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22.04.2024 Die SZ empfiehlt Matthew Desmonds wütendes Manifest über Armut in den USA, von der vor allem Reiche profitieren. Für die FR ist Vigdis Hjorths Roman "Ein falsches Wort" über Missbrauch in der Kindheit keine leichte, aber eine faszinierende Lektüre. Dass sich Gegensätze anziehen, sieht die NZZ in den "Love Letters" von Virginia Woolf und Vita Sackville-West bestätigt. Die taz fühlt sich durch Sonja Yakovlevas explizite Scherenschnitte überfordert, aber selbstermächtigt.

20.04.2024 Die FAZ freut sich: Florian Wackers Roman "Zebras im Schnee" über die Architektur- und Designbewegung "Neues Frankfurt" erscheint pünktlich zu deren Jubiläum. Die taz durchlebt mit Olena Sachartschenkos vielschichtigem Roman "Kämpferinnen" die Proteste auf dem Majdan in Kyiv. Dlf hat einen heißen Tipp für alle Philosophie-Fans: Onur Erdurs Essay "Schule des Südens", der die koloniale Vergangenheit und die postkoloniale Gegenwart der "französischen Theorie" aufarbeitet. Dlf Kultur reist mit Tom Holland ins Alte Rom, wo blutrünstig gemordet und heiß geliebt wird.

19.04.2024 Die FAZ lernt von Frank Trentmann, dass die Deutschen, je weiter sie sich vom Zweiten Weltkrieg entfernen, den europäischen Nachbarn immer ähnlicher werden. Die FR liest in drei Essays, wie Volker Braun versucht, mit Gewalt zu leben. Dlf Kultur bewundert, wie eindringlich Tierno Monénembo die Schreckensdiktatur von Ahmed Sékou Touré in Guinea beschreibt. Und der Dlf lobt das Feingefühl, mit dem Lutz van Dijk Kindern vom Schicksal der Holocaust-Überlebenden Rozette Kats erzählt.

18.04.2024 Die FAZ versinkt in den Love Letters, die Virginia Woolf und Vita Sackville-West tauschten. Die FR liest Erzählungen von Pedro Almodovar. Die NZZ kostet koreanische Tempelküche von Jeongkwan Snim. Die Welt kann die Predigt von Hedwig Richter und Bernd Ulrich zu Verzicht und Entsagung nicht ganz ernst nehmen. Die Zeit lässt sich von den berühmtesten Fußballern die schönsten Tore malen.

17.04.2024 Die FAZ lernt von Tom Mustill, wie man sich mit Walen unterhalten kann. Die FR widmet sich mit Thomas Medicus dem schillernden Leben von Klaus Mann. TAZ , FAZ und NZZ ziehen den Hut vor Salman Rushdies "Knife": Weder seine Kampfeslust noch seinen Humor hat er verloren, staunt die NZZ. Die Welt fragt sich mit Daniel Bogner, wie die Kirche wieder zu einem Orientierungspunkt in Sachen Liebe und Beziehung werden könnte.

16.04.2024 Mit Spannung wurde Salman Rushdies Buch "Knife" erwartet: Die SZ ist schwer beeindruckt, wie Rushdie mit seiner persönlichen Erzählung auch die Geschichte unserer Zeit schreibt. Literarisch brillant und gleichzeitig tieftraurig, findet Dlf. Eine glühende und kluge Streitschrift gegen die Bedrohung des europäischen Nationalismus hält die SZ außerdem mit Robert Menasses "Die Welt von morgen" in den Händen. Die NZZ zieht den Hut vor Andrea Petkovic, die nicht nur hervorragend Tennis spielen, sondern auch begnadet über die Welt des Spitzensports schreiben kann.

15.04.2024 Die FAZ reist mit dem Naturforscher Georg Forster in die Südsee. Außerdem lauscht sie der erschütternden Geschichte von Julien Greens "Adrienne Mesurat". Die SZ erkennt mit Gernot Bauer und Robert Treichler, wie der FPÖ-Politiker Herbert Kickl die Demokratie in Europa aushebeln will. Die NZZ ruft mit Daisy Hildyard den "Notstand" aus und ergründet die Verflechtungen von Natur und Menschheit.

13.04.2024 Die FAZ schwelgt in einem Bildband über Yves Saint-Laurent, der ihr zeigt, wie der Designer mit Form und Farbe spielte. Die SZ freut sich über einen Band mit bunten, wilden Erzählungen von Pedro Almodovar. Die taz lässt sich von der Osteuropa-Historikerin Tara Zahra die Globalgeschichte zwischen den beiden Weltkriegen erzählen. Außerdem denkt sie mit Leslie Jamison darüber nach, wie sich Kinder und Kunst vereinbaren lassen. Der Dlf staunt einmal mehr, wie es Mathias Enard vermag, anhand einzelner Figuren die große Weltgeschichte zu entfalten.

12.04.2024 Als "Weltliteratur" preist die NZZ Szczepan Twardochs mitten im Krieg entstandenen Roman "Kälte", der durch das 20. Jahrhundert in Russland führt. Die Welt bewundert, wie klug Robert Menasse über ein souveränes demokratisches Europa nachdenkt und nebenbei gegen Merkel austeilt. Dlf Kultur hat den Geruch von Stoffen geradezu in der Nase, so sinnlich schreibt Monika Helfer von ihrer Leidenschaft. Der Dlf kämpft mit Melanie Möller für die Freiheit der Literatur. Und die FR lässt sich von traurig-schönen Gedichten von Feodor Pellmann wachrütteln.

11.04.2024 Die FAZ erfährt aus Luna Alis Roman "Da waren Tage", was Flucht und Gewalt in einem jungen Menschen anrichten können, auch wenn er sich in einem sicheren Land aufhält. Trost findet sie in Dierk Wolters Familien-Roman "Dienstag". Die NZZ taucht mit Daniel Brösslers Biografie über den amtierenden Kanzler ein in die "Blackbox" Olaf Scholz und findet wenig Sympathisches. Dlf schwärmt von den Gedichten der verstorbenen Lyrikerin Barbara Köhler. Mit dem Erzählungsband "Als ich noch unsterblich war" von Christoph Ransmayr geht er auf Entdeckungsreise.