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06.07.2022 Die FAZ nähert sich furchtlos, aber auch beglückt Senthuran Varatharajahs Roman über den Kannibalismus-Fall von Rotenburg. Catalin Dorian Florescu verdankt sie ein lebendiges Bild von Bukarest um 1900. Die SZ probt verschiedene Wahrnehmungen der Wirklichkeit mit Mary Rufles leuchtenden Prosaminiaturen. Die NZZ lässt sich von Adorno durch die „Eiswüste der Abstraktion“ leiten. Und Dlf Kultur folgt Kathrin Köller und Irmela Schautz interessiert durch die Geschichte der LGBTIQA+-Communities.

05.07.2022 Die FAZ reist mit der Historikerin Astrid M. Eckert ins „Zonenrandgebiet“ und birgt weniges Bekanntes zwischen Ost und West. Außerdem empfiehlt sie zwei Bücher über den Wald. Die FR amüsiert sich prächtig mit Monica Alis Roman über die dunklen Geheimnisse einer islamischen Familie. Die NZZ lernt von Timo Feldhaus, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr 1816 Poesie, Liebe und die ganze Moderne beeinflusste. Und Dlf Kultur stößt auf Schauerliches in Rainer Herrns Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft in Berlin.

04.07.2022 Die SZ lernt von Michael Paul, wie dramatisch sich der "Kampf um den Nordpol" in Zukunft gestalten wird, wenn Russland und China die Rohstoffe ausbeuten und auch Atom-U-Boote die eisfreien Schiffspassagen nutzen können. Der DlfKultur erfährt in Hermann Bausingers Poesie des Alltags, das Erzählen nicht harmlos ist. Die FAZ nimmt mit Kevin Barry die "Nachtfähre nach Tanger". Der Dlf bewundert die gedankliche Tiefe und emotionale Wucht in den Gedichten Jürgen Beckers.

02.07.2022 Die Welt taucht mit David Mitchells "Utopia Avenue" ein in die Musikwelt Londons in den glorreichen Sechzigern. Die taz liest gespannt Serhii Plokhys Geschichte der Ukraine, "Die Frontlinie", und mit Najat El Hachmis Roman "Am Montag werden sie uns lieben" vom Ausbruchsversuch eines spanischen Mädchens aus muslimischen Konventionen. Die FAZ lernt mit Gudrun Krämers Biografie Hasan al-Bannas den "Architekten des Islamismus" kennen. Die SZ bewundert die politischen Gedichte Ilya Kaminskys.

01.07.2022 Die FAZ fürchtet sich vor der camouflierten Infrastruktur im Dämmerlicht, die Isik Kaya und Thomas Georg Blank fotografiert haben. Die FR staunt, wie vortrefflich Khaled Kalifa Familiengeschichte mit der Geschichte Syriens um die Jahrhundertwende verknüpft. Die NZZ lässt sich von Roberto Savianos Geschichten über Giordano Bruno, Martin Luther King oder Pasolini ermutigen. Die SZ vergnügt sich mit Josef Guggenmoos' Naturgedichten für Kinder. Dem DlfKultur eröffnen sich dank James Poskett neue Horizonte.

30.06.2022 SZ und NZZ folgen der Reisereporterin Gabriele Riedle gebannt von Neuguinea über Kabul bis in den Berliner Westen. Die FAZ hält Ann Petrys Roman um einen kochenden Migrantenstadtteil von New York auch 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung für äußerst fesselnd. Zeit und Dlf Kultur lernen von Robin Wall Kimmerer alles, was man über Moose wissen muss. Außerdem kommt die Zeit heute mit einer kleinen Sommerbeilage: Gisela von Wysockis elegante Prosaminiaturen geben ihr den Glauben an die Literatur zurück, mit Michael Krüges reist sie durch die Naturgemälde Giovanni Segantinis und mit Julio Cortázar zündet sie ein Feuerwerk der Ideen.

29.06.2022 Die SZ bewundert Tomas Venclovas rhythmisches Gespür für das Thema Erwachen. Außerdem begleitet sie Olivette Otele auf den Spuren "Afrikanischer Europäer". Dlf Kultur empfiehlt Ben Streets "Art Rebel" für Kinder. Die NZZ amüsiert sich mit "The Quartet", einer Vierfachbiografie Oxforder Philosophinnen. Die FAZ wirft mit "Thea" einen Blick in das Privatarchiv des Fotografen Roger Melis.

28.06.2022 Die FAZ versinkt mit Claudio Magris in der zarten Melancholie Triests. Auch die neusachliche Nüchternheit in Ferenc Barnas' Erzählkunst weiß sie zu schätzen. Die SZ folgt Gregor Sander mit Freuden, wenn er sich zum Gegenbesuch in den Ruhrpott aufmacht. Der Dlf erkundet mit dem israelischen Journalisten Ohad Hemo die Lage "Jenseits der Grünen Linie".

27.06.2022 Fast nur Kinderbücher heute: Ganz hingerissen ist die FAZ von Nicola Kucharskas Wimmelbuch "Was für unfassbare Sachen echte Drachen gerne machen". Mit Andreas Steinhöfels und Melanie Garanins "Völlig meschugge?!" übt sie, hochkant zu lesen. Gut gefällt der SZ Ann Petrys Buch über die aframerikanische Fluchthelferin Harriet Tubman. Der Dlf Liest Erna Sassens komplexes Jugendbuch "Ohne dich". Und der DlfKultur empfiehlt nicht nur, aber besonders allen Jack-London-Fans Robert Kindlers Alaska-Geschichte "Robbenreich".

25.06.2022 Die taz feiert Chloé Delaumes Roman "Das synthetische Herz", der sehr scharfzüngig vom Leben und Lieben in der französischen Buchbranche erzählt. Brisant erscheint ihr Anna Yeliz Schentkes Roman "Kangal" über politischen Widerstand in der Türkei. Die FAZ bwundert, wie sich Gerald Murnane mit seinem verschlungenem Roman "Inland" gegen die Dominanz des populärem Realismus stemmt. Der DlfKultur empfiehlt Fredrik Sjöbergs Biografie des schwedischen Malers Anton Dich "Mama ist verrückt und Papa ist betrunken".