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28.10.2024 Die FAZ stürzt sich mit Dr. Seuss endlich auf Deutsch erschienenem Comic in "Die Butterbrote-Besseresser-Schlacht". Ein kluges Buch über Indien, das zwischen Wirtschaftsboom auf der einen und wachsenden politischen Spannungen auf der anderen steht, bekommt sie vom Ökonomen Ashoka Mody vorgelegt. Die SZ vertieft sich in die Schilderungen des 7. Oktober von Lee Yaron, Amir Tibon und Saul Friedländer. Der Dlf sichtet mit Marlen Hobrack das emotionale und materielle Erbe ihrer Mutter. Und Dlf packt für Benjamin Fredrichs "Schlägereien in Parlamenten" schonmal die Boxhandschuhe aus.

26.10.2024 Die FAZ lernt von Richard Cockett, wie Wien die moderne Welt erfand. Und sie empfiehlt den vom Rhythmus des Jazz, Blues und Soul getragenen Gedichtband "Der Gott der Landminen" von Yusef Komunyakaa. Die SZ lernt von Husch Josten die Kunst des Sterbens. Die taz blickt mit Matteo Pasquinellis Geschichte der KI in "Das Auge des Meisters". Der Dlf denkt mit Paul Collier über den "Aufstieg der Abgehängten" nach.

25.10.2024 Die FAZ begibt sich Leonie d’Aunet auf eine Forschungsreise in die Arktis. Mit Aleida und Jan Assmann sucht sie nach den Umrissen des Gemeinsinns. Die NZZ lernt in einem prallvollen Prachtband, wie Donald Duck von der heroischen in die postheroische Ära aufbrach. Dlf und Dlf Kultur blicken mit Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik in die Evolutionsgeschichte der Gewalt. Außerdem lässt sich der Dlf Kultur von Engeln und Dämonen die Lebensgeschichte der Susan Taubes erzählen. Das ist Kunst, ruft die FR aus, wenn Sara Lundberg in einem Bilderbuch die schwedischen Malerin Berta Hansson wieder zum Leben erweckt.

24.10.2024 Dlf Kultur empfiehlt Vincenzo Ceramis Roman von 1976, "Ein ganz normaler Bürger", wegen seiner unguten Aktualität. Die FR lernt von Jakob Wassermanns autobiografischem Essay "Mein Weg als Deutscher und Jude", dass es auch 1921 für viele Deutsche offenbar völlig unmöglich war, beides zu sein. Der NZZ ist Bob Woodwards "Krieg" zu Biden-freundlich und zugleich Trump-kritisch. Die SZ lernt von Aya Soika, wie sich Mies van der Rohe bei den Nazis anbiederte. Die Zeit ist überrascht, aber auch beglückt von der Twitter-Poesie, die Clemens J. Setz ausgegraben hat.

23.10.2024 Die SZ lernt in Alexej Nawalnys Memoiren einen Mann kennen, der die allgegenwärtige Möglichkeit seines Todes spürte. Die Welt sieht den Folterknecht Putin verblassen angesichts der Kraft, die aus diesen Zeilen spricht. Die FAZ genießt Sven Pfizenmaiers absurden Berlin-Roman "Schwätzer". Die SZ rät außerdem dazu, sich nicht nur dem Autor Clemens Meyer, sondern auch wieder seinem Roman "Die Projektoren" zuzuwenden - der ist nämlich großartig. Die taz entdeckt in Willi Winklers Buch die Freundschaft zwischen Henry Kissinger und Siegfried Unseld, die alles andere als selbstverständlich war.

22.10.2024 Heute erscheint Alexej Nawalnys Biografie "Patriot", die auch Schriften aus dem Gefängnis enthält: Die FAZ bewundert den Mut, der aus den Zeilen spricht, entdeckt aber auch eine Liebesgeschichte. Außerdem feiert sie den "Verlust alles Verlässlichen" in den Gedichten der chinesischen Dichterin Can Xue. Die SZ ist hingerissen von Thomas Strässles "Fluchtnovelle". Bei Botho Strauß' Prosaminiaturen "Das Schattengetuschel" ist sie sich nicht sicher: Manifest des Missvergnügens oder ästhetisches Spiel? Dlf Kultur freut sich derweil über Strauß' psychologische Raffinesse.

21.10.2024 Die FR geht mit Natalie Buchholz der Geschichte ihres lothringischen Großvaters nach und entdeckt einige Ungereimtheiten zwischen Frankophilie und Wehrmachtsuniform. Die SZ schöpft bei der Lektüre von Stephan Bierlings Buch "Die unvereinigten Staaten" leise Hoffnung für die Zukunft der USA. Die FAZ nimmt mit einer Hörbuchversion von Thomas Manns "Lotte in Weimar" die Anhänger des Goetheschen Werther-Kults aufs Korn. Außerdem schwankt sie mit Jonathan Franzens Essays, gelesen von Sascha Rotermund, zwischen Modernekritik und Nostalgie.

19.10.2024 Die FAZ streitet mit dem Literaturwissenschaftler Johannes Franzen über Geschmacksfragen von Goethe bis Taylor Swift. Die FAS streift mit Sebastian Domsch durch das literarische Brooklyn. Die NZZ ist sich sicher: Die Dietrich hätte gemocht, wie Thomas Hüetlin die Beziehung zwischen ihr und ihrem „Puma“ Erich Maria Remarque resümiert. In der SZ verdankt die Historikerin Ute Daniel Jens Bisky einen neuen Blick auf das Ende der Weimarer Republik. Als augenöffnende Lektüre empfiehlt die taz Lee Yarons Protokoll des 7. Oktobers.

18.10.2024 Die FAZ lauscht den lyrischen Weisheiten des Yanomami-Schamanen Davi Kopenava, der den "Sturz des Himmels" verkündet. Die FR lernt mit Lea Ruckpaul Lolita als 40-jährige Dolores Haze kennen. Die NZZ schluckt mit Vergnügen das Hexengebräu, das ihr Matias Faldbakkens "Armes Ding" reicht. Die SZ liest die Erinnerungen Marina Jarres, die von Riga ins faschistische Italien kommt und bei Waldensern aufwächst. Dlf Kultur empfiehlt Thomas Knüwers Krimidebüt "Das Haus in dem Gudelia stirbt".

17.10.2024 Die beeindruckte FAZ liest von Flüssen und dem Krieg in den Gedichten des bosnischen Lyrikers Faruc Sehic. Die SZ lässt sich von Florian Klenk und Christian Reiter "Über Leben und Tod" in der Gerichtsmedizin aufklären. Der Dlf empfiehlt die gruselig-fantastischen Erzählungen der schwedischen Autorin Karin Tidbeck. Von Tanja Tönsmeyer lässt er sich das Leben "Unter deutscher Besatzung" während des Zweiten Weltkriegs erklären. Angst bekommt Dlf Kultur bei der Lektüre des Buchs "Elon Musk und die Zerstörung von Twitter", das die amerikanischen Tech-Journalisten Kate Conger und Ryan Mac recherchiert haben.