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22.07.2023 Emma Cline hatte mit ihren "Girls" einen Riesenerfolg. Nun erscheint "Die Einladung" auf Deutsch und begeistert die ersten Kritiker in taz und FAS auf Neue: ein mit lässiger Meisterschaft hingeworfenes Meisterstück über Mann und Frau und Arm und Reich sei das. Der Deutschlandfunk empfiehlt eine monumentale Biografie über Georges Pérec. Die FR liest eine Studie Matthias Vetters über die Geschichte der russischen Emigration.

21.07.2023 Die FAZ empfiehlt Hermann Funkes Architektur-Kritiken aus den Jahren 1962-2003 als Geschichte Nachkriegsdeutschlands, seiner Träume und Alpträume. Die NZZ folgt mit Audur Ava Olafsdottir einem Lebensmüden, der im Kriegsgebiet neuen Mut schöpft. Der Dlf erfährt in Ulrike von Hirschhausens und Jörn Leonhards Globalgeschichte der Empires, was im Kern von imperialistischen Herrschaftsbestrebungen. Und Dlf Kultur begibt sich mit Xi Xi und einem leidenschaftlichen Elektroinstallateur durch das Hongkong der Siebziger.

20.07.2023 Die FAZ fühlt ihre Fantasie beflügelt durch Ulrike Sterblichs Roman "Drifter". Die FR lernt von dem Philosophen Leon Joskowitz den Zauber des Kochens in der Steinzeit. Der Dlf sagt der Moderne Adieu mit Johanna Seebauers Dorfroman "Nincshof". Dlf Kultur lässt sich von Jennifer Ackerman in "Die geheime Welt der Vögel" einführen.

19.07.2023 Die FAZ liest interessiert Nikolai Epplees Überlegungen, wie Russland seine sowjetische Vergangenheit - und insbesondere die Verbrechen des Stalinismus - aufarbeiten könnte. Die SZ lernt von Julia Lovell, wie Mao mit seiner blutigen Kulturrevolution zum Idol für antiimperialistische Kämpfer weltweit wurde. Der Dlf blickt mit dem Band "Zukunftsbilder 2045" hoffnungsfroh in die Welt von morgen. Die SZ spürt in Mieko Kawakamis Roman "All die Liebenden der Nacht" die Welterschöpfung der Millenials.

18.07.2023 Die SZ amüsiert sich prächtig mit Daniel Gascóns Roman über einen Hipster in der spanischen Provinz. Der Dlf feiert die Wiederentdeckung von Raymond Radiguets Debütroman "Den Teufel im Leib" aus dem Jahr 1923. Außerdem taucht er mit Elfi Conrads "Schneeflocken wie Feuer" in die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung im Deutschland der Nachkriegszeit ein. Die FAZ lernt aus dem Band "Der lange Weg zur Demokratie", wie die Aufstände gegen die Sowjet-Diktatur bis heute Vorbildfunktion haben.

17.07.2023 Die FAZ hört Hörbücher: Mit Volker Weidermann begibt sie sich auf maritime Streifzüge. Außerdem empfiehlt sie die Erinnerungen des Holocaust-Überlebenden Carl Lazslo. Die SZ lernt mit Ilko-Sascha Kowalczuks Biografie, dass Walter Ulbricht viel charismatischer war als angenommen.

15.07.2023 Michel Houellebecq stößt mit der Rekapitulation seiner Porno-Affäre auf geteilte Meinungen: Der Dlf amüsiert sich, die taz ist peinlich berührt. Lieber stürzt sich die taz auf eine senfgelbe Graphic Novel über Simone de Beauvoir. Zum Meisterwerk kürt die FAZ Amelie Nothombs biografischen Roman „Der belgische Konsul“ über ihren Vater. Die FR empfiehlt einen von Wolfgang Benz herausgegebenen Sammelband zur Geschichte der Ukraine. Die NZZ verdankt Marta Kijowskas Biografie ganz neue Erkenntnisse über die polnische Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska. Und der Dlf schlendert mit Joachim Sartorius durch das sizilianische Syrakus.

14.07.2023 Die FR liest mit Igal Avidans "Nach dem Bürgerkrieg" ein Porträt der arabischen Oberschicht in Israel. Die Welt erkundet mit Olivia Laing die Einsamkeit von Künstlern in New York. Die SZ erfährt von dem Historiker Jürgen Luh, dass Wilhelm von Preußen 1932 öffentlich dazu aufrief, für Hitler zu stimmen. Außerdem empfiehlt sie Kinder- und Jugendbücher. Dlf Kultur kehrt mit Gabriele Adameşteanu nach langen Jahren nochmal in die rumänische Heimat zurück. Mit Fabian Geier und Sebastian Rosengrün denkt er über ein Menschenrecht auf Digitalisierungsverzicht nach.

13.07.2023 Die FAZ lernt mit Stanislaw Baranczaks Schriften aus den Siebzigern, wie man unter Bedingungen des politischen Drucks als Dichter wahrhaftig bleiben kann. Die Zeit lernt von Marina Zwetajewa, dass man ein ekstatisches Genie und zugleich ein menschliches Monster sein kann. Der Dlf lernt von David Chalmer, dass virtuelle Realität sehr real sein kann. Dlf Kultur ergibt sich mit Ulrich Woelk "Mittsommertagen", die in die Vergangenheit einer ehemaligen Linksaktivistin führen.

12.07.2023 Der FAZ liest mit angehaltenem Atem, wie treffend die legendäre Reporterin Dorothy Thompson Hitler beschrieb und sich trotzdem in ihm irrte. Außerdem begeistert sie sich für die Idee einer fluiden KI. Die FR stöbert fröhlich in Thomas Böhms "Die Wunderkammer des Lesens". Die SZ erkundet mit zwei prächtigen Bildbänden die Geschichte Wiener Zinshäuser. Dlf Kultur liest gefesselt Michael S. Kargs Kulturgeschichte des Knotens.