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17.01.2026 Die FAS streunt mit einem Autisten, der sich zum Herzenskünstler entwickelt, durch eine postsowjetische Stadtlandschaft, die der lettische Romancier Andris Kalnozols zeichnet. FAZ und NZZ lassen sich nach Paris entführen: Die FAZ mit Felix Philipp Ingold zu den russischen Emigranten der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, die NZZ mit Sebastian Smee zu den Impressionisten des 19. Jahrhunderts. Die FR empfiehlt als Mittel gegen Lethargie im Ukrainekrieg den Sammelband "Geteilter Horizont", weil er ihr den Kriegsalltag nahe bringt. Die SZ kämpft mit Kari Leibowitz' Ratgeber "Wintern" gegen den Winterblues. Die taz gruselt sich auf das angenehmste mit Josh Winnings Thriller "Verbrenn das Negativ" und taucht mit Maurice Crul und Frans Leslie ein in die Gesellschaft der Minderheiten europäischer Städte.

16.01.2026 Die taz lernt dank Karen van den Berg die unsichtbare Seite der Gegenwartskunst kennen. Die FAZ argumentiert mit Thomas Wagner angeregt gegen Hobbes, Herfried Münkler und andere Fürsprecher des Nationalstaats. Die FR kehrt mit Mascha Kaleko noch einmal nach Berlin zurück. Der Dlf entdeckt mit Konstantin Richters Sachbuch über die "Deutschland AG" den "Wirtschaftsroman, der fehlte". Und der Dlf Kultur bewundert, wie Anke Feuchtenberger mit ihren Comic-Essays nicht nur Themen wie Körperlichkeit und Sprache, sondern auch die Grenzen des Genres auslotet.

15.01.2026 Zeit, FAZ, SZ, Dlf und Dlf Kultur feiern den letzten Teil von Leila Slimanis marokkanisch-französischer Familientrilogie: Weltliteratur von Proust'schem Format, jubeln sie. "Partisanenhaft wild" nennt die FAZ zudem Peter Waterhouse' 1500-Seiten-Brocken "Z Ypsilon X". NZZ und Dlf Kultur mäandern ein vermutlich letztes Mal durch das Denken von Julian Barnes. So besorgt wie beeindruckt liest die SZ außerdem Ray Dalios "Weltordnung im Wandel" über Aufstieg und Fall von Nationen.

14.01.2026 Die FAZ schöpft mit Christoph Safferlins Buch "Ohnmacht des Völkerrechts" überraschenderweise Hoffnung für die Menschheit. Die FR geht mit Leila Slimani auf eine Erinnerungsreise nach Marokko. Die taz bechert sich mit Marcel Nobis durch die Kneipenkultur Westberlins. Dlf ergründet mit Bodo Kirchhoff die Liebe und das Verlassen-werden und lernt von Gabriel Zucman, wie eine Reichensteuer gelingen kann.

13.01.2026 Die FR lässt sich von Elli Unruh in "Fische im Trüben" zu einer mennonitischen Gemeinde in die kasachische Steppe entführen. Außerdem empfiehlt sie das neue Buch des Soziologen Hartmut Rosa. Die FAZ lernt mit Sandra Funck die 68er-Bewegung nochmal neu kennen, nämlich im Klassenzimmer. Die NZZ vertieft sich in die Memoiren der Pélicot-Tochter Caroline Darian. Die SZ verliebt sich in Barbara Yelins Comic über die Schauspielerin Therese Giehse. Und Dlf freut sich über die "Poetik der Freundschaft" in den Briefen Elsa Morantes an ihre Schriftstellerkollegen.

12.01.2026 Die NZZ lobt das neue Buch von Martin Schulze Wessel als "sorgfältig recherchierten" Augenöffner in Bezug auf die deutsch-ukrainischen Beziehungen. Außerdem taucht sie ein in die düster-witzigen Erzählungen von Adam Bodor über die ungarische Minderheit in Rumänien und den Schrecken der Securitate. Die SZ empfiehlt Christoph Safferlings "Ohnmacht des Völkerrechts" mit Einschränkungen. Dlf lernt Johann Gottlieb Fichte bei Harro Zimmermann als Intellektuellen voller Widersprüche kennen. Dlf Kultur widmet sich mit Julian Heisler "Amerikas Oligarchen".

10.01.2026 Wehmütig, aber auch tief beeindruckt nehmen FAS und Welt mit Julian Barnes Abschied von einem Schriftstellerleben. Die FAZ blickt mit Michael Angele zurück auf die wilde Vergangenheit des Stuttgarter Platzes und baut mit Sy Montgomery einen Rollstuhl für eine Schildkröte. Die FR verliebt sich dank Auður Ava Ólafsdóttir in die schillernde Grammatik des Isländischen. Die taz kämpft mit Alicia Baier für das Recht auf Abtreibung. Und der Dlf Kultur birgt mit Tommaso Landolfis „Herbsterzählung“ ein Meisterwerk der europäischen Literatur.

09.01.2026 Die FAZ lernt in Viktor Martinowitschs Roman "Das Gute siegt", wie effektiv der alltägliche Widerstand unter einem Regime wie in Belarus sein kann. Der Dlf bewundert, wie die Argentinierin Mariana Enriquez feministischen Bodyhorror und magischen Realismus zusammenbringt. Dlf Kultur gibt sich mit postum erscheinenden Erzählungen von Pascal Mercier dem "Fluss der Zeit" hin. Die FR gruselt sich, ist sie doch dank Molly Thynne "Eingeschneit mit einem Mörder".

08.01.2026 Der Dlf Kultur lernt in einem prächtigen Bildband auch die Theoretikerin Anni Albers kennen, die FAZ erweitert indes mit Fotografien von Brigitte Kraemer ihren Blick aufs Ruhrgebiet. In Alina Bronskys kulinarischer Kurzautobiografie erfährt sie, was Essen mit Identität zu tun hat. Die NZZ erkennt in dessen neuem Roman: Jon Fosse hat Humor. Radikal und modern findet die SZ Tezer Özlüs Roman "Die kalten Nächte der Kindheit"

07.01.2026 Die FAZ erkennt in den erstmals vollständig erschienenen Tagebüchern Carlo Emilio Gaddas aus dem Ersten Weltkrieg historisches Zeugnis, psychologische Selbstanalyse und die Geburt eines Autors zugleich. Begeistert lässt sie sich außerdem auf das literarische Fangspiel Christopher Eckers in "Die leuchtende Reuse" ein. Die NZZ zieht mit Audur Ava Olafsdottir in ein Haus auf dem Land fernab von Reykjavik. Dlf lässt sich von Christoph Hein die sehr menschliche Seite Johann Sebastian Bachs zeigen. Dlf Kultur ruft mit Delphine Minoui und ihrer iranischen Heldin: "Frau, Leben, Freiheit!".