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23.09.2024 Die NZZ fordert den Nobelpreis für Mircea Cartarescu und seinen neuen Roman über den äthiopischen Kaiser "Theodoros". Die FAZ freut sich über neue Kinderbücher: Bei Julie Völk verwandelt sich ein kleines Mädchen aus Protest in einen Elefanten. Rachel van Kooij erzählt in "Niemand so wie ich?" die Geschichte der intersexuellen Niki. Die FR hebt mit dem Roman "Frankfurt - Paris - Frankfurt" aus dem Nachlass von Peter Kurzeck einen literarischen Schatz. Die SZ liest bei Adrian Geiges von der "unheiligen Allianz" zwischen Wladimir Putin und Xi Jinping - und deren Verbündeten im Westen.

21.09.2024 Also, das Setting klingt vielleicht ein bisschen konventionell - es um zwei Brüder und ihre Beziehungen zu Frauen -, aber die FAS versichert: Sally Rooneys neuer Roman "Intermezzo" ist große Literatur. Die FR lässt sich von Yaroslav Hrytsak eine "Biografie der Ukraine" erzählen. Obwohl die einst bis zu acht Meter lange Stellersche Seekuh ausgestorben ist, gibt sie in Iida Turpeinens Roman "Das Wesen des Lebens" eine überzeugende Protagonistin ab, findet die FAZ. Die taz erinnert sich mit Wehmut und einem Band der Zeitschrift für Ideengeschichte an die "Suhrkamp-Kultur".

20.09.2024 Die FAZ erfährt von Sally Coulthard alles übers Huhn - von kultischer Verehrung bis zu KFC. Von Yuval Noah Harari lässt sie sich eine kurze Geschichte der Informationsnetzwerke erzählen. Beeindruckt folgt die NZZ dem Osteuropahistoriker Jörg Baberowski, der auf mehr als 1300 Seiten die Geschichte des russischen Zarenreichs entfaltet, um das gegenwärtige Russland zu verstehen. Der Dlf folgt Olga Grjansnowas ganz normaler jüdischer Familie von Berlin nach Gran Canaria. Die FR blickt mit Ulrich Johannes Schneider in Carnegies Bibliotheken. Und die SZ empfiehlt Kinder- und Jugendbücher.

19.09.2024 Wer noch an die Liebe glaubt, lese Elke Schmitters "Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch", ruft Dlf Kultur. Die FR taucht mit Ernst Cassirer in die "Metaphysik der symbolischen Formen" ein. Die FAZ fühlt sich sehr wohl mit Punk a la Eckhart Nickel. Der Dlf empfiehlt zur Lektüre von Mario Vargas Llosas "Die große Versuchung" kreolische Walzer von Lucha Reyes.

18.09.2024 Die NZZ wird in Isabelle Lehns Roman "Die Spielerin" in ein "rasantes Verwirrstück" um eine ganz unscheinbare Betrügerin hineingezogen, die sogar der Mafia zuarbeitete. Die SZ ist begeistert von David Coppos Roman, der die Radikalisierung eines italienischen Jugendlichen zum rechten Schläger nachzeichnet. Beklemmung löst in ihr Jessica Linds "Kleine Monster" aus, die die Grausamkeit von Kindern in den Fokus nimmt. Bei Moon Unit Zappa wird die Welt Zeuge, wie ein Familienmärchen zur Grimm'schen Gruselgeschichte wird.

17.09.2024 Die FAZ zieht den Hut vor Ilko-Sascha Kowalczuk, der in "Freiheitsschock" gegen Geschichtsklitterung und Autoritarismus anschreibt. Mit Elke Schmitters neuem Roman taucht sie hingegen ab in das Drama der Liebe. Frank Zappa war gar nicht so ein nonkonformistischer Freigeist, erfährt die NZZ von seiner Tochter Moon Unit, vor allem nicht als Vater. Dlf Kultur zieht mit Oxana Wassjakinas Protagonistin und ihrem drogensüchtigen Vater durch die karge Steppe Sibiriens.

16.09.2024 SZ und Dlf Kultur bekommen von Eckart Lohse in "Die Täuschung" die Versäumnisse der Merkel-Ära vor Augen geführt. Monika Zeiners Roman "Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre" über eine Unternehmerdynastie, die von den Verbrechen der Nazis profitierte, kann sowohl NZZ als auch Dlf überzeugen. Die FAZ hört entzückt Gedichte von Georg Trakl, unter anderen gelesen von Tobias Moretti, Paula Beer und Albert Schuch. Die taz lässt sich von Melania G. Mazzucco gerne die Geschichte der ersten römischen Architektin Plautilla Bricci erzählen.

14.09.2024 Die FAZ sehnt sich mit Stephan Rehm Rozanes und Fabian Soethof nach der Musik der Neunziger zurück. Der Dlf vergräbt sich mit Roman Ehrlichs dickem Jungen derweil in den Videotheken der Neunziger. Die FAS erfährt von der Historikerin Annette Kehnel, was wir heute noch aus den sieben Todsünden lernen können. FR und Dlf Kultur lassen sich mit Eva Maria Leuenbergers „Spinne“ von der Decke baumeln, um auf die Menschen zu blicken. Die taz annonciert mit Dagmar Herzogs „Eugenischen Phantasmen“ ein wichtiges Buch, das unter anderem auf die Rolle der Kirchen hinweist. Und die NZZ erinnert sich dank Melania G. Mazzucco an Roms erste Architektin: Plautilla Bricci.

13.09.2024 Nach der Lektüre des neuen Habermas-Gesprächsbandes kann die NZZ die Haltung des Philosophen zum Krieg in der Ukraine zumindest nachvollziehen. Mit Jón Kalman Stefánsson setzt sich in ein "gelbes U-Boot" und trifft Lebende und Tote. Die FAZ wirft mit Martin Mulsow einen Blick auf Porzellanindianer, Satyrfigur und Goldtaler, um die Aufklärung besser zu verstehen. Der Dlf bewundert die absurden Einfälle, mit denen Christoph Dolgan in "Blitzeisidentität" vom Leben in Ruinen erzählt. Und Dlf Kultur begleitet die Biochemikerin Katalin Karko auf dem Weg zum Nobelpreis.

12.09.2024 Die FAZ ist erschüttert von Neige Sinnos Roman "Trauriger Tiger", in dem die Autorin von den Vergewaltigungen durch ihren Stiefvater erzählt. Die taz harrt mit Abdelaziz Baraka Sakins im berüchtigten "Dschungel" von Callais aus. Die Zeit erfährt von Gillian Anderson, was Frauen wollen. Dlf ist begeistert von Gerald Kershs Roman "Hirn und zehn Finger" über vier jugoslawische Widerstandskämpfer. Mit Erica Benner untersucht er angeregt das Wesen der Demokratie.