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21.02.2024 Die FAZ bewundert das etwas "schräge Fantum" von Konrad Rufus Müller, der Adenauer gern auflauferte, um das perfekte Foto zu machen. Außerdem lauscht sie angetan Irene Langmann, die über Generationen hinweg vom Schicksal der Russlandeutschen erzählt. Die FR lässt sich von Paul Auster erklären, weshalb die Amerikaner so an ihren Waffen hängen. Was passiert, wenn in der amerikanischen Provinz die Schusswaffen plötzlich nicht mehr funktionieren, erfährt die SZ in Jonathan Lethems postapokalyptischem Roman "Der Stillstand". Und Dlf Kultur folgt mit dem estnischen Autor Tauno Vahter gebannt den "11 Fluchten des Madies Jefferson".

20.02.2024 Die FAZ verbarrikadiert sich mit Rüdiger Safranskis Kafka-Buch vor der Außenwelt. Außerdem ist sie fasziniert von Judith Koelemeijers Biografie der niederländischen Jüdin Etty Hillesum. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt Laura Lichtblaus Roman bei Dlf Kultur: eine junge Frau entdeckt die Verstrickungen ihrer Familie in das Euthanasie-Programm der Nazis. Dlf preist Sofi Oksanes Band "Putins Krieg gegen die Frauen", der die systematische Misogynie des russischen Regimes denunziert, als ein wichtiges und mutiges Buch.

19.02.2024 Die FAZ spitzt die Ohren, wenn Gert Westphal die Thomas-Mann-Novelle "Tristan" vorliest: von der Kaufmannsgattin Gabriele Klöterjahn bis zum kugelrunden Baby Anton verleiht er jeder Figur ihr eigenes Timbre. Mit dem zweiten Teil der "Jahrhundertstimmen" bekommt sie deutsche Geschichte in Originalaufnahmen zu hören: von Adorno bis Ulbricht ist alles dabei. Der Dlf lobt Aleksandar Hemons "Die Welt und alles, was sie enthält" als großen Roman über Liebe, Krieg und Emigration. Dénes Krusovszky wird seinem Ruf als "ungarischer Jonathan Franzen" gerecht, findet er außerdem.

17.02.2024 Die FAZ staunt, wie Daryna Gladun die Grauen des Kriegs in der Ukraine in Lyrik fasst. Die SZ lernt von Mirna Funk, was es heißt, Jüdin zu sein. Mit Roberto Saviano begibt sie sich auf die Spuren von Falcone. Die taz lässt sich von Samuel Salzborn noch einmal erklären, in welchem Ausmaß Antisemitismus die Demokratie gefährdet. Von Franz Dobler erfährt sie, was es bedeutet, zwischen zwei Müttern aufzuwachsen. FAS und Dlf lauschen Omri Boehm und Daniel Kehlmann bei ihrem Gespräch über Kant, die FAS hätte allerdings gern mehr von Kehlmann gehört.

16.02.2024 Eine andere Geschichte der BRD liest der Dlf bei Frank Bösch, der ihm von Waffen- und Energiedeals mit Diktatoren in der Nachkiegszeit erzählt. Ein düsteres Porträt Russlands in fünf Verbrechen verdankt er Julian Hans. Die FR empfiehlt einen von Tania Martini und Klaus Bittermann herausgegebenen Band mit Essays zum 7. Oktober. Außerdem bewundert sie die "ökonomische Eleganz" in Michela Murgias letzten Erzählungen. Dlf Kultur erkundet mit Maggie Millners Paaren neue Formen des Begehrens. Und die FAZ blickt mit Mustafa Suleyman auf Perspektiven und Gefahren der KI.

15.02.2024 Gleich dreimal besprochen wird Uwe Wittstocks Buch über die Schicksale deutscher Intellektueller und Künstler, wie etwa Walter Benjamin, Hannah Arendt und Heinrich Mann, die 1940 von Marseille aus nach Fluchtmöglichkeiten suchten: Die SZ ist enthusiastisch. Die Zeit freut sich über nüchterne Fakten einer - und lebendige Prosaminiaturen andererseits. Auch die FAZ gibt sich dem filmhaften Sog gerne hin - vermisst aber zuweilen etwas Kontext. Barbara Kingsolvers Sozialroman über den jungen "Demon Copperhead", könnte es mit seinem Vorbild Charles Dickens aufnehmen, meint Dlf Kultur. Und die taz zieht mit Tobias Allers durch Berliner Clubs.

14.02.2024 Die FAZ blättert bedächtig in Nora Krugs neuer Graphic Novel, in der die Tagebücher einer Ukrainerin und eines Russen aus dem Krieg zu lesen sind: diese unterschiedlichen Perspektiven auf das Geschehen, illustriert von der renommierten Künstlerin, können niemanden kalt lassen. Die taz ist beglückt von der "zauberhaft-verwunschenen Atmosphäre" in Hayao Miyazakis Manga "Shunas Reise". Dlf liest gebannt die von Margaret Atwood und Douglas Preston versammelten Geschichten aus der Zeit der Pandemie in New York. Außerdem begeistert er sich für die brillanten und zeitlosen Erzählungen des belgischen Schriftstellers Roger van de Velde aus der Psychiatrie.

13.02.2024 Die FAZ ist tief beeindruckt von den regimekritischen Texten der russischen Journalistin Jelena Kostjutschenko, versammelt in "Das Land, das ich liebe". Dlf vertieft sich in Dilek Güngörs Buch "A wie Ada", in dem die Protagonistin versucht, als Kind türkischer Eltern ihren Platz zwischen zwei Identitäten zu finden. Auch die FR ist hingerissen davon, wie Güngör hier die Zerrissenheit zwischen dem Wunsch nach Unverwechselbarkeit und dem Verlangen dazuzugehören schildert. Die SZ lobt in höchsten Tönen Ian Penmans Buch über Rainer Werner Fassbinder als Werk, das im besten Sinne vom Kino her geschrieben ist.

12.02.2024 Die NZZ taucht mit Mojca Kumerdejs Erzählungen "Unter die Oberfläche" von vermeintlich Vertrautem. Die SZ ist bewegt von Çetin Gültekins Buch über seinen Bruder Gökhan, der unter den Opfern des rassistischen Anschlags in Hanau war. Die taz empfiehlt zwei Bände über die Band "Kraftwerk" - und das nicht nur für Fans. Dlf Kultur schmökert in Jan Koneffkes Roman "Im Schatten zweier Sommer", der von der Liebe zwischen Joseph Roth und der jungen Fanny erzählt.

10.02.2024 Die SZ zieht den Hut vor Sofi Oksanen und ihrem politischen Werk "Putins Krieg gegen die Frauen". Mely Kiyaks Vater-Tochter-Roman ist wunderschön und tieftraurig zugleich, schnieft sie. Die taz verschlingt Timon Kaleytas Roman "Heilung". In Simon Parkins "Die Insel der außergewöhnlichen Gefangenen" erfährt sie, wie Churchill deutsche Künstler in Lagern einsperrte. Die FAS trauert um Michela Murgia und bewundert, wie die Schriftstellerin ihre Krebsdiagnose in kraftvolle Literatur umzuwandeln wusste. Die FAZ feiert die Wiederentdeckung der Romane von Joy Williams.