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06.09.2023 Die SZ ist hin und weg von der Beschwingtheit und erotischen Leichtigkeit, die Anne Serres drei "Gouvernanten" ausstrahlen. Die FAZ schwelgt mit Michel Pastoureau in den Farben dieser Welt. Endlich, ruft die FR, ist Stanislaw Barnaczaks Essayband "Ethik und Poetik" auch auf Deutsch erschienen: vierzig Jahre alt und aktuell wie am ersten Tag. Dlf empfiehlt einen dänischen Klassiker: Tom Kristensens "Absturz".

05.09.2023 Die FAZ fühlt sich mit David Bellos Buch über Georges Perec in die Unvollendeten dieser Welt ein. Außerdem empfiehlt sie Carlos Franz' Roman "Das verschwundene Meer" über die Verschollenen der Pinochet-Diktatur. Die FR ist rundum begeistert von Marcus Willascheks Kant-Biografie. Die SZ begibt sich mit Wolf Haas' neuem Roman "Eigentum" auf Erinnerungsreise. Und Dlf Kultur feiert Sherko Fatahs Roman "Der große Wunsch" über einen Vater, der seine Tochter vor dem IS retten will.

04.09.2023 Die FAZ begibt sich mit William Boyles fünftem Brooklyn-Krimi "Shoot the moonlight out" in ein Netz düsterer Verstrickungen. Mit Frank Stocker feiert sie den 75. Geburtstag der D-Mark - ganz ohne Nostalgie. Stephanie Zloch ist mit ihrer Studie über "Das Wissen der Einwanderungsgesellschaft" ein "starkes Stück historischer Aufklärung" gelungen, freut sich die SZ. Die FR verfolgt in Elfi Conrads Roman "Schneeflocken wie Feuer", wie sich eine junge Frau gegen das Patriarchat auflehnt.

02.09.2023 Welt und Dlf Kultur begleiten Colson Whitehead lässig durchs New York der Siebziger. Die Welt folgt Rachel Yoders „Nightbitch“ außerdem gespannt bei ihrer Verwandlung in eine Hündin. Die taz schöpft dank Igal Avidan Hoffnung auf eine Versöhnung zwischen Juden und Arabern in Israel. Die FR kommt Rin Usamis „Idol in Flammen“ ganz nahe. Dlf folgt in Sherko Fatahs packendem neuen Roman einem Vater auf der Suche nach seiner Tochter, die sich dem IS angeschlossen hat. Und die FAZ verabschiedet sich wehmütig von Michael Kleebergs Charly Renn.

01.09.2023 Die Zeitungen reichen Besprechungen einiger Longlist-Titel nach: Die FR bewundert, wie spannend Angelika Klüssendorf in "Risse" die Revision ihrer Erzählungen gestaltet. Als fesselnde Roadnovel empfiehlt der Dlf Elena Fischers Debütroman „Paradise Garden“. Und Dlf Kultur erkennt in Terézia Moras beklemmendem Roman „Muna oder die Hälfte des Lebens“ einmal mehr: Diese Autorin schenkt ihren Lesern nichts. Die NZZ empfiehlt außerdem die Überlegungen des Politikwissenschaftlers Christopher Blattman zu den Möglichkeiten des Erlangens von Frieden in Kriegszeiten.

31.08.2023 Die FR sympathisiert mit der Heldin in Jenifer Beckers Debütroman "Zeiten der Langeweile", die sich von digitalen Datenströmen abkapselt. Und mit Goran Vojnovics "18 Kilometer bis Ljubljana" taucht sie in den rauen slowenischen Alltag ein. Die NZZ fühlt mit Felix Heidenreichs "Diener des Philosophen". Die Zeit schwimmt mit Deniz Utlu in "Vaters Meer". Dlf Kultur lernt von Francois Sardona, "Wie man mit Haien schwimmt": nämlich mit einer Makrele im Handgepäck.

30.08.2023 Die FAZ erwärmt sich in Michael Kleebergs "Dämmerung" für einen alternden aufrichtigen Kotzbrocken. Die FR amüsiert sich mit Bov Bjergs "Vorweiner". Dlf Kultur liest fasziniert das Debüt der simbabwischen Autorin Novuyo Rosa Tshuma über den Völkermord an den Nbelede durch eine Spezialeinheit der
simbabwischen Armee.

29.08.2023 Die FAZ lobt die eindringliche und zarte Figurenzeichnung in Charlotte Gneuß Debütroman "Gittersee" über eine Jugendliche in den Fängen der Stasi. Außerdem liest sie mit Gewinn die Erinnerungen des britischen Diplomaten Leigh Turner. Helgard Haug denkt in seinem neuen Roman zwei grundverschiedene "Geschichten vom Verschwinden" zusammen: Das Experiment ist gelungen, freut sich die SZ. Und die taz wehrt sich mit Sophia Zessniks Debütroman gegen männliche Gewalt.

28.08.2023 Die FAZ verbringt mit Juliane Pickels Jugendroman einen Sommer der Rache und der Freundschaft. Außerdem geht sie in Ursula Poznanskis "Oracle" den Visionen eines Teenagers auf den Grund. Die NZZ blättert durch Alexander Roobs prächtigen Band zur Geschichte der journalistischen Karikatur. Und die SZ freut sich, wie Kim Chakanetsa in ihrem Kinderbuch mit Klischees über Afrika aufräumt.

26.08.2023 SZ und FAZ sind gleichermaßen beeindruckt vom Roman "Wolfslichter" der grande dame der schwedischen Literatur Kerstin Ekman: und besonders über ihren aromantischen Blick in den Wald.
In der FAS ist Stephan Malinowski einigermaßen fassungslos über A. Dirk Moses' Genozid-Theorien. Die taz lernt aus Natalja Kljutscharjowas "Tagebuch vom Ende der Welt", wie es sich anfühlen muss, in Russland gegen den Krieg zu sein. Die FR begibt sich mit Mark Aldanow an den "Anfang vom Ende".