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26.08.2023 SZ und FAZ sind gleichermaßen beeindruckt vom Roman "Wolfslichter" der grande dame der schwedischen Literatur Kerstin Ekman: und besonders über ihren aromantischen Blick in den Wald.
In der FAS ist Stephan Malinowski einigermaßen fassungslos über A. Dirk Moses' Genozid-Theorien. Die taz lernt aus Natalja Kljutscharjowas "Tagebuch vom Ende der Welt", wie es sich anfühlen muss, in Russland gegen den Krieg zu sein. Die FR begibt sich mit Mark Aldanow an den "Anfang vom Ende".

25.08.2023 Der Dlf möchte nach der Lektüre von Cynthia Fleurys Buch über Ressentiments sofort zu Originaltexten von Freud, Nietzsche, Fanon und Deleuze greifen. Heiter, zornig und voller Tragik findet er die scharfe Kritik, die Alain Mabanckou in seinem neuen Roman an den Missverhältnissen im Kongo formuliert. Die FAZ lernt von Raymond Geuss nicht wie ein Liberaler zu denken. Die SZ erkennt den Wert des Zuhörens in Rafik Schamis Roman "Wenn du erzählst, erblüht die Wüste". Und Dlf Kultur liest mit Amir Gudarzis "Das Ende ist nah" ein eindringliches Debüt über die Proteste im Iran 2009.

24.08.2023 Die FAZ preist den unter dem Titel "Anders lesen" erschienenen Essayband von Ruth Klüger, in dem die 2020 verstorbene Autorin unter anderem darlegt, warum Wilkomirskis "Bruchstücke" schlicht Kitsch sind. Von Elmar Schenkel lässt sie sich Nietzsches Bettgeschichten erzählen. Die Zeit blickt mit Monika Helfers neuem Roman "Die Jungfrau" auf die Erwartungen, die an Frauen gestellt werden. Die FR reist mit Drago Jancar ins Maribor der Sechziger.

23.08.2023 Die FAZ vertieft sich in Charles Kings lesenswerte Geschichte Odessas. Die SZ erliegt dem schrägen Sarkasmus eines alten Mannes, der seinem todkranken Sohn eine Reise schenkt in Richard Fords Roman "Valentinstag". Dlf Kultur empfiehlt einen indischen Krimi mit dem sprechenden Titel "Mord" von Anjali Deshpande. FR und SZ stimmen jeweils ein in das Lob auf Susan Neimans "Links ist nicht woke" und
Valerie Tscheplanowas "Das Pferd im Brunnen".

22.08.2023 Die FAZ preist die bildmächtigen Gedichte des slowenischen Dichters Tomasz Salamun, versammelt im Band "Steine aus dem Himmel". Außerdem lässt sie sich von Yves Schemeil für machtpolitische Grundsatzfragen sensibilisieren. Der Dlf liest Dana Vovinckels Buch "Gewässer im Ziplock" über eine deutsch-jüdische Familie mit Gewinn. Die SZ trifft in Colson Whiteheads Roman "Die Regeln des Spiels" eine bunte Palette Harlemer Unterweltgestalten. FAZ, SZ und Dlf diskutieren über Susan Neimans "Links ist nicht woke".

21.08.2023 Die FAZ lauscht Hartmut Rosas kleiner Soziologie des Heavy-Metals, die von echter Liebe zum Genre zeugt. Außerdem hört sie gespannt zu, wie George Tabori von seinem bewegten Leben erzählt. Die SZ liest Nikolai Epplées Buch über Russlands (Nicht-)Aufarbeitung des Stalinismus und möchte es gerne zum Standardwerk erklären. Dlf Kultur taucht mit Julia Korbiks origineller Graphic Novel in das Leben Simone de Beauvoirs ein. Der Dlf empfiehlt Drago Jankars Roman "Als die Welt entstand" über das Aufwachsen im Slowenien der sechziger Jahre.

19.08.2023 Taz und SZ sind sich einig: Deniz Utlus Roman „Vaters Meer“ ist eine Wucht. Die Welt ist glücklich darüber, wie gut sich Tobias Rüther in seiner Wolfgang Herrndorf-Biografie in den Schriftsteller hineinversetzen kann. Die FAS empfiehlt Richard Fords lang erwarteten Roman „Valentinstag“. Die FAZ tanzt mit Tobias Bleek durch die Musikgeschichte der Goldenen Zwanziger. Der Dlf irrt mit Elif Batumans Protagonistin in „Entweder/Oder“ durch Harvard und schwirrt in Julia Willmanns Kinderbuch mit Schwebfliege Lilly durch die Welt. Dlf Kultur will mit Kohei Saito und Karl Marx den Kapitalismus beenden.

18.08.2023 Die taz lauscht gebannt, wenn Tijan Sila ihr von einer Kindheit in einem Sarajevoer Plattenbauviertel erzählt. Der Dlf lässt sich derweil von Jaap Robben die Geschichte einer traumatischen Mutterschaft in den Niederlanden der Sechziger erzählen. Keiner beschreibt Familiendramen so witzig wie Maxim Biller, meint Dlf Kultur. Als poetischen Lobgesang auf die Neugier und das Meer - und perfekte Strandlektüre preist er außerdem Patrik Svenssons "Chronistin der Meere". Und die FAZ lässt sich von Benno Gammerl in die queere Emanzipationsbewegung vom Kaiserreich bis heute einführen.

17.08.2023 Die Zeit ist ordentlich beeindruckt vom Debütroman der Schauspielerin Valery Tscheplanowa, "Das Pferd im Brunnen", der von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen erzählt. Dlf freut sich über eine kommentierte Neuausgabe von Robert Walsers Taugenichts-Roman "Geschwister Tanner". Die Welt empfiehlt die Erinnerungen des Wirtschaftswissenschaflers Moriz Julius Bonn, einem Verteidiger der Vernunft im Zeitalter der Extreme. Die FR lernt mit Jan Costin Wagners Roman "Einer von den Guten" den ersten pädophilen Kriminalermittler der Literaturgeschichte kennen.

16.08.2023 Die FAZ liest mit Vergnügen in Susanne Stephans "Der Held und seine Heizung" über Brennstoffe in der Literatur. Die NZZ ist mächtig beeindruckt von Maxim Billers Roman "Mama Odessa". Die SZ jagt mit Heinz Strunk durchs Käsiland. Die taz empfiehlt zwei Bände mit neuer Literatur aus Afrika.