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02.10.2023 Die FAZ ist beeindruckt von Rijula Das' Roman "Die Frauen von Shonagachi", der ziemlich präzise das Elend der Prostitution in Bangladesch beschreibt. Die NZZ begrüßt freudig die Erstübersetzung von Gedichten Phillis Wheatleys, der ersten schwarzafrikanischen Lyrikerin, die noch vor der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika publizierte.Die SZ empfiehlt einen Architekturführer für Kiew. Die taz liest Sandra Rummlers Graphic Novel "Seid befreit" über das Ende der DDR.

30.09.2023 Die FR ist begeistert von Milo Raus Essay "Die Rückeroberung der Zukunft", das revolutionäre Funken sprüht. Christopher Clark gelingt mit seiner Abhandlung über die europaweiten 1848er-Aufstände gegen die Monarchie mal wieder eine perfekte Mischung aus fachlich fundiertem Wälzer und Pageturner, lobt die SZ. Der Dlf schätzt die Sensibilität, mit der Alexander Kielland Krag in seinem Jugendbuch "Nur ein wenig Angst" aus der Perspektive eines Teenagers mit Angststörung schreibt. Und Dlf Kultur würde sich in die poetische "Wucht und Zartheit", mit der Marica Bodrozic in ihrem Roman "Von der Liebe der Tiere" erzählt, am liebsten hineinlegen.

29.09.2023 Mit Spannung liest die FAZ Simon Parkins Darstellung des Schicksals der im Ersten Weltkrieg im britischen Lager Hutchinson internierten Künstler. Die SZ würde Milo Rau gern vor seinem eigenen Radikalismus-Pathos in Schutz nehmen. Der Dlf staunt, wie die südkoreanische Dichterin Don Mee Choi koloniale Strukturen in Lyrik, Bilder und Zeichnungen übersetzt. Dlf Kultur springt mit Per Molander und Virginia Woolf zwischen Literatur und Physik hin und her. Mit Ines Bayard sehnt er sich in Steglitz nach Stille.

28.09.2023 Die Welt rumpelt sanft mit Karl Schlögel, dem großen Historiker der Räumlichkeit, durch die "American Matrix". Die FAZ sehnt sich bei der Lektüre von Lea Bonaseras klimakämpferischem Aufruf "Die Zeit für Mut ist jetzt!" nach John Rawls. Dlf Kultur verneigt sich vor einer Schmerzensmutter ohne Heiligenschein, die Margrete Steckel auf grad mal 50 Seiten in "Mutterrache" porträtiert. Und sie folgt Helge Timmerberg nüchtern, aber angeregt auf seiner Reise in die Welt des Cannabis.

27.09.2023 Die FAZ lernt von Marcus Willaschek, wie man den erodierenden Universalismus mit Kant auffrischt. Die FR durchlebt mit Melba Escobars "Die Mutter" den Terror in Bogotá. Die NZZ flaniert mit Birgit Schönau am Tiber entlang durch die Geschichte Roms. Dlf Kultur beugt sich mit Roma Agrawals "Nägel mit Köpfen" über sieben Erfindungen, die die Welt bis heute verändern.

26.09.2023 Diaty Diallos Roman "Zwei Sekunden brennende Luft" über
Polizeigewalt und Rassismus im Pariser Banlieu ist das Buch zu Stunde und noch mehr, jubelt der
Dlf.
Dlf Kultur freut sich
über die Veröffentlichung zweier Texte der russischen Dichterin
Darja Serenko. Die
SZ liest mit Gewinn
Iris Därmanns Buch über den Zusammenhang von
Kolonialismus und Sadismus. Und die enthusiastische
FR möchte in
Thomas Hettches dichter Gedankenwelt im neuen Roman "Sinkende Sterne" am liebsten wohnen.

25.09.2023 Die SZ jubelt nach der Lektüre von Goran Vojnovics Roman "18 Kilometer bis Ljubljana": Das ist Weltliteratur! Außerdem liest sie mit Grete Rebstocks Studie über sowjetische Zwangsarbeiter im NS-Regime einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung gleich zweier Unrechtsregime. Die FAZ tritt mit der vom iranischen Künstler Mehrdad Zaeri illustrierten Neuausgabe von "Krabat" ohne Zögern noch einmal über die Schwelle der schwarzmagischen Mühle in der Lausitz. Dlf Kultur lernt mit "Eine Geschichte von Genuss und Gewalt" viel Interessantes über Kaffee.

23.09.2023 Die FAZ staunt, wie Helgard Haug in ihrem Roman "All right. Good night" zwei scheinbar disparate Ereignisse - das Verschwinden eines Flugzeug und das Verschwinden des Gedächtnisses des Vaters - zu überblenden weiß. Die taz liest mit Gewinn Christoph Wimmers Reportage über über die kurdische Region Rojava: "Land der Utopie?" Die SZ lobt die geniale Präzision Terezia Moras.

22.09.2023 Die NZZ verliebt sich mit Linus Reichlin in einen "Hund, der nur Englisch sprach". Der Dlf schwelgt in Lawrence Ferlinghettis Gedichtband "Angefangen mit San Francisco". Die FR lässt sich von Roy Jacobsen ins von den Deutschen besetzte Oslo führen, wo eine Gruppe Jugendlicher zu überleben versucht. Die FAZ lernt von Eduardo Kohn und dem ecuadorianischen Stamm der Runa, "Wie Wälder denken". Die SZ empfiehlt eine deutsche Revolutionsgeschichte von Heinrich August Winkler.

21.09.2023 Die FAZ amüsiert sich mit Enzensbergers "Leichten Gedichten". Dlf Kultur taucht ein in Anke Feuchtenbergers fantastischen Comic "Genossin Kuckuck" über eine Dorfjugend zu DDR-Zeiten. Die FR freut sich über die zivile Lässigkeit von Ulrike Sterblichs Roman "Drifter". Die Zeit unternimmt eine faszinierende Reise durch Amerika mit Richards Ford Held Frank Bascombe.