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02.12.2024 Die SZ heilt sich mit Norman Ohlers Aktualisierung des "Zauberbergs" selbst - und die Welt gleich mit. Die NZZ vertieft sich in Peter Sloterdijks Buch "Der Kontinent ohne Eigenschaften". Die taz taucht mit Reinhard Kleists Comic-Biografie über David Bowie ins wilde West-Berlin der Siebziger ab. Dlf entdeckt mit Ricardas Gavelis' "Vilnius Poker" einen Klassiker der litauischen Literatur. Von Regine Schwarz lässt er sich "Die Geschichte vom Nichts" erzählen.

30.11.2024 Die taz liest geradezu deprimiert, wie aktuell Alain Finkielkrauts Essay „Revisionismus von links“ auch heute noch ist. Mit Jayrome C. Robinet begleitet sie einen schwangeren trans Mann, der sich gegen Hass und Hetze zur Wehr setzt. Die FAZ lernt von Johann-Günther König, weshalb der Zustand der Deutschen Bahn so desolat ist. Dlf und SZ erfreuen sich an dem „Feuerwerk an schlechter Laune“, das Heinz Strunk auf seinem Zauberberg zündet. Auch heute noch relevant erscheint dem Dlf Arnold Zweigs Roman „De Vriendt kehrt heim“ über den Nahostkonflikt.

29.11.2024 Alles stimmungsmäßig sehr novemberlich heute. Die FAZ winkt müde ab angesichts von Ray Kurzweils Vision der "Nächsten Stufe der Evolution", die das Google-Logo tragen soll. Die NZZ fühlt sich von Stefan Mey ermutigt, den "Kampf um das Internet" noch nicht an die Tech-Giganten verloren zu geben. Die SZ schüttelt den Kopf über einen chinafreundlichen Band zur Lage der Uiguren in Xinjiang. Außerdem stellt sie zwei Kinderbücher über indigene Kulturen vor. Dlf Kultur erkundet mit Zoe Schlanger "Die Lichtwandler" im Reich der Pflanzen.

28.11.2024 Zeit und FAZ feiern Heinz Strunks lebendige Neufassung des Zauberbergs. Die Zeit möchte außerdem Botho Strauß für "Das Schattengetuschel" den Nobelpreis verleihen. Die taz amüsiert sich, wenn Jonathan Guggenberger die Absurditäten der Kulturbetriebsblase aufspießt. Dlf lässt sich von Clemens Bröckmann die Geschichte von Uta Krahl erzählen, die von der Stasi als Prostituierte angeheuert wurde. Und Dlf Kultur empfiehlt wärmstens Tanja Stupar Trifunovics Roman "Seit ich einen Schwan gekauft habe" über lesbische Liebe in Serbien.

27.11.2024 Die SZ ist beeindruckt von Antonio Scuratis Roman "M. Das Buch des Krieges", in dem der Autor keine mildernden Umstände für die Anhänger Mussolinis zulässt. Die NZZ hält mit Miljenko Jergovics aktualisiertem Roman "Das verrückte Herz" ein Zeugnis der Spätfolgen des Bosnienkriegs in Händen. Dlf Kultur gerät mit Una Mannions Krimi "Sag mir, was ich bin" zwischen die Fronten einer toxischen Beziehung. Dlf gruselt sich mit Christiane Neudeckers "Unheimlichen Geschichten", die die Ideen der "schwarzen Romantik" in die digitale Gegenwart transportieren.

26.11.2024 Die Memoiren von Angela Merkel sind da! Genau so sachbetont und nüchtern wie ihre Verfasserin, findet sie die SZ. Der FAZ wird durch sie vor Augen geführt, dass Schweigen zur Machtpolitik dazugehört. Die taz hat mehr erwartet. Die FAZ ist außerdem rundum glücklich mit Joachim Meyerhoffs Roman "Man kann auch in die Höhe fallen". Die SZ empfiehlt Luca Kiesers Roman "Pink Elephant", der ein Anti-Sommermärchen zwischen Jugendkriminalität und Rassismus erzählt.

25.11.2024 Die NZZ empfiehlt begeistert Dolores Pratos Roman "Auf der Piazza ist niemand" über ein Mädchen, das als Findelkind aufwächst. Die SZ vertieft sich in Peter Theiners Biografie über den Widerstandskämpfer Carl Goerdeler. Die FAZ findet mit K. J. Reillys Jugendbuch "Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" einen Weg, mit dem Verlust geliebter Menschen umzugehen. Mit Oliver Jeffers und seinem Helden reist sie auf den Mond und unterhält sich mit einem Marsianer. Dlf liest bei Sascha Lübbe von der Ausbeutung im Niedriglohnsektor.

23.11.2024 Der SZ stehen die Haare zu Berge, wenn sie in Andreas Beyers neuer Biografie über die Taten von Cellini liest - der Marquis de Sade war nichts dagegen. Die FAS möchte die Raumfahrt, die ihr Samantha Harvey mit "Umlaufbahnen" beschert, eigentlich nie beenden, die taz ist ebenfalls bezaubert. Die FAZ vertieft sich mit zwei Neuerscheinungen in die Geschichte des Keks-Imperiums Bahlsen. Dlf sagt mit "Bye, bye Lolita" von Lea Ruckpaul "Adieu" zu sexistischen Stereotypen. Außerdem lässt er sich von Alan Moores Riesenroman "Jerusalem" auf eine monumentale wie verrückte Reise in die Geisterwelt schicken.

22.11.2024 Die FAZ möchte gleich selbst eine Eule sein, wenn ihr Jennifer Ackerman die Fähigkeiten der lautlosen Nachtjäger erklärt. Die FR rät der woken Linken mit Jens Balzer zu mehr Reflexion. Der Dlf begibt sich mit Cemile Sahin auf eine rasante, zornige und kühne Flucht durch die Niederlande. Und Dlf Kultur begibt sich mit Kevin Lamberts schwulem Waldarbeiter in einen exzessiven Klassenkampf.

21.11.2024 Die
FAZ rast mit
Monika Rincks Verkehrsgedichten in "Höllenfahrt und Entenstaat" die
lyrische Autobahn entlang. Die
FR freut sich über
Ca Roses Bilderbuch "Und jetzt sei fröhlich, Knochenmann!", in dem die kleine Heldin einem an Burn-Out
erkrankten Sensenmann begegnet.
Dlf erkennt mit
Anne Dufourmantelle "Die Intelligenz der Träume". Und die
Zeit hat eine
Weihnachtsbeilage herausgebracht, die sie
hier finden:
Ivy Compton-Burnetts Roman über das viktorianische Zeitalter feiert sie als "edle Literatur der grellsten Irritation" und auf
Samantha Harveys Roman "Umlaufbahnen" singt sie regelrechte Hymnen!