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15.03.2024 Die taz bewundert, wie Anke Feuchtenberger die Grenzen zwischen Natur und Mensch in ihrer Graphic Novel über eine Kindheit im Vorpommern der Sechziger zerfließen lässt. Die FAZ lässt sich von Claus Beisbart die Entstehungsgeschichte der virtuellen Realität erzählen. Die NZZ erahnt Kafkas Horror vor der Familie in dem von Gerd Koch zusammengestellten Fotoalbum der Familie Kafka. Der Dlf scheitert mit Jean-Philippe Toussaint mit lässiger Eleganz beim Schach. Und Dlf Kultur lernt von dem Historiker Andreas Petersen, wie der Osten die Psychoanalyse verbannte.

14.03.2024 Die
FAZ wirft mit
Ulrich Peltzers "Der Ernst des Lebens" einen faszinierten Blick in die Welt der
Anlageberater. Und sie freut sich über eine hoffentlich anstehende Wiederentdeckung
Gabriele Tergits, der Nicole Henneberg gerade eine starke Biografie gewidmet hat. Die
FR erwärmt sich für einen von
Margaret Atwood und
Douglas Preston betreuten
Gemeinschaftsroman über "Vierzehn Tage" während der Corona-Pandemie. In der
NZZ empfiehlt Michi Strausfeld allen Kritikern zum Trotz
Gabriel Garcia Marquez' nachgelassenen Roman "Wir sehen uns im August". Außerdem ist heute die
Zeit-
Literaturbeilage erschienen. Alle Notizen dazu
finden Sie hier.

13.03.2024 Die FAZ begibt sich mit Lluis Quintana-Murci auf eine große populationsgenetische Odyssee zum Ursprung der Menschheit. Von Mirrianne Mahn lässt sie sich auf eine schonungslos humorvolle Reise nach Kamerun mitnehmen. Die NZZ lotet mit Albrecht Selge das Wesen der Stille aus. Die taz stellt mit Lucie Byrons lesbischer Graphic Novel das Genre auf den Kopf. Die Welt lernt von Ulrich Merkl: Als Student verputzte Darwin gern Eulen und Rohrdommeln. Und Dlf Kultur folgt Oliver Schlaudt bei seiner müllphilosophischen Safari durch Deutschland.

12.03.2024 Die FAZ erfährt von Daniel Marwecki unter anderem, wie gut Adenauer-Deutschland an den wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel verdiente. NZZ und Dlf Kultur kommen nach der Lektüre von Didier Eribons Mutter-Porträt zu unterschiedlichen Urteilen: Der Dlf Kultur findet eine philosophisch-politische Analyse auf hohem literarischen Niveau, der NZZ geht's zu viel um Eribon selbst. Ergriffen liest die taz Ilona Jergers Roman über den Zoologen Konrad Lorenz.

11.03.2024 NZZ und Dlf Kultur erkunden mit Roberto Savianos das Innenleben des berühmten Mafiajägers Giovanni Falcone. Die FR zeichnet mit Jürgen Flimms posthumem Erinnerungsbuch "Mit Herz und Mund und Tat und Leben" das Leben eines leidenschaftlichen Theatermachers nach. Die SZ empfiehlt Simon Shusters Selenski-Biografie und glaubt nach der Lektüre von Imad Mustafas "Der Islam gehört (nicht) zu Deutschland", dass Deutschland den Islam nicht dazugehören lässt.

09.03.2024 Ronya Othmanns neuer Roman "Vierungsiebzig" ist nicht einfach ein Roman, sondern eine aus Essay, Erzählpassagen, Reflexion und Reisebericht
bestehende Annäherung an die Frage, wie man über Genozid schreibt, notiert der Deutschlandfunk in einer ausführlichen Besprechung. Die FAS lobt die Intelligenz und "erschütternde" Qualität von Alia Trabucco Zeráns Roman "Mein Name ist Estela". Die FR versenkt sich mit großem Vergnügen in Charles Linsmayers literarische Anthologie "19/21 Synchron global" und liest einen von Marie-Luise Knott herausgegebenen Querschnittsband mit Barbara Köhlers Lyrik.

08.03.2024 Die FAZ rekonstruiert mit Philipp Felsch Jürgen Habermas' Aufstieg zum "Philosophieunternehmer“. Außerdem taucht sie ein in das anekdotenreiche Leben der Cartiers. Die FR macht eine bestens gelaunte Busfahrt mit Christine Röckl. Die SZ empfiehlt neue Kinder- und Jugendbücher, darunter vor allem Leyb Kvitkos jiddische Gedichte über den liebenswerten Schussel Lemmel. Der Dlf ist dankbar, dass sich die Erben von Gabriel Garcia Márquez über dessen Wunsch hinweggesetzt haben, den Roman „Wir sehen uns im August“ nicht zu veröffentlichen. Und Dlf Kultur blickt mit Juliane Kay schonungslos auf die Männer der Sechziger.

07.03.2024 Dlf und Dlf Kultur durchstreifen mit Anne Weber die Pariser Banlieues. Die Zeit verfällt der Mischung aus Reim und Erotik von Maggie Millners Versepos "Paare". Die FAZ vertieft sich in Didier Eribons Buch über seine Mutter, "Eine Arbeiterin", und ihr unwürdiges Sterben. Die FR folgt mit Joy Williams' "In der Gnade" einer schwangeren Predigertochter im Süden der USA in den Wald. Die NZZ liest mit Lize Spits "Der ehrliche Finder" einen spannenden Roman über eine Jungsfreundschaft.

06.03.2024 Die FAZ wird hinweggefegt von der wirbelsturmartigen Prosa in Gabriel García Marquez' letztem Roman "Wir sehen uns im August". Interessiert betrachtet sie Arwed Messmers Bildband über die Wende-Jahre. Die SZ kann Katja Hoyers Band zum Deutschen Kaiserreich hingegen nicht guten Gewissens als Lektüre über die wilhelminische Zeit empfehlen. Und der Dlf ist beeindruckt davon, wie Valerie Fritsch in "Zitronen" die Geschichte einer Mutter mit Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom erzählt.

05.03.2024 Die FAZ gerät mit den Gedichten des "Hochgeschwindigkeitspoeten" Arne Rautenberg außer Atem und lässt sich von deren hintersinniger Komik betören. Dlf erfährt von der isländischen First Lady Eliza Jean Reid Interessantes über die Gleichberechtigung von Frauen auf der Insel. Dlf Kultur betritt mit Gerhard Kaiser "Imaginäre Orte des Dichtens". Nana Kwame Adjei-Brenyahs dystopischen Action-Roman "Chain-Gang All-Stars" über moderne Gladiatorenkämpfe findet er brutal, realistisch und literarisch vielschichtig.