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07.11.2023 Die SZ liest gerührt die Erinnerungen des kürzlich verstorbenen Schauspielers Peter Simonischek, versammelt im Band "Kommen Sie näher". Die FR schärmt von der Leichtigkeit in den späten Gedichten des Kinderbuchautors Peter Härtling. Die FAZ geht mit dem Protagonisten aus Tim Parks' Roman "Hotel Milano" auf eine Reise nach Italien, die im Angesichts des Todes neues Leben bringt. Und der Dlf ist hin und weg von Joanna Bators Roman "Bitternis" über vier Frauenschicksale in Niederschlesien.

06.11.2023 Die FAZ ist gefesselt von Zoe Becks Thriller "Memoria", in dem die Protagonistin Harriet düstere Visionen plagen. In Gianrico Carofiglios Krimi "Groll" entdeckt sie nicht nur die Realität echter Mafiaprozesse, sondern auch Plutarch und Xavier de Maistre. Helge Schneider schreibt wie er Jazz spielt, freut sie sich außerdem und amüsiert sich köstlich mit seiner neuen Krimi-Satire "Stepptanz". Die NZZ lässt sich von Rainer Hank gerne darüber aufklären "Wie Journalistinnen nach 1945 unseren Blick auf die Welt veränderten".

04.11.2023 Die SZ feiert in Peter Handkes neuem Roman "Die Ballade des letzten Gastes" dessen immense Sprachverliebtheit und originelle Beleidigungen. Die taz entdeckt in Kate Zambrenos Band "Mutter (Ein Gemurmel)" ein reiches Flechtwerk aus literarischen Annäherungen an eine schmerzhafte Abwesenheit. Die FAZ freut sich über eine schön verrückte Geistergeschichte von Alain Mabancko. Über Simon Sebag Montefiores "Familiengeschichte der Menschheit" ist man geteilter Meinung: Ein großer Lesespaß, meint die FR. Zu flapsig, findet Dlf Kultur.

03.11.2023 Die SZ staunt, wie Elisabeth Raffauf in "Wann ist endlich Frieden?" Kindern Fragen zum Krieg beantwortet. Die FAZ empfiehlt Linda Martin Alcoffs Essay aus dem Jahr 1991 als wichtigen Text zur politischen Debatte um den schmalen Grat zwischen Engagement und kultureller Aneignung. Der Dlf Kultur folgt Victoria Kiellands Serienmörderin Belle Gunness durchs Chicago der Jahrhundertwende und lernt in Andreas Pflügers Spionagethriller "Wie Sterben geht".

02.11.2023 Dem Schreibmanschinengeklapper der Erinnerung lauscht die Zeit in Paul Austers neuem Roman "Baumgartner". Außerdem ist sie beeindruckt von Astrid Sys historischem Jugendroman über den niederländischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Die FAZ arbeitet sich angeregt durch den Gesprächsband von Alexander Kluge und Stefan Aust, der Alltagsgewissheiten radikal in Frage stellt. Der Dlf lobt Hans Haiders großartige Biografie über Ernst Jandl. Und Dlf Kultur beobachtet mit Cal Flyn, wie die Natur "Verlassene Orte" zurückerobert.

01.11.2023 Die Welt geht in die Knie vor der von Mark Davidson und Parker Fishel herausgegebenen Bob-Dylan-Biografie. Als Meisterwerk würdigt die FAZ Deborah Levys Roman „Augustblau“ über eine Pianistin in der Krise. Die FR empfiehlt Armin Nassehis „Glossar der öffentlichen Rede“, um Ordnung ins aktuelle Debattenkarussell zu bringen. Mit Tara M. Stringfellows Debütroman „Memphis“ liest sie ein vielschichtiges „schwarzes Märchen“. Der Dlf entdeckt die Kunst im Inneren des Walbauchs mit George Orwell und Ian McEwan. Und Dlf Kultur preist den neuen Roman von Zadie Smith.

31.10.2023 Die FAZ schwelgt in einem literarischen Bildband über das Leben der Familie Mann in Los Angeles. Außerdem feiert sie NoViolet Bulawayos zweiten Roman "Glory" über ihr Heimatland Simbabwe als einen Glücksfall der Literatur. Dlf Kultur lernt mit Nando Arbs Comic über Angststörungen, wie man sich richtig fürchtet. Die NZZ zieht mit dem homosexuellen Protagonisten in Lion Christs Roman "Sauhund" in das München der Achtziger und findet dort Freiheit, aber nur bedingt Glück.

30.10.2023 Die NZZ schwelgt mit "Steine und Erden" in Jan Wagners poetischen Schilderungen des Irdischen und Vergänglichen. SZ und FR empfehlen nachdrücklich Saul Friedländers Tagebuchaufzeichnungen zur politischen Situation in Israel. Die SZ liest außerdem mit Niklas Franks Buch "Zum Ausrotten bereit" eine Wutrede auf das Weiterleben des Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft.

28.10.2023 Die FR freut sich, dass die Erinnerungen Leonard Woolfs an seine Frau Virginia zumindest in Teilen neu auf deutsch erscheinen. Britney Spears ist mit "The Woman in Me" ein berührendes Buch über ihre Geschichte gelungen, finden die Kritiker von FAS und Welt. Pedro Lemebels "Torero, ich hab Angst" ist ein besonderer Roman über Chile und ein besonderer Roman über Homosexualität, freut sich die taz. Der Deutschlandfunk widmet sich ausführlich Frank Trentmanns deutscher Nachkriegsgeschichte "Aufbruch des Gewissens".

27.10.2023 SZ und NZZ liegen Florian Illies zu Füßen, der sie geistreich und raffiniert durch das Werk von Caspar David Friedrich führt. Die FAZ lässt sich von dem Ideenhistoriker Anton Jäger in die Dynamiken hyperpolitischer Zustände einführen. Als poetischen Roman über den Niedergang von Berlin empfiehlt der Dlf Tim Staffels "Südstern". Und Dlf Kultur spürt in Maya Binyams Roman "Galgenmann" über einen politischen Flüchtling in den USA die Isolation am eigenen Leib.