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29.01.2024 Der Dlf zeigt sich nachhaltig beeindruckt von zwei Büchern aus den Niederlanden, die den Holocaust für junge Leser aufarbeiten: Martine Letteries Buch "Kinder mit Stern" erzählt die Schicksale jüdischer Kinder im Durchgangslager Westerbork. Astrid Sy folgt in ihrem Roman "Nenn' keine Namen" zwei Widerstandskämpferinnen während der deutschen Besatzung. Dlf Kultur empfiehlt Michel Friedmans Essay über Antisemitismus als Weigerung, sich vom grassierenden Hass anstecken zu lassen. Die SZ liest bei Stefanie Palm, wie ehemalige Nazis die Medienpolitik in der Nachkriegszeit beeinflussten.

27.01.2024 Die FAZ kann kaum glauben, wie aktuell John Sanfords Roman "Menschen vom Himmel" von 1943 von Rassismus und Ausgrenzung in den USA erzählt. Die SZ hält mit dem von Corry Guttstadt herausgegebenen Sammelband über türkisch-islamischen Antisemitismus ein Glanzstück "politischer Bildung" in Händen. Der Dlf empfiehlt wärmstens Benny Morris' kluge geschichtliche Abhandlung über den ersten arabisch-israelischen Krieg. Außerdem rät er, die unterhaltsamen Vorlesungen des Wissenschaftsphilosophen Paul Feyerabend von 1985 "gewissermaßen mit den Ohren" zu lesen.

26.01.2024 FAZ und FR hören gebannt zu, wenn ihnen die Philosophin Rahel Jaeggi erklärt, wann soziale Veränderungen fortschrittlich sind. Außerdem blickt die FAZ mit Tolkien, Dante und Carlo Rovelli in "Weiße Löcher". Die SZ lernt von Heinz Bude: Die Boomer haben noch ihre ökologische Verwüstung abzuarbeiten. Dlf Kultur lässt sich von Jana Scheerer eine groteske Geschichte über einen Rassismus-Vorfall an der Uni erzählen und lernt von Hektor Haarkötter allerhand über Küss-Kulturen.

25.01.2024 Die FAZ erlebt mit Alvaro Enrigues "Von Königreichen hast du geträumt" die historische Begegnung zwischen dem spanischen Eroberer Hernan Cortes und dem aztekischen König Moctezuma II., in Thomas Lehrs "Manfred" begegnet sie einer humorvollen außerirdischen Entität namens Zorrgh. Die NZZ lauscht mit Stine Pilgaard in einem dänischen Genossenschaftshaus "Liedern in allen Lebenslagen". Die Zeit nimmt mit Heinz Bude "Abschied von den Boomern".

24.01.2024 Dlf Kultur bewundert die kühne Opulenz von C Pam Zhangs dystopischem Roman "Wo Milch und Honig fließen". Die NZZ liest erschüttert die Aufzeichnungen des ukrainischen Journalisten Stanislaw Assejew aus einem russischen Foltergefängnis im besetzen Donezk. Die FAZ fröstelt bei der Lektüre von Sergej Lebedews Erzählungen im Wind, der über Stalins Datscha heraufzieht. Die FR wandert mit Hans Jürgen von der Wense durch die deutschen Mittelgebirge.

23.01.2024 Die FAZ freut sich über das gruselige Rätsel, das ihr Susan Krellers Roman "Salzruh" aufgibt. Außerdem schaut sie Sarah Kirsch zufrieden bei der Weltflucht zu. Die SZ taucht mit Tuvia Tenenbom ab in die Welt des orthodoxen Judentums. Die NZZ bewundert den erzählerischen Furor in Laszlo Krasznahorkais Erzählungsband "Im Wahn der Anderen". Und Dlf verfolgt im finster-prachtvollen Roman der argentinischen Schriftstellerin Aurora Venturini, wie eine Hochbegabte mit Tieren und okkulten Mächten kommuniziert.

22.01.2024 Die FAZ amüsiert sich mit Filiz Penzkofers Jugendbuch "Alles im Grünen" mit einer durchgeknallten Berliner WG, die eine Leiche beseitigen muss. Mit Fiona Longmuirs Kinderkrimi ist sie "Auf der Suche nach Emily McCrae" und dabei angenehm gegruselt. Der Dlf fliegt mit einem Kindersachbuch vom Katapult-Team in einem sprechenden Raumschiff ins Weltall. Die SZ liest mit Gewinn Melanie Wagers Studie zum antisemitischen Hetzblatt "Der Stürmer". Die NZZ erfährt von Jaroslaw Kuisz und Karolina Wigur, warum nationale Souveränität für Polen eine so große Rolle spielt.

20.01.2024 Bei der hingerissenen FAS kochen die Emotionen hoch, während sie Simon Shusters Reportage über den Komiker, Präsidenten, Ehemann und Kriegsherrn Wolodymyr Selenskyj verfolgt. Der taz nimmt eine neue Lenin-Biografie jede Illusion über den ersten kommunistischen Führer. Die NZZ versenkt sich mit Matsuo Basho, Kamo no Chomei und Bar Juyi in die Natur. Der Dlf unternimmt mit Uta Gosmanns Gedichten eine "Reise durchs Nimmerich". Dlf Kultur swingt mit John Giorno durch die schwule Kunstszene der USA in den 60er und 70er Jahren.

19.01.2024 Die FAZ lernt eine starke junge Frau kennen, in Barbara Beuys' Biografie der "Heldin von Auschwitz", Mala Zimetbaum. Lob gibt's auch für Johannes Preiser-Kapellers Geschichte des Byzantinischen Reichs. Die FR liest mit Sigrid Nunez' "Die Verletzlichen" einen beglückenden Lockdown-Roman. Dlf taucht ein in die marokkanische Gesellschaft mit Yasmine Chamis Ehebruchsdrama "Tief ins Fleisch".

18.01.2024 Die FAZ erlebt mit Natascha Kramberger Leid und Freud nachhaltiger Landwirtschaft auf einem Bauernhof in Slowenien. Viel Spaß hat sie auch mit Jörg Schiekes klugem Buchstabentanz in "Silverman schickt mich". Dlf Kultur empfiehlt wärmstens die wiederaufgelegte Autobiografie Manes Sperbers. Die FR lernt von Jean Amery, dass der neue Antisemitismus immer auch der alte ist. Und der Dlf liest beklommen Resoketswe Manenzhes "Wir Zerrissenen" über eine schwarz-weiße Familie im Südafrika der Apartheid.