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05.10.2024 Die FAZ lässt sich von Mircea Cartarescu in eine Welt entführen, die auf den ersten Blick alltäglich ist, auf den zweiten jedoch jede Menge Wunderwesen und Geheimnisse birgt. Mit Carlo Cassola zieht sie sich in die verschneiten Wälder der Toskana und existenziellen Schmerz zurück. Die SZ verfolgt amüsiert, wie Jan Weilers Protagonist "Munk" über seine Verflossenen nachdenkt. Die taz ist erschüttert über Marko Martins Schilderungen der deutschen Gleichgültigkeit nach dem 7. Oktober. Dlf beugt das Knie vor Natan Sznaider und seinem Buch "Die jüdische Wunde".

04.10.2024 Die FAZ lernt von Timothy Snyder, dass der Mensch erst zur Freiheit erzogen werden muss. Die SZ schließt sich mit Anna Woltz, einer Influencerin und einem Prepper zu einer explosiven Zwangsgemeinschaft in der flandrischen Landschaft zusammen. Dlf Kultur reist mit Navid Kermani durch Ostafrika und wendet sich mit Empathie, aber ohne Voyeurismus den Menschen auf den Komoren, in Mosambik, Tansania oder Äthiopien zu. So atemberaubend schön wie Richard Powers können nur wenige über den Ozean und seine Artenvielfalt schreiben, staunt der Dlf Kultur außerdem.

02.10.2024 Die FAZ ist begeistert davon, wie Jose Dalisay die Philippinen in seinem Roman "Killing Time in a Warm Place" in all ihrer Strahl- und Wunderkraft zum Leuchten bringt. Außerdem lobt sie Saskia Hennig von Langes Buch "Heim", das den Sprachlosen eine Stimme verleiht. Die NZZ kann nicht genug bekommen von den Schilderungen des "Homme à femmes" Vitomil Zupan, der witzig, ironisch und ziemlich versaut aus dem Gefängnis berichtet. Die Zeit ist tief bewegt von Sarah Lundbergs Bilderbuch über die Expressionistin Berta Hansson. Außerdem gefällt ihr, wie Markus Thielemann in "Von Norden rollt ein Donner" Heimat zur Heimsuchung werden lässt.

01.10.2024 Die FR ist beeindruckt von den Berichten des blinden Jacques Lusseyran, dessen "inneres Licht" ihn auch im Widerstand gegen die Nazis leitete. Die taz muss sich anschnallen, wenn Domenico Müllensiefen vom Aufwachsen in der ostdeutschen Provinz Anfang der Nullerjahre erzählt - so rasant ist dieser Roadmovie. Die FAZ entdeckt die unkonventionellen Bildtheorien des Technikphilosophen Gilbert Simondon. Dlf Kultur schmökert in Anne Michaels' bildgewaltigem Roman "Zeitpfade". Und Dlf Kultur singt Hymnen auf Simon Elliots Bildbiografie über den britischen Künstler David Hockney.

30.09.2024 Die SZ nimmt mit Johannes Tuchels Buch über den 20. Juli 1944 in Berlin, den "Bendlerblock" in den Blick, der eine Schlüsselrolle für die Verschwörer um Oberst Graf von Stauffenberg spielte. Von Gesine Dornblüth und Thomas Franke wird ihr vor Augen geführt, wie "Putins Gift" die europäischen Demokratien bedroht. Die NZZ staunt in Jeremy Eichlers "Das Echo der Zeit" darüber, wie Musik die Gräuel des Krieges verarbeitet. Dlf unternimmt mit dem Ökonomen Branko Milanovic einen Streifzug durch die Geistesgeschichte der Ungleichheit.

28.09.2024 Die Kritiker von FAZ, SZ, Dlf und Dlf Kultur staunen bei der Lektüre von hundert Briefen Siegfried Unselds, wie mühelos der Suhrkampverleger Geist, Geld und Macht zusammendenken konnte. Die FAS durchlebt mit Amir Tibons "Die Tore von Gaza" den 7. Oktober im Kibbuz Nahal Oz. Die NZZ lässt sich von Wassili Grossman auf eine "Armenische Reise" mitnehmen. Die SZ bewundert die strikte Formanalyse der Grönemeyer-Lieder durch Michael Lentz. Die taz erfreut sich an Robin Däutels und Astrid Scheibs "0%-Methode", erfolglos zu bleiben.

27.09.2024 Die FAZ überlegt mit Wolfgang Ullrich, wo die Kunst hinführt, wenn sie nur noch auf Identifikation und Empowerment setzt. Mit Ulrich Pfisterer sinniert sie über das Menschliche der Alraune. Die NZZ ermittelt mit dem Historiker Michael Sommer in der „Mordsache Caesar“. Die SZ notiert mit Thomas Köck, was sich in Sachen Rechtspopulismus seit 2023 in Deutschland und Österreich ereignete. Dlf Kultur zündet mit Mircea Cartarescus „Theodoros“ ein barockes Romanfeuerwerk. Und der Dlf denkt mit Daniel Kehlmann über Leo Perutz nach.

26.09.2024 Die NZZ begleitet die 19-jährige Salondame und Schriftstellerin Leonie d'Aunet 1839 in die Arktis. Dlf Kultur reist mit Aldous Huxley in den 1920ern durch Italien. Die FAZ lässt sich von Hengameh Yaghoobifarahs "Schwindel" in das Begehren von "demm" und "dey" einweisen. Die taz taucht mit "Plasmatropfen" in das surreale Universum von Joshua Groß.

25.09.2024 Als bisher besten Roman von Sally Rooney preist die SZ "Intermezzo", schon weil die Irin ihre Figuren wie auf einem Schachbrett virtuos hin- und herschiebt. Außerdem amüsiert sie sich prächtig, wenn Manfred Krug in seinen Tagebüchern auf den Tatort schimpft. Die FAZ sinniert mit der amerikanischen Lyrikerin Edna St. Vincent Millay über Lebensskepsis, Tod und Apfelbäume und staunt einmal mehr über den "Koeppen-Sound" von Christoph Peters. Und die FR reist mit Reportagen von Gabriele Tergit im Schnellzug nach Haifa.

24.09.2024 SZ und Dlf Kultur widmen sich mit Timothy Snyder der Frage: Was ist Freiheit? Die NZZ erfährt von der Philosophin Svenja Flasspöhler, wie man richtig streitet - Habermas ist auch mit dabei. Die FAZ lässt sich von Robert Probst in die Rezeptionsgeschichte der afrikanischen Kunst einführen. Die SZ reist mit Navid Kermani und seinem neuen Buch "In die andere Richtung jetzt" nach Ostafrika. Dlf Kultur verliebt sich in Elke Schmitters neuem Roman in die Liebe.