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20.11.2024 Die SZ verneigt sich vor Giacomo Leopardis "Zibaldone". Die FAZ begleitet Carlo Levi in "Die doppelte Nacht" auf seiner Deutschlandreise im Jahr 1958 und findet viel Geschäftigkeit und wenig Aufarbeitung. Außerdem vertieft sie sich in die von Dana von Suffrin herausgegebene Anthologie "Wir schon wieder", in der jüdische Autoren und Autorinnen das Leben in Deutschland nach dem 7. Oktober schildern. Der Dlf preist Anna Melikovas Debütroman "Ich ertrinke in einem fliehenden See" als berührenden Text über das menschliche Dasein in dieser Katastrophenepoche.

19.11.2024 Die SZ lässt sich von Isabella Hammads Roman "Enter Ghost" in den Bann schlagen, der an der israelisch-palästinensischen Grenze spielt. Die FAZ erfährt von Michael Bogolte, was die mittelalterliche "Heiratsmigration" von Königinnen etwa für die westgotische Brunhilde oder Theophanu aus Konstantinopel bedeutete. Dlf hat Freude an Frank Schulz' Klima- und Beziehungsroman "Amor gegen Goliath". Dlf Kultur bewundert Samantha Harveys Roman "Umlaufbahnen" als eine Liebeserklärung an den Planeten Erde und die perfekte Antwort auf die Weltraumspinnereien von Elon Musk und Co.

18.11.2024 Die FAZ lauscht mit Genuss, wenn Christian Brückner Oscar Wildes Schauermärchen "Das Gespenst von Canterville" vorliest. Die NZZ feiert Peter Kurzeck für seinen Roman "Frankfurt-Paris-Frankfurt" als Proust der 68er-Generation. Die SZ vertieft sich in Walther L. Berneckers Biografie von "Juan Carlos I., König von Spanien". Dlf Kultur entdeckt mit Gisbert Strotdrees Band ein beeindruckendes Coffee-Table-Book über "Jüdisches Landleben" in Westfalen.

16.11.2024 Die taz folgt Serhij Zhadans "Chronik des eigenen Atems" in Zeiten des Krieges. Die FAZ liest eine Graphic Novel über die Geschichte Jerusalems. Außerdem empfiehlt sie einen fetten Prachtband von und über Hokusai. Die FR erkundet mit Sascha Rehs "Biotopia" unsere nahe Zukunft. Die NZZ denkt mit Dieter Borchmeyer über kunsttheoretische Ausdeutungen der Laokoon-Gruppe nach. Die Welt amüsiert sich mit den Erinnerungen Barbra Streisands.

15.11.2024 Wie unsere Städte für die Autos zugerichtet wurden, und wie man jetzt
versucht, die Autos wieder loszuwerden, lernt die FAZ in zwei Büchern. Der Dlf liest Ulrike Draesners Buch "zu lieben" über die Geschichte der Adoption eines Mädchens aus Sri Lanka als gelungenes Buch über Elternschaft und lobt den klug zwischen Flapsigkeit und starker Emotion schwankenden Ton des Buchs. Der Deutschlandfunk bespricht Kinderbücher über Roboter, darunter Kindermädchen, die man aufladen kann. Auch die SZ empfiehlt neue Kinderbücher.

14.11.2024 Die FAZ verliert sich mit Norbert Hummelts Essays in wahnhaften Traumlandschaften. Mit Curzio Malapartes Roman "Die Haut" erlebt sie ein kriegsgebeuteltes Neapel. Die Zeit vertieft sich angeregt in die Cellini-Biografie des Kunsthistorikers Andreas Beyer. Dlf Kultur erfreut sich an Paul Divjaks Gedichtband "Dass die Bäume langsam sind, wissen wir", der ChatGPT in die Schranken weist.

13.11.2024 Die SZ hat ihre helle Freude an Ulrich Fischers Reflexionen darüber, ob Max Brods Veröffentlichung der Kafka-Manuskripte juristisch korrekt war - und Kafka hätte das auch gefallen! Die FAZ bekommt von Markus Krajewski ein barockes Festmahl zubereitet. Außerdem lobt sie Helene Roths präzise Studie über deutschsprachige Fotografen im amerikanischen Exil. Die FR kann gar nicht genug bekommen von Domenico Müllensiefens schneller Prosa in "Schnall dich an, es geht los".

12.11.2024 Die FAZ folgt Anuschka Roshani auf ihrer atemlosen Suche nach Truman Capotes letztem Manuskript quer durch die USA. Thomas Strässle verbindet in seiner "Fluchtnovelle" geschickt das Leichte mit dem Schweren, freut sich die NZZ. Die SZ ist berührt von Rasha Khayats Roman "Ich komme nicht zurück". Dlf Kultur genießt die brillanten Rededuelle der viktorianischen Familie Edgeworth in Ivy Compton-Burnetts Historienroman "Ein Haus und seine Hüter". Dlf lässt sich in Fatma Aydemirs Theaterstück "Doktormutter Faust" von Mephisto verführen - vermisst aber das Gretchen.

11.11.2024 Die taz zieht den Hut vor Tobi Dahmen und seiner eindrucksvollen Graphic Novel "Columbusstraße" über die Geschichte seiner Familie während des Nationalsozialismus. Die Welt erkennt in Jonathan Guggenbergers Kunstbetriebssatire "Opferkunst" viele bekannte Gesichter. Die NZZ geht mit der Biografie "Jagd auf den Falken" von Julia Fox und John Guy dem Schicksal Anne Boleyns nach. Und der Dlf ergründet mit Ute Frevert die "Verfassungsgefühle" der Deutschen.

09.11.2024 Ohne mit der Seele zu blinzeln stürzt sich Nico Bleutge für für den Deutschlandfunk in die finnlandschwedische Gedichte und einen Roman Henry Parlands. Dlf Kultur lernt aus Lutz Hachmeisters nachgelassener Studie über "Hitlers Interviews", dass man Diktatoren besser nicht interviewt. Die SZ rät, sich in ein "Freisitzmöbel in Korbstuhloptik" zu fläzen und dringend Roman Ehrlichs Roman "Videotime" zu lesen. Die FAZ ist mit Franz Dodel "Nicht bei Trost".