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29.09.2023 Mit Spannung liest die FAZ Simon Parkins Darstellung des Schicksals der im Ersten Weltkrieg im britischen Lager Hutchinson internierten Künstler. Die SZ würde Milo Rau gern vor seinem eigenen Radikalismus-Pathos in Schutz nehmen. Der Dlf staunt, wie die südkoreanische Dichterin Don Mee Choi koloniale Strukturen in Lyrik, Bilder und Zeichnungen übersetzt. Dlf Kultur springt mit Per Molander und Virginia Woolf zwischen Literatur und Physik hin und her. Mit Ines Bayard sehnt er sich in Steglitz nach Stille.

28.09.2023 Die Welt rumpelt sanft mit Karl Schlögel, dem großen Historiker der Räumlichkeit, durch die "American Matrix". Die FAZ sehnt sich bei der Lektüre von Lea Bonaseras klimakämpferischem Aufruf "Die Zeit für Mut ist jetzt!" nach John Rawls. Dlf Kultur verneigt sich vor einer Schmerzensmutter ohne Heiligenschein, die Margrete Steckel auf grad mal 50 Seiten in "Mutterrache" porträtiert. Und sie folgt Helge Timmerberg nüchtern, aber angeregt auf seiner Reise in die Welt des Cannabis.

27.09.2023 Die FAZ lernt von Marcus Willaschek, wie man den erodierenden Universalismus mit Kant auffrischt. Die FR durchlebt mit Melba Escobars "Die Mutter" den Terror in Bogotá. Die NZZ flaniert mit Birgit Schönau am Tiber entlang durch die Geschichte Roms. Dlf Kultur beugt sich mit Roma Agrawals "Nägel mit Köpfen" über sieben Erfindungen, die die Welt bis heute verändern.

26.09.2023 Diaty Diallos Roman "Zwei Sekunden brennende Luft" über
Polizeigewalt und Rassismus im Pariser Banlieu ist das Buch zu Stunde und noch mehr, jubelt der
Dlf.
Dlf Kultur freut sich
über die Veröffentlichung zweier Texte der russischen Dichterin
Darja Serenko. Die
SZ liest mit Gewinn
Iris Därmanns Buch über den Zusammenhang von
Kolonialismus und Sadismus. Und die enthusiastische
FR möchte in
Thomas Hettches dichter Gedankenwelt im neuen Roman "Sinkende Sterne" am liebsten wohnen.

25.09.2023 Die SZ jubelt nach der Lektüre von Goran Vojnovics Roman "18 Kilometer bis Ljubljana": Das ist Weltliteratur! Außerdem liest sie mit Grete Rebstocks Studie über sowjetische Zwangsarbeiter im NS-Regime einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung gleich zweier Unrechtsregime. Die FAZ tritt mit der vom iranischen Künstler Mehrdad Zaeri illustrierten Neuausgabe von "Krabat" ohne Zögern noch einmal über die Schwelle der schwarzmagischen Mühle in der Lausitz. Dlf Kultur lernt mit "Eine Geschichte von Genuss und Gewalt" viel Interessantes über Kaffee.

23.09.2023 Die FAZ staunt, wie Helgard Haug in ihrem Roman "All right. Good night" zwei scheinbar disparate Ereignisse - das Verschwinden eines Flugzeug und das Verschwinden des Gedächtnisses des Vaters - zu überblenden weiß. Die taz liest mit Gewinn Christoph Wimmers Reportage über über die kurdische Region Rojava: "Land der Utopie?" Die SZ lobt die geniale Präzision Terezia Moras.

22.09.2023 Die NZZ verliebt sich mit Linus Reichlin in einen "Hund, der nur Englisch sprach". Der Dlf schwelgt in Lawrence Ferlinghettis Gedichtband "Angefangen mit San Francisco". Die FR lässt sich von Roy Jacobsen ins von den Deutschen besetzte Oslo führen, wo eine Gruppe Jugendlicher zu überleben versucht. Die FAZ lernt von Eduardo Kohn und dem ecuadorianischen Stamm der Runa, "Wie Wälder denken". Die SZ empfiehlt eine deutsche Revolutionsgeschichte von Heinrich August Winkler.

21.09.2023 Die FAZ amüsiert sich mit Enzensbergers "Leichten Gedichten". Dlf Kultur taucht ein in Anke Feuchtenbergers fantastischen Comic "Genossin Kuckuck" über eine Dorfjugend zu DDR-Zeiten. Die FR freut sich über die zivile Lässigkeit von Ulrike Sterblichs Roman "Drifter". Die Zeit unternimmt eine faszinierende Reise durch Amerika mit Richards Ford Held Frank Bascombe.

20.09.2023 Seirian Sumner versöhnt die FAZ mit den Wespen, die nicht nur nerven, sondern tatsächlich auch sehr nützlich sind. Die FR bewundert die kunstlose Kunst von Uwe Timms "Alle meine Geister". Die SZ freut sich über "Holly", einen astreinen Krimi von Stephen King. Dlf Kultur wärmt sich an Gedichten von Wolf Wondratschek.

19.09.2023 Die FAZ vertieft sich gerne in Thomas Hettches neuen Roman "Sinkende Sterne", indem es um die Kindheit des Autors, aber eigentlich um das Schreiben selbst geht. Der Dlf bewundert, wie Irene Langemann in ihrem Debüt "Das Gedächtnis der Töchter" die Geschichte einer Mennoniten-Familie in Russland über mehrere Generationen verfolgt. Außerdem macht er sich mit Jean-Claude Mourlevats Kinderbuch "Jefferson" auf die Suche nach einer verschwundenen Häsin. Marion Poschmann schlägt in "Chor der Erinnyen" düstere aber auch naturromantische Töne an, freut sich Dlf Kultur.