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09.12.2023 Als perfektes Weihnachtsgeschenk empfiehlt die FAZ Jonathan B. Losos’ Evolutionsgeschichte der Katze. Die FR wird von allem, was Michael Krüger in seinen Erinnerungen schreibt, restlos umgehauen. Die SZ lernt in Annette Mingels' neuem Roman einen Unsympathen schätzen. Erschüttert liest die taz Stanislaw Assejews Erinnerungen an die brutale Zeit im Gefängnis Isoljazija in Donezk. Und Dlf Kultur lernt von Hannes Bajohr: KI hat Humor, aber noch dichtet der Mensch besser.

08.12.2023 Eine kleine Sensation ist für den Dlf Kultur, wie zukunftssicher Theodor Fontane den Begriff der Short Stories füllte. Außerdem empfiehlt er Charlotte Mullins’ Geschichte der Kunst, in der endlich auch Frauen ihren Platz finden. Ein paar Frauen hätte sich hingegen die NZZ in Michael Krügers lesenswerten Begegnungen mit Dichtern gewünscht. Die Welt blickt mit Frank Trentmann auf die Moral in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Und die FAZ liest bewegt Walter Sperlings Geschichte der Stadt Grosny.

07.12.2023 Dlf Kultur macht in Camille Laurens' "So wie du mich willst"
Bekanntschaft mit den multiplen Identitäten einer Frau. Und denkt mit
Annie Dillard über den Sinn des Lebens nach. Die FAZ liest Gunnar Deckers Rilke-Biografie mit gemischten Gefühlen. Die FR amüsiert sich mit Paula Rodriguez' "Dringlichen Angelegenheiten". Die NZZ stimmt in den Lobgesang auf Joanna Bators Generationenroman "Bitternis" ein. Die Zeit empfiehlt Eva Rottmanns Skater-Jugendroman "Kurz vor dem Rand".

06.12.2023 Der Dlf liest begeistert mit Michael Kleebergs "Dämmerung" die boshaft-präzise Studie einer alternden Gesellschaft. Die FAZ begegnet Göring, der Dietrich und Remarque in Uwe Fleckners Roman "Im Schatten der blauen Pferde" über ein verschwundenes Gemälde von Franz Marc: So spannend kann Provenienzforschung sein, staunt sie. Die SZ amüsiert sich mit dem Übersinnlichen in Robert Galbraiths Krimi "Das strömende Grab".

05.12.2023 Die SZ bekommt von den Memoiren der Komponistin und Suffragette Ethel Smyth Appetit auf mehr. Dlf verfolgt erfreut, wie Christoph Geiser in "Das Gefängnis der Wünsche" den Marquis de Sade auf Johann Wolfgang von Goethe prallen lässt - und gleichzeitig aus der Berliner Schwulenszene erzählt. Außerdem stellt er fest: Ein bisher unveröffentlichter Roman des deutsch-jüdischen Autors Georg Hermann ist seit 1939 um keinen Tag gealtert. Dlf Kultur liest interessiert, wie Amitav Gosh vierhundert Jahre Globalgeschichte anhand einer kleinen Muskatnuss erzählt.

04.12.2023 Die SZ ist empört darüber, was sie aus Peter Seiberts Buch über den Umgang
mit dem jüdischen Kulturerbe in den deutschen Nachkriegsjahrzehnten erfährt. Außerdem lernt sie von Thomas Schüller, warum die "Unheilige Allianz" von Staat und Kirche endlich aufgelöst werden muss. Dlf Kultur umarmt mit Anton Artibilovs Erzählungen das Sonderbare. Die FR freut sich darüber, wie Dror Mishanis israelischer Ermittler in "Die schwere Hand" jedes Krimi-Klischee umgeht.

02.12.2023 Die FAZ freut sich über eine neue Gotthelf-Ausgabe, die den Schweizer Autor, der so gut über die Machtverhältnisse auf den Bauernhöfen im Berner Emmental schreiben konnte, hoffentlich breiter bekannt macht. Die Welt empfiehlt Anna Metcalfs Debüt "Chrysalis" über die radikale Verwandlung einer jungen Frau. Der Dlf versenkt sich in die Rauschliteratur des Schweizer Autors Ludwig Hohl. Und von Jan Kuhlbrodt lernt sie beschämt, wie wenig wir darauf vorbereitet sind, Menschen im Rollstuhl zu begegnen.

01.12.2023 Die NZZ rät nach der Lektüre der Briefe dringend Warlam Schalamow zu entdecken. In Olaf B. Raders reicher Biografie lernt sie Leben und Wirken von Karl IV. kennen. Die FAZ horcht auf, wenn ein gelehrter Katholik wie Thomas Schüller loslegt, um die Trennung von Kirche und Staat zu fordern. Die SZ empfiehlt Winter- und Weihnachtsbücher für Kinder. Der Dlf staunt, wie zart Michael Spyra über Männer dichtet. Als spätexpressionistisches Meisterwerk feiert Dlf Kultur Peter Flamms Roman "Ich?" aus dem Jahr 1926.

30.11.2023 Zum bedächtigen Genießen empfiehlt die Zeit Soren Ulrik Thomsens schmalen Band, in dem der dänische Autor sein Leben in der "Store Kongensgade 23" schildert, aber auch das "Dunkel des inneren Raumes" ausleuchtet. Dlf erfreut sich an der abenteuerlich-aufregenden Fabulierlust in Frank Witzels Erzählungsband "Die fernen Orte des Versagens". Dlf Kultur liest mit angehaltenem Atem den Debütroman des georgischen Regisseurs Temur Babluani, der auch etwas für "die große Leinwand" wäre. Außerdem berauscht er sich an der erzählerischen Originalität in Thomas Willmanns historischem Schauerroman "Der eiserne Marquis".

29.11.2023 Die SZ unternimmt mit Orhan Pamuks Skizzenbüchern einen Augen-Spaziergang am Bosporus. Gebannt folgt sie auch Anja Reich, die ergründet, weshalb das "coolste Mädchen aus Lichtenberg" Suizid beging. Dlf Kultur begleitet mit Asne Seierstad zwei Afghaninnen und einen Taliban-Kämpfer. Und die NZZ reist mit Jonathan B. Losos durch die Evolutionsgeschichte der Katze.