieg erzählt. Die taz lernt dank Sarah Raich die sagenhafte Mittelalter-Dichterin Hrotsvit von Gandersheim kennen. Erschüttert liest Dlf Kultur die Korrespondenz der Schweizer Erzählerin Adelheid Duvanel. Und der Dlf bewundert in 365 Texten die Kunst der Monika Helfer.

Die Tiefenstruktur des Lebens

12.12.2024 Dlf Kultur empfiehlt wärmstens Tom Haugomats Graphic Novel "Ein ganzes Leben". Die FR begibt sich mit Christoph Nix in Sardinien auf die Suche nach "Gramscis Geist". Die NZZ liest mit Ayana Mathis' Roman "Am Flussufer ein Feuer" eine beeindruckende Geschichte von Gewalt, Rassismus, aber auch Eigenverantwortung. Die Zeit findet mit Jordan Peterson nicht zu Gott. Dlf empfiehlt als das beste und spannendste Buch des Jahres Tana Frenchs "Feuerjagd".

Sie glitzert, rollt und grollt

11.12.2024 Die FAZ verschlingt Res Strehles Biografie über den Streetart-Künstler Harald Naegeli, der einst noch per internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Außerdem wird sie mit Büchern über Abstinenz von Mia Gatow und Bas Kast nüchtern. Die SZ lässt sich von Franz Friedrich in "Die Passagierin" an einen utopischen Ort entführen, an dem verlorene Seelen aus allen Epochen Zuflucht finden. Außerdem empfiehlt sie Daniel Clowes lässige Graphic-Novel "Monica". Die taz erhält mit Selma Kay Matters Roman "Muskeln aus Plastik" eine queere Perspektive auf Long-Covid-Leiden.

Schnee, Liebe, Luft und Licht

10.12.2024 Die NZZ vertieft sich in Gedichte aus dem Krieg von Serhij Zhadan, der statt auf Hass auf den Gesang und die Sprache setzt. Die FR ist fasziniert von Max Gross' Roman über die Bewohner eines Stetls im polnischen Nirgendwo, die durch das Verschwinden einer Frau die Tore zur Außenwelt öffnen müssen. Dlf schwelgt in Dora Kaprálovás "Winterbuch der Liebe". Dlf Kultur erfährt von Olivier van Beemen vom neokolonialistischen Treiben der millionenschweren NGO "African Parks". Die FAZ verbringt mit Nancy Mitford eine "Schöne Bescherung auf Compton Bobbin".

Einem begeisterten Eichhörnchen gleich

09.12.2024 Die NZZ taucht mit einer neuen Biografie ein in das Leben Barbara Streisands und lernt den Star als Tochter einer in prekären Verhältnissen lebenden jüdischen Familie kennen. Die FR ist erschüttert vom Band der französischen Fotografin Garance Le Caisne, der dokumentiert, wie brutal das Assad-Regime wirklich war. Die SZ erfährt vom Militäranalysten Franz-Stefan Gady, warum Europa mehr über Krieg nachdenken sollte. Dlf Kultur empfiehlt Kerana Angelovas Roman "Sonnenblumen für Maria", in dem Van Gogh die zweite Hauptrolle spielt.

Mutter Erde und Vater Weltraum

07.12.2024 Für den Deutschlandfunk vertieft sich Nico Bleutge in Friederike Mayröckers Gesammelte späte Lyrik und erklärt, was ein "Proëm" ist. Die Welt findet Han Kangs Roman "Unmöglicher Abschied" über Massaker auf der Insel Jeju vor fast achtzig zu pathetisch, manieriert und symbolisch überfrachtet. Die taz geht mit Navid Kermani "In die andere Richtung jetzt" und freut sich, dass sie hinterher nicht besser, sondern gerade weniger "Bescheid wisse". Und die SZ kommt aus Samantha Harveys "Umlaufbahnen" gar nicht mehr heraus.

Literarische Wildwasserbahn

06.12.2024 Der Dlf preist Robert Alters erste Amos Oz-Biografie, die kenntnisreich und klug an einen scharfsinnigen Humanisten erinnert. Mit Gaea Schoeters stößt der Dlf bei der Großwildjagd an moralische Grenzen. Dlf Kultur lässt sich von Lucie Rico die Biografien vakuumverpackter Hähnchen erzählen. Und die FR erfährt von Eva Biringer, warum der Schmerz von Frauen nie wahrgenommen wird.

Nieman ist eine Ilse

05.12.2024 Dlf Kultur lässt sich mit Sy Montgomery von federleichten Kolibris verzaubern. Die FAZ amüsiert sich prächtig mit Hans Thills mal schwäbelndem, mal kalauerndem Gedichtband "Karaoke 2". Die FR bewundert den Lebenswillen Tezer Özlüs bei ihrer "Suche nach den Spuren eines Selbstmordes". Die NZZ lernt von Heinrich Schmidinger, wie Europa den Begriff der Toleranz entwickelte. Die Zeit erinnert sich mit Eva Rottmanns "Fucking fucking schön" an das erste Mal. Der Dlf lässt sich erfreut von Peter Scholz den römischen Aristokraten und Feldherrn Lucullus vorstellen.

In ihrer Schwermut ist ein Hauch Brombeere

04.12.2024 Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Alain Finkielkrauts luizide und absolut aktuelle Analyse des linken Antisemitismus. Außerdem freut sie sich über eine frische Übersetzung von Simone de Beauvoirs Roman "Die Mandarins von Paris". In der SZ wirft Hannah Arendt-Biograf Thomas Meyer dem Philosophen Emmanuel Faye "grobe Fehllektüre" vor, wenn dieser eine intellektuelle Abhängigkeit Arendts von Heidegger behauptet. Die taz erinnert sich mit Caspar Battegay an die Feingeistigkeit von Leonard Cohen. Berührt liest Dlf Kultur Kriegsgedichte von Serhij Zhadan.

Mit Warren Beatty hat sie vermutlich auch geschlafen

03.12.2024 Der Dlf empfiehlt dringend Lou Osborns und Dimitri Zuffereys informationsreichen Band über die Söldner des Kremls. Von David Blackbourn lässt er sich eine lehrreiche Geschichte der Deutschen in der Welt erzählen. Die FAZ erfährt auf 1200 Seiten alles, was sie über Barbra Streisand wissen wollte. Berührt liest die SZ Minigedichte von Jürgen Becker. Und die FR zündet ein Dialogfeuerwerk mit Ivy Compton-Burnetts Roman "Ein Haus und seine Hüter".

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