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06.05.2024 Fuminori Nakamuras Roman "Die Flucht" dreht sich um eine Teufelstrompete und reicht zurück bis in die Zeit des Shogunats - die FAZ ist begeistert. In Joe Thomas' "Brazilian Psycho" taucht sie ab in die Unterwelt von Sáo Paolo, in der sich auch mancher brasilianische Politiker auskennt. Yan Liankes Parabel auf die Schrecken der chinesischen Diktatur lässt den Dlf erschauern. Die SZ gewinnt mit Jonathan Eigs Biografie über Martin Luther King eine ganz neue Perspektive auf diesen widersprüchlichen Charakter.

04.05.2024 Viel FAZ heute: Eindringlich empfiehlt sie Albert Cohens Autobiografie Erzählung "O Menschenbrüder", die auch fünfzig Jahre nach Erscheinen des Originals eine höchst aktuelle Reflexion über Antisemitismus biete. Düster-faszinierend, aber fesselnd ist der endlich übersetzte Roman "Gebranntes Kind" von Stig Dagermanm, freut sich nochmals die FAZ. SZ und taz bewundern Victoria de Grazias sich fast wie ein Roman lesendes Porträt eines italienischen Faschisten in "Der perfekte Faschist". Die Welt geht mit Marina Weisband auf "Die neue Schule der Demokratie".

03.05.2024 Geschichten von Verfolgung und Exil, wie sie Elizabeth Graver in "Kantika" erzählt, klingen plötzlich wieder aktuell, findet der Deutschlandfunk. Ebenfalls in Dlf als feines, "diskretes Requiem" gelobt: Anna Enquists Roman "Die Seilspringerin". Dlf Kultur empfiehlt Lavie Tidhar Thriller "Maror". Die FAZ lässt sich von Christoph Haffter zum "Musikalischen Materialismus" bekehren.

02.05.2024 Der Dlf empfiehlt Olga Martynovas "Such nach dem Namen des Windes" als beeindruckenden Gedichtband über die großen Einschnitte im Leben. Und er versinkt in Louise Glücks Buch über die einjährigen Zwillinge "Marigold und Rose". Die FAZ ist schwer beeindruckt von "Sei nicht so", dem Debütroman der Comedienne Kristin Warnke über terroristische Mutter. Die SZ freut sich über Björn Kuhligks mit Liebe grundierte "Berlin-Beschimpfung". Dlf Kultur liest gebannt die Erinnerungen der polnischen Philosophin Barbara Skarga an den Gulag.

30.04.2024 Die FAZ taucht mit Kettly Mars tief in den haitianischen Vodoo-Kult ab. In Hanna Kiels literarischen Tagebüchern liest sie über die Besatzung von Florenz durch die deutsche Wehrmacht . Die taz ist hin und weg von Thomas Kunsts Gedichtsammlung "Wü", in der es Kritik an wohlfeiler Befindlichkeitslyrik hagelt. Die Welt überschüttet Thomas Medicus' Biografie über Klaus Mann mit Lob: Endlich lässt ihn jemand aus dem Schatten seines Vaters heraustreten.

29.04.2024 Die SZ erfährt von Walter J. Lindner, was Deutschland von Indien lernen kann und muss. Außerdem lobt sie, dass Daniel Mullis in seinem Band "Der Aufstieg der Rechten in Krisenzeiten" nicht moralisiert - seine Gesprächspartner hätte sie aber gerne besser kennengelernt. Die NZZ kämpft mit Melanie Möller für die Freiheit der Literatur. Die FAZ freut sich über Gabriel Felbermayrs luziden Essay zur europäischen Wirtschaftspolitik.

27.04.2024 Der hingerissene Dlf taucht mit Aris Fioretos' Roman "Die dünnen Götter" in die Punkszene New Yorks in den Siebzigern ein. Dlf Kultur lässt sich von einer Fee verführen, die Angela Krauß im Traum erscheint. Die taz lernt mit Kristin Höllers Roman "Leute von früher" Erwachsenwerden an der Nordsee. Die FAZ vertieft sich in die "Hackbibel 3" des Chaos Computer Clubs und stellt fest: Die Hacker sind in die Jahre gekommen, aber immer noch weit vorne in punkto Netzdebatte.

26.04.2024 Die FAZ denkt mit Lorenz Jäger über die Kunst des Lebens und Sterbens bei Homer, Marx, Joni Mitchell und vielen anderen nach. Peter Gülke verdankt sie einen packenden Bericht aus dem Konzertalltag. Der Dlf zerlegt mit Nora Schramm poetisch und ironisch eine Ehe nach vierzig Jahren. Außerdem profitiert er von Volker Brauns Erfahrungen im Umgang mit Gewalten. Dlf Kultur reist mit dem Historiker Andreas Renner die Nordostpassage entlang und analysiert die Interessen russischer Herrscher.

25.04.2024 Die FAZ versinkt in einem Band mit deutscher erotischer Literatur des 18. Jahrhunderts. Die FR lernt vom neoklassischen Dichter Vittorio Alfieri, warum Aufklärung der Passion nicht entgegenstehen muss. Die NZZ liest mit Alexander Hemons "Die Welt und alles, was sie enthält" die inzwischen utopisch anmutende Liebesgeschichte zwischen einem Juden und einem Muslim. Der Spionagethriller lebt, freut sich die Zeit und empfiehlt Charles den Tex' "Repair Club" als Beweis. Der Dlf fährt mit Eric de Kuyper Ende der 1940 in die Sommerferien nach Ostende.

24.04.2024 Dlf empfiehlt den neuen Roman von Abdulrazak Gurnah "Das versteinerte Herz" über eine Jugend im von Revolutionen erschütterten Sansibar der siebziger Jahre. Außerdem bewundert er den "stilistischen Mut" der US-amerikanischen Wissenschaftlerin und Aktivistin bell hooks. Die FAZ freut sich über Tessa Hadleys Roman "Das Jahr der Veränderungen", in dem mehrere Familiengenerationen in ihrem walisischen Heimatort Cardiff aufeinandertreffen. Die taz wohnt mit Tuvia Tenenbom ein Jahr lang im ultraorthodoxen Jerusalemer Viertel Mea Sharim. Die NZZ begleitet Elizabeth Pichs abgedrehtes "Fungirl" ins Emoji-Ministerium.