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28.04.2023 Die NZZ möchte Christina Viraghs Roman über drei Grabräuber im Italien der achtziger Jahre gar nicht mehr aus der Hand legen. Die FAZ bewundert die Schönheit mathematischer Tafelbilder auf Fotografien von Jessica Wynne. Eine erstaunliche Entdeckung macht sie im "Garten des Cyrus" von Thomas Browne. Und die NZZ empfiehlt noch einmal nachdrücklich Toni Morrisons Erzählung "Rezitativ".

27.04.2023 Zeit und NZZ reichen hymnische Besprechungen für Dincer Gücyeters für den Buchpreis nominierten Roman "Unser Deutschlandmärchen" nach: Die NZZ liest einen Mix aus Märchen und Rebellion, die Zeit bewundert die expressionistisch-bebende Lyrik. Mit angehaltenem Atem liest die NZZ auch Lana Bastašics Erzählungen über Kinder in Gewaltspiralen. Die SZ streift mit Robert Seethaler durchs Wien der Siebziger und findet Lust am Scheitern.

26.04.2023 Die FAZ verliebt sich in Katharina Mevissens "Mutter", die im Alter nochmal richtig aufdreht. Außerdem staunt sie, wie unsentimental Grit Krüger in "Tunnel" die verschiedenen Facetten von Armut beschreibt. Die SZ liest vor Beobachtungslust funkelnde Essays von Mary Hunter Austin. Die NZZ bewundert das "seelenvollems Verströmen" in den endlich auf Deutsch erschienenen Texten von Etty Hillesum. Und die FR empfiehlt Gunter Hofmanns Willy-Brandt-Biografie.

25.04.2023 Die FAZ lernt von Frank Vorpahl, wieviel Captain Cook seinen polynesischen Führern verdankte. Aufgewühlt folgt sie zudem Leonardo Sciascias literarisch-kriminalistischen Spurensuche in der "Affaire Moro". In der NZZ preist Jan Koneffke Norman Maneas großen existenziellen Roman "Der Schatten im Exil". Die taz bewundert Ulrike Draesner. Die SZ sucht Rat bei Erich Kästner. Witz und Pathos findet der Dlf in Jon Kalman Stefanssons Roman "Dein Fortsein ist Finsternis".

24.04.2023 Die SZ liest mit Erschütterung, was David Kertzer in den vatikanischen Archiven über den "Papst der schwieg" zutage förderte. Danach versinkt sie in John Irvings Tausendseiter "Der letzte Sessellift". Unvulkanischen Witz entdeckt die FR in Eugen Ruges Roman "Pompeji". Die FAZ bespricht Kinder- und Jugendbücher, darunter die Geschichte dreier Ziegenböcke und David Blums Plattenbau-Roman "Kollektorgang"

22.04.2023 Welt, FR und FAS lassen sich von Olga Tokarczuk in ein Lungensanatorium im schlesischen Görbersdorf entführen. Wer sich über Chinas Verbrechen gegen die Uiguren informieren will, dem empfiehlt die taz Mathias Bölingers "Der Hightech-Gulag". Die Welt lernt von Gabriel Zuchtriegel den "Zauber des Untergangs" Pompejis schätzen. Die FAZ vertieft sich in Bruno Monsaingeons Gespräche mit Nadia
Boulanger. Die FAS lässt sich von Felix Lee erzählen, wie sein Vater
Volkswagen auf den chinesischen Markt verhalf.

21.04.2023 Die FAZ liest bei Stefan-Ludwig Hoffmann noch einmal nach, wie Reinhart Koselleck durch den Krieg geprägt wurde. Aufregend findet sie, wie Georges-Arthur Goldschmidt mit Heidegger abrechnet. Die SZ ist sich noch nicht ganz sicher, womit Alexander Kluge mit seiner Kriegsfibel 2023 hinauswill. Die NZZ blickt mit Tabea Steiner ins Milieu einer restriktiven Glaubensgemeinschaft. Und der Dlf trotzt mit Katharina Mevissens Mutter Alter und Einsamkeit.

20.04.2023 Eigentlich können sich Döpfner und Reichelt geschmeichelt fühlen, sind es doch vor allem ihre Namen, die Benjamin Stuckrad-Barres Schlüsselroman für die Kritiker zum Ereignis machen: Gestern erschienen und heute schon fünf mal besprochen. FAZ, FR und Zeit sind hingerissen, die NZZ fand ihn vorhersehbar, und die SZ findet die "Echt-krass-Haltung" des Erzählers langweilig. FR und SZ brechen mit Salman Rushdies neuem Roman "Victor City" ins Reich "Jayaparajaya" der Königin Pampa Kampana auf. Die FAZ empfiehlt Igorts gezeichnete "Berichte aus der Ukraine".

19.04.2023 Die FAZ taucht mit Rainer Klouberts "Warlords" in die abenteuerliche Geschichte des Lebemanns, Haudegens und Verräters Zhang Xueliang ein. Die NZZ macht eine umwerfende Entdeckung: den Tessiner Autor Fabio Andina. NZZ und SZ vertiefen sich in Timothy Garton Ashs "Europa". Die taz bekommt mit Nico Bleutge ein "gefühl für verplombte wörter". Die SZ lauscht mit der Lyrikerin Volha Hapeyeva den Florfliegen.

18.04.2023 Furios findet die SZ, wie Barbara Vinken mit "Diva" die Operngeschichte feministisch aufrollt. Als Solitär der Nachkriegsliteratur würdigt die FAZ Gerd-Peter Eigners Roman "Der blaue Koffer". Mit Interesse liest sie auch Iwan Schmeljows Roman "Der Toten Sonne" von 1923 über den russischen Bürgerkrieg. Die NZZ fragt sich, warum in Alexander Kluges "Kriegsfibel 2023" so wenig von der Ukraine die Rede ist. Die Welt lässt sich von Su Tiqqun die traurige Geschichte des Tacheles erzählen.