8020 Bücherschauen - Seite 1 von 802

26.05.2026 Die FAZ begleitet vergnügt den Kröterich Konrad aus dem Kinderbuch von Anke Kuhl und Oren Lavie bei seiner Suche nach etwas noch Köstlicherem als Fliegen. Von Paula Peretti und Dorthe Voss lässt sie sich das Leben von James Krüss erzählen - auch die dunklen Seiten. Dlf ist begeistert von Antonio Scuratis Roman "M. Das Ende und der Anfang", der aus der Perspektive Mussolinis vom Faschismus erzählt. Die Welt blättert interessiert durch den Band von AFF Architekten, der brutalistische Schulbauten vorstellt.

23.05.2026 Die FAZ blickt mit Kiran Desai auf "Die Einsamkeit von Sonia und Sunny", die weder Tradition noch Freiheit glücklich macht. Wer die politische Lage in der Slowakei verstehen will, dem empfiehlt die FR Michal Hvoreckys Band "Dissident". Die SZ amüsiert sich mit Karine Tuils Roman "Die Liebeshungrigen" über die nicht unbeträchtlichen Macken der Pariser Hautevolée. Die taz lernt mit Benedikt Kaisers Band "Der Hegemonie entgegen" die Strategie für eine identitäre rechte Revolution. Dlf Kultur geht mit Dagmar Knigge auf Spurensuche nach der Nazivergangenheit ihres Opas.

22.05.2026 Die FAZ erfreut sich im neuen Band der Rostocker Werkausgabe an Uwe Johnsons Beschreibungen der Mentalität der Berliner. Mit Jan-Werner Müller denkt sie über Architektur und Demokratie nach. Den zugleich seltsamsten und poetischsten Roman des Jahres entdeckt die FR mit Ricardo Romeros "Ich bin der Winter". Die SZ bewundert, wie Kiran Desai quer durch alle Genres über Einsamkeit sinniert. Dlf Kultur lernt derweil von Ciara Greene und Gillian Murphy, dass unser Gedächtnis erst perfekt ist, wenn es vergisst.

21.05.2026 Die FAZ liest berührt, wie Thomas Medicus dem Suizid eines erfolgreichen Arztes und Vaters nachspürt. Amüsiert folgt sie indes Madame Nielsens Bericht einer dänischen Performance-Künstlerin, die mit einem deutschen Theater aneinander gerät. Als Plädoyer für mehr Menschlichkeit würdigt die FR Gabriele von Arnims neues Buch über Abschiede. Als "vielleicht unbekanntestes Meisterwerk" der amerikanischen Literatur des letzten Jahrhunderts preist die NZZ Sherwood Andersons Roman über kuriose Gestalten in Ohio. Gebannt folgt Dlf Kultur dem Investigativ-Journalisten Patrick Radden Keefe, der dem mysteriösen Tod eines jungen Hochstaplers in London nachspürt.

20.05.2026 Die NZZ fährt mit Felicitas Hoppes "feinnervigen" und fantasievollen Reise-Essays in Urlaub. Die Welt lässt sich von Philip Manow die "Spaltungslinien" unserer Gesellschaft nachzeichnen. Die FAZ studiert Christoph Möllers' und Nils Weinbergs kluge Gedanken zum Verhältnis von Kunstfreiheit und staatlicher Förderung. Die SZ verschlingt Sandro Veronesis Roman "Schwarzer September", der als zärtliche Romanze beginnt und als düsterer Krimi endet.

19.05.2026 Die FAZ kehrt mit Sanna Samuelssons Debütroman in die vermeintich heile Welt eines schwedischen Bauernhofs zurück. Die FR zieht mit Heike Geißlers "Michaela Kohlhaas" in einen aussichtslosen Kampf. Die NZZ begeistert sich für Petra Morsbachs schillernden Roman "Orion" über die Lehrerin Nora. Dlf lernt von Florian Bieber, wie sehr sich Autokraten vor der Zivilgesellschaft fürchten. Dlf Kultur applaudiert dem lebendigen Roman "Die rastlosen Jahre" von Devika Rege, der während des Aufstiegs des Modi-Nationalismus in Indien spielt.

18.05.2026 Die NZZ verneigt sich vor Safae el Khannoussi, die in ihrem Roman "Oroppa" von Amsterdamer Kifferkaschemmen bis ins Pariser Belleville führt. Die Welt kann in den gesammelten Tarzan-Comics von Hal Foster die wechselnden Dschungel-Outfits des Helden vom "asymmetrischen One-Shoulder-Top" zum "Leo-Schlüpfer" bewundern. Die FAZ lässt sich mit der Hörbuch-Version von Iryna Fingerovas Roman "Zugwind" von Schmerz und von Lebensliebe erzählen. Die SZ lernt in Petra Webers Biografie über Hildegard Hamm-Brücher eine Politikerin kennen, wie sie heute dringend gebraucht wird.

16.05.2026 Hochaktuell findet die taz Johann Reißers Roman „Pulver“, der ihr am Beispiel von Max von Duttenhofer die Geschichte der deutschen Rüstungsindustrie erzählt. Außerdem empfiehlt sie Bücher von Alice Hasters und Maria-Sibylla Lotter, die sich beide mit der Rolle des Opfers in unserer Gesellschaft befassen. Die Welt bleibt gern im Schnee stecken, solange Karl Ove Knausgard davon erzählt. Die FAZ blickt mit Kathrin Fischer kritisch und angeregt auf die Ideologie der Achtsamkeit. Und Dlf Kultur freut sich, dass mit Monique Wittigs „Opoponax“ ein französischer Klassiker der queeren Literatur noch einmal auf Deutsch vorliegt.

15.05.2026 FAZ und NZZ verneigen sich geradezu vor Lukas Bärfuss, der die Geschichte seiner komplizierten Mutter zur Gesellschaftsanalyse ausweitet. Die FAZ empfiehlt außerdem neue Ingeborg-Bachmann-Biografien von Andrea Stoll und Dieter Burdorf. Der Dlf lässt sich von John Horne Burns' Klassiker von 1947 durch die Galleria Umberto in Neapel führen. Außerdem erlebt er mit Robert Seethaler die Straße als Wimmelbild schillernder Charaktere. Produktiv verstört bleibt der Dlf Kultur zurück, wenn die schwedische Autorin Ellika Lagerlöf von Kindern erzählt, in deren Mündern Perlen gezüchtet werden.

13.05.2026 Die FR empfiehlt Matthias Nawrats Roman "Das glückliche Schicksal" als wertvolle Vergegenwärtigung der polnischen Geschichte. Die Zeit blättert angeregt im Band "The Way Back" mit bisher unveröffentlichten Fotografien von Bruce Davidson. Dlf lernt in Garth Greenwells Roman über den Krankenhausaufenthalt eines Dichters die Literatur als Medizin für den Körper in Extremsituationen kennen. Und Dlf Kultur entledigt sich mit Amanda Lee Koes unsterblichen Schlangenschwestern unliebsamer Männer.