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03.04.2023 Die SZ bespricht zwei Bücher über die Flüchtlingskrise: Ruud Koopmans' "Asyl-Lotterie" scheint ihr kalt, Franziska Grillmeiers Reportagenband "Die Insel" poetisch. Die FAZ bespricht neue Krimis. Die taz tauscht mit Adam Andrusier zwei Hitler gegen eine Marilyn Die Welt lässt sich von Anna Mayr gern erzählen, wie es ist, zu Geld gekommen zu sein.

01.04.2023 Als wütenden Abgesang auf Großbritannien liest die Literarische Welt A.L. Kennedys neuen Roman. Von Jessamine Chan lässt sie sich im „Institut für gute Mütter“ ausbilden. Die SZ lernt dank Frank Vorpahl die wichtigen Männer hinter James Cook kennen: Die Indigenen Tupaia, Maheine, Mai. Die taz folgt gebannt Annette Pehnts „schmutziger Frau“. Fast ehrfürchtig empfiehlt die FR Tanja Maljartschuks Essayband „Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus“. Der Dlf erkennt einmal mehr die große Meisterschaft von Zülfü Livaneli.

31.03.2023 Die FAZ staunt, wie unterhaltsam ihr Siddhartha Mukherjee die Geschichte der Zellularpathologie erzählt. So provokant wie plausibel findet sie Howard D. Frenchs Globalgeschichte "Afrika und die Entstehung der modernen Welt". Die FR geht mit Susanne Klingenstein auf Entdeckungsreise zu den Wurzeln des Jiddischen im 9. Jahrhundert. Der Dlf schaut sich mit Franzobel in "Einsteins Hirn" um. Als Solitär in der deutschen Nachkriegsliteratur empfiehlt er außerdem Gabriele Tergits Roman "Der erste Zug nach Berlin".

30.03.2023 Die FAZ verneigt sich vor dem Lyrikgenie Yang Lian, warnt Leserinnen jedoch vor etwas viel Männlichkeit. Die FR empfiehlt die irische Lyrikerin Doireann Ni Ghriofa, deren autobiografisches Buch "Ein Geist in der Kehle" einer radikalen Dichterschwester aus dem 18. Jahrhundert huldigt. Die SZ geht mit einem "Gentleman über Bord". Die Zeit ist beeindruckt von Helga Schuberts autobiografischer Erzählung über das Sterben ihres Mannes.

29.03.2023 FAZ und FR erliegen Georg Kleins neuem Roman "Im Bienenlicht". Ein fantastisches Geschenk zum Siebzigsten, meint die FR, den Vergleich mit Thomas Mann scheut die FAZ nicht. Die NZZ amüsiert sich prächtig mit einer politisch nicht korrekten Bernadine Evaristo. Außerdem empfiehlt sie Axel Honneths Theorie der Arbeit in der Demokratie. Die SZ lässt sich von Alexander Braun die Geschichte der Katzenjammer Kids erzählen. Verblüfft hört der Dlf Kultur von Camilla Townsend eine ganz neue Geschichte der Azteken.

28.03.2023 Als finsteren Endzeit-Heimatroman empfiehlt die NZZ A.L. Kennedys Abrechnung mit der britischen Politik "Als lebten wir in einem barmherzigen Land". Der DlfKultur erinnert sich mit Björn Kuhligks Langgedicht "An einem Morgen im März" an die triste Stimmung des Lockdowns. Die SZ liest bei Jan Philipp Reemstma nach, wie Wieland Feinheit und Gelenkigkeit in die deutsche Sprache brachte. Die FAZ entschwebt mit Barrie Koskys Erinnerungen "Vorhang auf, und hallo!" in den Opernhimmel.

27.03.2023 Die Höhen der Literatur erklimmt die FR mit Andrej Blatniks Roman "Platz der Befreiung" über die 89er in Ljubljana. Der DlfKultur wirft mit Thilo Krause einen genauen poetischen Blick auf die Neunziger, die Jugend und Gewalt freisetzen. Die FAZ empfiehlt Kinderbücher, darunter Jana Bauers Bilderbuch über Otto Hasenfuß, den "Monsterschreck". Der Dlf lässt sich von Martina Walther bezaubern und nimmt aus "Albertas Wunschladen" Freunde und Pfeffer mit, aber auch einen Hut, der guttut.

25.03.2023 Die FAZ ist tief beeindruckt von den Geschichten der "mutigen Frauen Irans", die gegen ihre Unterdrückung kämpfen. FAS und SZ empfehlen nachdrücklich Toni Morrisons Erzählung "Rezitativ", bei der man im Unklaren bleibt, welche der beiden Protagonistinnen schwarz und welche weiß ist. Die FR vertieft sich in "Die Moskau-Connection", die Gerhard Schröder knüpfte. Die taz macht sich schlau mit einem Band, der verschiedene Standpunkte zum "Canceln" sammelt. Großes Lob spendet sie auch Ilona Haberkamps Biografie der Jazzpianistin Jutta Hipp.

24.03.2023 Die FAZ empfiehlt zwei Bücher zum Hitlerputsch 1923. Die SZ bewundert, wie Jan Philipp Reemtsma Christoph Martin Wieland ganz ohne Anbiederung in die Mitte der deutschen Literatur zurückholt. Außerdem liest sie Kinderbücher über Finanzen und Ponys mit Menschenwunsch. Dlf Kultur taucht ein in die bunte Fabelwelt von Sheila Heti. Und der Dlf überdenkt mit Björn Bickers schillernden Kurzgeschichten das Verhältnis von Sprache und Sein.

23.03.2023 Die NZZ zieht mit Uwe Neumahr ins "Schloss der Schriftsteller" und beobachtet durch die Augen von Erich Kästner, Martha Gellhorn, Golo Mann, Wolfgang Hildesheimer, Elsa Triolet, Willy Brandt und Gregor von Rezzori die Nürnberger Prozesse. Die Zeit feiert die lyrische Kraft und Beherztheit von Ulrike Draesners großartigem Frauenroman "Die Verwandelten". Die FAZ lernt mit Cvetka Lipus' neuem Gedichtband "Weggehen für Anfänger". SZ und Dlf amüsieren sich mit Martin Suters "Melody".